Schlagwort-Archive: Resteverwertung

Milchreiskuchen

Ich kenne niemanden, der den Rest Milchreis vom Vortag gerne aufisst. Er verändert aber auch innerhalb weniger Stunden so dermaßen seine Konsistenz! Was mittags noch warmer, cremiger Milchreis war, mutet abends erkaltet an wie Fensterkitt.

Da ich ihn aber auf gar keinen Fall einfach wegschmeißen möchte, versuche ich mich immer wieder an neuen Kreationen aus Milchreisresten. Meine Michreispuffer kennt ihr ja schon.

Dieser Milchreiskuchen mit Mohn und Kirschen ist meine neuste Idee zu diesem Thema und war so lecker, dass ich das Rezept hier auf jeden Fall mit euch teilen möchte. Ich habe ihn in einer kleinen besonders hohen Springform gebacken, das Rezept passt aber auch für eine ganz normale 26er Backform. 

Milchreiskuchen mit Mohn und Kirschen

Zutaten:

für den Mürbeteig:

150 g Mehl

100 g Butter

50 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker 

1 Prise Salz 

Zutaten für die Mohnmasse:

250 g Mohnbackmasse

3 Esslöffel Quark 

1 Eigelb

Zutaten für die Füllung:

Rest Milchreis 

400 g Schmand

3 Esslöffel Zucker 

2 Eigelbe

3 Eiweiße

1 Prise Salz 

1 Päckchen Puddingpulver “Sahne” (Vanille geht natürlich auch)

Außerdem:

1 Glas Schattenmorellen

1 Päckchen Tortenguss rot

1 Esslöffel Zucker 

1 Messerspitze Zimt, gemahlen

optional 1 Schuss Rum oder etwas Rumaroma

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Mürbeteig in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Ein Backpapier in eine Springform spannen und den Rand der Form einbuttern. Den Teig gleichmäßig in die Form drücken und einen Rand hochziehen. Den Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form mit dem Teig für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Die Mohnbackmasse mit Quark und einem Eigelb vermengen und auf dem Teigboden verteilen. Den Milchreisrest mit Schmand, Eigelb, Zucker und Sahnepuddingpulver verrühren. Die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen und unter den Milchreis-Schmand heben. Die Masse über die Mohnschicht in die Form geben und den Kuchen 1 Stunde backen. Hin und wieder mal einen Blick drauf werfen und eventuell mit etwas Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. 

Die Kirschen in ein Sieb schütten, gut abtropfen lassen und den Saft auffangen. Sobald der Kuchen vollständig abgekühlt ist, wird er aus der Form gelöst und mit den Kirschen belegt. Mit dem Saft der Kirschen und dem Schuss Rum den Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten und über den Kirschen verteilen. 

Nun ist der Milchreis wieder in einem wunderbar köstlichen Zustand und wird garantiert nicht mehr alt. 

Ach, ihr habt aber leider gerade keinen Milchreisrest? Dann könnt ihr diesen Kuchen stattdessen einfach mit 200 g Schmand mehr backen. Also ohne Milchreis und dafür mit 600 g Schmand statt der oder in der Zutatenliste angegebenen 400 g.

Lasst es euch schmecken, habt einen genussvollen Sonntag und eine ebensolche Woche! 🌸

Schokomuffins Mon Cheri

Diese Beitrag enthält freiwillige unbezahlte Werbung.

Ostern rückt mit großen Schritten näher und wir haben noch nicht einmal unsere Süßigkeiten von Weihnachten aufgegessen. Insbesondere die Schnapspralinen mit der Kirsche aus dem Piemont bleiben eigentlich immer übrig und ich kenne leider kaum jemanden, der sie gerne isst. Ich hatte ja schon mal den Verdacht, dass es pro Saison nur eine Handvoll Schachteln gibt, die immer weiter verschenkt werden…kleiner Scherz 🤣.

Und da ich nicht ungerne Dinge verschenke, die ich selber nicht so mag, sind meine Schnapspralinen noch da. Glühwein habe ich tatsächlich auch noch gefunden 😅.
Darum gibt es hier heute Resteverwertung vom feinsten!

Schokoladen-Muffins Mon Cheri

Zutaten:

200 g Zartbitter Schokolade, geschmolzen (hier kannst du auch gerne jede Art von übrig gebliebener Schoki verwenden, Schoko-Weihnachtsmänner z.B.)

125 g Butter

200 g Zucker

2 Teelöffel Vanillezucker

1 Prise Salz

3 Eier

250 ml Glühwein (oder Milch, Buttermilch, Orangensaft…)

2 Esslöffel Backkakao

250 g Mehl

1 Päckchen Backpulver 

1/2 Teelöffel Zimt

12 Mon Cheri Pralinen

Zubereitung:

Die Schokolade in Stücke brechen und über einem Wasserbad schmelzen. Ein 12er-Muffinblech mit Papierförmchen auslegen oder einfetten und den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Butter in eine Schüssel geben und mit Zucker, Vanillezucker und Salz aufschlagen. Nach und nach die Eier hinzufügen. Anschließend den Glühwein und die geschmolzene Schokolade unterrühren. Zum Schluss Mehl, Backpulver, Backkakao und Zimt dazusieben und alles gut miteinander verrühren. 

Je einen großen Esslöffel Teig in jedes Muffinförmchen füllen und jeweils ein Mon Cheri in den Teig drücken. Den restlichen Teig auf jedes Förmchen über den Pralinen verteilen. Die Muffins im vorgeheizten Backofen 25 Minuten backen.

Die Schokomuffins am besten noch lauwarm vernaschen, denn dann ist der Mon Cheri-Kern noch flüssig. Dazu passt gut eine Kugel Vanilleeis, dann sind die Muffins auch ein sehr schönes Dessert.

So! Alles verwertet! Die Schokohasenschwemme kann kommen 😃!
Habt eine schöne Osterwoche 🌸.

Milchreispuffer

Wer kennt das nicht? Vom köstlich cremigen, warmen Milchreis bleibt grundsätzlich ein kläglicher, klebriger, kalter Milchreisklumpen übrig, den beim besten Willen niemand mehr essen möchte. Zum Wegwerfen aber echt zu schade. Also machen wir doch einfach etwas neues draus!

Zu diesen kleinen goldbraunen, knusprigen Milchreispuffern mit einer Kruste aus Zimtzucker kann kaum jemand „nein“ sagen – da bleibt garantiert nichts mehr übrig.

Milchreispuffer

Zutaten:

300 g gekochten Milchreis

2 Eier

2 Esslöffel Mehl

1/2 Teelöffel Backpulver

1/2 Natron

Öl zum Ausbacken

Zimtzucker zum darin Wälzen

Zubereitung:

Den Milchreis in eine Schüssel geben und mit einer Gabel etwas auflockern. Die restlichen Zutaten hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und mit einem Teelöffel jeweils eine kleine Portion nach der anderen mit etwas Abstand in die Pfanne setzen und von beiden Seiten goldbraun anbraten. Sobald die Puffer fertig sind, werden sie aus der Pfanne genommen und direkt in Zimtzucker gewälzt.

Wer auch noch eingemachte Pfirsiche übrig hat, kann diese pürieren und als Dip dazu essen. So einfach und lecker kann Resteverwertung sein 😊.

Habt eine schöne Woche – und nix verkommen lassen! 😃

Kartoffel-Apfel-Gratin

Am Samstag habe ich auf’s Einkaufen verzichtet, weil ich so bei mir dachte: „Hopp Katie, nun iss doch erstmal all die Sachen auf, die noch da sind, bevor du wieder neues ranschleppst.“

Gesagt getan! Kartoffeln, Äpfel und Kräuter aus dem Garten habe ich eigentlich immer. Nüsse von Omas Baum sind auch noch da und im Tiefkühlfach liegt noch ein vergessener Ziegenkäse…

Kartoffel-Apfel-Gratin

Zutaten:

3 mittelgroße Pellkartoffeln vom Vortag

1 Süßkartoffel

1 Apfel

1 Ziegenrolle

100 ml Sahne oder Milch

etwas frisch geriebene Muskatnuss

optional eine geschälte Knoblauchzehe zum Ausreiben der Form

Salz, Pfeffer

ein paar Zweige frischen Thymian

2 Teelöffel flüssigen Honig

1 Handvoll gehackte Walnüsse

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Pellkartoffeln und Süßkartoffel schälen und der Länge nach halbieren. Apfel waschen, trocken reiben, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Kartoffeln und Apfel in gleichmäßige Scheiben schneiden. Abwechselnd in eine flache, feuerfeste Form legen. Die Sahne in einen Mixbecher füllen. Den Edelschimmelrand von der Ziegenrolle abschneiden und zu der Sahne in den Mixbecher geben. Etwas Salz, Pfeffer und einen Teelöffel Honig dazu geben und alles mit einem Pürierstab einmal kräftig durchmixen. Die Masse geichmässig über die Kartoffel-und Apfelscheiben gießen. Das Innere der Ziegenrolle in Scheiben schneiden und auf dem Gratin verteilen. Den restliche Teelöffel Honig mit den gehackten Walnüssen vermengen und zu guter Letzt mit ein paar Blättchen vom frischen Thmian oben drauf streuen. Den Gratin 25 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun backen.

Viel Spaß bei der Resteverwertung (einfach mal was ausprobieren! 😊) und guten Appetit!

Kerscheplotzer

Kerscheplotzer, Kirschenmichel, Kirschenjockel, Kirschenmännla oder -männchen … viele Namen, gemeint ist aber immer fast das Gleiche. Ein süßer Auflauf aus altbackenem Brot und Kirschen. Eine beliebte Süßspeise, die vorwiegend in Süddeutschland, oft in Kombination mit einer Suppe, als Hauptgericht auf den Tisch kommt. Die Rezepte unterscheiden sich leicht, je nach Region. Manche schlagen das Eiweiß extra, andere fügen Kakao hinzu. Wahrscheinlich gibt es beinahe so viele Variationen wie es Großmütter gibt.

Mein Rezept könnte einfacher nicht sein und geht ganz fix.

Kerscheplotzer

Zutaten für eine kleine Auflaufform ca. 15 x 24 cm:

etwa 150 g Weißbrotreste in 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten

500 g Kirschen

3 Eier

100 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker

1 Prise Salz

geriebene Schale 1/2 Zitrone

1 gute Messerspitze Zimt

500 ml Milch

1 Schnapsgläschen Kirschwasser (optional)

etwas Butter zum Einfetten der Form

1 Esslöffel Paniermehl zum Ausstreuen der Form

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Auflaufform mit Butter ausstreichen und mit Paniermehl ausstreuen. Den Boden der Form mit der Hälfte der Weißbrotscheiben schuppenartig auslegen. Die Kirschen darauf verteilen. Man kann die Kirschen natürlich vorher entsteinen, das Original sieht das jedoch nicht vor. Es wird auf jeden Fall MIT Kirschkernen gebacken. „Plotze“ bedeutet nichts anderes als „spucken“. Vom Ausspucken der Kirschkerne hat der Kerscheplotzer also seinen klangvollen Namen und für viele kleine und große Kerscheplotzerfans ist diese Mahlzeit ohne Kerne einfach undenkbar.

Die Kirschen zum Abschluss mit der zweiten Hälfte Weißbrotscheiben wieder schön schuppenartig bedecken. Eier, Milch, Zucker, Vanillezucker, Salz, Zitronenschale, Zimt und Kirschwasser miteinander verquirlen und langsam über die Brotscheiben gießen, so dass diese sich gut vollsaugen können.

Den Kerscheplotzer im vorgeheizten Backofen 40 Minuten backen.

Vanillesoße

Zutaten:

500 ml Milch

1 Esslöffel Speisestärke

2 Esslöffel Zucker

1 Prise Salz

Mark einer halben Vanilleschote

2 Eigelb

Zubereitung:

100 ml Milch mit Speisestärke und Zucker glattrühren, so dass keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die restliche Milch mit Salz, Vanillemark und der ausgekratzten Schotenhälfte unter ständigem Rühren aufkochen. Die Stärkemischung unterrühren und kurz weiterköcheln lassen. Die Soße von der Kochstelle ziehen und die Vanilleschote herausnehmen. Die Eigelbe zum Temperaturausgleich mit 2-3 Esslöffel der heißen Soße verrühren und anschließend in die Vanillesoße rühren. Schon fertig! Die Soße schmeckt warm oder kalt.

Den noch warmen Kerscheplotzer mit der Vanillesoße servieren – am liebsten draußen. Herrlich sommerliche Resteverwertung, die garantiert Kindheitserinnerungen weckt!