Archiv für den Monat Januar 2022

Schoko-Pavlova mit Hollunderbirnen

Eiweiß übrig? Fein! Die beste Voraussetzung zum Backen einer knusprigen, luftigen Pavlova! Diesmal herrlich schokoladig mit gut durchgezogenen Holunderbirnen. Und mit denen fangen wir auch gleich mal an, denn – je länger sie in ihrem würzigen Sud liegen – desto intensiver werden Farbe und Geschmack.

Hollunderbirnen

4 feste Birnen, geschält, halbiert und vom Kerngehäuse befreit

750 ml Holundersaft (Direktsaft ohne Zuckerzusatz)

3 Nelken

1 Zimtstange

5 Kardamomkapseln, angedrückt

2 Sternanis

3 Scheiben frischen Ingwer

1 Stückchen Zitonenschale einer unbehandelten Zitrone

Saft einer halben Zitrone

3 Esslöffel Puderzucker

Die Gewürze in einemTeebeutel mit dem Holundersaft und dem Puderzucker in einen Topf geben. Kurz aufkochen und 20 Minuten simmern lassen. Die halben Birnen in den Sud legen. Alles 5 Minuten leise köcheln lassen. Den Topf von der Platte nehmen und die Birnen im Sud auskühlen lassen. Am besten über Nacht an einem kühlen Ort durchziehen lassen. Anschließend die Birnen herausnehmen und den Holundersaft so lange kochen lassen, bis er sich etwa um die Hälfte reduziert hat. Den so entstandenen Sirup vollständig abkühlen lassen. Nun können die Birnen zurück in den Sirup, bis sie gebraucht werden. Im Kühlschrank halten sie sich so ein paar Tage, lassen sich also prima vorbereiten.

Pavlova – ein bisschen zusammengefallen – aber nun ja…
sieht man nicht mehr, wenn ordentlich Sahne oben drauf kommt 😅

Schoko-Pavlova

6 Eiweiß

1 Prise Salz

1 Messerspitze Weinsteinbackpulver

250 g Puderzucker

5 Teelöffel Backkakao

1 Teelöffel Stärke

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen

1 Esslöffel Apfelessig

Den Backofen auf 130°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Eiweiß mit der Prise Salz aufschlagen und nach und nach den Zucker hinzugeben, bis eine weiße, glänzende, fluffige Masse entsteht. Zum Schluss den Essig hinzufügen und Stärke, Weinsteinbackpulver, Kardamom und Kakao über die Masse sieben und kurz unterheben.

Den Schokoeischnee in der Mitte des Backblechs in einem Kreis von etwa 20 cm hübsch auftürmen. Dies gelingt mal mehr, mal weniger gut. Bei mir diesmal weniger 😂. Das macht aber nichts. Die Pavlova 100 Minuten backen. Anschließend den Ofen auschalten und die fertige Pavlova 6 Stunden im Backofen auskühlen lassen, ohne die Backofentür zu öffnen.

500 ml Sahne mit 4 Teelöffel Vanillezucker steif schlagen und auf der vollständig abgekühlten Schoko-Pavlova verteilen. Die Birnenhälften darauf drapieren und etwas von dem Holundersirup darüber verteilen.

Und nun? Nur noch genießen.
Habt eine süße Woche!

Wem schon mehr der Sinn nach Frühling steht, der findet hier eine Erbeerpavlova 😊

Neujahrsbrezel

Guten Morgen 2022!

Hier in der Pfalz ist es üblich, das neue Jahr mit einer frisch gebackenen Neujahrsbrezel zu begrüßen. Das goldbraune, süße Hefegebäck wird gerne mit herzlichen Glückwünschen zum Jahreswechsel an Freunde und Familie verschenkt. Ein sehr schöner Brauch, wie ich finde.
Also nichts wie ran an die Hefe und los geht’s!

Beim Teig für meine Brezel habe ich mich diesmal für ein altes Hefeteig-Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner lieben Oma Käte entschieden. Überschrift des Rezepts: „Guter Hefeteig“. Ich gebe zu, der Teig ist sehr reichhaltig mit seinen 6 Eigelb.
Aber – für das neue Jahr selbstverständlich nur das Allerbeste! Genau richtig also 🙂

Neujahrsbrezel

Zutaten:

50 g frische Hefe + 1 Teelöffel Zucker

500 g Weizenmehl

60 g Vanillezucker

1 Prise Salz

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen

120 g zerlassene Butter

100 ml warme Milch

6 Eigelb

etwas abgerieben Schale von einer unbehandelten Orange

1 Ei und etwas Milch zum Bestreichen

Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Bröckelt zunächst die Hefe in eine Tasse und streut den Teelöffel Zucker darüber. Lasst die Mischung so lange stehen, bis die Hefe sich verflüssigt hat. Mischt nun zuerst das Mehl mit Vanillezucker, Kardamom und der Prise Salz. Fügt anschließend die zerlassene Butter, Milch, Orangenschale und die flüssige Hefe hinzu und verknetet alles gut, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Hefeteig mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.

Aus 2/3 des Teiges eine Brezel formen. Aus dem restlichen Drittel drei Stänge rollen und einen Zopf flechten, der auf den Brezelbauch passt. Die Brezel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Ein Ei mit etwas Milch verquirlen, die Brezel damit zwei Mal mit einem Abstand von 10 Minuten bestreichen und zum Schluss mit Hagelzucker bestreuen.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 10 Minuten nach dem letzten Bestreichen die Brezel in den Backofen schieben und die Temperatur auf 180°C herunterregeln. Die Backzeit beträgt ca. 25 – 30 Minuten. Eure Neujahrsbrezel sollte nicht zu dunkel werden.

Jez winsch’ ich Eich für‘s naie Johr e Bretzel wie e Schaierdoor! (Ich wünsche Euch für’s neue Jahr eine Brezel, so groß wie ein Scheunentor)

Alles, alles Gute, ganz viel Glück und vor allem bleibt gesund!