Heute gibt es Ofengemüse und dazu ein Püree aus weißen Bohnen. Ein einfaches, ehrliches Essen ohne Schnickschnack. Warm, würzig, bunt – genau die richtige Mahlzeit für trübe Tage.
Ofengemüse
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ihr könnt jedes Gemüse verwenden, das gerade Saison hat, oder was Ihr noch so in Eurem Kühlschrank findet. Bei mir waren das heute
1 Handvoll Rosenkohlröschen, halbiert und den Stunk einmal eingeschnitten
2 große Karotten, geschält und in Stücke geschnitten
1/2 Fenchelknolle, in grobe Stücke geschnitten
4 kleine rote Zwiebeln, geschält und halbiert
1/2 Radiccio, in Achtel geteilt
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
Das vorbereitete Gemüse in eine große Schüssel geben. Etwa 3-4 Esslöffel Olivenöl darüber geben. Etwas Salz und Pfeffer dazu und die Radicciostücke mit etwas braunem Zucker einreiben. Zu guter Letzt habe ich noch 2 Teelöffel der Gewürzzubereitung Café de Paris von Rosemary & Co untergemischt. Ihr könnt aber auch einfach Eure Lieblingsgewürze oder Kräuter verwenden.
Das Gemüse auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und 40 Minuten im vorgeheizten Backofen garen.
Bohnenpüree von weißen Bohnen
2 kleine Dosen weiße Bohnen (Abtropfgewicht 240 g), abtropfen lassen und etwas von der Flüssigkeit aufheben
1 Esslöffel Olivenöl
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Knoblauchzehe darin kurz anschwitzen. Die abgetropften Bohnen dazu geben und etwa eine halbe Tasse von der Flüssigkeit. Alles bei geschlossenenm Topf kurz aufkochen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Die Bohnen mit einem Pürierstab fein pürieren. Eventuell noch etwas Flüssigkeit dazu geben. Das Püree mit Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale herzhaft abschmecken.
Das Püree mit dem Ofengemüse anrichten und ein paar Granatapfelkernen darüberstreuen. Fertig ist ein herrlich duftendes Wohlfühlessen!
Ach ja! Ist Euch was aufgefallen? Nicht? 😃 Ist vegan! Und Low Carb!
Einfach mal probieren! Habt eine gemütliche Woche!
Beitrag enthält freiwillige, nicht bezahlte Werbung.
Eiweiß übrig? Fein! Die beste Voraussetzung zum Backen einer knusprigen, luftigen Pavlova! Diesmal herrlich schokoladig mit gut durchgezogenen Holunderbirnen. Und mit denen fangen wir auch gleich mal an, denn – je länger sie in ihrem würzigen Sud liegen – desto intensiver werden Farbe und Geschmack.
Hollunderbirnen
4 feste Birnen, geschält, halbiert und vom Kerngehäuse befreit
750 ml Holundersaft (Direktsaft ohne Zuckerzusatz)
3 Nelken
1 Zimtstange
5 Kardamomkapseln, angedrückt
2 Sternanis
3 Scheiben frischen Ingwer
1 Stückchen Zitonenschale einer unbehandelten Zitrone
Saft einer halben Zitrone
3 Esslöffel Puderzucker
Die Gewürze in einemTeebeutel mit dem Holundersaft und dem Puderzucker in einen Topf geben. Kurz aufkochen und 20 Minuten simmern lassen. Die halben Birnen in den Sud legen. Alles 5 Minuten leise köcheln lassen. Den Topf von der Platte nehmen und die Birnen im Sud auskühlen lassen. Am besten über Nacht an einem kühlen Ort durchziehen lassen. Anschließend die Birnen herausnehmen und den Holundersaft so lange kochen lassen, bis er sich etwa um die Hälfte reduziert hat. Den so entstandenen Sirup vollständig abkühlen lassen. Nun können die Birnen zurück in den Sirup, bis sie gebraucht werden. Im Kühlschrank halten sie sich so ein paar Tage, lassen sich also prima vorbereiten.
Pavlova – ein bisschen zusammengefallen – aber nun ja… sieht man nicht mehr, wenn ordentlich Sahne oben drauf kommt 😅
Schoko-Pavlova
6 Eiweiß
1 Prise Salz
1 Messerspitze Weinsteinbackpulver
250 g Puderzucker
5 Teelöffel Backkakao
1 Teelöffel Stärke
1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen
1 Esslöffel Apfelessig
Den Backofen auf 130°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Eiweiß mit der Prise Salz aufschlagen und nach und nach den Zucker hinzugeben, bis eine weiße, glänzende, fluffige Masse entsteht. Zum Schluss den Essig hinzufügen und Stärke, Weinsteinbackpulver, Kardamom und Kakao über die Masse sieben und kurz unterheben.
Den Schokoeischnee in der Mitte des Backblechs in einem Kreis von etwa 20 cm hübsch auftürmen. Dies gelingt mal mehr, mal weniger gut. Bei mir diesmal weniger 😂. Das macht aber nichts. Die Pavlova 100 Minuten backen. Anschließend den Ofen auschalten und die fertige Pavlova 6 Stunden im Backofen auskühlen lassen, ohne die Backofentür zu öffnen.
500 ml Sahne mit 4 Teelöffel Vanillezucker steif schlagen und auf der vollständig abgekühlten Schoko-Pavlova verteilen. Die Birnenhälften darauf drapieren und etwas von dem Holundersirup darüber verteilen.
Und nun? Nur noch genießen. Habt eine süße Woche!
Wem schon mehr der Sinn nach Frühling steht, der findet hier eine Erbeerpavlova 😊
Zitronen gehören für mich zum Sommer wie Apfelsinen zum Winter. Ganz weit vorne liegen sie natürlich verarbeitet zu Zitroneneis 😊 dicht gefolgt von selbstgemachter Zitronenlimo.
Aber abgesehen von erfrischenden, süß-sauren Leckereien passt die sonnengelbe Frucht auch pefekt in die herzhafte Sommerküche. Zu Fischgerichten ist sie zweifellos unverzichtbar.
Heute wird’s raffiniert, das kann ich schon mal versprechen. Gewöhnlich kann ja jeder… 😂
Es gibt ein cremiges Zitronenrisotto mit Zitronenthymian und ordentlich Zitronenaroma. Dazu zartes Kabeljaufilet getoppt mit Zitronen-Chili-Ingwer-Sirup, der dem Ganzen eine wirklich besondere Note verleiht. Entdeckt habe ich das Risotto und diesen Kracher-Sirup auf der Internetseite vom Magazin „Der Feinschmecker„.
Zitronen-Chili-Ingwer-Sirup
Zutaten:
2 Zitronen, unbehandelt (Schale von einer Zitrone, Saft von beiden)
1 rote Chilischote
20 g frischen Ingwer
75 g Zucker
Zubereitung:
Die Zitronen dünn schälen und die Schale in sehr feine Streifen schneiden. Die Chilischote halbieren und entkernen, den Ingwer dünn schälen. Chili und Ingwer ebenso in feinste Streifen schneiden.
Die Hälfte der Zitronenschale, die Chilistreifen und den Ingwer mit dem Zucker und dem Saft der beiden Zitronen in einem Topf aufkochen und 20 Minuten auf kleiner Stufe leicht köcheln lassen. Anschließend in ein Einmachglas füllen und abkühlen lassen.
Zitronenrisotto
Zutaten für 4 Portionen:
4-5 Zweige Zitronenthymian
fein geschnittene Schale einer Zitrone
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
75 g Butter
200 g Risottoreis
100 ml Weißwein
600 ml heiße Gemüsebrühe
75 g frisch geriebenen Parmesan
2 Esslöffel Crème fraîche
Ausserdem:
4 Kabeljaufilets
Saft einer Zitrone
Salz
2 Esslöffel Mehl
1 Esslöffel Butter
2 Esslöffel Olivenöl
Zubereitung:
Die Blättchen vom Zitronenthymian abzupfen und fein hacken. Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.
Ein Esslöffel Butter in einem Topf auslassen. Schalotten und Knoblauch darin anschwitzen. Zitronenschale und den Reis hinzufügen, kurz mit anschwitzen und mit Weißwein ablöschen.
150 ml Brühe angießen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Dabei immer mal wieder umrühren. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Brühe aufgebraucht ist und der Reis nach ca. 18 Minuten bissfest gar ist.
In der Zwischenzeit die Kabeljaufilets waschen, trockentupfen, mit Zitronensaft beträufeln und salzen. In einer Pfanne Butter und Olivenöl erhitzen. Die Filets kurz in Mehl wenden und in der Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten.
Parmesankäse, Crème fraîche, die restliche Butter und den Zironenthymian zum Risotto geben und unterrühren. Das Zitronenrisotto auf tiefen Tellern anrichten. Jeweils ein Kabeljaufilet darauf legen und als Topping etwas von dem Zitronen-Chili-Ingwer-Sirup samt Streifen darüber verteilen. Ein paar Zweige Zitronenthymian machen das Bild perfekt – das Auge ist ja schließlich mit!
Lasst es Euch schmecken! Guten Appetit!
Dieser Beitrag enthält freiwillige unbezahlte Werbung.
Kerscheplotzer, Kirschenmichel, Kirschenjockel, Kirschenmännla oder -männchen … viele Namen, gemeint ist aber immer fast das Gleiche. Ein süßer Auflauf aus altbackenem Brot und Kirschen. Eine beliebte Süßspeise, die vorwiegend in Süddeutschland, oft in Kombination mit einer Suppe, als Hauptgericht auf den Tisch kommt. Die Rezepte unterscheiden sich leicht, je nach Region. Manche schlagen das Eiweiß extra, andere fügen Kakao hinzu. Wahrscheinlich gibt es beinahe so viele Variationen wie es Großmütter gibt.
Mein Rezept könnte einfacher nicht sein und geht ganz fix.
Kerscheplotzer
Zutaten für eine kleine Auflaufform ca. 15 x 24 cm:
etwa 150 g Weißbrotreste in 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten
500 g Kirschen
3 Eier
100 g Zucker
1 Teelöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
geriebene Schale 1/2 Zitrone
1 gute Messerspitze Zimt
500 ml Milch
1 Schnapsgläschen Kirschwasser (optional)
etwas Butter zum Einfetten der Form
1 Esslöffel Paniermehl zum Ausstreuen der Form
Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Auflaufform mit Butter ausstreichen und mit Paniermehl ausstreuen. Den Boden der Form mit der Hälfte der Weißbrotscheiben schuppenartig auslegen. Die Kirschen darauf verteilen. Man kann die Kirschen natürlich vorher entsteinen, das Original sieht das jedoch nicht vor. Es wird auf jeden Fall MIT Kirschkernen gebacken. „Plotze“ bedeutet nichts anderes als „spucken“. Vom Ausspucken der Kirschkerne hat der Kerscheplotzer also seinen klangvollen Namen und für viele kleine und große Kerscheplotzerfans ist diese Mahlzeit ohne Kerne einfach undenkbar.
Die Kirschen zum Abschluss mit der zweiten Hälfte Weißbrotscheiben wieder schön schuppenartig bedecken. Eier, Milch, Zucker, Vanillezucker, Salz, Zitronenschale, Zimt und Kirschwasser miteinander verquirlen und langsam über die Brotscheiben gießen, so dass diese sich gut vollsaugen können.
Den Kerscheplotzer im vorgeheizten Backofen 40 Minuten backen.
Vanillesoße
Zutaten:
500 ml Milch
1 Esslöffel Speisestärke
2 Esslöffel Zucker
1 Prise Salz
Mark einer halben Vanilleschote
2 Eigelb
Zubereitung:
100 ml Milch mit Speisestärke und Zucker glattrühren, so dass keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die restliche Milch mit Salz, Vanillemark und der ausgekratzten Schotenhälfte unter ständigem Rühren aufkochen. Die Stärkemischung unterrühren und kurz weiterköcheln lassen. Die Soße von der Kochstelle ziehen und die Vanilleschote herausnehmen. Die Eigelbe zum Temperaturausgleich mit 2-3 Esslöffel der heißen Soße verrühren und anschließend in die Vanillesoße rühren. Schon fertig! Die Soße schmeckt warm oder kalt.
Den noch warmen Kerscheplotzer mit der Vanillesoße servieren – am liebsten draußen. Herrlich sommerliche Resteverwertung, die garantiert Kindheitserinnerungen weckt!
Jetzt ist es wieder soweit! Das Thermometer kratzt an der 35 Grad-Marke und das friesische Blut in meinen Adern bemerkt: ihm ist zu warm. Viiiieeeel zu warm, es will ans Meer. Natürlich nicht an irgendein Meer! Nein, die Nordseeküste ganz weit oben im Norden soll es sein. Nun ja, da das spontan nicht so einfach möglich ist, muss wenigstens Dithmarscher Sommerküche auf den Teller – möglichst erfrischend und kalt. „Gut gekühles Sauerfleisch, ein paar Tage im Kühlschrank durchgezogen, mit Bratkartoffeln – das wär’s jetzt!“ Gesagt – getan!
Ich hab’ mal gleich einen kleinen Vorrat angelegt 😂 der Sommer ist noch lang! Es lohnt sich auf jeden Fall ein paar Gläser davon einzukochen, denn das Sauerfleisch hält sich so Monate (wenn es nicht vorher ganz schnell jemand aufisst) und man hat nur einmal Arbeit damit.
Sauerfleisch
Zutaten für 6 Twist-off Gläser à 500 ml und eine Servierschüssel:
3 kg Schweinenacken
1 Liter Weißweinessig
1 Liter Wasser
4 Zwiebeln, geschält und geviertelt
Schale einer unbehandelten Zitrone, dünn abgeschält
6 Gewürznelken
4 Lorbeerblätter
1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
1 Teelöffel Pimentkörner
2 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Zucker
12 Blatt Gelatine
Zubereitung:
Das Fleisch mit Essig, Wasser, Zwiebeln, Zitronenschale und den Gewürzen (am besten in einem Teebeutel oder Gewürzei) in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen. Den Schaum, der sich beim Aufkochen bildet, abschöpfen. Die Temperatur reduzieren und das Fleisch bei niedriger Temperatur 2 Stunden vor sich hin simmern lassen. Anschließend das Sauerfleisch aus dem Sud nehmen und kalt stellen. Die Brühe durch ein Sieb in einen kleineren Topf gießen. Diesen ebenfalls kalt stellen. Das Fett, dass sich nach dem vollständigen Erkalten oben auf dem Sud abgesetzt hat, läßt sich dann ganz leicht abnehmen.
Das Fleisch in Stücke schneiden und auf die Einmachgläser verteilen. Den Rest in eine Schüssel schichten.
Die Gelatine in Wasser einweichen. Den Sud einmal aufkochen, von der Kochstelle nehmen und die ausgedrückte Gelatine einrühren. Die Brühe darf jetzt nicht mehr kochen, denn das mag die Gelatine nicht. Die Gläser mit dem Sud auffüllen und sofort zuschrauben. Das Fleisch in der Schüssel ebenfalls mit dem Sud bedecken und abkühlen lassen.
Die Einmachgläser im Backofen einkochen. Hierfür den Ofen auf 90°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Gläser auf ein tiefes Backblech stellen, so dass sie sich nicht berühren. Das Blech mit kochendem Wasser befüllen und die Gläser 1 Stunde im Backofen einwecken.
Nachdem das Sauerfleich für eine Nacht im Kühlschrank seinen vollen Geschmack entfalten konnte, darf es auch schon probiert werden. Am besten schmeckt’s mit frischer Remoulade und Bratkartoffeln.
Ausmisten und Aufräumen fördert ja so manches Mal lange vergessene Schätze zu Tage. Bei meiner kürzlich unternommenen Großrazzia im heimischen Büro fiel mir die handsignierte Speisekarte aus dem Jahr 1999 von Maler und Koch Franz L. Lauter in die Hände.
Die Karte, eher ein riesiges Buch im Format einer Tageszeitung, als eine gewöhnliche Speisekarte, enthält neben der damaligen Speisenauswahl auf der letzten Seite, zahlreiche großformatige Drucke des Künstlers. Zudem verrät der mehrfach ausgezeichnete Sternekoch darin einige Rezepte für köstliche Menüs zum Nachkochen. Aufgebaut wie ein Kalender, gibt es für jeden Monat einen anderen wunderbaren Menüvorschlag, passend zur jeweiligen Jahreszeit.
„Schneebesen“ 1996 (Ausschnitt) Originalmaße: 100 x 80 cm Acryl auf Leinwand · Franz L. Lauter
Da musste ich mir natürlich direkt mal zwei Rezepte aussuchen, um sie mit Euch zu teilen.
Es gibt noch einmal Spargel und Rhabarber. Die Zeit ohne diese beiden Lieblingsgemüse kommt schnell genug und dauert wieder viel zu lange.
Ich kombiniere Franz L. Lauter’s Spargeltorte mit einem blumigen Wildkräutersalat und sein vorzügliches Rhabarberragout mit kleinen westfälischen Mini-Pfannenpickert. Das passt sehr gut zusammen, wie ich finde.
Spargeltorte frei nach Franz L. Lauter mit Wildkräutersalat
Spargeltorte
Zutaten für eine kleine 18er Springform:
1 Teelöffel Butter zum Einfetten der Form
1 Esslöffel Paniermehl zum Ausstreuen der Form
400 g Spargel
4 Eier
60 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
100 g Mandeln, gemahlen
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer
2 Esslöffel Mandelblättchen
Zubereitung:
Den Spargel schälen, in etwa 1 cm große Stücke schneiden und beiseite stellen. Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Auf den Boden einer kleinen Springform (18 cm) ein Stück Backpapier einspannen, den Rand der Form mit etwas Butter einfetten und mit dem Paniermehl bestreuen.
Zwei Eier in eine Schüssel aufschlagen und die übrigen zwei Eier trennen. Die Eigelbe zu den Eiern in die Schüssel geben und die Eiweiß separat mit einer Prise Salz steif schlagen. Anschließend die Eier mit den Eigelben, etwas Salz und Pfeffer so lange schlagen, bis eine dicke, schaumige Masse entstanden ist. Das kann einige Minuten dauern. Mandeln, gesiebtes Mehl und das Backpulver unterrühren. Ca. 2-3 Esslöffel vom Teig auf dem Boden der Form verstreichen. Den Eischnee und die Spargelstückchen unter den restlichen Teig heben und ebenfalls in der Springform verteilen. Die Mandelblättchen darüber streuen und die Spargeltorte im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten goldbraun backen.
Wildkräutersalat
Zutaten:
2 Handvoll frische Wildkräuter
1 Handvoll Brunnenkresse
½ Avocado
Saft einer halben Zitrone
1 Teelöffel Dijon-Senf
Salz, Pfeffer
etwas Agavendicksaft
1 Prise Chili
etwas Wasser, falls das Dressing zu breiig ist
ein paar essbare Blüten
Zubereitung:
Salat und Brunnenkresse putzen und in eine Schüssel geben. Avocado, Zitronensaft, Senf und die Gewürze in einem hohen Becher pürieren. Eventuell etwas Wasser hinzufügen, falls die Masse noch zu dick ist. Mit Salz, Agavendicksaft und Chili abschmecken. Das Dressing behutsam mit dem Salat vermischen. Mit den Blüten verziert zur warmen Spargeltorte servieren.
Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, holt sich einfach ein, zwei Scheiben Schinken aus dem Kühlschrank.
Rhabarberragout frei nach Franz L. Lauter mit westfälischen Mini-Pfannenpickert
Rhabarberragout
Zutaten:
300 g Rhabarber, geschält und in ca. 2 cm große Stücke geschnitten
1 Esslöffel Vanillepuddingpulver und etwas Zitronensaft zum Abbinden
Zubereitung:
Den Rhabarber mit Zucker, Zimtstange, Vanilleschote, Wein/Zitronensaft und der Zitronenschale in einem Kochtopf mischen und etwa eine halbe Stunde ziehen lassen, so dass sich Saft bildet. Das Ragout kurz aufkochen. Die Rhabarberstücke, Zimtstange und Vanilleschote aus dem Sud nehmen. Vanillepuddingpulver mit etwas Zitronensaft glattrühren, in den kochenden Rhabarbersaft geben und kurz aufkochen lassen. Sobald die Masse abgekühlt ist, den Rhabarber wieder dazu geben.
Mini-Pfannenpickert
Zutaten:
250 g Mehl
1 Teelöffel Trockenhefe
1 gestrichener Teelöffel Salz
500 g Kartoffeln, geschält und fein gerieben
1 Ei
60 ml warme Milch
125 g Rosinen
Öl zum Ausbacken
Zubereitung:
Mehl, Hefe, Rosinen und Salz in einer Schüssel mischen. Die geriebenen Kartoffeln mit Ei und Milch verrühren. Die Kartoffelmasse zum Mehl geben und alle Zutaten gründlich miteinander verkneten. Den Teig mit einem Küchenhandtuch abgedeckt ca. 45 Minuten gehen lassen.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Ich habe meine Poffertjes-Pfanne genommen, eine „normale“ tut’s aber auch. Mit einem Teelöffel kleine Teigportionen zu Mini-Pfannkuchen ausbacken.
Die Mini-Pfannenpickert noch heiß mit dem Rhabarberragout servieren.
Franz L. Lauter malt und kocht heute in Nordkirchen. Das Restaurant „Venus“ im Schloss Nordkirchen lädt endlich wieder zum Genießen ein!
Cordon bleu vom Rumpsteak mit gebratenem grünen Spargel, Rotweinkartoffeln und einer blitzschnellen Sauce Bernaise. Herz, was willst du mehr? Dessert? Ok. Marinierte Cantuccini mit Espresso-Mascarpone.
Von Herzen ein frohes Pfingstfest wünsche ich! Auch in diesem Jahr findet es ja eher in kleinerem Rahmen statt, was aber nicht heißt, dass nicht trotzdem lecker essen möchten!
Mein diesjähriger Pfingstgruß aus der Küche läßt sich prima vorbereiten und geht verhältnismäßig schnell. Alle Rezepte sind für vier Personen ausgelegt. Also – lasst uns kochen!
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Kartoffelviertel, Schalottenhälften, Knoblauch und Kräuter dazu geben und anbraten, bis die Kartoffeln leicht Farbe bekommen haben. Den Zucker darüberstreuen und leicht karamellisieren. Mit dem Rotwein ablöschen, Salz und Pfeffer hinzu geben und die Kartoffeln ca. 20 Minuten im Rotwein gar köcheln lassen. Hin und wieder umrühren, so dass der Rotwein auch überall hinkommt und die Kartoffeln sich gleichmäßig rot färben.
Und ja – sie schmecken so, wie sie aussehen! 😊
Cordon bleu vom Rumpsteak
Zutaten:
2 Rumpsteaks
4 Scheiben rohen Schinken (welcher Euch am besten schmeckt)
2 Scheiben Bergkäse
1 Ei + das Eiweiß von der Sauce Bernaise
2 Esslöffel Mehl
3-4 Esslöffel Pankomehl
Butterschmalz zum Braten
Zubereitung:
In die Rumpsteaks der Länge nach eine Tasche schneiden. Das Fleisch auseinander klappen. Je zwei Scheiben Schinken und eine Scheibe Käse hineinlegen und wieder zuklappen, so dass von der Füllung nichts rausguckt.
Das Ei in einen tiefen Teller schlagen und kurz verkleppern. Mehl und Pankomehl auf einen flachen Teller schütten. Die fertig gefüllten Rumpsteaks zuerst im Mehl wenden. Überschüssiges Mehl leicht abklopfen. Anschließend durch das Ei ziehen und im Pankomehl wälzen. Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Rumpsteaks ca. 3-4 Minuten von jeder Seite golbraun braten. Wenn sie fertig sind, die Cordons bleus aus der Pfanne nehmen und warmstellen.
1 kg geputzten grünen Spargel in der gleichen Pfanne garbraten. Leicht salzen.
Blitzschnelle Sauce Bernaise
Zutaten:
1 Eigelb
1 Spritze Zitronensaft
1 Teelöffel Dijonsenf
1 Esslöffel Crème fraîche
1 Teelöffel Zucker
1/2 Teelöffel Estragon, getrocknet
1 Teelöffel Kerbel, getrocknet
Salz
Pfeffer
100 g zerlassene Butter, etwas abgekühlt
Zubereitung:
Eigelb, Zitronensaft, Senf, Crème fraîche, Zucker, und die Kräuter in den hohen Becher vom Pürierstab geben. Den Pürierstab auf dem Boden des Bechers abstellen und pürieren. Währenddessen die geschmolzene Butter in einem feinen Strahl nach und nach hinzugießen. Eine schöne Sauce Bernaise entsteht – fast von alleine. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Rumpsteaks schräg halbieren und je eine Hälfte mit Spargel, Rotweinkartoffeln und der Sauce anrichten. Guten Appetit!
Jeweils drei Cantuccini grob zerteilt in ein Dessertglas legen. Den Orangensaft, gemischt mit dem Orangenlikör auf die vier Gläser über den Cantuccini verteilen.
Mascarpone mit Joghurt, Zucker und dem Espresso verrühren. Diese Creme über die marinierten Cantuccini in die Gläschen füllen. Das Dessert ca. 15 Minuten durchziehen lassen und mit etwas Kakao bestreut servieren.
Was ich an der italienischen Küche am meisten liebe, ist ihre Einfachheit. Wenige Zutaten und zack – lecker! Ein bisschen Olivenöl, etwas Gemüse, Knoblauch, Kräuter, ein ordentlicher Schuss Wein, Salz, Pfeffer, Zitrone und man hat eine prima Pastasauce. Und weil das alles so fix geht, habe ich heute die gewonnene Zeit genutzt und meine Pasta selber gemacht. Pretty in Pink! 😉
Nudelteig in Pink
Zutaten:
200 g Weizenmehl Type 405
2 kleine Eier
etwas Rote Bete Saft
1 Prise Salz
Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Die Eier in einen Messbecher aufschlagen. Mit Rote Bete Saft bis 100 ml auffüllen. Eier und Saft mit einer Gabel verkleppern und zum Mehl schütten. Alle Zutaten gründlich miteinander verkneten, bis eine glatte feste Teigkugel entsteht. Sollte noch Flüssigkeit fehlen, nach und nach, immer wieder ganz wenig Rote Bete Saft dazu geben, bis der Nudelteig die richtige Konsistenz hat. Den Teig 10 Minuten kräftig durchkneten. Anschließend in Frischhaltefolie einpacken und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
Nach der Ruhezeit den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen, zu einer lockeren Rolle formen und in Streifen schneiden. Wer eine Nudelmaschine hat, hat’s da etwas leichter. Den Teig portionsweise flach walzen (nicht zu dünn) und ebenfalls in Streifen schneiden. Die Pasta bis zum Kochvorgang zum Antrocknen aufhängen oder in kleinen Häufchen locker auf ein bemehltes Tuch legen. In einem großen Topf gut gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und die Pasta 3-4 Minuten gar kochen.
Fenchel-Pastasauce
Zutaten:
1 Esslöffel Olivenöl
300 g Salsiccia mit Fenchel
1 Teelöffel Fenchelsaat, frisch gemörsert
1 Fenchelknolle, in feine Streifen geschnitten
1/4 frische frische Knoblauchknolle, in sehr feine Scheiben geschnitten
Schale von 1/4 Salzzitrone, fein gewürfelt oder etwas geriebene Zitronenschale (Bio)
1/2 grüne Chili, ohne Kerne, fein gewürfelt
1/8 Liter Weißwein
1/4 Liter Brühe
1 Teelöffel Zucker
Salz und Pfeffer
1/2 Bund frische Petersilie, fein gehackt
Die Salsicce der Länge nach aufschneiden und die Fleischmasse herausholen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Wurstmasse darin krümelig braten. Fenschelsaat, Fenchelgemüse in Streifen, Knoblauch und Chili dazu geben und mit anschwitzen. Mit Weißwein und Brühe ablöschen. Zucker und Zitronenschale dazu und alles so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit sich etwa um die Hälfte reduziert hat. Gehackte Petersilie und die fertig gekochte Pasta zur Sauce in die Pfanne geben, alles gut durchschwenken und ein paar Minuten durchziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Pasta auf Tellern anrichten, mit Fenchelgrün und frisch gehobeltem Parmesankäse bestreuen. Einen kühlen Weißwein einschenken, das Leben einfach mal leicht nehmen und den Augenblick genießen. Buon appetito!
Inspiriert von meiner Arbeit als Foodstylistin bei Sabath Media in der vergangenen Woche, stelle ich Euch heute meine Version von gefüllten Paprikaschoten vor.
Ich liebe dieses Gemüse. Ob fruchtig knallrot, etwas herber in grün oder leuchtend gelb – ganz egal. Was die Füllung betrifft, da gibt es wohl so viele Variationen wie Köche auf dieser Welt. Letztendlich sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Rein darf, was schmeckt!
Gefüllte Paprikaschoten
Zutaten für 4 Portionen
4 frische Paprikaschoten
800 g Hackfleisch, gemischt
2 Eier
2 Esslöffel Paniermehl
1 Esslöffel scharfer Senf
1 Esslöffel Worcester Sauce
abgeriebene Schale einer Zitrone
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
1 Teelöffel Thymian
1/2 Teelöffel Rosmarin
2 Esslöffel frische gehackte Petersilie
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
etws Olivenöl zum Anbraten
Zubereitung:
Die Paprikaschoten waschen und mit dem Stiel der Länge nach halbieren. Kerne und weiße Häutchen entfernen. Alle anderen Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander verkneten. Eine halbe Stunde durchziehen lassen. Anschließend die Paprikahälften mit der Fleischmasse füllen, so dass die Füllung flach mit dem Schnittkante abschließt. Falls vom Hack etwas übrig bleibt, einfach kleine Bällhen daraus rollen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Paprikaschoten mit der Fleischseite nach unten darin anbraten. Fleischbällchen dazu legen und ebenfalls rundherum anbraten. Die Schoten und Bällchen aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Für die Tomatensauce:
400 g stückigeTomaten
500 g passierte Tomaten
1 Teelöffel Oregano
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
1 Teelöffel Zucker
1 Messerspitze Zimt
Alle Zutaten für die Sauce in die Pfanne mit dem Fleischsaft geben und einmal aufkochen. Paprikaschoten und Fleischbällchen zurück in die Pfanne mit der Sauce setzen. Deckel drauf und 45 Minuten bei niedriger Hitze vor sich hin köcheln lasssen.
Tataaaaa! Fertig! Abschmecken und mit Reis sevieren! Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.
Statt Thymian und Rosmarin kann man auch sehr gut Minze, Rosinen und etwas Kreuzkümmel nehmen. Statt gemischtem Hack wähle man Lammhack, ein paar Datteln in die Sauce und gleich hat man ein bißchen Orient auf dem Teller.
Beitrag enthält freiwillige, nicht bezahlte Werbung.
Heute stehen frische Frühlingskräuter auf der Speisekarte. Es gibt Kartoffelgratin mit Bärlauch und dazu Schottische Eier. Hierfür können letzte übrig gebliebene Ostereier Verwendung finden. Oder man macht, so wie ich, einfach neue – am liebsten weichgekocht.
Kartoffelgratin mit Bärlauch
Zutaten für ca. 3-4 Portionen:
500 g geschälte Kartoffeln, in feine Scheiben geschnitten
300 ml Milch
100 ml Sahne
40 g Butter
2 Bund Bärlauch, geputzt
1 frische Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss
3-4 Esslöffel frisch geriebenen Parmesan
Zubereitung:
Den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Bärlauchblätter grob zerschneiden und nach und nach mit der Milch zusammen fein pürieren. Bärlauchmilch mit Sahne, Butter, Knoblauch, Gewürzen und den Kartoffelscheiben in einen Kochtopf geben. Alles einmal aufkochen und 10 Minuten sanft köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Die Masse in eine passende Auflaufform gießen, mit geriebenem Parmesan bestreuen und 45 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun überbacken.
Schottische Eier
Zutaten:
4 gekochte Eier, gepellt
400 g gemischtes Hackfleisch
2 Teelöffel Speisestärke
1 Teelöffel scharfen Senf
2 Teelöffel Worcestershiresauce
3 frische Salbeiblätter, fein gehackt
1 Teelöffel frische Thymianblättchen, gehackt
Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss
Öl zum Frittieren
1 Ei, Mehl und Paniermehl zum Panieren
Zubereitung:
Das Hackfleisch mit Speisestärke, Senf, Worcestershiresauce, den Kräutern und Gewürzen gut verkneten und eine halbe Stunde ruhen lassen. Die Hackfleischmasse in vier gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Jeweils eine Hackfleischkugel in der Hand flachdrücken, ein gekochtes Ei in die Mitte legen und mit der Hackfleischmasse ummanteln. Wenn alle Eier umhüllt sind, werden sie zuerst in Mehl gewendet, dann durch verkleppertes Ei gezogen und zum Schluss in Paniermehl gewälzt.
Jetzt können die Eier entweder 7 Minuten in einer Friteuse gebacken oder auf dem Herd in einem ausreichend großen Topf frittiert werden. Hierfür das Öl vorsichtig erhitzen. Es ist heiß genug, wenn an einem in das Öl gehaltenen Holzstäbchen kleine Bläschen aufsteigen.
Die knusprig gebackenen Eier auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und zum Gratin servieren.
Asiatische Zutaten und europäische Kochtechnik? Nicht ausschliesslich! Westliche Klassiker neu definiert? Aber klar doch! Kurz: was ich hier in Thailand so für mich und für Gäste koche. Und dazu noch eine ganze Menge Hintergrundinformation.