Blindhuhn

Blindhuhn_1

Was soll das denn sein? – wird sich nun jeder „Nichtwestfale“ fragen. Eine völlig neuartige Hühnersuppe? Nein! Blindhuhn ist ein traditioneller Eintopf aus dem schönen Westfalen 🙂 und Huhn kommt gar nicht rein. Aber seinen Namen verdankt dieses leckere Essen dem blinden Huhn, das ja bekanntlich auch einmal ein Korn findet. Denn in diesem Eintopf findet jeder etwas, was er gerne mag und alleine der Duft lässt uns den dampfenden Teller auch blind finden.

Blindes_Huhn_2

Blindhuhn

250 g getrocknete weiße Bohnen in 1,5 Liter kaltem Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag die Bohnen in ihrem Einweichwasser 30 Minuten kochen. Dann 500 g durchwachsenen Speck in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten hinzu geben und weitere 30 Minuten mitkochen. Während Bohnen und Speck kochen 300 g grüne Bohnen putzen und halbieren. 4 Karotten schälen und in Rädchen schneiden. 300 g Drillinge (kleine Kartoffeln) waschen und vierteln. Bei mir bleibt die Schale dran. 2 säuerliche Äpfel (z. B. Cox Orange) und 2 feste Birnen schälen, das Kerngehäuse entfernen und in Viertel schneiden. Mit dem Saft einer halben Zitrone beträufeln, damit das Obst nicht braun wird. Nach dem Bohnen und Speck eine halbe Stunde gekocht haben das Gemüse und die Kartoffeln in den Eintopf geben. Alles 20 Minuten kochen lassen und zum Schluss das Obst 10 Minuten mitköcheln lassen. Das Blindhuhn mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie und gerösteten Zwiebeln bestreuen.

Guten Appetit!

Blindhuhn_2

Napfkuchen mit Quark

Napfkuchen_4

Getreu dem Motto: „Kein Sonntag ohne Kuchen“ habe ich mich heute einmal mehr für ein Uraltes Rezept entschieden. Omas Quark-Napfkuchen. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie ich ausgerechnet auf dieses Backwerk gekommen bin. Diesen Gugel habe ich gefühlte einhundert Jahre nicht gegessen. Darum wird’s mal wieder Zeit und ich kann Euch versprechen – er schmeckt wunderbar! Viel zu schade um in Vergessenheit zu geraten.

Napfkuchen mit Quark
(und natürlich Rosinen natürlich, in diesem Fall auch noch beschwipst)

50 g Rosinen über Nacht in 2 Esslöffel Rum einweichen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

100 g Butter mit

150 g Zucker sahnig schlagen.

1 Prise Salz und

1 Tütchen Vanillezucker hinzufügen.

250 g Quark (40 %) mit verrühren. Nach und nach

2 Eier unterrühren.

250 g Mehl und

1 Päckchen Backpulver dazugeben. Alles gut vermengen und zum Schluss die beschwipsten Rum-Rosinen unterziehen. Wenn Kinder mitessen kann man auch statt Rum Orangensaft zum Einweichen der Rosinen nehmen. Das ist auch sehr lecker.

Napfkuchen_3

Den fertigen Teig in eine gefettete Gugelhupfform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C 45 Minuten backen. Zur Sicherheit einfach die Stäbchenprobe machen (mit einem Holzspieß in den Kuchen stechen – wenn kein Teig mehr am Stäbchen hängen bleibt ist der Kuchen fertig).

Napfkuchen_6

Einen süßen Start in die neue Woche 🙂

 

Minestra di verdure e legumi

Minestra – die kleine Schwester vom Minestrone 🙂

Nach der ganzen Feierei einfach mal eine hübsche Gemüsesuppe!

minestra_2

Minestra di verdure e legumi

200 g getrocknete Wachtelbohnen, nach Packungsanweisung gegart

200 g weiße Riesenbohnen, nach Packungsanweisung gegart

Olivenöl zum Anbraten

1 Gemüsezwiebel, in Ringe gescchnitten

4 Möhren, geschält und in Rädchen geschnitten

4 Stangen Staudensellerie in Scheiben geschnitten

200 g Weißkohl, in dünne Streifen geschnitten

1 Dose (400 g) stückige Tomaten

1 Liter Gemüsebrühe

200 g Kopfsalat, grob in Stücke getupft

200 g Endiviensalat, in Streifen geschnitten

Salz und Pfeffer

Olivenöl zum Servieren

etwas frisch geriebenen Parmesan, wenn man mag

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Weißkohl darin anbraten. Mit den Tomaten und der Gemüsebrühe ablöschen und 20 Minuten kochen lassen. Die fertig gegarten Bohnenkerne samt Kochwasser hinzufügen und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss die Salate unterheben und alles ca. 5 Minuten ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Minestra in Schüsseln füllen. Einen guten Schuss Olivenöl un jede Schüssel geben und eventuell mit Parmesankäse bestreuen.

Buon appetito!

minestra_1

Sehr gut passen Grissini dazu. Hierfür aus einem einfachen Pizzateig dünne Teigsträne drehen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Olivenöl bestreichen und mit grobem Salz und fein geschnittenem Rosmarin bestreuen.

Ca. 20 Minuten erneut gehen lassen und bei 200°C 15 – 20 Minuten goldbraun backen.

Habt eine leichte Woche 🙂

Helau! Ihr jecken Jecken!

spritzkuchen_2

Kein Karneval, Fastnacht oder Fasching ohne in Fett gebackene Süßigkeiten! Kurz vor der Fastenzeit noch einmal so richtig die Fettspeicher auffüllen – das war wohl schon vor Jahrhunderten das erklärte Ziel. Traditionen soll man fortführen, besonders wenn sie so lecker, fluffig, rund und bunt daher kommen wie diese wunderbaren kleinen Spritzkuchen. Dass man sie auch Fettkringel nennt, das sage ich Euch jetzt mal lieber nicht 🙂

spritzkuchen_3

Ich war ja schon als Kind total verrückt auf diese Dinger und es ist gar nicht so schwer sie selber zu backen.

Bunte Spritzkuchen

300 ml Wasser

100 g Butter

1/2 Teelöffel Salz

in einen Topf geben und aufkochen. Wenn das Gemisch kocht, die Herdplatte ausmachen, den Topf aber auf der heißen Platte stehen lassen.

200 g Mehl sofort, alles auf einmal in den Topf schütten und kräftig rühren. Es bildet sich recht schnell ein Teigklumpen. Weiter rühren bis sich der Klumpen gut vom Topfboden löst. Den Kochtopf vom Herd nehmen und ca. 10 Minuten abkühlen lassen. Jetzt nach und nach

4 Eier unter die leicht abgekühlte Masse rühren. Das geht am Besten mit einem Handrührgerät.

Fertig ist der Spritzkuchenteig. Diesen nun in einen Spritzbeutel füllen.

In einem großen Topf 2 Liter gutes Öl zum Fritieren erhitzen. Das Öl ist heiß genug, wenn an einem eingtauchten Holzstäbchen Blasen an die Oberfläche steigen.

Um die Spritzkuchen heil in das Öl zu bugsieren schneidet man sich einen etwa 10 cm breiten Streifen aus Backpapier. Auf diesen spritzt man jetzt 2 mal in die Runde einen kleinen Spritzkuchen-Teigling (Siehe Foto).

spritzkuchen_1

Mit dem Backpapie-Streifen lässt man den Spritzkuchen jetzt vorsichtig in das heiße Öl gleiten. Achtung! Heiß! Wenn jemand noch wenig Erfahrung mit dem Fritieren hat – bitte nicht alleine backen!!! Holt Euch Unterstützung von jemandem, der sich damit auskennt.

Nach ein paar Minuten sind die Spritzkuchen goldbraun und können mit einer Schaumkelle aus dem Öl gefischt werden. Zum Abtropfen und Abkühlen legt man die fertigen Kringel am Besten auf Küchenpapier.

spritzkuchen_3

Wenn die Spritzkuchen vollständig abgekühlt sind bestreut man sie entweder einfach mit Puderzucker oder taucht sie kurz in Zuckerguss und bunte Streusel.

Für den Zuckerguss verrührt man 200 g Puderzucker mit 2 – 3 Esslöffel Wasser, Milch oder Zitronensaft.

spritzkuchen_4

Habt wundertolle „Tolle Tage“, übertreibt‘s aber nicht!!!

Spanisch-Fricco

spanisch_fricco_3

Heute habe ich mal wieder ein sehr altes Rezept aus Westfalen für Euch. Spanisch Fricco hat meine Oma schon gerne gekocht und wir haben es immer sehr gerne gegessen. Ein Gericht, was sich fast von alleine kocht. Die Zutaten werden einfach in eine Puddingform mit Deckel geschichtet und in einem siedenden Wasserbad anschließend sich selbst überlassen. Ursprünglich kamen nur Kartoffeln, Würfel verschiedener Fleischsorten, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und saure Sahne in dieses Essen, es gibt aber auch Varianten mit Weißkohl.

rezept

Vermutlich hatte da so jede Hausfrau ihr eigenes Rezept. In meiner Variante habe ich die Kartoffeln einfach durch verschiedene Rübensorten ersetzt. Mal schauen was draus wird, es duftet verlockend.

rueben

Katies Spanisch-Frikko

1 kg Gulasch, halb Rind-, halb Schweinefleisch

2 kg „Wurzelwerk“ (ich habe eine Mischung von Süßkartoffeln, orange Karotten, violette Karotten, Topinambur, Petersilienwurzeln, Steckrüben und Butterrüben genommen), kleingeschnitten und in Scheiben geschnitten

1 große rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten

Meersalz, Cayennepfeffer, Majoran

50 g Butter + etwas zum Ausbuttern der Form

200 ml saure Sahne

frische glatte Petersilie zum Bestreuen

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Eine verschließbare Wasserbad-Puddingform gut mit etwas Butter einfetten. Nun werden die Zutaten in die Form geschichtet. Zuerst eine Lage Gemüse, darauf eine Lage Fleischwürfel, eine Lage Zwiebelwürfel, Salz, Cayennepfeffer, etwas Majoran und Butterflöckchen. Das wiederholt man jetzt, bis die Form fast voll ist. Alle Schichten immer gut andrücken. Mit einer Schicht Gemüse abschließen. Darauf kommt zu guter Letzt die saure Sahne.

spanisch_fricco_1

Die Puddingform mit dem Deckel verschließen und für 3 – 4 Stunden in dem großen Topf im Wasserbad garen. Viel Zeit um den schönen Tag zu genießen 🙂

spanisch_fricco_2

Nach Ende der Garzeit die Form aus dem Topf nehmen, vorsichtig öffnen, den duftenden Inhalt in eine Schüssel stürzen und einmal umrühren. Mit der fein geschnittenen Petersilie bestreuen und genießen! Guten Appetit!

spanisch_fricco_4

Habt noch einen entspannten Sonntag und einen schönen Start in die neue Woche!

 

Schmetterlinge im Bauch

schmetterlinge_2

Morgen ist Valentinstag! Alle Menschen mit Schmetterlingen im Bauch bedenken sich gegenseitig mit unzähligen rosaroten Herzchen. Alle, die noch keine Schmetterlinge im Bauch haben, backen sich einfach ein paar von diesen wunderbaren Schmetterlings-Keksen 🙂 Oder Ihr verschenkt sie einfach an Eure Liebsten anstelle der alljährlichen Herzen.

Schmetterlings-Kekse

500 g Mehl

200 g Zucker

250 g Butter

2 Eier

2 Päckchen Vanillezucker

1 Päckchen Backpulver

Alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verkneten und in Frischhaltefolie gepackt für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 5 mm dick zu einem Rechteck ausrollen.

Für die Füllung

2 Esslöffel Butter zerlassen und den Teig damit großzügig bepinseln und mit Zimt-Zucker bestreuen. Den Teig von der Längsseite her stramm aufrollen und diese Rolle in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Nun immer zwei Schnecken-Scheiben so gegeneinander legen, dass das Ende der Rolle jeweils einen „Fühler“ bildet. Die „Flügel“ rechts und links etwas eindrücken, so dass sie ihre schmetterlingstypische Form bekommen. Die Plätzchen bei 200°C 15 Minuten backen.

Für die Füllung eignet sich neben Zimt-Zucker auch Matcha.Zucker und Kurkuma-Zucker. So bekommt man auch noch grüne und gelbe Schmetterlinge.

bunter_zucker

Ich wünsche Euch allen einen bunten, märchenhaften Valentinstag mit ganz vielen Schmetterlingen im Bauch!

schmetterlinge_1

 

Low-Carb-Brot

Wie Ihr in der letzten Woche aus meinem Post heraushören konntet, habe ich mir vorgenommen in der nächsten Zeit wieder vermehrt auf meine Kalorienzufuhr zu achten. Aber – keine Panik! – Kuchen wird es auch weiterhin geben! Aber heute gibt es erst einmal ein schönes selbst gebackenes Eiweißbrot.

low_carb_brot_3

Unter den unzähligen Tipps für Abnehmwillige gefällt mir ja nach wie vor die Low-Carb-Methode am Besten. Man kann auf jeden Fall satt werden und muss auf wenig verzichten. Was mir dabei jedoch sehr schwer fällt ist das Weglassen von Brot. Ich liebe Brot. Sogenannte Low-Carb-Brote aus dem Supermarkt schmecken mir nicht wirklich und auch beim Verzehr von Eiweißbroten vom Bäcker sollte man eher zurückhaltend sein, wenn man vorhat sein Gewicht zu reduzieren. Diese Brote enthalten zwar deutlich weniger Kohlenhydrate als herkömmliches Brot, dafür aber wesentlich mehr Fett, damit sie gut sättigen. Meistens hat Low-Carb-Brot mehr Kalorien als „normales“ Brot. Wer also meint er tut mit der Wahl eines Eiweißbrotes etwas für seine schlanke Linie und denkt er kann da richtig zuschlagen und ohne Rue eine oder zwei Scheiben mehr verdrücken – der irrt. Das Gegenteil ist der Fall.

Da hilft nur selber backen. Mein Low-Carb-Brot kommt mit schlanken 188 kcal pro 100 g daher. Das bedeutet eine Scheibe von ca. 30 g hat mal gerade 56 Kalorien. Davon darf man dann auch tatsächlich mal ein Scheibchen mehr essen – vorausgesetzt man bleibt im Kaloriendefizit 🙂

low_carb_brot_1

Katies Low-Carb-Brot

500 g Magerquark, am Besten über Nacht in einem Sieb im Kühlschrank gut abtropfen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 180°C vorheizen.

2 kleine oder 1 große Kastenform mit etwas Sonnenblumenöl einpinseln und mit ein paar Sesamkörnern und/oder Mohnsaat ausstreuen.

100 g gemahlene Mandeln

100 g Leinsaat, geschrotet

4 Esslöffel Haferkleie

4 Esslöffel Dinkel-Vollkornmehl

1 Esslöffel Leinsaat, ganz

1 Esslöffel Sonnenblumenkerne

1 Esslöffel Kürbiskerne

2 Teelöffel Brotgewürz (2 Teelöffel Kümmel, 2 Teelöffel Fenchelsamen, 2 Teelöffel Koriandersamen, 2 Teelöffel Anissamen, 1 Teelöffel Piment in einem Mörser zerkleinern und in eine Vorratsdose füllen)

1 Teelöffel Salz

1 Päckchen Backpulver

in einer großen Schüssel miteinander vermengen.

Hinzu kommen jetzt der abgetropfte Magerquark und 8 Eiweiß. Die nicht benötigten Eigelbe lassen sich wunderbar in einem eiswürgelbehälter einfrieren. So kann man prima einzelne Eigelb bei Bedarf entnehmen und nichts wird verschwendet.

eigelb

Alle Zutaten gut zu einem Teig verrühren und in die vorbereitete/n Kastenform/en füllen.

brot_teig

Mit ein paar Kürbiskernen bestreuen und 45 Minuten bei 180°C backen.

low_carb_brot_2

Lasst es Euch schmecken!

Sauber!

Der Feiertagsmarthon ist vorbei, das Frühjahr winkt (ich gebe zu, noch von etwas weiter weg) und mein Spiegelbild schreit mich täglich an: „Mach was!“ Besonders in der Bauchregion haften nun zahlreiche Dominosteine und Weihnachtsplätzchen. Das Resultat ausgiebig genossener Vorweihnachtszeit und der Zeit davor und davor. Ich fühle mich träge, mag am liebsten schlafen. Zeit für Veränderung!

FASTEN heißt das Zauberwort!
Fastenzeiten sind wohl so alt, wie die Menschheit selbst. Waren sie am Anfang  eher unfreiwilliger Natur, weil nicht zu jeder Zeit das Sammeln und Jagen mit dem gleichen Erfolg gekrönt war, so kam es später regelmäßig zu religiös motiviertem Nahrungsverzicht.

Warum fasten?
Mental schärft Verzicht das Bewußtsein. Körperlich wird der Organismus gezwungen zur Energiegewinnung auf seine Reserven zurückzugreifen. Wassereinlagerungen werden ausgeschwemmt, ebenso werden bestimmte enzündungsfördernde Wirkstoffe wie z.B. Arachidonsäure verbraucht und für die Zeit des Fastens nicht neu aufgenommen. Entzündungen in Gelenken und Hautprobleme wie beispielsweise Neurodermitis gehen zurück. Eine vermehrte Ausschüttung unseres selbstproduzierten Stimmungsaufhellers Serotonin im Gehirn bewirkt zunehmend innere Gelassenheit und gute Laune.

In diesem Jahr habe ich mich für eine moderate Fastenzeit mit clean 9 von FOREVER entschieden. Die Detox-Kur verspricht vor allem innere Reinigung, den Verlust lästiger Kilos und dadurch mehr Wohlbefinden. Der Vorteil von moderaten Fastenkuren ist, dass man nicht komplett auf Nahrungszufuhr verzichtet und somit seinem Körper weniger Stress zumutet als bei einer 0-Diät.

clean9_set

clean 9 – das Programm

Es verspricht den ersten Schritt, um lebenslange Gewohnheiten zu ändern und den Körper durch den Reinigungsprozess optimal auf einen gesünderen Alltag vorzubereiten. Das klingt vielversprechend.

Das Paket enthält:

2 Liter Forever Aloe Vera Gel™ – Drink aus reinem Aloe-Vera-Gel mit einem fruchtig frischen Hauch von Limone – Power kompakt für den gesamten Körper. Behutsam aus dem Blattmark der Aloe-Vera-Pflanze herausgelöst, gelangen die wertvollen Vital- und Nährstoffe direkt in Ihr Glas.

1 Beutel Forever Ultra™ Shake Mix Vanilla + 1 Schüttelbecher – Schmackhafter Drink statt üppiger Mahlzeit: Der Shake beinhalten alle Vitalstoffe.  Auf der Basis von nicht gentechnisch verändertem Soja-Eiweiß. Auch als Zusatz- oder Zwischenmahlzeit geeignet. Für eine kalorienarme Ernährung.

54 x Forever Garcinia Plus® – das im Produkt enthaltene Chrom trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei und hilft somit dem Heißhunger vorzubeugen.

18 x Forever Therm™  –  ein idealer Begleiter im Gewichtsmanagement. Für einen ausgewogener Energiestoffwechsel

9 x Forever Fiber™  –  zur Ballaststoffversorgung.

1 Maßband

Los geht’s!

smile

Tag 1
Morgens nach dem Aufstehen gleich die erste Hürde – vorbei an der Kaffeemaschine – hin zu meinem clean 9 -Päckchen. Smile! Selbstverständlich sind für die kommenden 9 Tage Alkohol, Nikotin und Koffein tabu! Mit dem Verzicht auf die ersten beiden habe ich kein Problem aber mit letzterem schon 😦 aber was soll’s! Statt dessen gibt es heute morgen wohl dosiertes Chrom, Aloe Vera Gel und einen Stoffwechsel ankurbelnden Pressling. Ich schnappe mir mutig das mitgelieferte Maßband und vermesse mich. Ach ja, wiegen nicht vergessen. Auf die Bekanntgabe von Details verzichte ich an dieser Stelle.

Hungrig aber motiviert starte ich in den Tag. Ich bin erstaunlicherweise auch ohne Kaffee munter, voller guter Vorsätze und Zuversicht. Wichtig: Bewegung! Die verschiebe ich gleich mal auf den Abend. Der Tag ist ja noch lang. Nicht zu viel Veränderung auf einmal.

Zum Mittagessen bekomme ich neben Aloe Vera Gel, Chrom und Pressling einen leckeren Eiweißshake. Die Freude ist riesig. Zwischendurch trinke ich literweise Wasser, wie angeraten und falls mich jemand sucht – ich muss es auch ständig wieder loswerden 🙂
Läuft!

Abends gibt es außer Aloe Vera Gel, Wasser und etwas Bewegung nichts mehr. Ich habe Hunger und bin unruhig. Am Besten schnell ins Bett! Aber vorher noch einmal Aloe Vera Gel und ein Glas Wasser trinken.

Tag 2
Der Wecker klingelt und ich bin so müde, dass ich nicht aufstehen möchte. Die Freude auf die Presslinge die mich erwarten ist mäßig. Und wieder kein duftendes koffeinhaltiges Heißgetränk. Nach dem vorgeschriebenen Frühstück (siehe Tag 1) mache ich mir einen Kräutertee. Der duftet verlockend, schmeckt und wärmt meinen augenblicklichen Trübsinn weg.

Mittags mache ich einen kleinen Spaziergang. Das Hungergefühl ist längst nicht mehr so schlimm wie am ersten Tag. Ausserdem habe ich das Gefühl, der Shake schmeckt mit jedem Tag besser.

Am Abend habe ich einen Massagetermin. Wunderbar! Danke Andrea 🙂 Ich gehe wieder früh ins Bett und schlafe gut.

Tag 3
Ich stehe auf und habe mich damit abgefunden, dass es keinen Kaffee für mich gibt. Zum Glück habe ich vor 3 Jahren mit dem Rauchen aufgehört. Ich bin sehr gut gelaunt. Heute steht zuerst einmal wiegen und messen auf dem Programm. 2,1 Kilogramm leichter und durchschnittlich 2 cm schmaler beginne ich den Tag mit einem Motivationsschub. Meine Freude ist nahezu zügellos, denn heute Abend darf ich eine 600-Kalorien-Mahlzeit zu mir nehmen! Ich entscheide mich für eine Gemüsesuppe – nicht zu schwer und tröstend warm und bunt.

Weiterhin bin ich Dauergast auf dem stillen Örtchen – die Nieren leisten ganze Arbeit.

Nachmittags bin ich wieder sehr müde – mein Kaffee fehlt mir. Frische Luft hilft. Ich laufe wieder eine kleine Runde.

Die Suppe am Abend besteht aus Tomaten, Staudensellerie, gelbem Paprika, weißen Riesenbohnen und frischem Koriander. Ganz simpel eigentlich aber geschmacklich überwältigend, da ja seit Beginn meine erste richtige Mahlzeit. Ich falle glücklich ins Bett.

Tag 4
Morgen ist Bergfest! Die Hälfte liegt hinter mir. Aber die andere Hälfte vor mir. Ich ermahne mich zum Durchhalten. Die erlaubte Mahlzeit nehme ich immer erst am Abend zu mir – so habe ich den ganzen Tag etwas worauf ich mich freuen kann. Oh je, wenn Foodies fasten 🙂

Tag 5
Ich habe den Ehrgeiz durchzuhalten. Immerhin liegt jetzt schon mehr als die Hälfte hinter mir. Es wird jetzt nicht gekniffen! Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass wir in einer kleinen Gruppe mit clean 9 gestartet sind. Es hilft natürlich enorm, wenn man Mitstreiter hat. Bei aufkommenden Tiefs haben wir uns gegenseitig wieder aufgerichtet.

Tag 6
Heute sind zuerst wieder Waage und Maßband gefragt. Fast 3 kg weniger als zu Beginn. Ich fühle mich auch leichter. Keine geschwollenen Finger und Füße, keine Schmerzen in den Gelenken, keine kneifende Hose mehr 🙂 Jippie!

Ich denke darüber nach wie es für mich weiter gehen soll NACH clean 9. Gerne möchte ich mehr „Gesundheit“ in meinen Alltag einbauen. Ich recherchiere über Aloe Vera, Eiweißreiche Ernährung und Muskel ab- und aufbau.

Tag 7/8
Ich bin gut zufrieden aber der Tag verlangt mir eineiges ab. Fasten, arbeiten, krankes Kind versorgen und zum Arzt fahren. Ich merke, dass es mir schwer fällt mich zu konzentrieren. Beim Autofahren fühle ich mich unwohl. Es wird Zeit, dass Tag 9 kommt. Heute Abend gibt es diese wunderbare Buddha Bowl.

buddha_bowl

In diese Schüssel könnt Ihr im Prinzip alles reinpacken was gesund ist und Euch schmeckt. In meiner bunten Buddha Bowl sind

2 Handvoll Mangold, Babyspinat, Batavia  und rote Beete Blätter

1/2 Kohlrabi, roh geraspelt

1/2 Karotte, roh geraspelt

3 Esslöffel Quinoa bunt, in etwas Gemüsebrühe gegart

2 Süßkartoffeln, mit der Schale in Stücke geschnitten und im Backofen gebacken

Als Topping jeweils ein paar Alfalfa-, Mungobohnen- und rote Rettichsprossen

Für die Sauce 1/2 Avocado mit einem Spritzer Zitronensaft und etwas Kokoswasser pürieren. -Fertig! Wer mag kann noch etwas Pfeffer oben drüber mahlen. Salz ist im Rahmen von clean 9 eher nicht erwünscht. Guten Appetit!

Tag 9
Fast geschafft! Ich bin beinahe auphorisch. Ich fühle mich leicht und befreit – fast 4 Kilos habe ich verloren. Auch fühle ich mich gestärkt, weil ich durchgehalten habe. Na also! Geht doch! Ich habe mich so sehr an diesen Tagesablauf mit strikt geregelter Nahrungsaufnahme gewöhnt, dass ich total vergessen habe das ich am letzten Tag ZWEI „richtige“ Mahlzeiten essen darf! Jetzt heißt es – weiter so!

Übernehmen werde ich für meinen Alltag auf jeden Fall die regelmäßige Einnahme von Aloe Vera, 1 großes Glas Wasser vor jeder Mahlzeit und vor dem Schlagengehen und hin und wieder die Verwendung von Eiweißpulver z.B. wenn’s mal schnell gehen muss oder für unterwegs. Und – ganz wichtig – mehr Bewegung.

Zum Rütteln an fest eingefahrenen Ess- und Angewohnheiten ist so eine Detox-Kur auf jeden Fall zu empfehlen. Als Einstieg in ein gesünderes Leben sozusagen.

Wenn Ihr clean 9 auch einmal ausprobieren möchtet schreibt einfach eine E-mail an info@junifeuer.de

Dieser Beitrag enthält Werbung. Sponsored Post by clean 9.

 

 

 

Angel Food Cake

angel_food_cake_1

Als ich heute Morgen aufgestanden bin und zum Fester raus geschaut habe war die Freude riesig, denn es schneite wie verrückt! Alles fluffig weiß und still und so ein Gefühl als ob die Welt heute langsamer wäre als sonst. Wie schön! Winter ohne Schnee ist wie Sonntag ohne Kuchen.

Inspiriert von der weißen Pracht kam mir sofort der locker leichter Angel Food Cake aus samtigem Eischneee mit kühler weißer Schlagsahne und frischen Früchten in den Sinn.

Angel Food Cake

Dieses Rezept ist für eine kleine Kastenform von 20 cm Länge.

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

6 Eiweiß (zu den übrig gebliebenen Eigelben später mehr) mit 1 Messerspitze Salz schaumig schlagen. Nach und nach 175 g Südzucker Feinen Back Zucker hinzu geben. Anschließend 1 Teelöffel Südzucker Vanillin Zucker, 1/2 Teelöffel gemahlene Vanilleschote und 5 Tropfen Bittermandelaroma unterrühren.

Zum Schluss 100 g Mehl Type 550 und 1 Teelöffel Weinsteinbackpulver miteinander vermischen und über den steif geschlagenen Eischnee sieben. Schnell mit einem Teigschaber untermengen bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu viel rühren, damit der Teig nicht so viel von seiner mühsam untergeschlagenen Luft wieder verliert.

Die Eischneemasse in der ungefettete Kastenform verteilen und im vorgeheizten Backofen 30 Minuten backen.

Den fertigen Angel Food Cake in der Form mit der Öffnung nach unten (!) auf einem Gitter auskühlen lassen. Eigentlich gibt es extra Angel Food Cake Formen die mit Stegen ausgestattet sind, damit man den Kuchen in der Form auf dem Kopf abkühlen lassen kann und ausreichend Luft unten drunter zirkulieren kann. Wohl damit der Kuchen nicht von seinem eigenen Gewicht erdrückt wird und zusammenfällt.

Den vollständig abgekühlten Angel Food Cake mit geschlagener Sahne und frischen Früchten servieren. Mit Puderzucker aus der Südzucker Puder Zucker Mühle bestäuben. Sehr fein 🙂

angel_food_cake_2

Ach ja, jetzt hat man natürlich 6 einsame Eigelbe herumstehen. Dafür habe ich das einfachste Crème Brûlée-Rezept aller Zeiten für Euch!

creme_brulee_2

Crème Brûlée

Den Backofen auf 95°C vorheizen.

6 Eigelb

4 Eier

1/2 Teelöffel gemahlene Vanilleschote

100 g Südzucker Feinster Zucker

1/4 Liter Sahne

1/4 Liter Milch

Alle Zutaten miteinander verrühren (nicht aufschlagen!). Die Masse gleichmässig auf feuerfeste Förmchen verteilen. Die Formen in den Backofen auf den Rost stellen und bei 95°C 60-70 Minuten erstarren lassen. Das war’s! – Fertig!

creme_brulee_1

Die Crème Brûlée abkühlen lassen und kurz vor dem Servieren mit Südzucker Brauner Zucker bestreuen und die Zuckerschicht mit einem Gasbrenner karamellisieren.

creme_brulee_3

Habt einen wunderbaren Sonntag und eine ebenso schöne Woche!
Dieser Beitrag enthält Werbung und entstand mit freundlicher Unterstüzung der Firma Südzucker.

Von Glück und Sauerkraut

bigos_2

Bei meiner alljährlichen Recherche über althergebrachtes, glückbringendes Brauchtum an Silvester und Neujahr hat sich dieses Mal mein polnisches Viertel durchgesetzt. Mein Opa war gebürtiger Pole und ich dachte mir – schau doch mal was die so machen zum Jahreswechsel. Gleich die erste Anweisung unserer polnischen Nachbarn zum Weg in ein glückliches neues Jahr fand meinen allergrößten Zuspruch: an Silvester auf gar keinen Fall putzen! – Sonst verscheucht man das Glück! Super! Lappen und Eimer wieder weg, dafür lieber schnell etwas Mohn in die Schuhe gestreut – das erhöht die Zahl meiner Verehrer im kommenden Jahr. So einfach kann es manchmal sein 🙂

Desweiteren las ich, dass Sauerkraut an Silvester oder Neujahr gegessen, das Glück auf jeden Fall vermehrt. Da passt ja polnisches Bigos ganz hervorragend, dachte ich mir. Auf der Suche nach DEM traditionellen Bigos-Rezept merkte ich sehr schnell es gibt so viele Bigos-Rezepte wie kochende Polen! Jeder hat sein eigenes. Also habe ich mir aus allen von mir gefundenen wunderbaren Bigos-Kochanleitungen mein eigenes kreiert und dieses Rezept teile ich heute zur Feier des Tages mit Euch!

bigos_3

Mein Bigos

1 Entenbrust

1 Esslöffel Schmalz

500 g Gulasch halb und halb

250 g durchwachsenen Speck am Stück

2 geräucherte Mettwürstchen

200 g Krakauer

2 Zwiebeln, gewürfelt

1 Apfel (weil man damit auch so hübsch orakeln kann 🙂
Den Apfel waagerecht durchschneiden. Bildet das Kerngehäuse ein Blume – wird’s ein tolles Jahr. Bildet es ein Kreuz – nun ja, dann wird’s wohl nicht so schön)

apfel

250 g braune Champignons, in Scheiben geschnitten

1 Handvoll getrocknete Steinpilze in

1/4 Liter trockenen Rotwein eingeweicht

500 ml Brühe

250 g passierte Tomaten

1/2 Weißkohl, in feine Streifen geschnitten

1 kg Sauerkraut

1 Esslöffel Pflaumenmus

2 Lorbeerblätter

1 ordentliche Messerspitze Piment, gemahlen

1 Teelöffel Majoran

1 Teelöffel Thymian

1 Teelöffel Paprika edelsüß

Salz, Pfeffer

bigos_1

Einen großen Topf auf den Herd stellen und erhitzen. Die Haut von der Entenbrust abtrennen, fein würfeln, in den Topf geben und auslassen. Die Entenbrust in mundgerechte Stücke schneiden und mit anbraten. Sollte die Haut der Entenbrust nicht genügend Fett zum weiteren Anbraten gelassen haben einen Esslöffel Schmalz hinzufügen. Das Gulasch mit in den Topf geben und alles scharf anbraten. Die Zwiebeln, den kleingeschnittenen Orakel-Apfel und die Champignons ebenfalls kurz mitbraten. Nun den Weißkohl, das Sauerkraut, Pflaumenmus, Brühe, passierte Tomaten, die kleingeschnittenen eingeweichten Steinpilze samt Rotwein und die Gewürze hinzufügen und alles gut umrühren. Zum Schluß die Mettwürstchen, klein geschnittene Krakauer und den durchwachsenen Speck oben auf das Bigos legen. Deckel drauf und den Eintopf bei geringer Wärmezufuhr mindestens 2 Stunden köcheln lassen.

Am Besten schmeckt dieses Gericht wenn es mindestens über Nacht durchgezogen ist und nochmals aufgewärmt wurde. Dazu gibt es traditionell Kartoffeln und saure Sahne oder an Neujahr die Reste vom Wunschbrot, mit dem wiederum wunderschöne Wünsche an die liebe Familie gebracht werden können.

Bei uns gab es erstmals schlesische Kartoffelklöße dazu.

kloesse

6 große, in Salzwasser gekochte Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken. Die erkaltete Kartoffelmasse nun in der Schüssel glatt streichen und ein Viertel des Teigs herausnehmen. Diese so entstandene „Lücke“ mit Kartoffelstärke auffüllen. Das Teigviertel wieder hinzugeben und alles mit einem Ei verkneten. Den Kloßteig mit Salz und eventuell etwas geriebener Muskatnuss abschmecken.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Mit einem Teelöffel den Teig abstechen und zu kleinen flachen Knödeln formen. Zu guter letzt mit dem kleinen Finger eine Mulde in den Kloß drücken (damit Soße sich drin sammelm kann).

Die Klöße in siedendem Wasser gar werden lassen. Wenn sie oben schwimmen sind sie fertig.

bigos_4

Bei allem Beschwören und Orakeln für ein gutes, glückliches neues Jahr sei noch abschließend erwähnt: fällt mal ein Orakel nicht so vielversprechend aus – einmal um die eigene Achse drehen und aller Zauber ist null und nichtig 😀

In diesem Sinne Euch allen ein „Szczesliwego Nowego Roku“ (sprich: schensliwägo nowägo rocku). Ein glückliches neues Jahr!!