Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Kürbis-Pflaumenkuchen

Von meinem letzten Rezept hatte ich noch ein halbes Körbchen frische Pflaumen übrig. Die sollen ja nicht verkommen und das beste, was man meiner Meinung nach aus den kleinen violetten Früchtchen machen kann ist natürlich Kuchen. 😁

Das Internet ist jedoch voll mit Pflaumenkuchen-Rezepten. Die Favoriten sind klassische Pflaumenkuchen mit Hefeteig oder einfach versunkene Pflaumen in Rührteig. Und auch hier, auf meinem Blog gibt es schon verschiedene süße Rezeptideen mit Pflaumen, wie zum Beispiel eine Zwetschgen-Tiramisu Charlotte, Nuss-Pflaumenkuchen mit Haselnüssen oder Mandelgalette mit Pflaumen und Äpfeln. Aber es müssen ja nicht immer Nüsse oder Mandeln sein, die das Gebäck bereichern. Saaten sind ja auch sehr lecker und noch dazu gesund. Warum also nicht einfach mal geröstete Kürbiskerne in den Streuseln verstecken? Und um das ganze abzurunden, noch eine gute Handvoll geraspelten Hokkaido mit in den Teig einrühren? Eine extra Portion Gemüse im Kuchen kann ja nicht schaden. Das machen wir jetzt!

Pflaumen und Kürbis harmonieren nicht nur farblich wirklich gut miteinander. Probiert’s gerne aus. Schlagsahne nicht vergessen!

Kürbis-Pflaumenkuchen

Zutaten für den Teig:

125 g Butter

125 g brauner Zucker

4 Eier

2 Teelöffel Vanillezucker 

1 Prise Salz 

etwas abgeriebene Zitronenschale 

200 g Dinkelmehl

1 Päckchen Backpulver 

3 Esslöffel Milch

150 g grob geraspelten Hokkaido Kürbis 

750 g Pflaumen, halbiert und entsteint 

für die Streusel:

100 g Dinkelmehl

100 g kalte Butter 

100 g brauner Zucker

1 Prise Salz 

1 gute Messerspitze Zimt, gemahlen

1 gute Messerspitze Anis, gemahlen

75 g Kürbiskerne, geröstet und gemahlen 

75 g Kürbiskerne, geröstet und gehackt

2 Esslöffel kaltes Wasser

Zubereitung:

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Für den Teig Butter und Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Vanillezucker, Salz und Zitronenschale dazugeben, anschließend Mehl und Backpulver hinzusieben. Alle Zutaten gut miteinander verrühren und zum Schluss die Milch unterrühren. Den Teig in die Form füllen, etwas glatt streichen und die entsteinten Pflaumen senkrecht in den Teig stecken, so dass sie gleichmäßig verteilt sind.

Für die Streusel alle Zutaten hierfür schnell miteinander verkneten und die Streusel über die Pflaumen streuen.

Den Kuchen 50 Minuten goldbraun backen.

Viel Freude beim Nachbacken und Genießen❣️
Habt eine schöne Woche. ☀️

Hefeklöße mit Pflaumensoße

Als ich vor ein paar Tagen die ersten Pflaumen gesichtet habe war klar: am Wochenende gibt’s Hefeklöße mit Pflaumensoße! Da habe ich schon drauf gewartet. 😋 Ein weiteres schönes Sommerrezept aus Oma Kätes handgeschriebenem Kochbuch.

Hefeklöße sind die norddeutsche Antwort auf die süddeutschen Dampfnudeln. Optisch sehen sie aus wie Schwestern und sind kaum zu unterscheiden. Hefeklöße sind jedoch, im Gegensatz zu ihren Dampfnudelschwestern, immer süß und werden mit ebenso süßer Pflaumensoße serviert. Außerdem werden sie nicht in Wasser, Butter und Salz gegart, sondern in Milch und Butter. Während Dampfnudeln ja auch super zu Gulasch passen, geht die Kombi zu Hefeklößen eher nicht.

Hefeklöße

Zutaten:

30 g frische Hefe

2 Esslöffel Zucker

500 g Mehl

1/4 Liter warme Milch

2 Eier

1 Prise Salz

Zubereitung:

Vom Zucker einen Teelöffel abnehmen und mit der zerbröckelten Hefe in eine Tasse geben. Etwas vermengen und so lange stehen lassen, bis sich die Hefe verflüssigt hat. Das Mehl mit dem restlichen Zucker, Salz, Milch, Eiern und der vorbereiteten Hefe in eine Rührschüssel geben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat. Den Hefeteig nochmals gut durchkneten und in 12 gleich große Stücke teilen. Die Stücke zu Kugeln formen und auf einem bemehlten Holzbrett nochmals mit einem Küchentuch zugedeckt eine halbe Stunde ruhen lassen.

1/4 Liter Milch

20 g Butter

in einem großen Topf aufkochen und die Hefeteiglinge hineinlegen. Deckel drauf und die Hefeklöße bei niedriger Stufe 15 Minuten garen.

Pflaumensoße

Zutaten:

500 g frische Pflaumen, halbiert und entsteint

250 g Trockenpflaumen

1/2 Liter Wasser

60 g Zucker

1 Stange Zimt

abgeriebene Schale einer halben Zitrone

30 g Speisestärke

etwas kaltes Wasser

etwas Butter

Zubereitung:

Pflaumen, Trockenpflaumen, Zucker, Zimtstange, Zitronenschale mit dem Wasser in einen Topf geben und alles einmal aufkochen. Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und die Pflaumensoße damit etwas andicken. Zum Schluss ein Eckchen Butter unter die Pflaumensoße rühren und abkühlen lassen.

Nun einen Hefekloß auf einen tiefen Teller legen, in der Mitte aufreißen und die Pflaumensoße darüber verteilen.

Guten Appetit und eine schöne, entspannte Woche! 🌸

Omas Quark-Streuselkuchen

Oma hatte immer Kuchen. Auch wenn man unangekündigt vorbeischneite, diesen Quark-Streuselkuchen hatte Oma immer vorrätig. Er wurde meistens samstags blecheweise gebacken, je nach Saison mit oder ohne Obst und anschließend eingefroren. Man wollte schließlich etwas anbieten können, falls mal überraschend Besuch kam. Schöne Sache, wenn ihr mich fragt. Heutzutage musst du den Kuchen schon selber mitbringen, wenn du spontan jemanden überfällst und welchen willst. Ist aber auch schön! Da freut sich der unfreiwillig unvorbereitete Gastgeber (hoffentlich 😃).

Omas Quark-Streuselkuchen

Zutaten für den Boden:

100 g Butter

75 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker

1 Prise Salz 

1 Ei

5 Esslöffel Milch

375 g Mehl

1 Päckchen Backpulver 

für die Füllung:

1 kg Quark 

1 Päckchen Sossenpulver Vanille oder 1/2 Päckchen Vanille Puddingpulver 

1 Ei

200 g Zucker

5 Tropfen Aromaöl Zitrone 

für die Streusel:

500 g Mehl

200 g Zucker 

200 g Butter 

1 Ei

Zubereitung:

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für den Boden alle angegebenen Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander verkneten. Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder einfetten und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Rings herum einen kleinen Rand hochziehen und Den Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen.

Für die Füllung alle hierfür aufgelisteten Zutaten mit einem Schneebesen glattrühren. Die Masse auf dem Teig verstreichen.

Nun noch alle Zutaten für die Streusel miteinander verkneten. Die Streusel auf die Quarkmasse streuen und den Kuchen 45 Minuten goldbraun backen.

Wer es lieber fruchtig mag, verteilt einfach Obst seiner Wahl auf der Quarkmasse. 

Ganz viel Spaß beim Nachbacken und habt einen süßen Sonntag!

Birnen und Teig

Hier gibt’s heute ein weiteres Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner lieben Oma Käte. Wie schon mehrfach in früheren Beiträgen erwähnt, kam Oma in Ramstedt, einem kleinen Dorf bei Husum, zur Welt. Sie wuchs also im hohen Norden auf und dem entsprechend norddeutsch sind auch unsere Familienrezepte. Ein allseits beliebtes ist Birnen und Teig. Das Zusammenspiel von salzigem Speck und den süßen Birnen macht dieses Gericht sehr besonders. Im Norden unseres Landes gibt es einige Rezepte, die fruchtige Süße mit herzhaft salzigem kombinieren. Rosinenstuten mit Butter und Katenschinken zum Beispiel oder der gute alte Mehlbeutel mit geräuchertem, durchwachsenen Speck und Stachelbeersauce. Das schmeckt aber auch alles lecker zusammen, sage ich euch! Probiert das unbedingt aus!

Grundlage für unsere Birnen im Teig sind Omas eingekochte Birnen mit Kardamom. Hiermit geht’s jetzt los.

Oma Kätes Kardamom-Birnen

Zutaten:

2 kg feste Birnen, geschält und geviertelt 

1 kg Zucker 

500 ml Weinessig 

2-3 Kardamomkapseln pro Einmachglas

1/4 Vanillestange pro Einmachglas 

1 Nelke pro Einmachglas  

Zubereitung:

Birnen auf Einmachgläser deiner Wahl verteilen und jeweils eine Nelke in jedes Glas geben.

Den Essig mit dem Zucker aufkochen. Die aufgeklopften Kardamomkapseln und die der Länge nach halbierten und in Stücke geschnittenen Vanilleschoten hinzufügen und kurz mit köcheln lassen. Den Herd ausschalten und den Sud etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Die Essigmischung in die Einmachgläser füllen, so dass die Birnen gut bedeckt sind und die Gewürze auf die einzelnen Gläser verteilen. Die Einmachgläser fest verschließen und auf ein tiefes Backblech stellen. Heißes Wasser in das Blech füllen (ca. 2-3 cm hoch) und die Birnen im Backofen bei 200°C so lange einkochen, bis kleine Bläschen in den Gläsern aufsteigen. In Omas Rezept steht, man soll die Birnen so lange kochen, bis sie rot sind. Ja, Omas eingekochte Birnen waren rot. Ich nehme an, dass der Grund dafür eine bestimmte Birnensorte war, denn unser Birnen wollen einfach nicht rot werden. Leider kann ich Oma nicht mehr fragen, aber falls hier jemand von euch eine Idee hat, gerne her damit! 

Birnen und Teig

Zutaten für den Teig:

100 g Butter

50 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker 

3 Eier, getrennt 

1 gute Prise Salz 

200 g Mehl

1 gehäufter Teelöffel Backpulver 

3 Esslöffel Milch

Außerdem:

500 g eingekochte Birnen, abgetropft und in mundgerechte Stücke geschnitten 

etwas Butter für die Form

10 Scheiben durchwachsen Speck

Zubereitung:

Eine Auflaufform ausbuttern und mit den Speckscheiben auslegen. Eiweiß mit der Prise Salz zu Schnee schlagen. Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren und nach und nach die Eigelbe unterrühren. Mehl und Backpulver mischen, dazu sieben und unterrühren. Die Milch dazu und den Eischnee unterheben. Zum Schluss die Birnen unterziehen und den fertigen Teig in der Auflaufform auf den Speckscheiben verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober- und Unterhitze 30 Minuten goldbraun backen. 

Birnen und Teig noch warm mit Vanillesoße genießen.

Viel Spaß beim Nachkochen und erzählt mir anschließend gerne, wie es euch geschmeckt hat. 

Keksschälchen mit Zitronencreme und Erdbeeren

Endlich Erdbeerzeit! ❤️ Passend dazu habe ich heute ein ganz einfaches Rezept. Diese hübschen Keksschälchen sind schnell gemacht und können nach Lust und Laune ganz fix gefüllt werden. Mit einer erfrischenden Zitronen-Quarkcreme und Erdbeeren zum Beispiel.

Sie lassen sich auch sehr gut auf Vorrat backen und einfach bis der nächste spontane Kaffeebesuch kommt, wie Plätzchen in einer Dose aufbewahren. 

Mit Schlagsahne oder Joghurt und Beeren befüllt hat man ganz schnell ein kleines Törtchen auf dem Teller. 

Keksschälchen 

Zutaten für 6 Schälchen:

2 Eiweiße

1 gute Prise Salz 

40 g Puderzucker, gesiebt

40 g Mehl, gesiebt

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen (optional)

Zubereitung:

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Puderzucker dazugeben und gut unterrühren. Zum Schluss das Mehl unterziehen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und ein weiteres Blech mit 6 umgedrehten feuerfesten Förmchen oder Gläschen vorbereiten. Ich habe kleine Einmachgläser genommen.

Sobald der Ofen vorgeheizt ist, den Teig in 6 Portionen auf dem Backpapier verteilen und zu Kreisen von ca. 10 cm Durchmesser verstreichen.

Blech in den Backofen schieben und nicht aus den Augen lassen! Sobald die Ränder leicht zu bräunen beginnen, das Blech aus dem Ofen holen und die noch weichen Kekse mit einem Pfannenwender vom Blech auf die vorbereiteten Gläschen legen und vorsichtig zu Schälchen formen. Zurück in den Ofen schieben und ein paar Minuten weiterbacken, bis sie goldbraun sind. Den Ofen ausschalten und die Keksschälchen im leicht geöffneten Backofen (Kochlöffel in die Backofentür klemmen) vollständig auskühlen lassen, damit sie schön aushärten können und knusprig werden. Anschließend vorsichtig von den Gläschen/Förmchen lösen und bis zum Verzehr in einer Dose aufbewahren.

Zitronencreme

Zutaten:

150 g Naturjoghurt

250 g Quark

2 Esslöffel Lemon Curd

etwas abgeriebene Zitronenschale 

Zubereitung:

Alle Zutaten miteinander verrühren. Fertig! 🍋

Ich habe einfach ein paar kleingeschnittene Erdbeeren mit etwas Zitronensaft und Zucker vermengt, kurz durchziehen lassen und diese dann mit der Zitronencreme in meine Keksschälchen gefüllt. 

Ich sag’s wie’s ist, die Dinger schmecken fantastisch! 😋 Probiert‘s aus! 🍓

Tassen-Käsekuchen und Rhabarbergrütze mit Erdbeeren

Aber bitte mit Sahne! 😊

Ich kann gar nicht glauben, dass wir schon wieder Mai haben! Ist aber so und darum an alle Rhabarberfans: ran an die sauren Stangen, die Zeit läuft! 😅

Bei mir gibt es heute den Klassiker Rhabarbergrütze mit Erdbeeren, kombiniert mit kleinen Käsekuchen aus der Tasse und natürlich – Schlagsahne. Diese hübsche Leckerei, verziert mit ein paar Blüten aus dem Garten, lässt sich ganz prima vorbereiten und geht sowohl zum Dessert, als auch zur Kaffeezeit.

Tassen-Käsekuchen 

Zutaten:

2 Eier

125 g Zucker

abgerieben Schale einer halben Zitrone 

500 g Quark

1 Päckchen Puddingpulver “Sahne” oder “Vanille”

75 g Butter, zerlassen

200 ml Sahne, steif geschlagen 

Außerdem:

etwas Butter zum Fetten der Tassen

Zubereitung:

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Je nach Größe 10 – 12 Tassen ausbuttern.

Für die Käsekuchenmasse die Butter zerlassen und anschließend etwas abkühlen lassen. Eier und Zucker schaumig aufschlagen. Zitronenschale, Quark, Schmand, Puddingpulver und die flüssige Butter unterrühren. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterziehen. Die Tassen bis etwa 2 cm unter dem Rand mit der Masse befüllen und im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen. Anschließend vollständig abkühlen lassen und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

Erdbeer-Rhabarbergrütze

Zutaten:

750 g Rhabarber, geschält und in Stücke geschnitten 

2 Esslöffel Vanillezucker 

3 Esslöffel schwarzes Johannisbeergelee

1 gehäufter Esslöffel Stärkemehl

etwas Wasser

500 g Erdbeeren, vom Grün befreit und in Stücke geschnitten 

Zubereitung:

Die Rhabarberstücke in einen ausreichend großen Topf geben, mit dem Vanillezucker bestreuen und 2 – 3 Stunden ziehen lassen. Johannisbeergelee hinzugeben und alles zum Kochen bringen. Bei geringerer Hitze kurz köcheln lassen. In der Zwischenzeit das Stärkemehl mit etwas Wasser anrühren und den köchelnden Rhabarber damit andicken. Die Erdbeeren hinzufügen und nochmals kurz aufkochen. Die Grütze in eine Schüssel füllen, abkühlen lassen und kalt ebenfalls stellen. 

1 Becher Sahne mit 1 Teelöffel Vanillezucker steif schlagen.

Für den fruchtig-frischesten Frühlingsgenuss nun alle Komponenten zusammenfügen. Die Tassen-Käsekuchen mit der Erdbeer-Rhabarbergrütze und der Schlagsahne toppen. Ich warne euch, die Dinger sind der Knaller! Ich glaube, ich muss mir einen größeren Rhabarbervorrat einfrieren, für die viel zu lange rhabarberfreie Zeit.

Habt ein geussvolles Frühlingswochenende! 🌸

Milchreiskuchen

Ich kenne niemanden, der den Rest Milchreis vom Vortag gerne aufisst. Er verändert aber auch innerhalb weniger Stunden so dermaßen seine Konsistenz! Was mittags noch warmer, cremiger Milchreis war, mutet abends erkaltet an wie Fensterkitt.

Da ich ihn aber auf gar keinen Fall einfach wegschmeißen möchte, versuche ich mich immer wieder an neuen Kreationen aus Milchreisresten. Meine Michreispuffer kennt ihr ja schon.

Dieser Milchreiskuchen mit Mohn und Kirschen ist meine neuste Idee zu diesem Thema und war so lecker, dass ich das Rezept hier auf jeden Fall mit euch teilen möchte. Ich habe ihn in einer kleinen besonders hohen Springform gebacken, das Rezept passt aber auch für eine ganz normale 26er Backform. 

Milchreiskuchen mit Mohn und Kirschen

Zutaten:

für den Mürbeteig:

150 g Mehl

100 g Butter

50 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker 

1 Prise Salz 

Zutaten für die Mohnmasse:

250 g Mohnbackmasse

3 Esslöffel Quark 

1 Eigelb

Zutaten für die Füllung:

Rest Milchreis 

400 g Schmand

3 Esslöffel Zucker 

2 Eigelbe

3 Eiweiße

1 Prise Salz 

1 Päckchen Puddingpulver “Sahne” (Vanille geht natürlich auch)

Außerdem:

1 Glas Schattenmorellen

1 Päckchen Tortenguss rot

1 Esslöffel Zucker 

1 Messerspitze Zimt, gemahlen

optional 1 Schuss Rum oder etwas Rumaroma

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Mürbeteig in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Ein Backpapier in eine Springform spannen und den Rand der Form einbuttern. Den Teig gleichmäßig in die Form drücken und einen Rand hochziehen. Den Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form mit dem Teig für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Die Mohnbackmasse mit Quark und einem Eigelb vermengen und auf dem Teigboden verteilen. Den Milchreisrest mit Schmand, Eigelb, Zucker und Sahnepuddingpulver verrühren. Die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen und unter den Milchreis-Schmand heben. Die Masse über die Mohnschicht in die Form geben und den Kuchen 1 Stunde backen. Hin und wieder mal einen Blick drauf werfen und eventuell mit etwas Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. 

Die Kirschen in ein Sieb schütten, gut abtropfen lassen und den Saft auffangen. Sobald der Kuchen vollständig abgekühlt ist, wird er aus der Form gelöst und mit den Kirschen belegt. Mit dem Saft der Kirschen und dem Schuss Rum den Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten und über den Kirschen verteilen. 

Nun ist der Milchreis wieder in einem wunderbar köstlichen Zustand und wird garantiert nicht mehr alt. 

Ach, ihr habt aber leider gerade keinen Milchreisrest? Dann könnt ihr diesen Kuchen stattdessen einfach mit 200 g Schmand mehr backen. Also ohne Milchreis und dafür mit 600 g Schmand statt der oder in der Zutatenliste angegebenen 400 g.

Lasst es euch schmecken, habt einen genussvollen Sonntag und eine ebensolche Woche! 🌸

Fisch in süß-saurer Soße

Beitrag enthält unbezahlte Werbung.

Dieses Rezept aus Oma Kätes Kochbuch stammt wohl aus den frühen 80er Jahren. Damals waren Gerichte in Mode, die den Anschein erweckten ihren Ursprung weit, weit weg in fernen Ländern zu haben. Rezepte mit klangvollen Namen wie Hähnchencurry Bombay, Pfirsich Melba, Jamaika-Torte oder eben Chinesisch süß-sauer erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Die eigentliche Besonderheit an diesem Essen ist aber der Rotbarsch. Nicht die Art an sich, sondern, dass er im Ganzen daherkommt.

Sicherlich kann man auch einfach Fischfilets für dieses Rezept verwenden, ich wollte es aber unbedingt so nachkochen, wie Oma es aufgeschrieben hat. Beim Fischwagen der Fa. Schott Fischdelikatessen auf dem Kandeler Wochenmarkt war meine Fischbestellung gar kein Problem und ich konnte vergangenen Mittwoch meinen küchenfertigen, geschuppten Fang nach Hause tragen. Dankeschön für die kompetente Beratung an dieser Stelle! Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, was der Rotbarsch für ein schöner Fisch ist. Schaut euch einmal diesen Prachtbursche an. Aber Vorsicht bei der Verarbeitung – er hat spitze Stacheln!

Was die Mengen betrifft, so rechnet man bei Fischfilet ca. 200 g pro Person und bei einem ganzen Fisch etwa 300 g, da hierbei der Anteil an Gräten/Abfall mit berücksichtigt werden muss.

Fisch in süß-saurer Soße

Zutaten:

1 ganzer küchenfertiger Rotbarsch, geschuppt

Öl zum Anbraten 

Für die Marinade:

4 Esslöffel Sojasoße 

4 Esslöffel Sherry

1 Teelöffel Zucker 

1/2 Teelöffel frisch geriebenen Ingwer oder Ingwerpulver

1 Zehe Knoblauch, gepresst 

1 Teelöffel Öl

Für die süß-saure Soße:

200 ml Ananassaft

200 ml Orangensaft 

100 ml Zitronensaft 

4 Esslöffel Tomatenketchup 

2 Teelöffel Stärke 

etwas Wasser

Salz, Pfeffer und Zucker

Optional Gemüse nach Wahl

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren. Den Rotbarsch auf beidseitig mehrmals einschneiden, in eine große Schale legen, mit der Marinade übergießen und eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Reichlich Öl in einer großen Pfanne oder einem Bräter erhitzen und den Fisch drin von jeder Seite 3-5 Minuten anbraten. Den angebratenen Rotbarsch im Backofen fertig garen (je nach Größe des Fisches etwa 30 Minuten pro Kilogramm).

Für die süß-saure Soße die Stärke mit etwas Wasser verrühren. Ananas-, Orangen- und Zitronensaft mit dem Ketchup verrühren, zum Kochen bringen und mit der Stärke abbinden. 

Den Sud vom fertigen Rotbarsch hinzufügen und die Soße mit Salz, Pfeffer und Zucker süß-sauer abschmecken. 

Ich habe noch Stücke von roter und gelber Paprika, Karotten, Brokkoli und Ananas in der Soße gar ziehen lassen. Dazu gab es Reis. Das Fischfilet von der Mittelgräte nehmen und guten Appetit!

Viel Spaß beim Ausprobieren und eine schöne Woche! 🌷

Suppe Berner Land

Das Projekt „Einmal Oma Kätes handgeschriebenes Kochbuch von vorne bis hinten durchkochen“ geht in die zweite Runde. Fast wäre ich schon raus gewesen beim heutigen Rezept, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wie dieses Süppchen lecker werden soll. Allerdings hat jeder, dem ich von der dazugehörigen Zutatenliste erzählt habe, geantwortet: „Schmelzkäseecken? Das kann nur gut werden!“ 🤣

Außerdem dachte ich mir, wenn es dieses Rezept in dieses Buch geschafft hat, dann nur weil es besonders gut geschmeckt hat. Anonsten hätte sich Oma nicht die Mühe gemacht es aufzuschreiben.

Und was soll ich sagen – nachdem ich die Suppe Berner Land nun probiert habe, kann ich gut verstehen, dass sie einen Platz in Omas Kochbuch erhalten hat. Völlig zu Recht! Solltet ihr sie ausprobieren teilt mir gerne mit, ob bzw. wie sie euch geschmeckt hat. 😊

Suppe Berner Land

Zutaten für 4 Personen:

1 Esslöffel Butter

1 Zwiebel, fein gewürfelt

2 Esslöffel Mehl

1 Liter Brühe

2 Schmelzkäseecken Salami

etwas Zitronensaft

etwas abgeriebene Zitronenschale

1 Prise Zucker

Salz und Pfeffer

frische gehackte Petersilie

4 Scheiben Salami, kleingeschnitten

Zubreitung:

Die Butter in einem ausreichend großen Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und kurz etwas anschwitzen. Es sollte keine Farbe bekommen. Nach und nach unter ständigem Rühren die Brühe angießen. Zwischendurch immer kurz köcheln lassen. Die Schmelzkäseecken dazugeben und in der Suppe schmelzen lassen. Ich habe die Suppe kurz mit dem Pürierstab etwas aufgeschäumt. Anschließend die Salamistückchen hinzufügen und die Suppe mit Zitronensaft, etwas Zitronenschale, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten vor dem Servieren noch kurz durchziehen lassen, damit die Salamistückchen etwas Zeit haben, ihr Aroma in die Suppe abzugeben. Zum Schluss die gehackte Petersilie unterrühren.

Guten Appetit❣️

Bei mir gab es noch selbstgebackene Käsekräcker dazu. Das Rezept möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Käsekräcker

Zutaten für zwei Bleche:

125 g Dinkelvollkornmehl

1 Esslöffel Butter

1 Esslöffel Quark

75 g Parmesan, gerieben

1 Ei

1 Teelöffel Rosmarin, getrocknet

1/2 Teelöffel Paprikapuver edelsüß

1 Prise Salz

Pfeffer, frisch gemahlen

Außerdem:

etwas Wasser zum Bepinseln

4 Esslöffel Sesamsaat

2 Esslöffel Schwarzkümmelsaat

1 Zweig Rosmarin, frisch

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell etwas Mehl oder Wasser hinzufügen, je nachdem, wie euer Teig sich anfühlt. Er sollte sich ohne zu kleben zu einer Rolle von etwa 4 cm Durchmesser rollen lassen. Die Sesam- und Schwarzkümmelkörner auf ein Stück Frischhaltefolie (etwas länger als eure Teigrolle) streuen. Die Teigrolle mit Wasser bepinseln und in den Saaten wälzen, so dass sie rundherum davon bedeckt ist. Die Rolle in die Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Anschließend den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Von der Teigrolle ca. 5 mm dicke Scheiben abschneiden und diese mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech legen. Die Kräcker oben mit etwas Wasser bepinseln und mit ein paar frischen Rosmarinblättchen und Sesam-/Schwarzkümmelkörnchen belegen. Das Käsegebäck für ca. 20 Minuten golbraun backen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und-backen und habt eine entspannte Woche! 🌸

Porreeauflauf

Diesen Auflauf habe ich wahrscheinlich seit 30 Jahren nicht mehr gekocht. Dabei haben wir den damals geliebt und es gab ihn wirklich oft. Als er mir nun neulich wieder in den Sinn kam, konnte ich es kaum abwarten ihn endlich wieder aus meinen Backofen zu ziehen! Ja, und da isser! Ein prächtiger, verheißungsvoll duftender Porreeauflauf! Ursprünglich bleib dieser Auflauf fleischfrei, aber ich hatte noch zwei frische Nürnberger Bratwürstchen im Kühlschrank, die dringend weg mussten. So verstecken sich in dieser eigentlich vegetarischen Mahlzeit heute ausnahmsweise ein paar kleine Fleischbällchen. Wer sie nicht möchte, lässt sie einfach weg.

Vor dem Essen steht das Kochen 😊 also kommen wir zur Zubereitung.

Porreeauflauf

Zutaten:

4 Stangen Porree, in Ringe geschnitten

2 Knoblauchzehen, fein geschnitten

2 Esslöffel Öl (ich habe Rapsöl mit Butteraroma genommen)

1 guten Schuss Weißwein (optional)

etwa 300 ml Gemüsebrühe

2 Becher Saure Sahne

Salz

Pfeffer

etwas Muskatnuss

etwas Sojasauce dunkel

300-400 g Nudeln eurer Wahl (bei mir Vollkornnudeln und Rote-Linsennudeln, weil sie einfach gerade da waren)

2 – 3 Handvoll geriebener Käse

Optional gebratene Fleischbällchen aus 2 frischen Bratwürstchen

Zubereitung:

Die Nudeln in reichlich Salzwasser gar kochen, abgießen und in eine Auflaufform geben.

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und den Porree darin anbraten. Er kann ruhig stellenweise eine goldgelbe Färbung bekommen. Den Knoblauch leicht mit anschwitzen. Der sollte nicht zu dunkel werden, weil er dann schnell bitter wird. Die Saure Sahne unterrühren und die Gemüsebrühe dazugeben. Die Gemüsemasse mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Sojasauce abschmecken. Nun eventuell die Fleischbällchen zu den Nudeln legen und die Porreemasse darüber verteilen. Den Auflauf mit geriebenem Käse bestreuen und im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten goldbraun backen.

Guten Appetit und eine angenehme Woche! 💚

Sollte jemand diesen Auflauf nachkochen, sagt mir gerne, ob er euch auch so gut geschmeckt hat wie uns.