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Bread Pudding

Heute verrate ich Euch, was Ihr machen könnt, wenn wider erwarten von den köstlichen Dinner Rolls ein paar übrig geblieben sind (ist bei uns noch nicht vorgekommen, ich habe für dieses Rezept jetzt extra nochmals neue gebacken).

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Bread Pudding

100 g Butter schmelzen.

2 Eier mit 50 g braunem Zucker, 1 Teelöffel Zimt, 1/4 Teelöffel Salz verquirlen.

500 ml Milch und die Butter unterrühren.

700 g Sweet Dinner Rolls (Rezept vom 26.05 2016 oder anderes Weißbrot) in Würfel geschnitten hinzufügen, gut unterheben und die Masse in eine feuerfeste Form schütten.

Ein paar gehobelte Mandeln darüber streuen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C ca. 40 Minuten goldbraun backen.

Schon nach etwa 20 Minuten erfüllt ein verheißungsvoller Duft die Küche und die Vorfreude steigt!

Untersetzer

In der Zwischenzeit kümmern wir uns um die Vanillesoße.

2 Teelöffel Butter in einem Topf zerlassen und 1 Teelöffel Mehl hinzufügen.

Alles gut verrühren und nach und nach 250 ml Milch dazugeben.

Zum Schluss ein Esslöffel Zucker und 1 Teelöffel Vanillearoma unterrühren, kurz aufkochen lassen – fertig!

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Tattaaaaaa! Und da ist auch schon der knusprige Brotpudding.

Auf Teller anrichten, in Vanillesoße ertränken und genießen!

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„Snüsch“

Fast ist er da, der Frühling! Zeit für Snüsch!

Hyazinthen

„Snüsch“ oder noch besser „Schnüsch“ ist ein einfaches und leckeres Frühlingsessen aus dem hohen Norden Deutschlands, das nichts anderes bedeutet als „Quer durch den Garten“. Alles was die Beete im Frühjahr so hergeben wird zu einem köstlichen Eintopf verarbeitet. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, was schmeckt – darf rein. Bei mir sind das Kohlrabi mit Grün, grüner Spargel, Möhren, Erbsen, Frühlingszwiebeln, jede Menge frischer Kerbel und natürlich Kartoffeln.

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Snüsch

5 Kartoffeln mit der Schale gar kochen, abschrecken und beiseite stellen.

1 Kohlrabi und 2 Möhren schälen und kleinschneiden.

6 Stangen grünen Spargel putzen und in Stücke schneiden.

Das Gemüse in einem Topf mit 250 ml Gemüsebrühe gar kochen. Kurz vor Ende der Garzeit eine Hand voll Erbsen hinzufügen.

In einem goßen Topf 1 Esslöffel Butter auslassen.

5 Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und in der Butter anschwitzen. 1 Eislöffel Mehl darüber streuen und mit 250 ml Milch zu einer Glatten Masse verrühren. Die fein geschnittenen Blätter vom Kohlrabi und ein Bund fein gehackten frischen Kerbel dazu geben und alles noch einmal kurz aufkochen. Die Pellkartoffeln schälen, würfeln und zu der Milchmasse geben. Zum Schluss noch das gegarte Gemüse mit der Brühe unterrühren und den Eintopf mit Salz, weißem Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken. Dazu isst man einfach etwas  Katenschinken.

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Macht es Euch schön!

 

Kirschklöße mit Milchsoße

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Heute habe ich noch einen kleinen Nachtrag zum Thema Kirschen. Wer schon öfter in meiner Küche zu Besuch war, der weiß, dass ich es liebe in alten Kochbüchern zu stöbern um fast vergessene Rezepte wieder auf die Teller zu bringen. In meinem Viktoria-Kochbuch von 1904 habe ich folgendes Rezept gefunden…ausprobiert…und für nachkochenswert befunden…

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Kirschklöße mit Milchsoße

250 g Kirschen, entsteint und mit

1 – 2 Teelöffel Zucker und Zimt weich kochen und abkühlen lassen.

1 Prise Salz,

etwas abgerieben Zitronenschale,

2 Eier,

2 Esslöffel geschmolzene Butter,

Zimt und Zucker nach Geschmack und

soviele Zwiebackbrösel hinzufügen, dass ein fester Teig entsteht.

Mit angefeuchteten Händen Klöße formen und diese in siedendem Salzwasser gar ziehen lassen. Wenn die Knödel oben schwimmen sind sie fertig.

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Für die Milchsoße

1/4 Liter Milch,

1/4 Liter Sahne in einem Topf zusammen aufkochen lassen.

2 Esslöffel Zucker und Zimt hinzufügen.

In einer Tasse 2 Eigelb, 1 Teelöffel Mehl und etwas kalte Milch gut miteinander verrühren.

Die kochende Milch von der heißen Platte nehmen und die Eigelbmischung mit der heißen Milch verquirlen.

Nun kommt die Milchsoße auf einen Teller, der Kloß mitten rein und etwas braune Butter und Zimtzucker oben drauf!

So schmeckt uns der Sommer!

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Arme Ritter mit Rhabarber-Holunderblüten-Kompott

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Als ich am vergangenen Sonntag mit meinen Kindern den Muttertag gefeiert habe, dachte ich natürlich auch an meine Kindertage zurück. Dabei schlichen sich auch diese typischen Kinderessen in meine Gedanken…Fliederbeersuppe mit Klümp, Kirschsuppe mit Grießklößchen, Zwieback mit Milch und Zimtzucker und natürlich „Arme Ritter“. Du meine Güte, die habe ich ewig nicht mehr gegessen. Also…an die Pfanne – fertig – los! Auf der Suche nach dem passenden Rezept stieß ich in meinem „Illustrierten Viktoria-Kochbuch“ von 1904 auf ein mir bisher unbekanntes.

Arme Ritter

 

2 – 3 altbackene Brötchen

1/4 Liter Milch

1 Teelöffel Zucker

2 Eier

1 Esslöffel Mehl

1 Priese Salz

1 Tasse Mandelblättchen

1/2 Tasse Semmelbrösel

1/2 Teelöffel Zimt

Butter zum Braten

Brot

Die Brötchen in Scheiben schneiden. Milch mit dem Zucker verrühren und die Brötchenscheiben kurz darin einweichen. Die beiden Eier mit einer Prise Salz und dem Mehl glatt rühren und die milchgetränkten Brötchen in dem Eierteig wenden. Auf einem tiefen Teller die Mandeln, Semmelbrösel und Zimt mischen, um die Brötchenscheiben nun darin zu wenden. Zum Schluss werden die armen Ritter in Butter ausgebacken und mit Puderzucker bestreut serviert.

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Ich habe Rhabarber-Kompott dazu gemacht. Hierfür

4 Stangen Rhabarber, geschält und in ca. 1 cm große Stücke geschnitten

1 Esslöffel Zucker

2 Esslöffel Holunderblüten-Sirup

1/2 Vanilleschote, ausgekratzt

Alle Zutaten in einem Topf mischen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Anschließend aufkochen und bei geringer Wärmezufuhr den Rhabarber weich kochen. Er sollte jedoch nicht völlig auseinander fallen.

Das Kompott schmeckt lauwarm oder kalt.

Wer mag kann noch etwas Schlagsahne, gesüsst mit etwas Holunderblüten-Sirup dazu servieren.

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Soooo lecker! Ich flipp’ aus! Schönen Sonntag noch…

Kräuter, Kartoffeln und grüner Spargel

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Es ist Gründonnerstag und ich folge dem vorchristlichen Brauch heute frisches Grün zu essen. Schon im Mittelalter kam an diesem Tag grünes Gemüse und Kräuter auf die Teller, weil man dadurch die Kraft des Frühlings in sich aufnehmen wollte.

 

Das kann auch in der heutigen Zeit nicht schaden und deshalb landete heute Morgen jede Menge Grünzeug in meinem Einkaufskorb…

 

Kräuterkartoffeln mit grünem Spargel (für 2 Personen)

 

300 g grünen Spargel, geputzt und in grobe Stücke geschnitten in etwas Salzwasser mit einer Prise Zucker garen.

 

10 kleine Kartoffeln mit der Schale in Salzwasser weich kochen.

 

In der Zwischenzeit 1 Esslöffel Butter auslassen und 1/2 gewürfelte Zwiebel darin anschwitzen. 2 Esslöffel Mehl hinzugeben, kurz mit anschwitzen und nach und nach 1/2 Liter Milch hinzufügen. Die Soße kurz aufkochen und mit Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker und Muskatnuss abschmecken.

 

1/2 Bund Petersilie, fein gehackt

1/2 Bund Schnittlauch, in kleine Röllchen geschnitten

1/2 Bund Kerbel, fein geschnitten

6 Blätter Borretsch, in feine Streifen geschnitten

1 Kästchen Kresse

zur Soße geben. Kartoffeln pellen, halbieren und mit dem grünen Spargel in die Soße geben. Alles ca. 10 Minuten durchziehen lassen und servieren. Ich habe noch einen Salat aus Wildkräutern und Portulak dazu gemacht.

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Ich bin jetzt taufrisch und durch das viele Chlorophyll beinahe in der Lage zur Photosynthese – nein, kleiner Scherz! Aber frisches Essen tut einfach gut und macht, wie ich finde, schon beim Einkaufen großen Spaß. Ich wünsche Euch noch eine schöne Karwoche und melde mich an Ostern wieder. Bis dann…

 

 

 

 

Närrisch! ’s gebbt Muutzen!

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Kein Fasching oder Karneval ohne diverses Fastnachtsgebäck. Bei der Auswahl an Fettgebackenem, die die einzelnen närrischen Regionen zu bieten haben, fällt die Entscheidung nicht gerade leicht. Ich habe mich in diesem Jahr für Muutzen oder auch Mutzen entschieden (nicht zu verwechseln mit Mutzenmandeln). Sie haben ihren Ursprung im Rheinland, werden aber auch anderswo gerne vernichtet. Da vor dem Naschen das Backen steht – hier mein Rezept…

 

Muutzen

 

Fritierfett in einem großen Topf erhitzen.

 

Für den Teig

80 g Butter schmelzen.

50 g Zucker hinzufügen.

 

250 g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver mischen, in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Kuhle drücken.

Butter-Zuckergemisch in die Kuhle gießen und mit dem Mehl vermengen.

1 Ei,

2 Esslöffel Rum,

5 Esslöffel Milch,

1 Prise Salz hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

 

Den Teig etwa 2 mm dick ausrollen und in gleichmässige Rauten schneiden.

Mutzen_Teig

Die Rauten jetzt in das heiße Fett gleiten lassen (das Fett ist heiß genug, wenn man einen Holzstäbchen hineinhält und sich Bläschen am Holz bilden)  und von beiden Seiten goldbraun frittieren.

Mutzen_Fett

Muutzen mit einer Schaumkelle aus dem Fett fischen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreut an alle jecken Leckermäuler verteilen!

Helau!!! Konfetti marsch!!! Habt fröhliche Faschingstage…

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Ja, da sind Rosinen drin…

Rosinenbrot

Eine der wohl umstrittensten aller Zutaten: ROSINEN!

Entweder man liebt sie, oder man mag sie überhaupt nicht. Dazwischen gibt es glaube ich nichts. Als ich noch sehr klein war, mochte ich diese Trockenfrüchte so gerne, dass ich unserer damaligen Nachbarin ständig die Rosinen und Korinthen aus dem Vogelfutter gemoppst habe. Danach gab es eine Zeit, da habe ich sie überall raus gepuhlt, weil ich sie gar nicht mehr mochte. Heute gehöre ich wieder zu den Rosinenfans und darum gibt es heute Rosinenbrot…

 

Rosinenbrot

 

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

1 Päckchen frische Hefe in einer Tasse zerbröseln und mit einem Teelöffel Zucker so lange stehen lassen, bis die Hefe sich verflüssigt hat.

1/4 Liter Milch erwärmen.

1 Esslöffel Butter in der Milch schmelzen lassen.

 

500 g Mehl

50 g Zucker

1/2 Teelöffel Salz

100 g Rosinen (mit heißem Wasser gewaschen und abgetropft)

in einer Schüssel mischen und mit dem warmen Milch-Butter-Gemisch und der Hefe zu einem Teig verkneten. Den Teig mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat. Anschließend noch einmal gut durchkneten und in eine gefettete Kastenform legen. Die Oberfläche mit etwas Dosenmilch bepinseln, den Brotteig in der Mitte einschneiden und das Rosinenbrot nochmals in der Form etwa 20 Minuten gehen lassen.
Anschließend im vorgeheizten Backofen bei 175°C ca. 40 Minuten backen.

Rosinenbrot_TeigRosinenbrot_Form

Guten Appetit!
Superlecker mit Butter und Marmelade…

Rosinenbrot_Marmelade

 

Vorweihnachtliche Tassenkuchen…

Weihnachts_Cupcakes

Weihnachten rückt unaufhaltsam näher und die allgemeine Aufregung steigt. Für alle, die die Vorfreude kaum noch aushalten, habe ich heute kleine süße Leckereien, die das Warten auf’s Christkind erleichtern aber bestimmt mit ca. 30 000 Kalorien pro Bissen das Gewicht leicht in die Höhe schnellen lassen. Nun ja, was soll’s…

Gluehwein_Cupcakes

Glühwein-Cupkakes mit Schoko-Frosting

 

100 g Butter

100 g Zucker

2 Eier

1 Päckchen Vanillezucker

1 Esslöffel Kakao

1/2 Teelöffel Zimt

125 g Mehl

2 Teelöffel Backpulver

65 ml Glühwein

80 g Schokoladenraspel

 

Die Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und den Eiern aufschlagen. Alle weiteren Zutaten hinzufügen und den Teig in Muffinförmchen füllen. Bei 180°C etwa 30 Minuten backen.

 

Schoko-Frosting

 

180 g Butter

200 g Puderzucker, gesiebt

1 Päckchen Vanillezucker

50 g Stärke

1 Esslöffel Milch

2 Esslöffel Kakao

Alle Zutaten zu einer cremigen Masse aufschlagen, in einen Spritzbeutel füllen und die abgekühlten kleinen Kuchen damit liebevoll verzieren.

 

Bei der zweiten Sorte habe ich die Mini-Muffinformen benutzt, da ich die Minicupcakes so niedlich finde…und man einen mehr essen kann! Oder zwei!

Honigkuchen_Cupcakes

Honigkuchen-Cupcakes mit Preiselbeer-Topping

 

100 g Honig

150 g Zucker

70 g Butter

1 Ei

Zitronenschale, gerieben

1/2 Teelöffel Zimt

1 Messerspitze gemahlene Nelken

2 Teelöffel Backpulver

1 Teelöffel Kakao

75 g gemahlene Mandeln

250 g Mehl

2 Esslöffel Milch

Alle Zutaten zu einem Rührteig verarbeiten und auf die Muffinförmchen verteilen.
30 Minuten bei 180°C backen und anschließend abkühlen lassen.

 

Preiselbeer-Topping

 

250 g Mascarpone

Puderzucker, gesiebt (Menge nach Geschmack)

50 g Stärke

5-6 Esslöffel Preiselbeerkonfitüre

miteinander verrühren und mit einem Spritzbeutel auf die Minis spritzen.

 

Ich wünsche Euch einen schönen 3. Advent und Zeit die Vorweihnachtszeit zu genießen…

Weihnachts_Cupcakes_2

 

Mach’ doch mal ’ne Pause! Mit selbst gebackenen Walnuss-Dattel-Brötchen…

Wie war das noch? Das Schönste an der Arbeit sind die Pausen…ja!
Und damit die Zeit des Verschnaufens noch schöner wird und jeder anschließend frisch gestärkt und fröhlich wieder macht, was er soll, habe ich heute einen leckeren Pausensnack im Gepäck!

Broetchen

Walnuss-Dattel-Brötchen

 

1 Päckchen Hefe mit 1 Teelöffel Zucker in einer Tasse grob mischen und warten, bis sich das ganze verflüssigt hat.

Backofen auf 200°C vorheizen.

 

500 g Mehl

2 Esslöffel Zucker

1 Prise Salz

150 ml warmes Wasser

150 ml warme Milch

1 Esslöffel Butter, geschmolzen

1 Hand voll Walnüsse, grob gehackt

8 Datteln, fein gewürfelt.

 

Alle Zutaten mit der flüssigen Hefe zu einem Teig verarbeiten und diesen an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen. Wenn der Teig sich etwa verdoppelt hat alles nochmals gründlich durchkneten und kleine Kugeln (Durchmesser 4 – 5 cm) daraus formen. Die Teigkugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals eine halbe Stunde gehen lassen. Direkt vor dem Backen die Brötchen mit etwas verdünntem Eigelb einpinseln und 20 – 25 Minuten bei 200°C backen.

TeigkugelnTeigkugeln_gegangenTeigkugeln_gebacken

Ganz besonders schmecken diese Brötchen, wenn man sie mit Frischkäse bestreicht, mit ein paar dünnen Apfelspalten belegt, etwas frischen Rosmarin darüber streut und zum Schluss Honig darüber gibt.

Honig

Da möchte man, dass die Pause gar nie vorbei geht!

Viel Spaß beim Verschnaufen und eine schöne Woche Euch!

Broetchen_von_obem

Frischkäse selbstgemacht

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Für alle, die sich schon gefragt haben wo die neuen Rezepte bleiben – hier sind sie! Da ich in den vergangenen Wochen gefastet habe (zum ersten Mal in meinem Leben) war in dieser Zeit nicht an kochen oder backen zu denken. Aber nun nach dieser kreativen Pause geht es wieder weiter in meiner Küche. Voller Vorfreude habe ich mich heute an selbst gemachten Frischkäse gewagt und ich muss sagen – es ist fantastisch einfach.

Man braucht dafür 500 ml frische Vollmilch, eine Prise Salz und 500 ml Kefir.

Zuerst die Milch mit der Prise Salz erhitzen.

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Kurz bevor sie zu Kochen beginnt (wenn sich leichter Schaum auf der Milch bildet) gießt man den Kefir dazu und wartet einen Moment. Langsam trennen sich Frischkäse und Molke voneinander.

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Nachdem man ein sauberes Baumwolltuch in ein Sieb gelegt hat gießt man die Masse hinein. Der Frischkäse sollte jetzt gut abtropfen.

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Jetzt kann der Frischkäse beliebig weiter verarbeitet werden. Ich habe zwei Rezepte ausprobiert und dafür die Menge die auf den Fotos zu sehen ist in zwei Teile geteilt. Einmal gibt es ein Schwarzbrot-Sandwich mit Kräuterfrischkäse und Zitronen-Rosmarin-Kartoffelspalten mit Rote Beete-Frischkäse. Fangen wir mit dem Schwarzbrot an.

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2 Päckchen frische Hefe zerkrümelt in einer Tasse mit einem Teelöffel Zucker und einem Esslöffel Wasser stehen lassen und hin und wieder umrühren. Wenn sie Blasen wirft und bis zum Tassenrand aufgegangen ist, kann sie mit

500 g Weizenvollkornmehl

500g Weizenschrot

250 g Roggenschrot

250 g Körnermischung (was man mag: Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne, …)

1/2 Becher Rübenkraut

1 Liter Buttermilch

2 Teelöffel Salz

2 Teelöffel Brotgewürz in eine große Schüssel gegeben werden. Alles gut miteinander vermengen und in eine gefettete Kastenform geben. Im vorgeheizten Backofen 2,5 Stunden bei 140°C backen. Nach einer Stunde Backzeit das Brot mit Alufolie abdecken und auch nach dem Backen in Alufolie eingepackt 12 Stunden stehen lassen. Dann kann es gegessen werden.

Brotgewürz besteht immer aus Kümmel, Fenchel, Koriandersamen und Anissamen. Ich gebe immer noch Piment dazu. Bockshornklee oder Selleriesaat sind aber auch sehr lecker.

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2 Teelöffel Kümmel

2 Teelöffel Fenchelsamen

2 Teelöffel Koriandersamen

2 Teelöffel Anissamen

1 Teelöffel Piment

in einem Mörser zerkleinern und in eine Vorratsdose füllen.

 

Für den Kräuterfrischkäse

Frischkäse

1 Teelöffel weiche Butter

etwas Sahne

Kresse, Schnittlauch, Petersilie, Dill fein gehackt

Salz, Pfeffer

ein wenig Knoblauch und Zwiebel miteinander verrühren.

Den Kräuterfrischkäse auf eine halbe Scheibe Schwarzbrot streichen, Gurken- und Eischeiben und italienischen Schinken darauflegen und die andere Brothälfte darüber klappen – und reinbeißen!

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Rote Beete-Frischkäse

Frischkäse

etwas Sahne

1 gekochte Rote Beete in Würfel geschnitten

ca. 5 cm Salatgurke ebenfalls gewürfelt

1/2 Apfel, grob gerieben

Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Meerrettich nach Geschmack

Alles verrühren und zu den Kartoffelspalten reichen.

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Zitronen-Rosmarin-Kartoffelspalten

Kartoffeln gründlich waschen, denn die Schale bleibt dran. Der Länge nach in Viertel schneiden und mit Rosmarin, abgeriebener Zitronenschale, Meersalz und Olivenöl vermengen.

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Die Kartoffeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 200°C ca. 40 Minuten backen.

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