Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Pumpkin Spice Kuchen

Ja, jetzt ist er da, der Herbst 🍁 und unsere Welt von jetzt auf gleich gefärbt in orange 🧡. Ich liebe alles daran, mag die Farben, den Regen, den Wind und den Geruch. Und ich mag Kürbisse in jeglicher Form. Als Deko genauso wie auf dem Teller. Ob als Suppe, Ofengemüse oder im Kuchen – mir gefällt, dass diese Riesenbeere, egal durch welcher Zubereitung, eigentlich grundsätzlich mit wärmenden Gewürzen daher kommt. Das sorgt nach einem ausgiebigen Herbstspaziergang allein durch diesen verheißungsvollen Duft immer für ein muckeliges Wohlgefühl. Und da ihr meinen Kürbis-Pflaumenkuchen so gerne backt schicke ich gleich mal das Rezept für meinen Pumpkin Spice Kuchen hinterher.

Pumpkin Spice könnt ihr in jedem gut sortierten Supermarkt kaufen oder ganz einfach selbst zusammen mischen. Ich gebe noch zusätzlich Kardamom und Kurkuma mit dazu. Ihr könnt aber letztendlich reingeben, was ihr mögt und vertragt.

Pumpkin Spice

4 Teelöffel gemahlener Zimt
2 Teelöffel gemahlener Ingwer
1 Teelöffel gemahlene Nelken
1 Teelöffel gemahlener Muskat
½ Teelöffel gemahlener Piment

¼ Teelöffel gemahlener Kardamom (optional)
¼ Teelöffel gemahlener Kurkuma (optional)

Pumpkin Spice Kuchen

Zutaten:
für den Kuchenteig:


4 Eier
1 Prise Salz
150 ml Ahornsirup
100 ml Öl (neutral, z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
50 ml Kürbiskernöl
2 Teelöffel Pumpkin Spice
abgeriebene Schale einer halben Orange
200 g Kürbiskerne, angeröstet und gemahlen
400 g Hokkaido, fein geraspelt
200 g Dinkelmehl
1 Päckchen Backpulver

für den Guss:
300 g Frischkäse
1 Ei
2 Esslöffel Ahornsirup
etwas Vanilleextrakt
2 Esslöffel Stärke
abgeriebene Schale einer halben Orange

Außerdem:
etwas Butter für die Form

Zubereitung:

Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. In eine Springform einen Bogen Backpapier einspannen und den Rand einfetten.

Die 4 Eier in eine Schüssel geben, mit der Prise Salz aufschlagen und nach und nach den Ahornsirup unterschlagen. Das Öl hinzugeben und unterrühren. Pumpkin Spice, Orangenschale, gemahlene Kürbiskerne und den geraspelten Kürbis untermengen. Zum Schluss Mehl und Backpulver dazusieben und unterheben. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glattstreichen. Den Kuchen in den vorgeheizten Backofen stellen und 15 Minuten vorbacken. In der Zwischenzeit die Zutaten für den Guss miteinander verrühren. Nach 15 Minuten Vorbackzeit den Kuchen mit der Frischkäsemischung übergießen und etwa 40-45 Minuten fertigbacken. Et voilà! Euer Pumpkin Spice Kuchen ist fertig! 🎃

Sahne schlagen, Kaffee kochen, alle zu Tisch rufen und gemeinsam den Herbst von seiner süßesten Seite genießen.

Macht es euch gemütlich und habt eine muckelige Woche❣️

Feigen-Focaccia

Vergangene Woche hatte ich das große Glück, Feigen aus dem Garten einer lieben Kollegin geschenkt zu bekommen. Danke nochmals, Meike❣️

Also gibt es hier heute eine kleine feine, mega fluffige Focaccia mit diesen schönen lila Früchtchen, Gorgonzola, Walnüssen, Honig und frischen Kräutern.

Feigen-Focaccia

Zutaten:

für den Teig:

300 g Mehl Type 00

1 gestrichener Teelöffel Salz 

200 ml warmes Wasser 

7 g frische Hefe

1 Esslöffel Olivenöl 

1 Teelöffel Honig

Außerdem:

5 Feigen, halbiert 

1 Handvoll Walnüsse 

125 g Gorgonzola 

Olivenöl 

etwas Zitronensaft 

etwas Honig 

frischer Thymian 

frischer Rosmarin

Zubereitung:

Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Wasser mit dem  Honig verrühren, Hefe darin auflösen und das Olivenöl hinzugeben. Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und alles 7-10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abdecken und insgesamt 3 Stunden gehen lassen. Alle 45 Minuten den Hefeteig mit eingeölten Fingern oder einer Teigkarte von allen 4 Seiten hochziehen und zur Mitte falten. 

Nach der Gehzeit eine ausreichend große Form oder ein Backblech mit Backpapier auslegen uns den Teig darauf geben. Olivenöl darüber träufeln und den Teig mit den Fingern in die Form eines Rechtecks stupsen. Er sollte anschließend gleichmäßig etwa 1-2 cm dick sein. 

Die halbierten Feigen nochmals in der Mitte einschneiden, aber nicht ganz durchschneiden. Etwas Honig mit einem Spritzer Zitronensaft verrühren und die Feigenhälften damit einpinseln. Jeweils ein Stückchen Gorgonzola in jede Feigenhäfte stecken und die Focaccia mit grob gehackten Walnüssen und den frischen Kräutern bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 225°C Ober-/Unterhitze 20 Minuten goldbraun backen.

Salätchen dazu, oder einfach ein schönes kühles Gläschen Pinot Grigio ☺️.
Herz, was willst du mehr?

Vielleicht noch mehr Rezepte mit Feigen? Hier gibt es Rezepte für Feigensenf, süßes Feigenbrot oder Pizza mit Ziegenkäse und Feigen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Habt eine schöne Woche! 💜 

Bratapfelkuchen

Als in dieser Woche die Frühtemperaturen in den einstelligen Bereich gerutscht waren, dachte ich mir so: Jippie! Endlich wieder Bratapfelzeit! Die Planung für diesen Blogbeitrag stand somit blitzschnell fest. Bratapfelkuchen sollte es sein, den wollte ich immer schon mal machen. Gedacht – getan. Hier ist er … bei nunmehr gefühlten 25°C Außentemperatur. Eeeeegaaaal! 😎Dann müssen wir eben Eis dazu essen, um der Witterung gerecht zu werden. Es könnte schlimmer sein 😅.

Bratapfelkuchen

Zutaten:

8 Äpfel

Für die Apfelfüllung:

2 Esslöffel weiche Butter

2 Esslöffel grob gehackte Walnüsse

2 Esslöffel gemahlene Mandeln

2 Esslöffel gehackte Mandeln

1 gute Messerspitze Zimt

etwas abgeriebene Orangenschale

1 guten Schuss Amaretto

1 Esslöffel Rosinen (vorher in Amaretto eingeweicht)

Für den Teig:

4 Eier

1 Prise Salz

175 g brauner Zucker

200 ml Sonnenblumenöl

200 ml naturtrüber Apfelsaft

je 1/2 Teelöffel Zimt, Kardamom und Lebkuchengewürz

100 g gemahlene Walnüsse

250 g Dinkelmehl

1 Päckchen Backpulver

Ausserdem:

etwas Butter für die Form

100 g gehobelte Mandeln

etwas Honig

Zubereitung:

Ein Backpapier in eine Springform einspannen und den Rand der Form buttern und mit ein paar Mandelblättchen bestreuen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Von den Äpfeln jeweils einen Deckel abschneiden und das Kerngehäuse rausstechen. Alle Zutaten für die Füllung miteinander vermengen und die Äpfel großzügig damit füllen (mit „Berg“). Die Deckel wieder auf die Äpfel setzen.

Für den Teig die Eier mit dem Zucker und der Prise Salz cremig aufschlagen. Öl, Apfelsaft, Gewürze und Walnüsse unterrühren. Zum Schluss Mehl und Backpulver dazusieben und alles nochmals gut verrühren. Etwas von dem Teig in die Form geben, sodass der Boden der Springform leicht bedeckt ist. Die gefüllten Äpfel gleichmäßig in die Form setzen und den restlichen Teig darum herum verteilen. Gehobelte Mandeln darauf verteilen und auf jeden Apfel etwas Honig träufeln. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen etwa 40-45 Minuten goldbraun backen (Stäbchenprobe machen).

Nach vollständigem Abkühlen den Bratapfelkuchen mit Puderzucker bestäuben. Dazu schmeckt Schlagsahne und Vanilleeis. Wenn dann tatsächlich Bratapfelwetter ist, schmeckt der Kuchen auch lauwarm sehr lecker. 😉

Genießt den Spätsommer! ☀️

Omas Schaschlik

Schaschlik kennen wir alle, wobei ich für mich festgestellt habe, früher gab es sie öfter. Irgendwie scheinen sie aus der Mode gekommen zu sein. Zu Unrecht, wie ich finde. Hier teile ich heute das Schaschlik-Rezept unserer lieben Oma Käte mit euch. Das besondere an diesem Rezept ist, dass Oma nicht nur Fleisch und Gemüse auf die Spieße gefädelt hat, sondern auch noch ein paar Stückchen Leber und Niere. Wir finden ja, das macht Omas Schaschlik ganz besonders lecker, aber mir ist natürlich bewusst, dass Innereien nicht jedermanns Sache sind. Aber das Gute an allen Rezepten? Lass’ einfach weg, was du nicht magst! Oder tausche einzelne Zutaten, die dir nicht schmecken durch gleichwertige aus. Alternativen für Schaschlik Zutaten (auch vegetarisch und vegan) findest du hier, im Beitrag “Gar nicht spießig”, wo jeder am Tisch seinen ganz individuellen Schaschlik nach eigenen Vorlieben zusammen bauen kann. 

Oma Kätes Schaschlik 

Zutaten:

für die Schaschlikspieße:

200 g Schweinefilet, in mundgerechte Stücke geschnitten 

200 g Minutensteak vom Rind, in mundgerechte Stücke geschnitten

200 g geräucherten durchwachsenen Speck, in 5 mm dicke Scheiben geschnitten 

200 g Leber, in mundgerechte Stücke geschnitten

200 g Niere, in mundgerechte Stücke geschnitten

1 rote Paprika, entkernt und in mundgerechte Stücke geschnitten

1 grüne Paprika, entkernt und in mundgerechte Stücke geschnitten

2 Zwiebeln, geschält und in Achtel geschnitten 

für die Soße:

Öl zum Braten 

2 Zwiebeln, halbiert und in feine Streifen geschnitten 

1 gelbe Paprika, fein gewürfelt 

das restliche Gemüse, das nicht mehr auf die Spieße gepasst hat, fein gewürfelt 

2 Esslöffel Tomatenmark 

300 ml Brühe

1 Teelöffel Oregano 

Paprikapulver edelsüß

Salz

Pfeffer, schwarzer 

Cayennepfeffer 

etwas Honig 

Zubereitung:

Die Zutaten für die Schaschliks abwechselnd auf die Spieße stecken. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Schaschlikspieße darin von allen Seiten scharf anbraten. Die Spieße aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. In der gleichen Pfanne die Zwiebel- und Paprikawürfel kurz anrösten. Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls mit anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen, Oregano dazugeben und mit Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß, Cayennepfeffer und Honig herzhaft abschmecken. Die Schaschlikspieße zurück in die Pfanne auf die Soße betten und alles mit geschlossenem Deckel für etwa 20 Minuten leise köcheln lassen.

Dazu gibt es Curry-Reis. Der gart einfach nebenher im Backofen.

Hierfür den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Tasse losen Reis eurer Wahl in einen feuerfesten Topf geben. Etwas Salz, einen Teelöffel Curry, einen Schuss Öl und zwei Tassen kochendes Wasser hinzufügen, kurz umrühren, Deckel drauf und im vorgeheizten Backofen 40 Minuten backen.

Guten Appetit! 🌸

Kürbis-Pflaumenkuchen

Von meinem letzten Rezept hatte ich noch ein halbes Körbchen frische Pflaumen übrig. Die sollen ja nicht verkommen und das beste, was man meiner Meinung nach aus den kleinen violetten Früchtchen machen kann ist natürlich Kuchen. 😁

Das Internet ist jedoch voll mit Pflaumenkuchen-Rezepten. Die Favoriten sind klassische Pflaumenkuchen mit Hefeteig oder einfach versunkene Pflaumen in Rührteig. Und auch hier, auf meinem Blog gibt es schon verschiedene süße Rezeptideen mit Pflaumen, wie zum Beispiel eine Zwetschgen-Tiramisu Charlotte, Nuss-Pflaumenkuchen mit Haselnüssen oder Mandelgalette mit Pflaumen und Äpfeln. Aber es müssen ja nicht immer Nüsse oder Mandeln sein, die das Gebäck bereichern. Saaten sind ja auch sehr lecker und noch dazu gesund. Warum also nicht einfach mal geröstete Kürbiskerne in den Streuseln verstecken? Und um das ganze abzurunden, noch eine gute Handvoll geraspelten Hokkaido mit in den Teig einrühren? Eine extra Portion Gemüse im Kuchen kann ja nicht schaden. Das machen wir jetzt!

Pflaumen und Kürbis harmonieren nicht nur farblich wirklich gut miteinander. Probiert’s gerne aus. Schlagsahne nicht vergessen!

Kürbis-Pflaumenkuchen

Zutaten für den Teig:

125 g Butter

125 g brauner Zucker

4 Eier

2 Teelöffel Vanillezucker 

1 Prise Salz 

etwas abgeriebene Zitronenschale 

200 g Dinkelmehl

1 Päckchen Backpulver 

3 Esslöffel Milch

150 g grob geraspelten Hokkaido Kürbis 

750 g Pflaumen, halbiert und entsteint 

für die Streusel:

100 g Dinkelmehl

100 g kalte Butter 

100 g brauner Zucker

1 Prise Salz 

1 gute Messerspitze Zimt, gemahlen

1 gute Messerspitze Anis, gemahlen

75 g Kürbiskerne, geröstet und gemahlen 

75 g Kürbiskerne, geröstet und gehackt

2 Esslöffel kaltes Wasser

Zubereitung:

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Für den Teig Butter und Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Vanillezucker, Salz und Zitronenschale dazugeben, anschließend Mehl und Backpulver hinzusieben. Alle Zutaten gut miteinander verrühren und zum Schluss die Milch unterrühren. Den Teig in die Form füllen, etwas glatt streichen und die entsteinten Pflaumen senkrecht in den Teig stecken, so dass sie gleichmäßig verteilt sind.

Für die Streusel alle Zutaten hierfür schnell miteinander verkneten und die Streusel über die Pflaumen streuen.

Den Kuchen 50 Minuten goldbraun backen.

Viel Freude beim Nachbacken und Genießen❣️
Habt eine schöne Woche. ☀️

Hefeklöße mit Pflaumensoße

Als ich vor ein paar Tagen die ersten Pflaumen gesichtet habe war klar: am Wochenende gibt’s Hefeklöße mit Pflaumensoße! Da habe ich schon drauf gewartet. 😋 Ein weiteres schönes Sommerrezept aus Oma Kätes handgeschriebenem Kochbuch.

Hefeklöße sind die norddeutsche Antwort auf die süddeutschen Dampfnudeln. Optisch sehen sie aus wie Schwestern und sind kaum zu unterscheiden. Hefeklöße sind jedoch, im Gegensatz zu ihren Dampfnudelschwestern, immer süß und werden mit ebenso süßer Pflaumensoße serviert. Außerdem werden sie nicht in Wasser, Butter und Salz gegart, sondern in Milch und Butter. Während Dampfnudeln ja auch super zu Gulasch passen, geht die Kombi zu Hefeklößen eher nicht.

Hefeklöße

Zutaten:

30 g frische Hefe

2 Esslöffel Zucker

500 g Mehl

1/4 Liter warme Milch

2 Eier

1 Prise Salz

Zubereitung:

Vom Zucker einen Teelöffel abnehmen und mit der zerbröckelten Hefe in eine Tasse geben. Etwas vermengen und so lange stehen lassen, bis sich die Hefe verflüssigt hat. Das Mehl mit dem restlichen Zucker, Salz, Milch, Eiern und der vorbereiteten Hefe in eine Rührschüssel geben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat. Den Hefeteig nochmals gut durchkneten und in 12 gleich große Stücke teilen. Die Stücke zu Kugeln formen und auf einem bemehlten Holzbrett nochmals mit einem Küchentuch zugedeckt eine halbe Stunde ruhen lassen.

1/4 Liter Milch

20 g Butter

in einem großen Topf aufkochen und die Hefeteiglinge hineinlegen. Deckel drauf und die Hefeklöße bei niedriger Stufe 15 Minuten garen.

Pflaumensoße

Zutaten:

500 g frische Pflaumen, halbiert und entsteint

250 g Trockenpflaumen

1/2 Liter Wasser

60 g Zucker

1 Stange Zimt

abgeriebene Schale einer halben Zitrone

30 g Speisestärke

etwas kaltes Wasser

etwas Butter

Zubereitung:

Pflaumen, Trockenpflaumen, Zucker, Zimtstange, Zitronenschale mit dem Wasser in einen Topf geben und alles einmal aufkochen. Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und die Pflaumensoße damit etwas andicken. Zum Schluss ein Eckchen Butter unter die Pflaumensoße rühren und abkühlen lassen.

Nun einen Hefekloß auf einen tiefen Teller legen, in der Mitte aufreißen und die Pflaumensoße darüber verteilen.

Guten Appetit und eine schöne, entspannte Woche! 🌸

Omas Quark-Streuselkuchen

Oma hatte immer Kuchen. Auch wenn man unangekündigt vorbeischneite, diesen Quark-Streuselkuchen hatte Oma immer vorrätig. Er wurde meistens samstags blecheweise gebacken, je nach Saison mit oder ohne Obst und anschließend eingefroren. Man wollte schließlich etwas anbieten können, falls mal überraschend Besuch kam. Schöne Sache, wenn ihr mich fragt. Heutzutage musst du den Kuchen schon selber mitbringen, wenn du spontan jemanden überfällst und welchen willst. Ist aber auch schön! Da freut sich der unfreiwillig unvorbereitete Gastgeber (hoffentlich 😃).

Omas Quark-Streuselkuchen

Zutaten für den Boden:

100 g Butter

75 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker

1 Prise Salz 

1 Ei

5 Esslöffel Milch

375 g Mehl

1 Päckchen Backpulver 

für die Füllung:

1 kg Quark 

1 Päckchen Sossenpulver Vanille oder 1/2 Päckchen Vanille Puddingpulver 

1 Ei

200 g Zucker

5 Tropfen Aromaöl Zitrone 

für die Streusel:

500 g Mehl

200 g Zucker 

200 g Butter 

1 Ei

Zubereitung:

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für den Boden alle angegebenen Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander verkneten. Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder einfetten und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Rings herum einen kleinen Rand hochziehen und Den Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen.

Für die Füllung alle hierfür aufgelisteten Zutaten mit einem Schneebesen glattrühren. Die Masse auf dem Teig verstreichen.

Nun noch alle Zutaten für die Streusel miteinander verkneten. Die Streusel auf die Quarkmasse streuen und den Kuchen 45 Minuten goldbraun backen.

Wer es lieber fruchtig mag, verteilt einfach Obst seiner Wahl auf der Quarkmasse. 

Ganz viel Spaß beim Nachbacken und habt einen süßen Sonntag!

Birnen und Teig

Hier gibt’s heute ein weiteres Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner lieben Oma Käte. Wie schon mehrfach in früheren Beiträgen erwähnt, kam Oma in Ramstedt, einem kleinen Dorf bei Husum, zur Welt. Sie wuchs also im hohen Norden auf und dem entsprechend norddeutsch sind auch unsere Familienrezepte. Ein allseits beliebtes ist Birnen und Teig. Das Zusammenspiel von salzigem Speck und den süßen Birnen macht dieses Gericht sehr besonders. Im Norden unseres Landes gibt es einige Rezepte, die fruchtige Süße mit herzhaft salzigem kombinieren. Rosinenstuten mit Butter und Katenschinken zum Beispiel oder der gute alte Mehlbeutel mit geräuchertem, durchwachsenen Speck und Stachelbeersauce. Das schmeckt aber auch alles lecker zusammen, sage ich euch! Probiert das unbedingt aus!

Grundlage für unsere Birnen im Teig sind Omas eingekochte Birnen mit Kardamom. Hiermit geht’s jetzt los.

Oma Kätes Kardamom-Birnen

Zutaten:

2 kg feste Birnen, geschält und geviertelt 

1 kg Zucker 

500 ml Weinessig 

2-3 Kardamomkapseln pro Einmachglas

1/4 Vanillestange pro Einmachglas 

1 Nelke pro Einmachglas  

Zubereitung:

Birnen auf Einmachgläser deiner Wahl verteilen und jeweils eine Nelke in jedes Glas geben.

Den Essig mit dem Zucker aufkochen. Die aufgeklopften Kardamomkapseln und die der Länge nach halbierten und in Stücke geschnittenen Vanilleschoten hinzufügen und kurz mit köcheln lassen. Den Herd ausschalten und den Sud etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Die Essigmischung in die Einmachgläser füllen, so dass die Birnen gut bedeckt sind und die Gewürze auf die einzelnen Gläser verteilen. Die Einmachgläser fest verschließen und auf ein tiefes Backblech stellen. Heißes Wasser in das Blech füllen (ca. 2-3 cm hoch) und die Birnen im Backofen bei 200°C so lange einkochen, bis kleine Bläschen in den Gläsern aufsteigen. In Omas Rezept steht, man soll die Birnen so lange kochen, bis sie rot sind. Ja, Omas eingekochte Birnen waren rot. Ich nehme an, dass der Grund dafür eine bestimmte Birnensorte war, denn unser Birnen wollen einfach nicht rot werden. Leider kann ich Oma nicht mehr fragen, aber falls hier jemand von euch eine Idee hat, gerne her damit! 

Birnen und Teig

Zutaten für den Teig:

100 g Butter

50 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker 

3 Eier, getrennt 

1 gute Prise Salz 

200 g Mehl

1 gehäufter Teelöffel Backpulver 

3 Esslöffel Milch

Außerdem:

500 g eingekochte Birnen, abgetropft und in mundgerechte Stücke geschnitten 

etwas Butter für die Form

10 Scheiben durchwachsen Speck

Zubereitung:

Eine Auflaufform ausbuttern und mit den Speckscheiben auslegen. Eiweiß mit der Prise Salz zu Schnee schlagen. Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren und nach und nach die Eigelbe unterrühren. Mehl und Backpulver mischen, dazu sieben und unterrühren. Die Milch dazu und den Eischnee unterheben. Zum Schluss die Birnen unterziehen und den fertigen Teig in der Auflaufform auf den Speckscheiben verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober- und Unterhitze 30 Minuten goldbraun backen. 

Birnen und Teig noch warm mit Vanillesoße genießen.

Viel Spaß beim Nachkochen und erzählt mir anschließend gerne, wie es euch geschmeckt hat. 

Keksschälchen mit Zitronencreme und Erdbeeren

Endlich Erdbeerzeit! ❤️ Passend dazu habe ich heute ein ganz einfaches Rezept. Diese hübschen Keksschälchen sind schnell gemacht und können nach Lust und Laune ganz fix gefüllt werden. Mit einer erfrischenden Zitronen-Quarkcreme und Erdbeeren zum Beispiel.

Sie lassen sich auch sehr gut auf Vorrat backen und einfach bis der nächste spontane Kaffeebesuch kommt, wie Plätzchen in einer Dose aufbewahren. 

Mit Schlagsahne oder Joghurt und Beeren befüllt hat man ganz schnell ein kleines Törtchen auf dem Teller. 

Keksschälchen 

Zutaten für 6 Schälchen:

2 Eiweiße

1 gute Prise Salz 

40 g Puderzucker, gesiebt

40 g Mehl, gesiebt

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen (optional)

Zubereitung:

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Puderzucker dazugeben und gut unterrühren. Zum Schluss das Mehl unterziehen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und ein weiteres Blech mit 6 umgedrehten feuerfesten Förmchen oder Gläschen vorbereiten. Ich habe kleine Einmachgläser genommen.

Sobald der Ofen vorgeheizt ist, den Teig in 6 Portionen auf dem Backpapier verteilen und zu Kreisen von ca. 10 cm Durchmesser verstreichen.

Blech in den Backofen schieben und nicht aus den Augen lassen! Sobald die Ränder leicht zu bräunen beginnen, das Blech aus dem Ofen holen und die noch weichen Kekse mit einem Pfannenwender vom Blech auf die vorbereiteten Gläschen legen und vorsichtig zu Schälchen formen. Zurück in den Ofen schieben und ein paar Minuten weiterbacken, bis sie goldbraun sind. Den Ofen ausschalten und die Keksschälchen im leicht geöffneten Backofen (Kochlöffel in die Backofentür klemmen) vollständig auskühlen lassen, damit sie schön aushärten können und knusprig werden. Anschließend vorsichtig von den Gläschen/Förmchen lösen und bis zum Verzehr in einer Dose aufbewahren.

Zitronencreme

Zutaten:

150 g Naturjoghurt

250 g Quark

2 Esslöffel Lemon Curd

etwas abgeriebene Zitronenschale 

Zubereitung:

Alle Zutaten miteinander verrühren. Fertig! 🍋

Ich habe einfach ein paar kleingeschnittene Erdbeeren mit etwas Zitronensaft und Zucker vermengt, kurz durchziehen lassen und diese dann mit der Zitronencreme in meine Keksschälchen gefüllt. 

Ich sag’s wie’s ist, die Dinger schmecken fantastisch! 😋 Probiert‘s aus! 🍓

Tassen-Käsekuchen und Rhabarbergrütze mit Erdbeeren

Aber bitte mit Sahne! 😊

Ich kann gar nicht glauben, dass wir schon wieder Mai haben! Ist aber so und darum an alle Rhabarberfans: ran an die sauren Stangen, die Zeit läuft! 😅

Bei mir gibt es heute den Klassiker Rhabarbergrütze mit Erdbeeren, kombiniert mit kleinen Käsekuchen aus der Tasse und natürlich – Schlagsahne. Diese hübsche Leckerei, verziert mit ein paar Blüten aus dem Garten, lässt sich ganz prima vorbereiten und geht sowohl zum Dessert, als auch zur Kaffeezeit.

Tassen-Käsekuchen 

Zutaten:

2 Eier

125 g Zucker

abgerieben Schale einer halben Zitrone 

500 g Quark

1 Päckchen Puddingpulver “Sahne” oder “Vanille”

75 g Butter, zerlassen

200 ml Sahne, steif geschlagen 

Außerdem:

etwas Butter zum Fetten der Tassen

Zubereitung:

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Je nach Größe 10 – 12 Tassen ausbuttern.

Für die Käsekuchenmasse die Butter zerlassen und anschließend etwas abkühlen lassen. Eier und Zucker schaumig aufschlagen. Zitronenschale, Quark, Schmand, Puddingpulver und die flüssige Butter unterrühren. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterziehen. Die Tassen bis etwa 2 cm unter dem Rand mit der Masse befüllen und im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen. Anschließend vollständig abkühlen lassen und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

Erdbeer-Rhabarbergrütze

Zutaten:

750 g Rhabarber, geschält und in Stücke geschnitten 

2 Esslöffel Vanillezucker 

3 Esslöffel schwarzes Johannisbeergelee

1 gehäufter Esslöffel Stärkemehl

etwas Wasser

500 g Erdbeeren, vom Grün befreit und in Stücke geschnitten 

Zubereitung:

Die Rhabarberstücke in einen ausreichend großen Topf geben, mit dem Vanillezucker bestreuen und 2 – 3 Stunden ziehen lassen. Johannisbeergelee hinzugeben und alles zum Kochen bringen. Bei geringerer Hitze kurz köcheln lassen. In der Zwischenzeit das Stärkemehl mit etwas Wasser anrühren und den köchelnden Rhabarber damit andicken. Die Erdbeeren hinzufügen und nochmals kurz aufkochen. Die Grütze in eine Schüssel füllen, abkühlen lassen und kalt ebenfalls stellen. 

1 Becher Sahne mit 1 Teelöffel Vanillezucker steif schlagen.

Für den fruchtig-frischesten Frühlingsgenuss nun alle Komponenten zusammenfügen. Die Tassen-Käsekuchen mit der Erdbeer-Rhabarbergrütze und der Schlagsahne toppen. Ich warne euch, die Dinger sind der Knaller! Ich glaube, ich muss mir einen größeren Rhabarbervorrat einfrieren, für die viel zu lange rhabarberfreie Zeit.

Habt ein geussvolles Frühlingswochenende! 🌸