Archiv für den Monat Mai 2014

Holunderblütensirup

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Wunderschön steht der Holunder zur Zeit in allen Gärten und sonst auch überall. Kaum ein anderer Busch ist seit Jahrhunderten bekannt für seine positive Wirkung auf die Gesundheit, sowohl in der Blüte, als auch in der Frucht und wird dennoch oftmals als lästiger Bewohner unserer Gärten betrachtet: „das ist doch nur ein Hollerbusch, der kann weg… Nein, glücklich derjenige, der einen hat! Nicht an einer viel befahrenen Straße, sondern im eigenen Garten zum abernten!
Selbstgemachter Hollundersirup ist um ein vielfaches schmackhafter als ein gekaufter. Und darum erzähle ich Euch heute wie einfach es ist Holunderblütensirup selber herzustellen.

Ihr sucht Euch einen Holunderbusch, der irgendwo im nirgendwo steht, also vorzugsweise nicht an einer viel befahrenen Landstraße und schneidet mit friedlichem Einvernehmen des Baumes (Holunder soll man nicht verärgern, er ist das Tor zur Unterwelt, so sagt die Überlieferung) ca. 25 Blütendolden ab.

Blüten

Die groben Stiele abschneiden, die Blüten ohne Bewohner, aber möglichst nicht gewaschen und in einen großen Topf geben.

4 Liter Wasser

3 kg Zucker

600 ml Zitronensaft frisch gepresst

zusammen aufkochen und abkühlen lassen.

Von 5 Biozitronen dünn die Schale abschälen und zu den verlesenen Blüten geben.

Zitrone

Den abgekühlten Zuckersirup zu den Blüten und Zitronenschalen geben und alles 4 – 5 Tage stehen lassen. 1 mal täglich umrühren.

Sirup_Ansatz

Danach durch ein Sieb abgießen und nochmals durch ein Tuch abseihen.

Den fertigen Sirup nochmals aufkochen und in saubere Flachen abfüllen.

Nun – nur noch genießen!

Holunderbluetensirup

 

 

 

Ghee

Ghee_2

Sowohl in der indischen, als auch in der ayurvedischen Küche findet Ghee häufig Verwendung. Ghee ist Butter, bei der die festen Milchbestandteile durch Klären entfernt wurden. Es hat einen feinen Geschmack, ist gut verdaulich und lässt sich prima erhitzen. Auch in meinem letzten Beitrag, dem Frühstücksbrei, kam es vor. Im Handel ist Ghee sehr teuer. Es lässt sich aber auch sehr leicht selbst herstellen und man kann sich so sicher sein, dass es keinerlei Zusätze enthält. Auf Vorrat gekocht und kühl gelagert ist es mehrere Monate haltbar.

Mein Rezept ergibt 4 kleine Gläser Ghee.

Ich nehme 1000 g ungesalzene Biobutter und erhitze sie in einem großen Topf. Wenn die Butter kocht drehe ich die Hitze runter und lasse sie auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln. Die Wasseranteile verdampfen, das Eiweiß schäumt aus und kann mit einer Schaumkelle abgeschöpft werden. Wenn die letzten Eiweißkrümel am Topfboden langsam braun werden ist das Ghee fertig. Jetzt gieße ich es durch einen Kaffee- oder Teefilter in die Gläser und verschließe diese. Aufbewahren sollte man sein Ghee kühl, trocken und dunkel, jedoch nicht im Kühlschrank.
Demnächst gibt es dann auch die passenden Rezepte mit Ghee…

Ghee_1

Katie’s Frühstücksbrei

Die ayurvedische Gesundheitslehre empfiehlt den Tag nicht wie wir es kennen mit einem üppigen Frühstück, Wurst, Käse und Ei zu beginnen, sondern mit einem warmen, leicht verdaulichen Frühstücksbrei. Heute verrate ich Euch mein allerliebstes Lieblings-Frühstücksbreirezept!

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Zuerst bedarf es ein paar Vorbereitungen.

Gewürzmischung zubereiten:
Jeweils 1 Teelöffel gemahlenen Kardamom, Koriander, Nelken, Kurkuma, 2 Teelöffel Zimt und 1/2 Teelöffel Muskatnuss mischen und in ein Glas mit Schraubverschluss füllen.

200 g Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne anrösten. Sie können ebenfalls in einem Glas aufgehoben werden. So muss man nicht jeden Morgen in aller Frühe die Pfanne auspacken.

Nun aber zum Rezept…

Katie’s Frühstücksbrei für 2 Personen

1 Tasse Getreideflocken (halb zarte Haferflocken, halb 6-Korn-Flocken)

1 kleines Stück Ingwer, ganz fein geschnitten

etwas Frühstücksbrei-Gewürz (ca. 1/4 Teelöffel)

1 Teelöffel Ghee

2 Tassen Wasser

2 Tassen Sojamilch

1 Prise Salz

6 getrocknete Aprikosen, klein geschnitten

1/3 Tasse Rosinen (am liebsten die dicken, goldenen)

Alle Zutaten zusammen in einem Topf aufkochen und bei niedriger Temperatur ausquellen lassen. Nach ca. 15 Minuten

1 Apfel, in kleine Stücke geschnitten hinzu geben und kurz mitkochen.

Den Brei in Schüsseln füllen, Granatapfelkerne und geröstete Mandeln darüber streuen und mit ein wenig Ahornsirup übergießen.

Ein Tag der so anfängt – kann nur gut werden!

Fruehstuecksbrei

 

Kleines Picknick

Allein das Wort erfreut mein Herz! Für ein Picknick braucht man eigentlich nicht viel außer Sonnenschein. Vielleicht noch eine Decke und einen Korb. Ansonsten packt man einfach das Essen ein und isst mal draußen. Sofort machen sich Urlaubsgefühle breit und man hat das Gefühl etwas besonders Schönes zu erleben.
Also – öfter mal ab nach draußen mit Teller und Gabel!

Picknick_2

Meine Rezeptvorschläge sind leicht vorzubereiten, traditionell und passen zur Jahreszeit – kein Picknick ohne Schnitzel und Kartoffelsalat…

Frühlingskartoffelsalat mit Bärlauch

10 Kartoffeln in Salzwasser mit der Schale gar kochen. Nach dem Abgießen und Abschrecken sofort pellen, in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.

1/8 Liter Gemüsebrühe über die noch heißen Kartoffeln gießen und die Schüssel zugedeckt beiseite stellen.

500 g grünen Spargel in mundgerechte Stücke geschnitten und in Salzwasser gar kochen.

4 Frühlingszwiebeln ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden und in einer Pfanne in etwas Öl anbraten.

Saft von 1 1/2 Limetten auspressen und die Frühlingszwiebeln damit ablöschen.

Limetten-Frühlingszwiebeln und Spargel zu den Kartoffeln in die Schüssel geben und alles gut vermengen. Salat mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken.

Zum Schluss ein paar Bärlauchblätter in Streifen schneiden und unter den Kartoffelsalat heben.

BaerlauchBaerlauch_geschnitten

Dazu habe ich einfach Putenschnitzel paniert und gebraten. Wenn man die Schnitzel in Streifen schneidet und mit ein paar Limettenscheiben in Pergamentpapier verpackt   sieht das schön aus und man kann sie bequem mit den Fingern essen.

Picknick_1

Ich wünsche Euch einen schönen 1. Mai und wenn es regnet schmeckt das Picknick auch auf dem Wohnzimmerfußboden…