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Mohnzöpfe bunt belegt

Da die einfachsten Rezepte oft die besten sind, habe ich hier gleich drei davon.

Mohnzopf bestrichen mit einer würzigen Butter, angereichert mit frisch gekeimten Radieschensamen und rosa Pfefferbeeren. Dazu gibt es einfach ein eingelegtes Rote Bete-Ei.

Mohnzopf

Zutaten:

500 g Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl)

1 Päckchen Trockenhefe

1 Teelöffel Salz

300 ml lauwarmes Wasser

Mohnsaat zum Bestreuen

Zubereitung:

Mehl, Salz und Hefe in einer Rührschüssel miteinander verrühren. Das Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.

Alles nochmals gut durchkneten. Eventuell noch etwas Mehl unterkneten, sollte der Teig zu sehr kleben. Den Teig in drei gleich große Stücke teilen and jedes Stück zu einem Strang rollen. Die Enden an einer Seite miteinander verbinden und aus den drei Strängen einen Zopf flechten. Die Enden unter das Brot schieben, so dass der Abschluss schön aussieht. Das Brot entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, oder in eine passende, gefettete und mit Mohnsaat ausgestreute Kastenform legen. Ich habe zwei kleine Kastenformen befüllt, denn ich finde so ein kleiner Mohnzopf ist auch ein sehr schönes Mitbringsel zum Osterfrühstück. Den Zopf mit etwas lauwarmem Wasser bestreichen und ordentlich mit Mohnsaat bestreuen. Mit einem Küchenhandtuch abgedeckt erneut 30 – 40 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 220°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Das Brot 30 – 40 Minuten backen. Da jeder Ofen etwas anders backt, den Zopf nach 30 Minuten im Auge behalten, damit er nicht zu dunkel wird. Das Brot ist fertig, sobald es hohl klingt, wenn man auf die Kruste klopft.

Letzte Woche waren meine Radieschensamen in Ihrem Keimglas fertig gekeimt und warteten nun in einem Sieb im Kühlschrank auf ihren Verzehr. Da ich so schnell keine Verwendung für sie hatte, habe ich die Kleinen einfach in ein Päckchen Butter gekneten. Abgeschmeckt mit etwas abgeriebener Zitronenschale (Bio), einem Spritzer Zitronensaft, zwei Teelöffeln rosa Pfefferbeeren, einem Teelöffel Honig, Salz und Pfeffer ist eine würzige, schmackhafte bunte Butter mit einer angenehmen Schärfe daraus geworden. Sie lässt sich gut als Rolle einfrieren und kann dann einfach Portionsweise abgeschnitten werden.

Rote Bete-Eier

6 hartgekochte Eier, ohne Schale

300 ml Rote Bete Saft

200 ml Essig

1 Teelöffel Agavendicksaft

Rote Bete Saft mit Essig und Agavendicksaft verrühren. Die gekochten, gepellten Eier über Nacht in die Flüssigkeit legen. Sie müssen vollständig bedeckt sein.

Fertig! 🙂 Das war’s schon. Ich wünsche Euch von Herzen viel Spaß beim Nachmachen und Genießen!

Neujahrsbrezel

Guten Morgen 2022!

Hier in der Pfalz ist es üblich, das neue Jahr mit einer frisch gebackenen Neujahrsbrezel zu begrüßen. Das goldbraune, süße Hefegebäck wird gerne mit herzlichen Glückwünschen zum Jahreswechsel an Freunde und Familie verschenkt. Ein sehr schöner Brauch, wie ich finde.
Also nichts wie ran an die Hefe und los geht’s!

Beim Teig für meine Brezel habe ich mich diesmal für ein altes Hefeteig-Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner lieben Oma Käte entschieden. Überschrift des Rezepts: „Guter Hefeteig“. Ich gebe zu, der Teig ist sehr reichhaltig mit seinen 6 Eigelb.
Aber – für das neue Jahr selbstverständlich nur das Allerbeste! Genau richtig also 🙂

Neujahrsbrezel

Zutaten:

50 g frische Hefe + 1 Teelöffel Zucker

500 g Weizenmehl

60 g Vanillezucker

1 Prise Salz

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen

120 g zerlassene Butter

100 ml warme Milch

6 Eigelb

etwas abgerieben Schale von einer unbehandelten Orange

1 Ei und etwas Milch zum Bestreichen

Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Bröckelt zunächst die Hefe in eine Tasse und streut den Teelöffel Zucker darüber. Lasst die Mischung so lange stehen, bis die Hefe sich verflüssigt hat. Mischt nun zuerst das Mehl mit Vanillezucker, Kardamom und der Prise Salz. Fügt anschließend die zerlassene Butter, Milch, Orangenschale und die flüssige Hefe hinzu und verknetet alles gut, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Hefeteig mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.

Aus 2/3 des Teiges eine Brezel formen. Aus dem restlichen Drittel drei Stänge rollen und einen Zopf flechten, der auf den Brezelbauch passt. Die Brezel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Ein Ei mit etwas Milch verquirlen, die Brezel damit zwei Mal mit einem Abstand von 10 Minuten bestreichen und zum Schluss mit Hagelzucker bestreuen.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 10 Minuten nach dem letzten Bestreichen die Brezel in den Backofen schieben und die Temperatur auf 180°C herunterregeln. Die Backzeit beträgt ca. 25 – 30 Minuten. Eure Neujahrsbrezel sollte nicht zu dunkel werden.

Jez winsch’ ich Eich für‘s naie Johr e Bretzel wie e Schaierdoor! (Ich wünsche Euch für’s neue Jahr eine Brezel, so groß wie ein Scheunentor)

Alles, alles Gute, ganz viel Glück und vor allem bleibt gesund!