Archiv für den Monat März 2026

Milchreiskuchen

Ich kenne niemanden, der den Rest Milchreis vom Vortag gerne aufisst. Er verändert aber auch innerhalb weniger Stunden so dermaßen seine Konsistenz! Was mittags noch warmer, cremiger Milchreis war, mutet abends erkaltet an wie Fensterkitt.

Da ich ihn aber auf gar keinen Fall einfach wegschmeißen möchte, versuche ich mich immer wieder an neuen Kreationen aus Milchreisresten. Meine Michreispuffer kennt ihr ja schon.

Dieser Milchreiskuchen mit Mohn und Kirschen ist meine neuste Idee zu diesem Thema und war so lecker, dass ich das Rezept hier auf jeden Fall mit euch teilen möchte. Ich habe ihn in einer kleinen besonders hohen Springform gebacken, das Rezept passt aber auch für eine ganz normale 26er Backform. 

Milchreiskuchen mit Mohn und Kirschen

Zutaten:

für den Mürbeteig:

150 g Mehl

100 g Butter

50 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker 

1 Prise Salz 

Zutaten für die Mohnmasse:

250 g Mohnbackmasse

3 Esslöffel Quark 

1 Eigelb

Zutaten für die Füllung:

Rest Milchreis 

400 g Schmand

3 Esslöffel Zucker 

2 Eigelbe

3 Eiweiße

1 Prise Salz 

1 Päckchen Puddingpulver “Sahne” (Vanille geht natürlich auch)

Außerdem:

1 Glas Schattenmorellen

1 Päckchen Tortenguss rot

1 Esslöffel Zucker 

1 Messerspitze Zimt, gemahlen

optional 1 Schuss Rum oder etwas Rumaroma

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Mürbeteig in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Ein Backpapier in eine Springform spannen und den Rand der Form einbuttern. Den Teig gleichmäßig in die Form drücken und einen Rand hochziehen. Den Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form mit dem Teig für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Die Mohnbackmasse mit Quark und einem Eigelb vermengen und auf dem Teigboden verteilen. Den Milchreisrest mit Schmand, Eigelb, Zucker und Sahnepuddingpulver verrühren. Die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen und unter den Milchreis-Schmand heben. Die Masse über die Mohnschicht in die Form geben und den Kuchen 1 Stunde backen. Hin und wieder mal einen Blick drauf werfen und eventuell mit etwas Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. 

Die Kirschen in ein Sieb schütten, gut abtropfen lassen und den Saft auffangen. Sobald der Kuchen vollständig abgekühlt ist, wird er aus der Form gelöst und mit den Kirschen belegt. Mit dem Saft der Kirschen und dem Schuss Rum den Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten und über den Kirschen verteilen. 

Nun ist der Milchreis wieder in einem wunderbar köstlichen Zustand und wird garantiert nicht mehr alt. 

Ach, ihr habt aber leider gerade keinen Milchreisrest? Dann könnt ihr diesen Kuchen stattdessen einfach mit 200 g Schmand mehr backen. Also ohne Milchreis und dafür mit 600 g Schmand statt der oder in der Zutatenliste angegebenen 400 g.

Lasst es euch schmecken, habt einen genussvollen Sonntag und eine ebensolche Woche! 🌸

Fisch in süß-saurer Soße

Beitrag enthält unbezahlte Werbung.

Dieses Rezept aus Oma Kätes Kochbuch stammt wohl aus den frühen 80er Jahren. Damals waren Gerichte in Mode, die den Anschein erweckten ihren Ursprung weit, weit weg in fernen Ländern zu haben. Rezepte mit klangvollen Namen wie Hähnchencurry Bombay, Pfirsich Melba, Jamaika-Torte oder eben Chinesisch süß-sauer erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Die eigentliche Besonderheit an diesem Essen ist aber der Rotbarsch. Nicht die Art an sich, sondern, dass er im Ganzen daherkommt.

Sicherlich kann man auch einfach Fischfilets für dieses Rezept verwenden, ich wollte es aber unbedingt so nachkochen, wie Oma es aufgeschrieben hat. Beim Fischwagen der Fa. Schott Fischdelikatessen auf dem Kandeler Wochenmarkt war meine Fischbestellung gar kein Problem und ich konnte vergangenen Mittwoch meinen küchenfertigen, geschuppten Fang nach Hause tragen. Dankeschön für die kompetente Beratung an dieser Stelle! Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, was der Rotbarsch für ein schöner Fisch ist. Schaut euch einmal diesen Prachtbursche an. Aber Vorsicht bei der Verarbeitung – er hat spitze Stacheln!

Was die Mengen betrifft, so rechnet man bei Fischfilet ca. 200 g pro Person und bei einem ganzen Fisch etwa 300 g, da hierbei der Anteil an Gräten/Abfall mit berücksichtigt werden muss.

Fisch in süß-saurer Soße

Zutaten:

1 ganzer küchenfertiger Rotbarsch, geschuppt

Öl zum Anbraten 

Für die Marinade:

4 Esslöffel Sojasoße 

4 Esslöffel Sherry

1 Teelöffel Zucker 

1/2 Teelöffel frisch geriebenen Ingwer oder Ingwerpulver

1 Zehe Knoblauch, gepresst 

1 Teelöffel Öl

Für die süß-saure Soße:

200 ml Ananassaft

200 ml Orangensaft 

100 ml Zitronensaft 

4 Esslöffel Tomatenketchup 

2 Teelöffel Stärke 

etwas Wasser

Salz, Pfeffer und Zucker

Optional Gemüse nach Wahl

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren. Den Rotbarsch auf beidseitig mehrmals einschneiden, in eine große Schale legen, mit der Marinade übergießen und eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Reichlich Öl in einer großen Pfanne oder einem Bräter erhitzen und den Fisch drin von jeder Seite 3-5 Minuten anbraten. Den angebratenen Rotbarsch im Backofen fertig garen (je nach Größe des Fisches etwa 30 Minuten pro Kilogramm).

Für die süß-saure Soße die Stärke mit etwas Wasser verrühren. Ananas-, Orangen- und Zitronensaft mit dem Ketchup verrühren, zum Kochen bringen und mit der Stärke abbinden. 

Den Sud vom fertigen Rotbarsch hinzufügen und die Soße mit Salz, Pfeffer und Zucker süß-sauer abschmecken. 

Ich habe noch Stücke von roter und gelber Paprika, Karotten, Brokkoli und Ananas in der Soße gar ziehen lassen. Dazu gab es Reis. Das Fischfilet von der Mittelgräte nehmen und guten Appetit!

Viel Spaß beim Ausprobieren und eine schöne Woche! 🌷

Seelentröster Milchreis

Bevor es mit Omas Fischrezepten weitergeht, heute mal zur Abwechslung etwas Süßes fürs Gemüt. Es gibt Tage, da braucht es einfach tröstendes Soul Food. Was gibt es da besseres, als einen warmen, cremigen Brei voller Kindheitserinnerungen? Mit einem ordentlichen Stück Butter in der Mitte, das langsam vor sich hinschmilzt und oben drauf eine stattliche Portion Zimtzucker. Jaaaaaaa! Mögen wir! ☺️

Irgendwie habe ich aktuell das Gefühl, jeder Tag ist gerade ein Milchreistag. Man kann gar nicht so viel Wohlfühlessen in sich rein schaufeln, wie man Trost bräuchte.

Wenn es euch ähnlich geht, hier ist unser Kopf-hoch-Rezept. Umarmungen zum Löffeln sozusagen.

Milchreis

Zutaten:

1 Liter Milch 

1 Tasse Milchreis 

1 ordentliche Prise Salz 

etwas dünn abgeschälte Zitronenschale

Ausserdem:

1 Teelöffel Butter pro Portion

Zimtzucker

eingemachte Pfirsiche (oder Obst, das ihr am liebsten esst)

Zubereitung:

Die Milch mit Salz und Zitronenschale zum Kochen bringen. Den Milchreis hinzufügen und die Temperatur der Kochplatte etwas reduzieren. Den Milchreis unter regelmäßigem Rühren so lange leise köcheln lassen, bis er gar ist und eine schöne, cremige Konsistenz erreicht hat. 

Den fertigen, heißen Milchreis in eine Schüssel füllen, eine Kuhle in die Breimitte drücken und ein Stückchen Butter darin versenken. Zimtzucker nach Geschmack darüber streuen und schauen, wie sich die geschmolzene Butter ihren Weg zum Rand bahnt 🥰.
Wir essen am liebsten eingemachte Pfirsiche dazu.

Fühlt euch umarmt und habt noch einen entspannten Restsonntag❣️

Hier gibt’s noch eine vegane Alternative und die passenden eingemachten Pfirsiche zum Reis und falls ihr Milchreis übrig habt, hier noch ein Rezept für leckere Resteverwertung.