Ich kann gar nicht glauben, dass wir schon wieder Mai haben! Ist aber so und darum an alle Rhabarberfans: ran an die sauren Stangen, die Zeit läuft! 😅
Bei mir gibt es heute den Klassiker Rhabarbergrütze mit Erdbeeren, kombiniert mit kleinen Käsekuchen aus der Tasse und natürlich – Schlagsahne. Diese hübsche Leckerei, verziert mit ein paar Blüten aus dem Garten, lässt sich ganz prima vorbereiten und geht sowohl zum Dessert, als auch zur Kaffeezeit.
Tassen-Käsekuchen
Zutaten:
2 Eier
125 g Zucker
abgerieben Schale einer halben Zitrone
500 g Quark
1 Päckchen Puddingpulver “Sahne” oder “Vanille”
75 g Butter, zerlassen
200 ml Sahne, steif geschlagen
Außerdem:
etwas Butter zum Fetten der Tassen
Zubereitung:
Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Je nach Größe 10 – 12 Tassen ausbuttern.
Für die Käsekuchenmasse die Butter zerlassen und anschließend etwas abkühlen lassen. Eier und Zucker schaumig aufschlagen. Zitronenschale, Quark, Schmand, Puddingpulver und die flüssige Butter unterrühren. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterziehen. Die Tassen bis etwa 2 cm unter dem Rand mit der Masse befüllen und im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen. Anschließend vollständig abkühlen lassen und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Erdbeer-Rhabarbergrütze
Zutaten:
750 g Rhabarber, geschält und in Stücke geschnitten
2 Esslöffel Vanillezucker
3 Esslöffel schwarzesJohannisbeergelee
1 gehäufter Esslöffel Stärkemehl
etwas Wasser
500 g Erdbeeren, vom Grün befreit und in Stücke geschnitten
Zubereitung:
Die Rhabarberstücke in einen ausreichend großen Topf geben, mit dem Vanillezucker bestreuen und 2 – 3 Stunden ziehen lassen. Johannisbeergelee hinzugeben und alles zum Kochen bringen. Bei geringerer Hitze kurz köcheln lassen. In der Zwischenzeit das Stärkemehl mit etwas Wasser anrühren und den köchelnden Rhabarber damit andicken. Die Erdbeeren hinzufügen und nochmals kurz aufkochen. Die Grütze in eine Schüssel füllen, abkühlen lassen und kalt ebenfalls stellen.
1 Becher Sahne mit 1 Teelöffel Vanillezucker steif schlagen.
Für den fruchtig-frischesten Frühlingsgenuss nun alle Komponenten zusammenfügen. Die Tassen-Käsekuchen mit der Erdbeer-Rhabarbergrütze und der Schlagsahne toppen. Ich warne euch, die Dinger sind der Knaller! Ich glaube, ich muss mir einen größeren Rhabarbervorrat einfrieren, für die viel zu lange rhabarberfreie Zeit.
Erdbeerzeit ohne Erdbeertorte? Undenkbar! Heute mit Rhabarber und feinen Mandel-Baiser Böden. 🥰
Ich habe für meine Torte eine kleine 18er Springform mit extra hohem Rand verwendet. Da braucht man für die Böden das halbe Rezept und für die Füllung die Menge für eine Torte mit 26/28 cm Durchmesser. Da solch eine Form aber nicht jeder hat, findet ihr in meinem Rezept die Angaben für eine gängige 26er/28er Springform. Und für eine kleine 18er Form mit normal hohem Rand könnt ihr das Rezept einfach halbieren. Ich hoffe, ich habe jetzt niemanden unnötig verwirrt 🤣 aber ich weiß, dass sich sonst der eine oder andere fragt, wieso meine Torte hier so hoch ist, und die Nachgebackene so niedrig…
Springform mit 18 cm Durchmesser und 10 cm hohem Rand
6 Eigelb 1 Prise Salz 75 g Zucker 1 Teelöffel Vanillezucker 100 g zerlassene Butter 125 g Mehl 1 Teelöffel Backpulver 4 Esslöffel gemahlene Mandeln (ohne Haut)
Mandelblättchen zum Bestreuen
Für die Füllung:
1 Päckchen Vanillepuddingpulver 500 ml Milch 2 Esslöffel Zucker 200 ml Sahne 1 Teelöffel Vanillezucker 1 Päckchen Sahnesteif 500 g Erdbeeren, in feine Würfel geschnitten 400 g Rhabarberkompott
Zubereitung:
Für die Böden zuerst das Eiweiß mit Salz aufschlagen. Nach und nach den Puderzucker dazugeben und zum Schluss, wenn das Eiweiß fast steif geschlagen ist, den Zitronensaft dazu geben und unterschlagen. Der Zitronensaft sorgt für mehr Stabilität beim Eischnee. Wenn der Eischnee schön steif geschlagen ist, die Masse beiseite stellen. Die Eigelb mit Salz und Zucker schaumig aufschlagen, bis eine dicke cremige Masse entsteht. Die zerlassene Butter untermixen und zum Schluss Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln unterrühren. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auskleiden und den Rand leicht buttern. Die Hälfte vom Teig in die Form geben und glatt streichen. Die Hälfte der Eiweißmasse auf dem Teig verteilen und mit ein paar Mandelblättchen bestreuen. Den ersten Baiserboden für 35-40 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun backen. Anschließend mit dem Backpapier aus der Form heben und abkühlen lassen. Mit dem zweiten Boden genauso verfahren.
Für die Füllung zuerst einen Vanillepudding nach Packungsanweisung kochen und anschließend mit Folie bedeckt vollständig abkühlen lassen, damit er keine Haut bildet. Wenn die Mandelbaiser-Böden und der Vanillepudding vollständig abgekühlt sind, die Sahne mit Sahnesteif und Zucker steifschlagen und portionsweise unter den Vanillepudding heben. Die Erdbeerwürfel hinzugeben und alles vorsichtig vermengen. Das Backpapier von den Tortenböden abziehen und einen Mandel-Baiser-Boden auf eine Tortenplatte legen. Den gereinigen Rand der Springform darum legen und verschließen. Das Rhabarberkompott auf dem unteren Buden verteilen. Die Erdbeermasse darauf geben und etwas glatt streichen. Den zweiten Boden in zwölf Tortenstücke schneiden und auf der Erdbeercrème wieder zusammensetzen. Das hat den Vorteil, dass die Torte später beim Aufschneiden nicht zusammengequetscht wird und nichts von der Erdbeermasse unschön an den Seiten herausquillt. Nun die Torte am besten über Nacht kaltstellen.
Solltet ihr auch eine höhere Torte wollen, mit einem hohen Tortenring zum Beispiel, dann verdoppelt ihr die Menge für die Füllung und gebt 12 Blatt Gelatine in eure Fruchtmasse. Sonst hält die Torte bei der Höhe nicht und läuft euch davon. Hierfür einfach die Gelatine einweichen, leicht ausdrücken und in einem Topf erwärmen bis sie sich verflüssigt hat. Zwei bis drei Esslöffel von der Erdbeermasse zum Wärmeausgleich zur Gelatine geben und verrühren, anschließend die Gelatine unter die Fruchtmasse rühren und danach auf dem Rhabarberkompott verteilen. Der Rest ist genauso, wie bei der einfachen Torte.
Am nächsten Tag das Prachtstück aus der Springform lösen und mit etwas Puderzucker bestreut genießen!
Habt es schön 🍓 und allen Müttern einen entspannten Muttertag! ❤️
Heute gibt es bei mir ein ganz schlichtes Dessert aus Rhabarberkompott und Sahnejoghurt. Das Rhabarberkompott ist ganz leicht zu kochen und ihr könnt es entweder einfach so essen, oder auch als Füllung für Pfannkuchen, Muffins oder Kuchen verwenden.
Rhabarberkompott
Zutaten:
750 g Rhabarber, geputzt und in ca. 2 cm große Stücke geschnitten.
75 g Zucker
etwas frisch geriebenen Ingwer
Saft von 2 Blutorangen
3 Teelöffel Speisestärke
Mark einer Vanilleschote
Zubereitung:
Die Rhabarberstücke mit dem Zucker, dem Saft einer Blutorange, dem geriebenen Ingwer und dem Vanillemark in einen Topf geben und aufkochen. Die Masse 5 Minuten kochen lassen, bis der Rhabarber weich ist. Die Speisestärke mit dem Saft der zweiten Blutorange in eine Tasse geben, glattrühren und in das Rhabarberkompott rühren. Die Masse nochmals kurz aufkochen lassen und anschließend in Gläser füllen und diese sofort verschließen.
Für den Sahnejoghurt 200 ml Sahne mit 2 Esslöffeln Zucker, 1 Messerspitze Zimt und einem halben Teelöffel gemahlenem Kardamom steif schlagen. 200 g Joghurt unterheben.
Jetzt zuerst etwas von dem Sahnejoghurt in ein Schüsselchen geben und etwas Rhabarberkompott darüber verteilen.
Wer mag, der kann noch ein paar Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne anrösten und diese für einen kleinen Crunch oben auf das Dessert streuen.
Und jetzt? Einfach genießen❣️ Habt eine schöne Woche! 🌸
Bei mir liegen heute die Muttertagsblümchen auf dem Sonntagskuchen 🌸. Es gibt einen super schnell gezauberten, gestürzten Rhabarber-Himbeer Kuchen, der durch sein buttriges, leicht salziges Karamell auch noch richtig saftig daher kommt. Wer wenig Zeit hat, aber trotzdem in der ja doch recht kurzen Rhabarbersaison nicht auf diese unvergleichlichen Stangen verzichten möchte, für den ist dieses Blitzrezept genau das richtige.
Rhabarber-Himbeer Upside Down Cake
Zutaten:
Für das Karamell:
50 g Butter
1 gute Prise Salz
100 g brauner Zucker
Für den Teig:
4 Stangen Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten
1 Handvoll Himbeeren
50 g Butter
100 g Zucker
1 Teelöffel Vanillepaste
2 Eier
150 g Mehl
2 Teelöfel Backpulver
1 Prise Salz
3 Esslöffel Joghurt
Für das Topping:
200 ml Sahne
1 Teelöffel Vanillezucker
1 Handvoll Mini-Baiser-Kugeln oder in grobe Krümel zerstoßenes Baiser
ein paar Zuckerblüten (oder auch echte, wenn man essbare im Garten hat)
Zubereitung:
Die 50 g Butter mit dem braunen Zucker und der Prise Salz in einer Pfanne schmelzen und in eine zuvor gefettete Tarteform gießen. Die Rhabarberstückchen und die Himbeeren darauf verteilen. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Teig zunächst die Butter mit dem Zucker verschlagen und nach und nach die Eier dazugeben. Salz, Vanillepaste und Joghurt unterrühren. Zum Schluss das Mehl mit dem Backpulver hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Den Teig über dem Karamell und dem Obst verteilen und etwas glattstreichen. Den Kuchen 25 -30 Minuten goldbraun backen. Anschließend etwa 5 Minuten stehen lassen und dann auf eine Platte stürzen.
Sobald der Kuchen abgekühlt ist, fehlt nur noch das Topping zum Kuchenglück❣️Wer nicht warten kann – lauwarm ist auch ok. 😊
Hierfür einfach die Sahne mit dem Vanillezucker steifschlagen und die Baiserkrümel darüberstreuen. Noch ein paar Zuckerblüten oben drauf und fertig ist der Rhabarber-Himbeertraum!
Ich möchte nicht versäumen noch einmal auf die berühmte Rhabarberbarbara hinzuweisen 🤣. Wer sie noch nicht kennt…das Gedicht gibt’s hier. Ganz nebenbei findet man dort auch noch einen Rhabarberkuchen, ganz klassisch mit der typischen Baiserhaube. Viel Spaß beim Lesen und Nachbacken!
❤️ Ich wünsche allen Mamas einen glücklichen Muttertag. ❤️
Ausmisten und Aufräumen fördert ja so manches Mal lange vergessene Schätze zu Tage. Bei meiner kürzlich unternommenen Großrazzia im heimischen Büro fiel mir die handsignierte Speisekarte aus dem Jahr 1999 von Maler und Koch Franz L. Lauter in die Hände.
Die Karte, eher ein riesiges Buch im Format einer Tageszeitung, als eine gewöhnliche Speisekarte, enthält neben der damaligen Speisenauswahl auf der letzten Seite, zahlreiche großformatige Drucke des Künstlers. Zudem verrät der mehrfach ausgezeichnete Sternekoch darin einige Rezepte für köstliche Menüs zum Nachkochen. Aufgebaut wie ein Kalender, gibt es für jeden Monat einen anderen wunderbaren Menüvorschlag, passend zur jeweiligen Jahreszeit.
„Schneebesen“ 1996 (Ausschnitt) Originalmaße: 100 x 80 cm Acryl auf Leinwand · Franz L. Lauter
Da musste ich mir natürlich direkt mal zwei Rezepte aussuchen, um sie mit Euch zu teilen.
Es gibt noch einmal Spargel und Rhabarber. Die Zeit ohne diese beiden Lieblingsgemüse kommt schnell genug und dauert wieder viel zu lange.
Ich kombiniere Franz L. Lauter’s Spargeltorte mit einem blumigen Wildkräutersalat und sein vorzügliches Rhabarberragout mit kleinen westfälischen Mini-Pfannenpickert. Das passt sehr gut zusammen, wie ich finde.
Spargeltorte frei nach Franz L. Lauter mit Wildkräutersalat
Spargeltorte
Zutaten für eine kleine 18er Springform:
1 Teelöffel Butter zum Einfetten der Form
1 Esslöffel Paniermehl zum Ausstreuen der Form
400 g Spargel
4 Eier
60 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
100 g Mandeln, gemahlen
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer
2 Esslöffel Mandelblättchen
Zubereitung:
Den Spargel schälen, in etwa 1 cm große Stücke schneiden und beiseite stellen. Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Auf den Boden einer kleinen Springform (18 cm) ein Stück Backpapier einspannen, den Rand der Form mit etwas Butter einfetten und mit dem Paniermehl bestreuen.
Zwei Eier in eine Schüssel aufschlagen und die übrigen zwei Eier trennen. Die Eigelbe zu den Eiern in die Schüssel geben und die Eiweiß separat mit einer Prise Salz steif schlagen. Anschließend die Eier mit den Eigelben, etwas Salz und Pfeffer so lange schlagen, bis eine dicke, schaumige Masse entstanden ist. Das kann einige Minuten dauern. Mandeln, gesiebtes Mehl und das Backpulver unterrühren. Ca. 2-3 Esslöffel vom Teig auf dem Boden der Form verstreichen. Den Eischnee und die Spargelstückchen unter den restlichen Teig heben und ebenfalls in der Springform verteilen. Die Mandelblättchen darüber streuen und die Spargeltorte im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten goldbraun backen.
Wildkräutersalat
Zutaten:
2 Handvoll frische Wildkräuter
1 Handvoll Brunnenkresse
½ Avocado
Saft einer halben Zitrone
1 Teelöffel Dijon-Senf
Salz, Pfeffer
etwas Agavendicksaft
1 Prise Chili
etwas Wasser, falls das Dressing zu breiig ist
ein paar essbare Blüten
Zubereitung:
Salat und Brunnenkresse putzen und in eine Schüssel geben. Avocado, Zitronensaft, Senf und die Gewürze in einem hohen Becher pürieren. Eventuell etwas Wasser hinzufügen, falls die Masse noch zu dick ist. Mit Salz, Agavendicksaft und Chili abschmecken. Das Dressing behutsam mit dem Salat vermischen. Mit den Blüten verziert zur warmen Spargeltorte servieren.
Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, holt sich einfach ein, zwei Scheiben Schinken aus dem Kühlschrank.
Rhabarberragout frei nach Franz L. Lauter mit westfälischen Mini-Pfannenpickert
Rhabarberragout
Zutaten:
300 g Rhabarber, geschält und in ca. 2 cm große Stücke geschnitten
1 Esslöffel Vanillepuddingpulver und etwas Zitronensaft zum Abbinden
Zubereitung:
Den Rhabarber mit Zucker, Zimtstange, Vanilleschote, Wein/Zitronensaft und der Zitronenschale in einem Kochtopf mischen und etwa eine halbe Stunde ziehen lassen, so dass sich Saft bildet. Das Ragout kurz aufkochen. Die Rhabarberstücke, Zimtstange und Vanilleschote aus dem Sud nehmen. Vanillepuddingpulver mit etwas Zitronensaft glattrühren, in den kochenden Rhabarbersaft geben und kurz aufkochen lassen. Sobald die Masse abgekühlt ist, den Rhabarber wieder dazu geben.
Mini-Pfannenpickert
Zutaten:
250 g Mehl
1 Teelöffel Trockenhefe
1 gestrichener Teelöffel Salz
500 g Kartoffeln, geschält und fein gerieben
1 Ei
60 ml warme Milch
125 g Rosinen
Öl zum Ausbacken
Zubereitung:
Mehl, Hefe, Rosinen und Salz in einer Schüssel mischen. Die geriebenen Kartoffeln mit Ei und Milch verrühren. Die Kartoffelmasse zum Mehl geben und alle Zutaten gründlich miteinander verkneten. Den Teig mit einem Küchenhandtuch abgedeckt ca. 45 Minuten gehen lassen.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Ich habe meine Poffertjes-Pfanne genommen, eine „normale“ tut’s aber auch. Mit einem Teelöffel kleine Teigportionen zu Mini-Pfannkuchen ausbacken.
Die Mini-Pfannenpickert noch heiß mit dem Rhabarberragout servieren.
Franz L. Lauter malt und kocht heute in Nordkirchen. Das Restaurant „Venus“ im Schloss Nordkirchen lädt endlich wieder zum Genießen ein!
Wie jedes Jahr führt auch in diesem Frühling kein Weg am Rhabarber vorbei. Es gibt einen fluffigen Rhabarber-Baiser Kuchen in dem sich unter dem Rhabarber eine zarte Mandelcreme versteckt.
Außerdem habe ich festgestellt, dass ich Euch noch gar nicht die Geschichte von der Rhabarberbarbara erzählt habe. Das hole ich hiermit nach! 😀
Rhabarber-Baiser Kuchen
für eine kleine 18er Springform oder zwei 12er Springformen
Zutaten für den Mürbeteigboden:
150 g Mehl
100 g Butter
1 Eigelb
1 Prise Salz
2 Teelöffel Vanillezucker
Zubereitung:
Ein Backpapier in die Springform spannen und den Rand der Form einfetten. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, in Folie einwickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig in die Form drücken und einen Rand hochziehen. Den Teigboden mehmals mit einer Gabel einstechen.
2 Stangen Rhabarber schälen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden.
Zutaten für die Mandelcreme:
2 Eigelb
75 g Zucker
50 g Mandeln, gemahlen
ein paar Tropfen Bittermandelöl
2 Esslöffel Rosenwasser
Zubereitung:
Die Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Mandeln, das Bittermandelaroma und das Rosenwasser unterrühren. Die Masse gleichmäßig auf dem Mürbeteigboden verstreichen. Den Rhabarber darauf verteilen.
3 Eiweiß mit 150 g Zucker sehr steif schlagen und auf den Rhabarber häufen. Wer mag kann noch ein paar Mandelblättchen oben drüber streuen.
Den Kuchen im vorgeheizten Backofenbei 200°C 30 Minuten backen. Immer mal wieder nach ihm schauen, denn die Baisermasse sollte nicht zu dunkel werden. Wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist, den Kuchen mit Alufolie abdecken und so zugedeckt fertig backen.
Vielleicht noch ein kleiner Tipp zum Befreien des Kuchens aus der Form. Da die Baisermasse ziemlich aufgeht und dann sehr knusprig wird, lässt sich der Ring der Springform nicht mehr nach oben ziehen. Man schiebt also am geschicktesten den Kuchen nach oben aus der Form, damit die Baiserhaube heile bleibt.
Sobald der Kuchen abgekühlt ist kann er angeschnitten und verputzt werden.
Sehr gerne hätte ich Euch noch mitgeteilt, wer der Autor dieser lustigen Rhabarberbarbara-Geschichte ist. Leider habe ich jedoch nichts über ihren Ursprung herausgefunden. Falls es von Euch jemand weiß, schreibt mir gerne.
Ja, ja… Rhabarber. Ich glaube kein Gemüse spaltet die Nation mehr als diese seltsame, saure, jedoch auch imposnate und gesunde Pflanze. Rhabarber liebt man, oder man freut sich, wenn er endlich blüht und der Rhabarberspuk endlich sein jähes Ende findet. Ich gehöre übrigens (völlig überraschend) zur Rhabarberliebe-Fraktion. Rhabarbersirup, Rhabarbersaft, Rhabarberkuchen…ich kann gar nicht genug davon bekommen.
Wenn man sich aber mal im Netz umschaut, nach netten Rhabarberkuchenrezepten stolpert man eigentlich ständig über die geichen Ideen. Also habe ich mir kurzerhand mal wieder selber Gedanken gemacht.
Es gibt Bisquitrolle mit Rhabarber und Baiser. Das Besondere an dieser Rolle ist, dass sie dünner gebacken wird, als gewöhnliche Bisquitrollen und somit von der Querseite her aufgerollt wird. Dadurch ergibt sich mit Füllung nicht nur eine jämmerliche Umdrehung, sondern mehr. Es entsteht eine richtige Schnecke, die auch beim Aufschneiden der Rolle viel schöner aussieht.
Katies Rhabarber-Bisquitrolle
Für die Rhabarberfüllung:
4 Stangen Rhabarber, geputzt, geschält und in ca. 0,5 cm große Scheiben geschnitten
4 Esslöffel Zucker
1 Päckchen roter Tortenguss
1 Becher Schmand
50 g Baiser
Für den Teig:
4 Eier, getrennt
1 Prise Salz
100 g Zucker
100 g gesiebtes Mehl
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
Zum Bestreichen und zur Verzierung:
200 g Sahne
1 Sahnesteif
! Teelöffel Vanillezucker
100 g Baiser
Den vorbereiteten Rhabarber in einem Topf mit 2 Esslöffel Zucker weich kochen und abkühlen lassen. Das kann man sehr gut schon am Vortag machen.
Für den Teig die Eier trennen und die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen. Den Zucker nach und nach zum Eigelb geben und bitte so lange schlagen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat und eine weißliche dicke Masse entstanden ist. Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver kurz unterrühren und die Teigmasse rechteckig (nicht den Rand des Blechs berührend) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 190°C Ober- und Unterhitze für 8-10 Minuten backen.
In der Zwischenzeit ein Küchenhandtuch ausbreiten und dünn mit Zucker bestreuen.
Wenn der Bisquit fertig ist, ihn herausnehmen und direkt auf das vorbereitete Zuckerhandtuch stürzen. Ein nasses Küchenhandtuch auf das nun oben liegende Backpapier legen und 5 Minuten einwirken lassen. Nach dieser Einwirkzeit lässt sich das Backpapier mühelos abziehen. Den Bisquit mit dem Zuckerhandtuch von der Querseite her fest einrollen und grad so liegen lassen.
Den Tortenguss mit 2 Esslöffel Zucker in einem Kochtopf mischen und das erkaltete Rhabarberkompott hinzu geben. Alles gut verrühren und kurz aufkochen.
Alles Baiser in einen Beutel geben und mit einer Teigrolle zu Bröseln klein klopfen.
Die Bisquitrolle wieder aufrollen und innen mit dem Schmand bestreichen. 50 g Baiserkrümel darauf verteilen und anschließend das Rhabarberkompott gleichmäßig auf die Rolle streichen.
Die Biquitrolle stramm zusammenrollen. Die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif steif schlagen und auf die Rolle streichen. Die restlichen Baiserbrösel auf dem Zuckerhandtuch verteilen und die Rhabarberrolle mit der Sahneschicht über den Baiser rollen, so dass die Baiserkrümel daran kleben bleiben.
Ich weiß ja nicht was Ihr dazu sagt aber ich liiieeeebe Rhabarber. Rhabarber ist so ein Gemüse – ja Gemüse, kein Obst – das liebt man oder man hasst es. Dazwischen gibt’s nichts. Ich habe heute mal wieder ein uraltes Rezept rausgekramt und ich verspreche Euch, es lohnt sich es nachzubacken. Mit oder ohne Rhabarber.
Quarkauflauf mit Rhabarber
500 g geputzten Rhabarber, in Stücke geschnitten und mit 2 Esslöffel Zucker und gemahlener Vanilleschote etwa 1/2 Stunde durchziehen lassen.
3 Eier trennen und die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
Die Eigelb in einer Rührschüssel mit 125 g Zucker, 750 g Sahnequark, 1 Prise Salz, 1 Teelöffel Vanillezucker, 100 g Weichweizengrieß und der abgeriebenen Schale einer Bio-Orange verrühren. Das steif geschlagene Eiweiß und den durchgezogenen Rhabarber unter die Quarkmasse heben. Alles in eine ausgebutterte Kastenform schütten und 50 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 175°C goldbraun backen.
Warm oder kalt mit Puderzucker und ein paar frischen Erdbeeren genießen. Yummy!!!
Statt Rhabarber kann man natürlich jedes andere Obst nehmen oder einfach gar keins.
Endlich gibt es wieder Rhabarber! Also habe ich kurzer Hand einen leckeren und gesunden (!) Kuchen gezaubert.
Rhabarber-Himbeerkuchen mit Chia
4 Stangen Rhabarber schälen und in Stücke schneiden.
Den Rhabarber mit 2 Esslöffel Rohrohrzucker und dem mark einer Vanilleschote in einen Topf geben und ca. 1 Stunde ziehen lassen, bis sich Saft gebildet hat. Anschließend aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. 300 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt) hinzufügen und nochmals kurz aufkochen lassen. Die Fruchtmischung von der Kochstelle nehmen und 2 gehäufte Esslöffel Chiasamen unterrühren. Die Masse beiseite stellen und quellen lassen.
In der Zwischenzeit aus 150 g Vollkornmehl, 100 g Kokosöl und 100 g Rohrohrzucker Streusel kneten. Die Hälfte der Streusel in eine kleine gefettete Springform drücken und einen Rand hochziehen. Die abgekühlten Früchte auf dem Boden verteilen und die zweite Hälfte der Streusel darüber verteilen.
Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 200°C für 40 Minuten backen.
Als ich am vergangenen Sonntag mit meinen Kindern den Muttertag gefeiert habe, dachte ich natürlich auch an meine Kindertage zurück. Dabei schlichen sich auch diese typischen Kinderessen in meine Gedanken…Fliederbeersuppe mit Klümp, Kirschsuppe mit Grießklößchen, Zwieback mit Milch und Zimtzucker und natürlich „Arme Ritter“. Du meine Güte, die habe ich ewig nicht mehr gegessen. Also…an die Pfanne – fertig – los! Auf der Suche nach dem passenden Rezept stieß ich in meinem „Illustrierten Viktoria-Kochbuch“ von 1904 auf ein mir bisher unbekanntes.
Arme Ritter
2 – 3 altbackene Brötchen
1/4 Liter Milch
1 Teelöffel Zucker
2 Eier
1 Esslöffel Mehl
1 Priese Salz
1 Tasse Mandelblättchen
1/2 Tasse Semmelbrösel
1/2 Teelöffel Zimt
Butter zum Braten
Die Brötchen in Scheiben schneiden. Milch mit dem Zucker verrühren und die Brötchenscheiben kurz darin einweichen. Die beiden Eier mit einer Prise Salz und dem Mehl glatt rühren und die milchgetränkten Brötchen in dem Eierteig wenden. Auf einem tiefen Teller die Mandeln, Semmelbrösel und Zimt mischen, um die Brötchenscheiben nun darin zu wenden. Zum Schluss werden die armen Ritter in Butter ausgebacken und mit Puderzucker bestreut serviert.
Ich habe Rhabarber-Kompott dazu gemacht. Hierfür
4 Stangen Rhabarber, geschält und in ca. 1 cm große Stücke geschnitten
1 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Holunderblüten-Sirup
1/2 Vanilleschote, ausgekratzt
Alle Zutaten in einem Topf mischen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Anschließend aufkochen und bei geringer Wärmezufuhr den Rhabarber weich kochen. Er sollte jedoch nicht völlig auseinander fallen.
Das Kompott schmeckt lauwarm oder kalt.
Wer mag kann noch etwas Schlagsahne, gesüsst mit etwas Holunderblüten-Sirup dazu servieren.
Soooo lecker! Ich flipp’ aus! Schönen Sonntag noch…
Asiatische Zutaten und europäische Kochtechnik? Nicht ausschliesslich! Westliche Klassiker neu definiert? Aber klar doch! Kurz: was ich hier in Thailand so für mich und für Gäste koche. Und dazu noch eine ganze Menge Hintergrundinformation.