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Gulaschsuppe

Heute wird’s deftig. Draußen gießt es in Strömen und irgendwie ist alles össelig. Da kann so eine heiße, leicht scharfe Suppe durchaus das Gemüt erhellen. Aber wer jetzt denkt: „Oh je! Viiieeel zu viel Fleisch!“ dem sei versichert, es ist auch ganz viel Gemüse in diesem Eintopf. Eigentlich müsste das Gericht Gemüsesuppe mit Gulasch heißen 🤣. Dieses Rezept ergibt einen ordentlichen Topf voll. Acht Personen werden locker satt. Wer nicht so viele Mäuler zu stopfen hat, halbiert einfach die Zutatenmengen. Man kann die Suppe aber auch wunderbar portionsweise einfrieren und hat so immer einen kleinen Seelentröster-Vorrat parat.

Gulaschsuppe

Zutaten:

etwas Öl zum Anbraten

1 kg Gulasch, halb Schwein, halb Rind, in kleine Würfel geschnitten

5 Zwiebeln, geschält, halbiert und in Streifen geschnitten

3 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt

8 Stangen Staudensellerie, in feine Scheiben geschnitten

4 rote Spitzpaprika, geviertelt, entkernt und in feine Streifen geschnitten

1 rote Chili, rundherum mehrmals mit einem Messer eingestochen

4 Süßkartoffeln, geschält und gewürfelt

1 große Dose Kichererbsen, abgegossen

2 Esslöffel Tomatenmark

1 Dose stückige Tomaten

2 Liter Brühe (Rinder- oder Gemüsebrühe)

1 Teelöffel Kümmel, gemahlen

1 Teelöffel Paprika edelsüß

1 Esslöffel Ahornsirup

Pfeffer und Salz zum Abschmecken

Ausserdem:

pro Tasse einen Teelöffel Schmand

etwas geräuchertes Paprikapulver

kleingeschnittenes Grün vom Staudensellerie oder glatte Petersilie

Zubereitung:

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch darin portionsweise von allen Seiten anbraten. Einen großen Topf bereitstellen und die jeweils fertig angerösteten Zutaten aus der Pfanne nehmen und in den Topf geben. Nach dem Fleisch die Zwiebeln und den Knoblauch anbraten. Anschließend jeweils die Hälfte von Paprika und Sellerie anrösten. Das Tomatenmark dazugeben und kurz in der Pfanne mitbraten, das gibt ein schönes Röstaroma. Einen halben Liter von der Brühe in die Pfanne gießen und unter Rühren aufkochen, bis das Tomatenmark sich aufgelöst hat. Den Pfanneninhalt in den Topf schütten. Tomaten, abgegossene Kichererbsen und die Hälfte der Süßkartoffelwürfel mit der restlichen Brühe zum Fleisch geben. Chili und die Gewürze dazu, alles gut umrühren und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur 2 Stunden leise vor sich kochen lassen. Anschließend das restliche Gemüse zur Suppe geben und weitere 30 Minuten köcheln. Zum Schluss die Chilischote aus dem Eintopf fischen, es sei denn, ihr liebt scharfes Essen. Die Chili gibt weiterhin Schärfe ab. Das heißt, je länger sie im Essen verbleibt, umso schärfer wird’s.

Die heiße Suppe in Suppentassen füllen, mit Schmand, geräuchertem Paprikapulver und etwas Grün toppen. Dazu passt knusprig geröstetes Brot.

Lasst es euch schmecken und gut gehen! 😊

Vom Brot zur Lieblingsstulle

Was gibt es schöneres, als den Duft von frisch gebackenem Brot an einem trüben Sonntagmorgen? Genau! Eine in Butter geröstete, üppig belegte dicke Stulle desselben! 😃

Frisch gebackenes Dinkel-Buchweizenbrot mit einer Rote Beete-Meerrettichcrème und geräucherte Forellenfilets. Hunger? Ok, fangen wir an!

Dinkel-Buchweizenbrot

Zutaten:

500 g Dinkelmehl

200 g Buchweizenmehl

2 Teelöffel Salz

2 Teelöffel Brotgewürz (Anis-, Kümmel-, Koriander-, Fenchelsaat gemörsert, zu gleichen Teilen)

1 Teelöffel Trockenhefe

500 ml Buttermilch

100 ml Wasser

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten in eine große Schüssel geben und gut vermischen. Wasser und Buttermilch hinzufügen und alles gut miteinander verkneten. Ich mache das von Hand, man kann aber natürlich auch eine Küchenmaschine oder das gute alte Handrührgerät verwenden. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig 12 Stunden stehen lassen. Am besten bereitet man ihn bereits am Vorabend zu und lässt ihn über Nacht gehen. Am nächsten Morgen den Brotteig auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche mehrmals von allen Seiten zur Mitte hin falten. Den Teigling mit einem Tuch abdecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen. In der Zeit den Backofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Einen gusseisernen Topf mit Deckel auf das Rost in die Mitte des heißen Backofens stellen und ca. 15 Minuten mit aufheizen. Eine feuerfeste Schüssel mit Wasser befüllen und auf den Boden des Ofens stellen. Nach der Gehzeit den Teig in den heißen Topf legen, den Deckel schließen und den Topf in den Backofen stellen. Die Gradzahl auf 200°C reduzieren und das Brot 30 Minuten mit Deckel und weitere 30 Minuten ohne Deckel backen.

Das fertige Prachtexemplar auf ein Rost legen und vollständig auskühlen lassen, auch wenn man es kaum erwarten kann, das Gebäck anzuschneiden. Frisches Brot lässt sich einfach besser schneiden, wenn es abgekühlt ist.

Das Brot ist fertig, aber jetzt braucht’s ja noch etwas „für drauf“, damit aus der einfachen Scheibe Brot eine beachtliche Lieblingsstulle werden kann.

Rote Beete-Meerrettichcrème mit Apfel

Zutaten:

200 g Schmand

2-3 Esslöffel Tafelmeerrettich

1 gekochte rote Beete, gewürfelt

1 Apfel, gewürfelt

1/2 Zitrone, Schale und Saft

1 Teelöffel Zucker

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Schmand und Meerrettich verrühren. Abgeriebene Zitronenschale, -saft, Rote Beete- und Apfelwürfel dazu geben und alles mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Weitere Zutaten für die Lieblingsstulle:

Butter zum Anbraten der Brotscheibe

2 geräucherte Forellenfilets

1 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten

1 Zitronenscheibe

1 Zweig Dill

Für meine Lieblingstulle eine dicke Scheibe Brot abschneiden und in einer Pfanne in zerlassener Butter von beiden Seiten goldbraun anbraten. Das Goldstück auf einen Teller legen und großzügig mit der Rote Beete-Meerrettichcreme bestreichen. Die Forellenfilets und ein paar fein geschnittene Ringe der roten Zwiebel darauf legen. Eine Scheibe Zitrone dazu, vielleicht etwas frisch geriebenen Meerrettich und ein wenig Dill darüber verteilen. Das Auge isst ja schließlich mit. Jetzt kann es losgehen! Guten Appetit!

Yacón-Süßkartoffelkuchen

Fast hat es schon Tradition. Hin und wieder habe ich das Glück, einen großzügigen Beutel voll von Yacónwurzeln spendiert zu bekommen. Dankeschön 🌸 Walter Bösherz! Im Gegenzug dazu denke ich mir dann regelmäßig ein neues Rezept mit den süßen Wurzeln aus. Walter baut die Yacónwurzeln (oder auch Inkawurzeln genannt) hier, in unserer schönen Südpfalz an und kümmert sich mit Herzblut darum, dem wertvollen Gemüse aus den Anden auch bei uns endlich zu mehr Bekannheit und Verwendung zu verhelfen. Alle Infos zum Superfood Yacón-/Inkawurzeln gibt’s hier.

Diesmal waren auch noch eigens angebaute Süßkartoffeln in Walters Wundertüte. Die habe ich gleich mitverarbeitet 😊.

Yacón-Süßkartoffelkuchen

Zutaten für eine 18er Springform:
(Für eine 26er/28er Springform bitte die Zutaten verdoppeln)

100 g Haselnüsse

150 g Süßkartoffeln, geschält und gewürfelt

1 Banane

150 g Margarine, zerlassen

150 g Dinkelmehl

2 Esslöffel Rohrohrzucker

1 Prise Salz

etwas geriebene Muskatnuss

1/2 Teelöffel Zimt

2 Teelöffel Backpulver

abgeriebene Schale und Saft einer halben Zitrone

250 g Yacónwurzel, geschält und gewürfelt

1 Esslöffel Zimtzucker

Zubereitung:

Die Haselnüsse in einer trockenen Pfanne anrösten, bis sie etwas Farbe bekommen haben. Die Nüsse in eine Schüssel umschütten und abkühlen lassen. Anschließend die Nusskerne mit beiden Händen gegeneinander reiben, so dass sich die braunen Häutchen lösen. Die „nackigen“ Nüsse grob mahlen.

Die Yacónwurzeln schälen, würfeln und sofort mit dem Saft einer halben Zitrone beträufeln, damit sich die Würfel nicht dunkel verfärben. Das wäre nicht weiter schlimm, die Stückchen sehen dann nur nicht mehr so schön aus.

Die Süßkartoffeln mit wenig Wasser weich kochen, abgießen und etwas abkühlen lassen. Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden eine 18er Springform mit Backpapier auslegen und den Rand fetten. Süßkartoffelstücke mit der Banane in eine Schüssel geben und mit einer Gabel oder dem Kartoffelstampfer zu Brei verarbeiten. Zerlassene, etwas abgekühlte Margarine, Zucker, Salz, Zitronenschale, Zimt, Muskatnuss und die Hälfte der gemahlenen Haselnüsse hinzufügen und alles gut mit den Rührbesen eines Handrührgerätes verrühren. Mehl und Backpulver dazusieben und alles nochmals gut miteinander vermengen. Die vorbereiteten Yacónwurzelstückchen mit ihrem Zitronensaft unter den Teig heben. Die Masse in die vorbereitete Springform füllen und etwas glatt streichen. Die restlichen gemahlenen Haselnüsse mit einem Esslöffel Zimtzucker mischen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Den Kuchen 1 Stunde bei 175°C backen.

So lecker kann gesund sein 😍! Ich wünsche euch einen süßen Sonntag!

Blutorangensorbet & Obstsalat mit Ingwersirup

Fast auf den Tag genau vor zwanzig Jahren (unglaublich wie die Zeit vergeht) durfte ich einen Kochkurs bei Pierre Ludwig, damaliger Patron und Küchenchef im Restaurant „A l’Ange“ (Zum Engel) in Wissembourg/ Elsass besuchen. Neben schönen Erinnerungen an diesen Abend sind mir wunderbare Rezepte geblieben, von denen ich heute eines mit euch teilen möchte.

Blutorangensorbet

Zutaten:

200 ml Wasser

200 g Zucker

200 ml Saft von Blutorangen

1 kleines Eiweiß

1 Prise Salz

Zubereitung:

Am besten am Vortag Wasser und Zucker unter Rühren aufkochen. Eine Minute lang kochen lassen, dann zur Seite stellen und vollständig abkühlen lassen.

Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Den erkalteten Sirup und den Blutorangensaft hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Die Schüssel ins Eisfach stellen und alle halbe Stunde die Sorbetmasse einmal gut umrühren, damit beim gefrieren ein schön cremiges Sorbet entsteht. Dies kann einige Stunden dauern. Wenn das Sorbet dann irgendwann eine schöne Konsistenz hat, so dass man mit einem Eisportionierer eine stabile und cremige Kugel entnehmen kann, ist es fertig.

Obstsalat mit Ingwersirup

Zutaten:

200 ml Wasser

200 g Zucker

2 Daumenlängen frischen Ingwer, geschält und in feine Würfel geschnitten

Mark einer Vanilleschote

3 Blutorangen, filetiert

3 Mandarinen, geschält, in Stücke geschnitten

4 Esslöffel Granatapfelkerne

Zubereitung:

Wasser und Zucker unter Rühren aufkochen. Ingwer und Vanillemark dazu geben und alles ca. 20 Minuten sanft köcheln lassen. Den Sirup heiß in ein Schraubverschlussglas füllen und abkühlen lassen. Er lässt sich auch gut schon einen Tag vorher vorbereiten.

Das vorbereitete Obst in eine Schüssel geben, mit etwas Ingwersirup übergießen und eine halbe Stunde durchziehen lassen.

Jetzt müssen nur noch beide Komponenten zusammen auf einem Teller ihre Plätze einnehmen und es darf geschlemmt werden ☺️.

Etwas Obstsalat in eine Schüssel oder auf einen Teller geben. Eine Kugel Blutorangensorbet dazu legen, mit etwas gehobelter weißer Schokolade bestreuen und fertig ist das süße Allerlei von der Blutorange.

Lasst es euch schmecken und habt eine schöne Woche! 🍊

Süßes Glücksschweinchen

Leicht verspätet melde ich mich zurück im neuen Jahr 2023. Und weil es für herzliche Gückwünsche niemals zu spät sein kann, habe ich euch heute ein ganz dickes, süßes Glückssymbol mitgebracht. Ja, ich weiß…das Netz quillt zum Jahreswechsel über, von unzähligen selbstgebackenen Schweinen. Da man aber gar nicht genug Schwein haben kann, besonders in turbulenten Zeiten wie diesen, reihe ich mich gerne ein, in die Riege der fleißigen Glücksschweinchenbäcker*innen!

Süßes Glücksschweinchen

Zutaten:

500 g Mehl

1 Päckchen Trockenhefe

50 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker

1 Prise Salz

1 gestricheener Teelöffel Kardamom, gemahlen

1 gute Messerspitze Zimt, gemahlen

etwas abgeriebene Orangenschale

80 g Butter, geschmolzen

250 ml warme Milch

1 Ei

optional 2 Rosinen als Augen

etwas Milch zum Bestreichen

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten wie Mehl, Hefe, Zucker, Vanillezucker, Salz, die Gewürze und die Orangenschale in eine große Schüssel geben und alles gut miteinander vermischen. Die Butter in einen Topf geben und zerlassen. Die Milch dazu geben und ebenfalls leicht erwärmen. Das Butter-Milch-Gemisch und das Ei zur Mehlmischung in die Schüssel geben und alles gut zu einem glatten Hefeteig verarbeiten. Den Teig abgedeckt eine Stunde gehen lassen. Anschließend ein Schweinchen aus dem Teig formen und nochmals 15 Minuten ruhen lassen. Optional zwei Rosinen als Augen in den Teig stecken. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Schweinchen mit etwas Milch einpinseln und 20 Minuten backen.

Ich habe als Augen keine Rosinen genommen, sondern Zuckeraugen. Hierfür einfach etwas Puderzucker mit sehr wenig Wasser verühren und damit die Augen und eventuelle Verzierungen wie Zuckerperlen und Blumen auf euer Schweinchen kleben.

Fertig ist das essbare, süße Glück mit den allerbesten Wünschen für ein schönes, friedvolles Jahr 2023!

Milchreispuffer

Wer kennt das nicht? Vom köstlich cremigen, warmen Milchreis bleibt grundsätzlich ein kläglicher, klebriger, kalter Milchreisklumpen übrig, den beim besten Willen niemand mehr essen möchte. Zum Wegwerfen aber echt zu schade. Also machen wir doch einfach etwas neues draus!

Zu diesen kleinen goldbraunen, knusprigen Milchreispuffern mit einer Kruste aus Zimtzucker kann kaum jemand „nein“ sagen – da bleibt garantiert nichts mehr übrig.

Milchreispuffer

Zutaten:

300 g gekochten Milchreis

2 Eier

2 Esslöffel Mehl

1/2 Teelöffel Backpulver

1/2 Natron

Öl zum Ausbacken

Zimtzucker zum darin Wälzen

Zubereitung:

Den Milchreis in eine Schüssel geben und mit einer Gabel etwas auflockern. Die restlichen Zutaten hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und mit einem Teelöffel jeweils eine kleine Portion nach der anderen mit etwas Abstand in die Pfanne setzen und von beiden Seiten goldbraun anbraten. Sobald die Puffer fertig sind, werden sie aus der Pfanne genommen und direkt in Zimtzucker gewälzt.

Wer auch noch eingemachte Pfirsiche übrig hat, kann diese pürieren und als Dip dazu essen. So einfach und lecker kann Resteverwertung sein 😊.

Habt eine schöne Woche – und nix verkommen lassen! 😃

Kürbis-Marmorkuchen

Tja, was soll ich sagen? Es ist noch Kürbis da! Da die Kürbisflut auch so schnell nicht abebben wird, kommt das leuchtende Herbstgemüse bei mir zur Zeit einfach überall rein…ja, auch in den Kuchen 😉.

Kürbis-Marmorkuchen

Zutaten:

200 g Kürbis (hier Hokkaido), entkernt und gewürfelt

100 ml Orangen-Sanddornsaft (oder Orangensaft)

4 Eier

1 Prise Salz

200 g Zucker

2 Teelöffel Vanillezucker

1/2 Teelöffel Zimt, gemahlen

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen

1/2 Teelöffel Ingwer, gemahlen

1 Messerspitze Piment, gemahlen

etwas geriebene Orangenschale

100 ml Sonnenblumenöl

300 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

2 gehäufte Esslöffel Backkakao

2 Esslöffel Orangen-Sanddornsaft (oder Orangensaft)

etwas Butter oder Margarine zum Fetten der Form

1 Esslöffel Paniermehl zum Ausstreuen der Form

200 g Kuchenglasur zartbitter

2 Esslöffel Kürbiskerne

Zubereitung:

Die Kürbiskerne trocken in einer Pfanne anrösten, bis sie anfangen zu duften. Anschließend zum Abkühlen beiseite stellen. Die Kürbiswürfel mit dem Saft in einen Topf geben, weich kochen und fein pürieren.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform einfetten und mit etwas Paniermehl ausstreuen.

Die Eier in einer Rührschüssel aufschlagen. Den Zucker nach und nach hinzugeben und die Masse kräftig aufmixen, bis sie dick und hellgelb geworden ist. Öl, Gewürze und die etwas abgekühlte Kürbismasse unterrühren. Mehl und Backpulver zum Teig geben und alles gut vermengen. Die Hälfte des Teiges in die vorbereitete Form gießen. Die verbliebene Teighälfte mit zwei Esslöffeln Saft und dem gesiebten Kakao verrühren. Den Schokoteig nun auf dem hellen Teig in der Form verteilen. Mit einer Gabel die beiden Teigsorten grob miteinander verwirbeln. Den Kuchen 45 Minuten auf der unteren Schiene backen. Bitte die Stäbchenprobe machen, da jeder Ofen etwas anders backt.

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, kann er mit Schokoglasur und Kürbiskernen getoppt werden. Hierfür die Kuchenglasur nach Packungsanweisung im Wasserbad schmelzen und über den Kuchen gießen. Die angerösteten Kürbiskerne grob hacken und auf die Glasur streuen.

Fertig! ❤️ Lasst es euch gut gehen und genießt den Herbst! 🎃

Kürbissuppe mit Orangenmilchschaum

Sobald sich die Blätter an den Bäumen verfärben, renne ich los. Dahlien und Kürbisse müssen her! Kein Herbst ohne diese traumhaften Blumen und leuchtenden Riesenbeeren 💛.

Ich liebe Kürbisse in jeder Form, egal ob als Suppe, Ofengemüse oder im Kuchen. Einfach immer lecker, süß oder herzhaft! Allein die Farben machen schon Spaß.

Ich habe mich heute für ein kleines, feines Kürbissüppchen mit Milchschaum entschieden. So zum Warmwerden und Ankommen in der bunten Jahreszeit. Den Milchschaum habe ich einfach mit einem Streifen Orangenschale aromatisiert. Das hat super einfach funktioniert. Der leichte Schaum gibt der Suppe das gewisse Etwas.

Kürbissuppe mit Orangenmilchschaum

Zutaten:

2 Esslöffel Sonnenblumenöl

1 Zwiebel, gewürfelt

1 Knoblauchzehe, grob gewürfelt

2-3 cm frischen Ingwer, gerieben

ca. 4 cm Kurkumawurzel, grob in Stücke geschnitten, oder 1/2 Teelöffel Kurkumapulver

600 g Kürbis, gewürfelt (hier Hokkaido)

1 Liter Gemüsebrühe

200 ml Orangen-Sanddornsaft (oder Orangensaft)

Zubereitung:

Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel mit Ingwer, Knoblauch und Kurkuma leicht anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und den Orangen-Sanddornsaft und die Kürbiswürfel hinzufügen. Den Kürbis weichkochen.

In der Zwischenzeit für den Orangenmilchschaum 150 ml Milch und ca. 20 cm dünn abgeschälte Schale einer Bio-Orange aufkochen und bei geringer Hitze 15 Minuten ziehen lassen.

Die Kürbissuppe pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Orangenmilch aufschäumen. Die Suppe in schöne Gläser füllen und mit dem Orangenmilchschaum toppen. Wer mag, kann noch ein paar gemörserte rote Pfefferbeeren darauf verteilen.

Guten Appetit und eine bunte Herbstwoche!

Soufflé Pfannkuchen

Inspiriert von den Frühstückspancakes meiner lieben Freundin Anja und den Pankeki (Fluffy Pancakes) aus Japan habe ich heute Morgen meine fluffigsten Pfannkuchen ever gebacken. Einen ganz besonders feinen Geschmack bekommen sie durch das Ausbacken in Kokosöl.

Soufflé Pfannkuchen

Zutaten:

200 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Natron
2 Eier, getrennt
1 1/2 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Vanillezucker
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
etwas Zitronensaft
175 ml Milch
1 Prise Salz

Kokosöl zum Ausbacken

Zubereitung:

Das Eiweiß mit dem Zucker und der Prise Salz steif schlagen. Dabei den Zucker nach und nach hinzugeben. Kurz vor Schluss einen Schuss Zitronensaft dazu gießen. Die Säure sorgt für mehr Stabilität. Den fertigen Eischnee beiseite stellen. Die Eigelbe mit Mehl, Milch, Backpulver und Natron zu einer glatten Masse verrühren. Wenn keine Klümpchen mehr vorhanden sind, das Eiweiß vorsichtig unterheben.
In einer Pfanne das Kokosöl erhitzen. Servierringe in die Pfanne stellen und in jeden jeweils eine Kelle Teig füllen. Da ich leider keine Servierringe besitze, habe ich stattdessen die Aussenringe von meinen Mini-Springformen zweckentfremdet. Das hat sehr gut funktioniert. Die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze ein paar Minuten backen. Die Hitze sollte nicht zu groß sein, damit die Pfannkuchen trotz ihrer beachtlichen Dicke gar werden, ohne zu verbrennen. Sobald die Küchlein auf der Unterseite goldbraun sind, werden sie im Ring gewendet. Nochmals ein paar Minuten von der anderen Seite backen, dann aus der Pfanne nehmen und direkt servieren. Wir essen sie am liebsten mit etwas Ziegenfrischkäse, Ahornsirup, Obstsalat der Saison und einer Handvoll gehackten Nüssen.

Und – ja, sie sind so lecker, wie sie aussehen! 😍

Ozapft is!

Endlich wieder Wiesnbier und Weißwurst! Für den Klassiker „Wurst in Wurstbrühe mit Brezn und süßem Senf“ braucht’s natürlich keinen Blogbeitrag. Kennt jeder, schmeckt lecker und kriegen wir alle ohne Rezept hin. Hier geht’s heute nicht ganz so einfach zu. Es gibt knusprige Weißwurst-Nuggets mit einem süß-scharfen Birne-Zwiebel-Confit und Wirsing-Kartoffelstampf. Regionale, pfiffige Küche mit regionalen Produkten. Das Confit habe ich gestern schon eingekocht, so geht dieses Wiesnschmankerl jetzt ganz gschwind.

Birnen-Zwiebel-Confit

Zutaten für 4 Gläser á 175 ml:

3 Esslöffel Sonnenblumenöl

3 größere Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten

3 cm frischen Ingwer, gerieben

2 Esslöffel braunen Zucker

1 frische grüne Chili, mit einem spitzen Messer ringsrum mehrmals angestochen

1 Teelöffel Koriandersaat, grob gemörsert

6 Birnen, geschält, vom Kerngehäuse befreit und gewürfelt

2 Esslöffel groben Senf

etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone

1 Spritzer Zitronensaft

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer hinzufügen und anschwitzen. Den Zucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Chili, Koriander, Birnen, Senf, Zitronensaft und Schale hinzugeben, umrühren und alles bei geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten leise köcheln lassen. Die Masse mit einem Kartoffelstampfer etwas feiner zerkleinern und mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken. Das Confit sofort in heiß ausgespülte Schraubverschlussgläser füllen und verschließen.

Wirsing-Kartoffel-Stampf

Zutaten:

5 Kartoffeln, geschält und gewürfelt

etwas 7-8 Wirsingblätter, in feine Streifen geschnitten

1 Teelöffel Salz

1/2 Teelöffel Kümmelsaat, grob gemörsert

1 gutes Stück Butter

etwas Milch

etwas frisch geriebene Muskatnuss

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Kartoffeln und Wirsing mit der Kümmelsaat in ausreichend Salzwasser weich kochen. Sobald das Gemüse gar ist, das Wasser abgießen. Butter und Milch hinzugeben und alles mit einem Kartoffelstampfer grob zerstampfen. Muskatnuss dazureiben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Weißwurst-Nuggets

Zutaten:

1-2 Weißwürste pro Person

1 Ei, mit einem Schuss kaltem Wasser verquirlt

2-3 Esslöffel Mehl

2-3 Esslöffel Pankobrösel oder Semmelbrösel

Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:

Von den Weißwürsten die Pelle abziehen und jedes Würstchen in drei Teile schneiden. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Die Wurststücke zuerst in Mehl, dann in Ei und zum Schluss in den Bröseln wenden und im heißen Butterschmalz knusprig, goldbraun ausbacken.

Wirsing-Kartoffelstampf mit den Weißwurst-Nuggets und etwas Birne-Zwiebel-Confit auf Tellern anrichten, Bier einschenken und hoch die Gabeln! An Guadn!

Beitrag enthält bezahlte Werbung für ALDI SÜD.