Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Schwarzwälder Kirschtorte

Es ist Kirschenzeit! Man mag es kaum glauben, aber in all den Jahrzehnten, die ich jetzt koche und backe habe ich noch NIEMALS eine Schwarzwälder Kirschtorte gemacht. Der ideale Zeitpunkt, das zu ändern. Also gibt es heute ein Rezept dieses absolsuten Klassikers und angeblich DER Lieblingstorte Nummer eins in Deutschland.

Schwarzwälder Kirschtorte

Rezept für eine kleine Torte (Springform Durchmesser 18 cm)

Für den Teig:

3 Eier, getrennt

1 Prise Salz

10 g Zucker

75 g Mehl

30 g Kakao

Die Eiweiß mit einer Prise Salz und dem nach und nach hinzu gegebenen Zucker steif schlagen. Zum Schluss die Eigelb dazu geben und unterschlagen.

Mehl und Kakao mischen und über die Eimasse sieben. Mit einem Schnebesen unterheben.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen und den Teig in der Form verteilen. Den Bisquit ca. 15 Minuten backen. (mit Stäbchenprobe testen). Nach dem Backen den Boden vollständig auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und das Backpapier abziehen.

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Für die Füllung:

300 g Sauerkirschen, entsteint

8 schöne Kischen mit Stiel zum Verzieren

1 Esslöffel Zucker

1 Prise Zimt

1 Schuss Kirschwasser

in eine Schüssel geben und am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Am nächsten Tag die Kirschen mit ihrem Saft und der Zimtstange kurz aufkochen und mit etwas Stärke abbinden. Abkühlen lassen und die Zimtstange herausnehmen.

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Den Bisquitboden zweimal durchschneiden, so dass 3 Böden entstehen. Einen Boden auf eine Tortenplatte legen.

750 ml Sahne mit

3 Päckchen Sahnesteif

3 Teelöffel Vanillezucker steif schlagen und in einen Spritzbeutel mit Sternentülle füllen.

Auf den unteren Tortenboden am äusseren Rand einen Ring Sahne spritzen. In der Mitte dei Kirschen verteilen. Zweiten Boden draufsetzen und gut mit Kirschwasser besprenkeln  – man soll’s schon schmecken :). Nun eine Schicht Sahne und zum Schluss den letzten Boden oben drauf legen. Die Torte komplett mit Sahne bestreichen und verzieren. Ich habe zum Verzieren schwarze Süßkirschen in Kuvertüre getaucht, trocknen lassen und etwas Bitterschokolade über meine Torte geraspelt.

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Jetzt heißt es wieder einmal – getreu dem Motto „kein Sonntag ohne Kuchen“ – ab in den Garten und die Früchte des Sommers genießen! Dieses Mal in einer kleinen, feinen Torte!

Habt einen traumhaften Sonntag!

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Hamburgs bester Streuselkuchen

Blechkuchen

Am vergangenen Wochenende war ich endlich wieder in Hamburg zu Besuch – eine meiner Lieblingsstädte. Ich mag einfach dieses “hanseatische“. Die Elbe, den Hafen, kreischende Möwen, Schietwetter – dann wieder Sonnenschein, Wolken, Wind, Schiffe und überall Anker 🙂

Elbphilharmonie

Vor Antritt meiner kleinen Reise wurde mir nahegelegt unbedingt das „Petit Café“ in Eppendorf aufzusuchen um dort einen Streuselkuchen zu probieren. So etwas muss man mir als Foodie natürlich nicht zweimal sagen! Also, getreu dem Motto: „kein Sonntag ohne Kuchen!“ bin ich mit meiner Tochter am vergangenen Muttertag dort hin gepilgert. Bei strahlend blauem Himmel konnten wir draußen einen kleinen Tisch ergattern und den fabelhaften Apfel-Streuselkuchen genießen. Und was soll ich sagen? Ich habe ja schon einige Apfelkuchen verdrückt in meinem Leben – aber dieser? Unschlagbar köstlich! Diese Streusel! Ein süßer knuspriger Traum – ofenwarm.

Wieder zuhause, habe ich mich gleich an die Rezeptrecherche gemacht und – leider nix gefunden. Vor mir haben schon einige versucht diesen Apfeltraum nachzubacken aber wirklich überzeugt hat mich leider keines der gefundenen Rezepte. Also habe auch mich in meine Versuchsküche begeben und optimistisch drauflos gebacken. Das Ergebnis? Ganz sicher nicht so gut wie das Original – aber nah dran!

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Ich gebe Euch einfach mal mein Rezept und Ihr probiert es einfach mal aus…

Apfel-Streuselkuchen à la Hamburg

250 g Mehl Type 550

1 Päckchen Trockenhefe

3 Eigelb

1 Esslöffel Zucker

1 Prise Salz

60 g zerlassene Butter

1/8 Liter warme Milch

zu einem Teig verrühren und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

4 Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Saft einer halben Zitrone und 1 Teelöffel Vanillezucker vermengen und etwas durchziehen lassen.

Wenn der Teig sich etwa verdoppelt hat, ihn nochmals mit etwas Mehl gut durchkneten bis er nicht mehr klebt. Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen und auf ein gebuttertes Backblech legen. Nochmals eine halbe Stunde ruhen lassen. Anschließend die Apfelstückchen darauf verteilen.

Für die Streusel

100 g Mehl

100 g Puderzucker, gesiebt

100 g zerlassene Butter

1 Prise Salz

2 Messerspitzen Natron

miteinander verrühren. Es entstehen so keine herkömlichen Streusel, sondern eher ein Teig der später zu einer schönen Kruste wird. Diesen Streuselteig als kleine „Fladen“ auf dem Kuchen verteilen.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 160°C für 40 Minuten backen. Nach dieser Backzeit den Kuchen direkt mit etwas Puderzucker bestreuen und mit zerlassener Butter bestreichen. Jetzt nochmals für 12 – 15 Minuten bei 175°C Oberhitze im Ofen fertig backen. Ein bisschen Zimt oben drauf, noch warm mit frischer Schlagsahne servieren und an Hamburg denken…

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Solltet Ihr auch einmal in Hamburg sein, empfehle ich Euch auf jeden Fall einen Besuch im

„Petit Café“
Hegestraße 29
20249 Hamburg

der Kuchen ist eine Reise wert!

Quarkauflauf mit Rhabarber

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Kein Sonntag ohne Kuchen! – oder Quarkauflauf 🙂

Ich weiß ja nicht was Ihr dazu sagt aber ich liiieeeebe Rhabarber. Rhabarber ist so ein Gemüse – ja Gemüse, kein Obst – das liebt man oder man hasst es. Dazwischen gibt’s nichts. Ich habe heute mal wieder ein uraltes Rezept rausgekramt und ich verspreche Euch, es lohnt sich es nachzubacken. Mit oder ohne Rhabarber.

Rhabarber

Quarkauflauf mit Rhabarber

500 g geputzten Rhabarber, in Stücke geschnitten und mit 2 Esslöffel Zucker und gemahlener Vanilleschote etwa 1/2 Stunde durchziehen lassen.

3 Eier trennen und die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

Die Eigelb in einer Rührschüssel mit 125 g Zucker, 750 g Sahnequark, 1 Prise Salz, 1 Teelöffel Vanillezucker, 100 g Weichweizengrieß und der abgeriebenen Schale einer Bio-Orange verrühren. Das steif geschlagene Eiweiß und den durchgezogenen Rhabarber unter die Quarkmasse heben. Alles in eine ausgebutterte Kastenform schütten und 50 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 175°C goldbraun backen.

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Warm oder kalt mit Puderzucker und ein paar frischen Erdbeeren genießen. Yummy!!!

Statt Rhabarber kann man natürlich jedes andere Obst nehmen oder einfach gar keins.

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Habt noch einen süßen Sonntag!

Falsche Häschen mit Widkräuter- und Kohlrabisalat

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Bei den vielen süßen Schokohasen kann man durchaus mal etwas herzhaftes vertragen. Bei mir gibt es dieses Jahr Ostern mal den Klassiker „Falscher Hase“ im Miniformat. „Falsche Häschen“ also. Dazu einfach Wildkräutersalat, verschiedene bunte Kressesorten und Salat aus frischem Kohlrabi. Frühling pur!

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Falsche Häschen (Rezept für 6 kleine Hackbraten)

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

500 g gemischtes Hackfleisch

1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt

1 Esslöffel Senf

2 Esslöffel Paniermehl

1 Ei

Salz, frisch gemahlenen Pfeffer und getrockneten Majoran nach Geschmack

Alle Zutaten gut miteinander vermengen. Eine etwa 1 cm dicke Schicht der Hackfleischmasse in je eine von 6 kleinen Kastenformen drücken. Wer keine Kastenformen hat, der formt einfach 6 kleine Ovale von ca. 10 – 12 cm Länge.

Wachtelei

12 Wachteleier, hart gekocht nun zu jeweis zwei auf den Hackfleischboden legen. Mit einer weiteren Schicht Hackfleisch zudecken und die kleinen Hackbraten gut zusammendrücken, damit sie später nicht auseinander fallen.

3 Scheiben Schinken halbieren und auf die kleinen Falschen Hasen legen. Noch auf jeden ein kleines Lorbeerblatt  und ein paar Tropfen Öl und schon geht es für 45 – 50 Minuten ab in den vorgeheizten Backofen.

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In der Zwischenzeit den Salat putzen und eine Vinaigrette zubereiten.

Für den Kohlrabisalat

2 Esslöffel saure Sahne

1/2 Teelöffel Salz

frisch gemahlenen Pfeffer

1 Teelöffel Senf

2 Teelöffel geriebenen Meerrettich

1 Teelöffel Agavendicksaft zu einer Soße verrühren.

1 Kohlrabi schälen und als Stifte in die Soße hobeln. Durchziehen lassen, bis die „Falschen Häschen“ fertig sind.

Zum Servieren die Wildkräuter mit der Vinaigrette vermengen und mit dem Kohlrabisalat, der Kresse und ein paar feinen Radieschenscheiben auf Tellern anrichten. „Falsches Häschen“ dazu – guten Appetit!

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Und was sagt unser „echtes Häschen“ dazu?

Rufus

„Fein!“ Immer gut, wenn es KEINEN Hasenbraten gibt 🙂

Ostern

Ich wünsche Euch noch wunderbare, fröhliche Restostern! Macht es Euch schön!

 

Ein Besuch im Elsaß und Macarons

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Ein Besuch im Elsaß hat mich ermutigt, mich endlich einmal an das Backen der kleinen, feinen Macarons zu wagen. Da ich direkt an der Grenze zu unserem wunderschönen Nachbarland Frankreich wohne und kürzlich feststellte, dass ich viiiieeeel zu selten einen Ausflug dorthin mache – habe ich das mal kurzerhand geändert und bin los! Frühling im Elsaß! Genauer – in Wissembourg.

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Ich habe also meinen freien Samstag nicht traditionell mit Putzen verbracht, sondern einfach mal mit einen Bummel durch dieses hübsche mittelalterliche Städtchen an der Lauter. Und was soll ich Euch sagen? Das mache ich jetzt öfter. Es war herrlich. Die Sonne schien, die ersten Knospen sprießten und ich habe mich gefühlt wie im Urlaub, obwohl ich eigentlich Zuhause war. Glück kann so einfach gehen. Aber schaut selbst. Ich habe Euch ein paar „Urlaubsbilder“ mitgebracht 🙂

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Hübsch, gell? Fahrt doch mal hin!

Aber nun zum Essen, schließlich sind wir hier ein Foodblog! Kulinarisch hat Frankreich ja einiges zu bieten, das ist hinreichend bekannt. Was aber Kuchen, und Törtchen angeht – ein Traum!

Selbstverständlich gehört zu einem Besuch in Wissembourg ein Café au lait bei Rebert, der allerbesten Pâtisserie der Stadt. Natürlich nicht ohne Törtchen 😉 Hier seht ihr meins…

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Nochmal das Gleiche bitte!

Beim Rausgehen fiel dann mein Blick auf die appetitlich bunten Macarons. Und da stand das Blogrezept für diese Woche fest!

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Macarons

Wie aufregend! Man hört ja immer wieder von Backunfällen in Bezug auf diese kleinen Leckerbissen aber wenn man sich etwas Zeit nimmt und in aller Ruhe vorgeht – dann klappt’s! Wichtig ist auch, sich genau an das Rezept zu halten.

100 g Mandelmehl (ich habe meins in Frankreich gekauft. Wenn Ihr gemahlene Mandeln aus dem deutschen Supermarkt nehmt, mixt die Mandeln mit dem Puderzucker zusammen nochmal ganz fein und gebt alles durch ein feines Sieb)

150 g Puderzucker

75 g Eiklar

1 Prise Salz

20 g Zucker

Lebensmittelfarbe in Deiner Lieblingsfarbe (am Besten als Pulver)

Das Eiweiß mit der Prise Salz aufschlagen und nach und nach den Zucker hinzufügen. Wenn das Eiweiß gut steif geschlagen ist, die Lebensmittelfarbe mit unterschlagen.

Das gesiebte Mandelmehl und den gesiebten Puderzucker unter den Eischnee ziehen. Der Macaronteig sollte vom Löffel fließen, dann ist er richtig. Den Teig nun mit einem Spritzbeutel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Immer schön gleich große Punkte in gerader Anzahl auf das Blech setzen.

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Anschließend die Macarons eine halbe Stunde, besser 40 Minuten stehen lassen, damit sie eine Haut bilden können. Diese ist wichtig, damit Eure Macarons später diese schöne glatte Oberfläche bekommen und beim Backen das „Füßchen“ bilden.

Nach der Ruhephase die Macarons 12-14 Minuten bei 160°C backen.

macarons

Ja, und so sehen sie dann aus, wenn alles gut gelaufen ist. Außen knusprig, innen weich wie Marzipan.

Gefüllt habe ich meine Macarons mit einer Creme aus 50 g Butter, 100 g Frischkäse, ein Spritzer Zitronensaft, etwas gemahlener Vanilleschote und 1 Esslöffel Puderzucker. Davon habe ich mit einem Spritzbeutel einen Kringel auf ein Macaron gespritzt und in die Mitte einen kleinen Klecks Himbeergelee gegeben. Einen zweiten Macaron oben drauf setzen und genießen!

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Habt eine entspannte Woche! Küsschen rechts, links, rechts (so üblich im Elsaß) 😀

 

Nuss-Osterei

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Das Osterfest naht und Ihr habt noch keine Idee für eine süße Überraschung zum Osterkaffee? Wie wäre es denn mit diesem glänzenden Nuss-Osterei?

Osterhäschen, Osterhas’
Eier suchen – das macht Spaß!

Rot und gelb und blau gefleckt
hei, wo sind sie nur versteckt?

Findst Du keins?
Kriegst Du meins!

Mit Kardamom und Nüssen fein
ein Kuchenei, nicht g’rade klein!

Zum Kaffee mit Sonnenschein
läd’s Häschen in den Garten ein.

So feiern wir das Osterfest
in uns’rem kleinen Lieblingsnest!

kueken

Nuss-Osterei

Für den Hefeteig

250 g Mehl

1 Esslöffel Zucker

1/2 Teelöffel Kardamom

1 Prise Salz

1 Päckchen Trockenhefe

in einer Schüssel miteinander vermengen.

1 Esslöffel Butter schmelzen und

1/8 Liter Milch hinzufügen.

Das Milch-Buttergemisch erwärmen (Vorsicht! Nicht zu heiß werden lassen, das kann die Hefe nicht gut haben) und zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben.

1 Ei trennen und das Eigelb zum Teig geben. Das Eiweiß aufheben.

Alles gut miteinander verkneten und den Teig an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen.

Für die Füllung

100 ml Milch und

100 g Marzipanrohmasse in einen Mixer geben und miteinander verquirlen bis sich das Marzipan in der Milch aufgelöst hat.

1 Eiweiß

200 g gemahlene Haselnüsse

4 cl Rosenwasser

1/2 Teelöffel Zimt

2 Esslöffel Zucker

1 Teelöffel Kakao

1 paar Tropfen Vanillearoma

zur Marzipanmilch hinzugeben und alles gut miteinander verrühren.

Den Teig nochmals durchkneten, wenn er fertig gegangen ist. Auf einer bemehlten Fläche mit einem Nudelholz zu einem Rechteck ausrollen, ca. 1 cm dick. Das Teigrechteck gleichmäßig mit der Füllung bestreichen und der länge nach halbieren. beide Hälften der Länge nach aufrollen und in der Mitte (wieder der länge nach halbieren). So entstehen 4 Stränge mir mehreren Teiglagen. Diese nun auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech, von der Mitte her, zu einem Osterei zusammenlegen. Die einzelnen Stränge dabei immer wieder drehen, so dass die Füllung immer mal wieder sichtbar ist. Ein Küchenhandtuch darüberlegen und das Kuchenei nochmals für eine halbe Stunde gehen lassen.

Anschließend das fertig zusammen gedrehte Osterei im vorgeheizten Backofen bei 175°C  auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen. Noch heiß mit etwas Aprikosenmarmelade bestreichen, damit es schön glänzt.

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Freut Euch auf Ostern!

 

 

 

Napfkuchen mit Quark

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Getreu dem Motto: „Kein Sonntag ohne Kuchen“ habe ich mich heute einmal mehr für ein Uraltes Rezept entschieden. Omas Quark-Napfkuchen. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie ich ausgerechnet auf dieses Backwerk gekommen bin. Diesen Gugel habe ich gefühlte einhundert Jahre nicht gegessen. Darum wird’s mal wieder Zeit und ich kann Euch versprechen – er schmeckt wunderbar! Viel zu schade um in Vergessenheit zu geraten.

Napfkuchen mit Quark
(und natürlich Rosinen natürlich, in diesem Fall auch noch beschwipst)

50 g Rosinen über Nacht in 2 Esslöffel Rum einweichen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

100 g Butter mit

150 g Zucker sahnig schlagen.

1 Prise Salz und

1 Tütchen Vanillezucker hinzufügen.

250 g Quark (40 %) mit verrühren. Nach und nach

2 Eier unterrühren.

250 g Mehl und

1 Päckchen Backpulver dazugeben. Alles gut vermengen und zum Schluss die beschwipsten Rum-Rosinen unterziehen. Wenn Kinder mitessen kann man auch statt Rum Orangensaft zum Einweichen der Rosinen nehmen. Das ist auch sehr lecker.

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Den fertigen Teig in eine gefettete Gugelhupfform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C 45 Minuten backen. Zur Sicherheit einfach die Stäbchenprobe machen (mit einem Holzspieß in den Kuchen stechen – wenn kein Teig mehr am Stäbchen hängen bleibt ist der Kuchen fertig).

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Einen süßen Start in die neue Woche 🙂

 

Schmetterlinge im Bauch

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Morgen ist Valentinstag! Alle Menschen mit Schmetterlingen im Bauch bedenken sich gegenseitig mit unzähligen rosaroten Herzchen. Alle, die noch keine Schmetterlinge im Bauch haben, backen sich einfach ein paar von diesen wunderbaren Schmetterlings-Keksen 🙂 Oder Ihr verschenkt sie einfach an Eure Liebsten anstelle der alljährlichen Herzen.

Schmetterlings-Kekse

500 g Mehl

200 g Zucker

250 g Butter

2 Eier

2 Päckchen Vanillezucker

1 Päckchen Backpulver

Alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verkneten und in Frischhaltefolie gepackt für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 5 mm dick zu einem Rechteck ausrollen.

Für die Füllung

2 Esslöffel Butter zerlassen und den Teig damit großzügig bepinseln und mit Zimt-Zucker bestreuen. Den Teig von der Längsseite her stramm aufrollen und diese Rolle in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Nun immer zwei Schnecken-Scheiben so gegeneinander legen, dass das Ende der Rolle jeweils einen „Fühler“ bildet. Die „Flügel“ rechts und links etwas eindrücken, so dass sie ihre schmetterlingstypische Form bekommen. Die Plätzchen bei 200°C 15 Minuten backen.

Für die Füllung eignet sich neben Zimt-Zucker auch Matcha.Zucker und Kurkuma-Zucker. So bekommt man auch noch grüne und gelbe Schmetterlinge.

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Ich wünsche Euch allen einen bunten, märchenhaften Valentinstag mit ganz vielen Schmetterlingen im Bauch!

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Low-Carb-Brot

Wie Ihr in der letzten Woche aus meinem Post heraushören konntet, habe ich mir vorgenommen in der nächsten Zeit wieder vermehrt auf meine Kalorienzufuhr zu achten. Aber – keine Panik! – Kuchen wird es auch weiterhin geben! Aber heute gibt es erst einmal ein schönes selbst gebackenes Eiweißbrot.

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Unter den unzähligen Tipps für Abnehmwillige gefällt mir ja nach wie vor die Low-Carb-Methode am Besten. Man kann auf jeden Fall satt werden und muss auf wenig verzichten. Was mir dabei jedoch sehr schwer fällt ist das Weglassen von Brot. Ich liebe Brot. Sogenannte Low-Carb-Brote aus dem Supermarkt schmecken mir nicht wirklich und auch beim Verzehr von Eiweißbroten vom Bäcker sollte man eher zurückhaltend sein, wenn man vorhat sein Gewicht zu reduzieren. Diese Brote enthalten zwar deutlich weniger Kohlenhydrate als herkömmliches Brot, dafür aber wesentlich mehr Fett, damit sie gut sättigen. Meistens hat Low-Carb-Brot mehr Kalorien als „normales“ Brot. Wer also meint er tut mit der Wahl eines Eiweißbrotes etwas für seine schlanke Linie und denkt er kann da richtig zuschlagen und ohne Rue eine oder zwei Scheiben mehr verdrücken – der irrt. Das Gegenteil ist der Fall.

Da hilft nur selber backen. Mein Low-Carb-Brot kommt mit schlanken 188 kcal pro 100 g daher. Das bedeutet eine Scheibe von ca. 30 g hat mal gerade 56 Kalorien. Davon darf man dann auch tatsächlich mal ein Scheibchen mehr essen – vorausgesetzt man bleibt im Kaloriendefizit 🙂

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Katies Low-Carb-Brot

500 g Magerquark, am Besten über Nacht in einem Sieb im Kühlschrank gut abtropfen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 180°C vorheizen.

2 kleine oder 1 große Kastenform mit etwas Sonnenblumenöl einpinseln und mit ein paar Sesamkörnern und/oder Mohnsaat ausstreuen.

100 g gemahlene Mandeln

100 g Leinsaat, geschrotet

4 Esslöffel Haferkleie

4 Esslöffel Dinkel-Vollkornmehl

1 Esslöffel Leinsaat, ganz

1 Esslöffel Sonnenblumenkerne

1 Esslöffel Kürbiskerne

2 Teelöffel Brotgewürz (2 Teelöffel Kümmel, 2 Teelöffel Fenchelsamen, 2 Teelöffel Koriandersamen, 2 Teelöffel Anissamen, 1 Teelöffel Piment in einem Mörser zerkleinern und in eine Vorratsdose füllen)

1 Teelöffel Salz

1 Päckchen Backpulver

in einer großen Schüssel miteinander vermengen.

Hinzu kommen jetzt der abgetropfte Magerquark und 8 Eiweiß. Die nicht benötigten Eigelbe lassen sich wunderbar in einem eiswürgelbehälter einfrieren. So kann man prima einzelne Eigelb bei Bedarf entnehmen und nichts wird verschwendet.

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Alle Zutaten gut zu einem Teig verrühren und in die vorbereitete/n Kastenform/en füllen.

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Mit ein paar Kürbiskernen bestreuen und 45 Minuten bei 180°C backen.

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Lasst es Euch schmecken!

Angel Food Cake

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Als ich heute Morgen aufgestanden bin und zum Fester raus geschaut habe war die Freude riesig, denn es schneite wie verrückt! Alles fluffig weiß und still und so ein Gefühl als ob die Welt heute langsamer wäre als sonst. Wie schön! Winter ohne Schnee ist wie Sonntag ohne Kuchen.

Inspiriert von der weißen Pracht kam mir sofort der locker leichter Angel Food Cake aus samtigem Eischneee mit kühler weißer Schlagsahne und frischen Früchten in den Sinn.

Angel Food Cake

Dieses Rezept ist für eine kleine Kastenform von 20 cm Länge.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

6 Eiweiß (zu den übrig gebliebenen Eigelben später mehr) mit 1 Messerspitze Salz schaumig schlagen. Nach und nach 175 g Südzucker Feinen Back Zucker hinzu geben. Anschließend 1 Teelöffel Südzucker Vanillin Zucker, 1/2 Teelöffel gemahlene Vanilleschote und 5 Tropfen Bittermandelaroma unterrühren.

Zum Schluss 100 g Mehl Type 550 und 1 Teelöffel Weinsteinbackpulver miteinander vermischen und über den steif geschlagenen Eischnee sieben. Schnell mit einem Teigschaber untermengen bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu viel rühren, damit der Teig nicht so viel von seiner mühsam untergeschlagenen Luft wieder verliert.

Die Eischneemasse in der ungefettete Kastenform verteilen und im vorgeheizten Backofen 30 Minuten backen.

Den fertigen Angel Food Cake in der Form mit der Öffnung nach unten (!) auf einem Gitter auskühlen lassen. Eigentlich gibt es extra Angel Food Cake Formen die mit Stegen ausgestattet sind, damit man den Kuchen in der Form auf dem Kopf abkühlen lassen kann und ausreichend Luft unten drunter zirkulieren kann. Wohl damit der Kuchen nicht von seinem eigenen Gewicht erdrückt wird und zusammenfällt.

Den vollständig abgekühlten Angel Food Cake mit geschlagener Sahne und frischen Früchten servieren. Mit Puderzucker aus der Südzucker Puder Zucker Mühle bestäuben. Sehr fein 🙂

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Ach ja, jetzt hat man natürlich 6 einsame Eigelbe herumstehen. Dafür habe ich das einfachste Crème Brûlée-Rezept aller Zeiten für Euch!

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Crème Brûlée

Den Backofen auf 95°C vorheizen.

6 Eigelb

4 Eier

1/2 Teelöffel gemahlene Vanilleschote

100 g Südzucker Feinster Zucker

1/4 Liter Sahne

1/4 Liter Milch

Alle Zutaten miteinander verrühren (nicht aufschlagen!). Die Masse gleichmässig auf feuerfeste Förmchen verteilen. Die Formen in den Backofen auf den Rost stellen und bei 95°C 60-70 Minuten erstarren lassen. Das war’s! – Fertig!

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Die Crème Brûlée abkühlen lassen und kurz vor dem Servieren mit Südzucker Brauner Zucker bestreuen und die Zuckerschicht mit einem Gasbrenner karamellisieren.

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Habt einen wunderbaren Sonntag und eine ebenso schöne Woche!
Dieser Beitrag enthält Werbung und entstand mit freundlicher Unterstüzung der Firma Südzucker.