Heringstopf

Es ist Aschermittwoch und vielerorts steht das alljährliche Heringsessen auf dem Programm. Schön! Wenigstens eine verlässliche Konstante in Zeiten wie diesen.  Auch wenn die tollen Tage in diesem Jahr fast ausgefallen sind und kaum jemand ein Katerfrühstück braucht – heute gibt es traditionell Hering satt!

Ich verrate Euch jetzt ein Matjesrezept meiner lieben Urgroßtante Erna, einer echten Hamburger Deern.

Tante Erna’s eingelegter Matjes

Zutaten:

1/4 Liter Weißweinessig

1/4 Liter Wasser

1 Teelöffel Senfkörner

2 Lorbeerblätter

1 Teelöffel Pimentkörner

1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner

1/2 Teelöffel Salz

2 Teelöffel Zucker

2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten

4 Matjes (8 Matjesfilets)

Zubereitung:

Von den Matjes die Schwanzflosse abschneiden und die Filets in einen Steinguttopf mit Deckel oder eine Schüssel legen. Die restlichen Zutaten in einen Kochtopf geben. Wer die Gewürzkörner später nicht in der Soße haben möchte, füllt sie einfach in ein Teesäckchen und verschließt dieses gut. Die Essigmischung mit den Gewürzen aufkochen, 2-3 Minuten leise köcheln, dann vollständig abkühlen lassen.

Den kalten Sud über die Matjesfilets gießen, Topf mit Deckel oder Folie abdecken und alles über Nacht gemütlich durchziehen lassen. Am nächsten Tag können die Matjes auch schon gegessen werden. Mit einer Scheibe gut gebuttertem Schwarzbrot ein echter Genuss.

Wer den Matjes lieber mit einer cremigen Soße zu Kartoffeln isst (so wie ich) der braucht jetzt:

200 g Schmand

200 g Joghurt

2 Esslöffel Mayonnaise

4 Gewürzgurken, in kleine Würfel geschnitten

2 Äpfel, vom Kerngehäuse befreit und in Stückchen geschnitten

Salz, Pfeffer

etwas frischen gehackten Dill

Zubereitung:

Schmand, Joghurt und Mayonnaise zu einer glatten Soße verrühren. Gewürzgurken und Äpfel hnzufügen. Die Matjesfilets aus dem Sud nehmen, in mundgerechte Stücke schneiden und unterheben. Die Zwiebeln mit einer Schaumkelle aus dem Essigsud fischen und zum Heringstopf geben. Alles mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas von dem Sud abschmecken. Wer mag, kann noch frischen Dill dazu geben.

Dazu ein paar Pell- oder Bratkartoffeln servieren – perfekt!

Wer heute schon Heringstopf essen möchte, lässt das Marinieren einfach weg. Das schmeckt auch. Oder Ihr macht Euch einfach ein feines Matjeshäckerle.

In jedem Fall – lasst es Euch schmecken!

Happy Valentine!

Himbeerherz zu verschenken! Bestehend aus süßem, knusprigen Baiser (was im französischen auch noch „Kuss“ bedeutet), cremiger, kühler Schlagsahne und frischen, reifen Himbeeren – ein köstliches Geschenk zum Valentinstag.

Baiserherz mit frischen Himbeeren

Zutaten:

6 Eiweiß

1 Prise Salz

200 g Zucker

125 g Puderzucker

1 gehäufter Teelöffel Speisestärke

2 Teelöffel Weißweinessig

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober-Unterhitze vorheizen. Auf ein Backpapier ein Herz zeichnen. Meins ist ca. 30 cm breit und 25 cm hoch. Das Backpapier umgedreht auf das Backblech legen. Das Herz sollte nun von der Rückseite her noch durchscheinen. Die Eiweiß und die Prise Salz in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät aufschlagen und dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Wenn eine dicke, feste, weiße Masse entstanden ist, Puderzucker und Stärke über das Eiweiß sieben und mit einem Teigschaber unterheben. Die Baisermasse in einen Spritzbeutel füllen und die Herzform auf dem Backpapier damit ausfüllen. Für den Rand ringsrum Tupfer spritzen. Das Herz in den Backofen schieben und die Hitze sofort auf 120°C reduzieren. 70 Minuten backen. Nach Ende der Backzeit den Ofen ausschalten und das Baiserherz im Backofen mit leicht geöffneter Backofentür auskühlen lassen. Ich habe einfach einen Kochlöffel in den Türspalt geklemmt.

200 ml Sahne mit einem Teelöffel Vanillezucker steif schlagen. Schlagsahne und Himbeeren auf dem vollständig abgekühlten Herz verteilen. Puderzucker darüber rieseln lassen, Kaffee machen und den Lieblingsmensch rufen 🙂

Ich wünsche Euch einen zuckersüßen, flauschigen Tag!

Ach ja, falls Ihr Euch jetzt fragt, was Ihr mit dem übrig gebliebenen Eigelb anstellen sollt – ich hätte da ein paar Vorschläge:

Eierlikör, Crème Brûlée, Arancini di Carnevale oder Henriettes Butterkränze.

Lieblingsgemüse

Ich liiieeeebe dieses Gemüse! Also habe ich mir gedacht, das muss ich mit Euch teilen. Man kann eigentlich jedes Gemüse dafür nehmen, das im Kühlschrank dringend auf Verwendung wartet. Wichtig ist nur, dass man Datteln im Haus hat, sonst fehlt was. Einmal zubereitet schmeckt dieses Essen mit jedem Tag besser, es lohnt sich also durchaus etwas mehr davon zuzubereiten. Außerdem schmeckt es super lecker pur, mit Reis oder Brot, zu Fisch oder Fleisch.

Katie’s Lieblingsgemüse

Zutaten:

Olivenöl zum Anbraten

1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten

1 rote Zwiebel, gewürfelt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1/2 Chillischote, ohne Kerne fein gewürfelt

8 Datteln, in kleine Stücke geschnitten

2 Karotten, geschält und gewürfelt

1 rote Paprika, entkernt und gewürfelt

1/8 Sellerieknolle, geschält und gewürfelt

1 Stange Staudensellerie, in Stücke geschnitten

1 kleinen Fenchel, geputzt und gewürfelt

1 kleine Dose stückige Tomaten

1 kleine Dose Kichererbsen

1/4 Liter Gemüsebrühe

1 kleine Zucchini, zuerst geviertelt, dann in Scheiben geschnitten

1 Teelöffel Kreuzkümmel, gemahlen

1 Teelöffel Koriander, gemahlen

1/2 Teelöffel Paprika edelsüß

Salz, Pfeffer und etwas Agavendicksaft

Zubereitung:

In einem ausreichend großen Topf das Olivenöl erhitzen und Zwiebeln, Chilli und Knoblauch darin anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind das restliche Gemüse, außer die Zucchini, hinzugeben. Alles kurz mit anschwitzen und die Gewürze dazugeben. Tomaten, Kichererbsen und Gemüsebrühe in den Topf gießen und alles bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten leise kochen lassen. Anschließend die Zucchini hinzugeben und kurz mit durchziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Agavendicksaft abschmecken – und genießen.

Bei mir gab es Basmatireis mit frischem Koriander dazu und kleine scharfe Hackbällchen.

Hackbällchen

Zutaten:

300 g Hackfleisch (welches ihr gerne mögt)

2 Esslöffel Paniermehl

1 Ei

3-4 cm Harissa aus der Tube

1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten

etws geriebene Zitronenschale

1 Teelöffel Fenchelsaat

Salz, Pfeffer

etwas neutrales Öl zum Braten

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Mit einem Teelöffel kleine Portionen von der Masse abnehmen, zu kleinen Bällchen formen und im heißen Öl braten, bis sie gut durchgegart sind.

Jetzt wünsche ich einen guten Appetit und hoffe, dass Euch dieses Gemüse genauso gut schmeckt, wie mir!

Yacónkuchen mit Mohn

Heute habe ich ein ganz besonderes Kuchenrezept dabei. In diesem Gebäck verstecken sich Yacón- oder auch Inkawurzeln. Sie schmecken süß, sind saftig und bleiben auch nach dem Backen oder Kochen schön knackig.

Ok, ich gebe zu…optisch nicht gerade ein Highlight, aber wie so oft – die Inneren Werte zählen. Wer mehr über die unvergleichliche Yacónwurzel erfahren möchte, schaut einfach mal hier: https://www.garten-treffpunkt.de/lexikon/yacon.aspx

Aber nun zum Rezept.

Yacónkuchen mit Mohn

Rezept für eine Springform oder ein kleines Blech.

Zutaten:

400 g Yacónwurzeln, geschält, in kleine Würfel geschnitten und mit

1 Esslöffel Zitronensaft vermengt.

Für den Teig:

125 g Kokosöl

125 g Rohrohrzucker

3 Eier (oder Eiersatz, dann ist der Kuchen vegan)

1 Prise Salz

175 g Dinkelmehl

1 gehäufter Teelöffel Weinsteinbackpulver

etwas Hafermilch

2 Esslöffel gedämpfter Mohn

etwas geriebene Zitronenschale

1 Teelöffel Zimt

Für die Streusel:

125 g Dinkelmehl

75 g Kokosöl

50 g Rohrohrzucker

1/2 Tasse Haferflocken

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Für den Teig mit dem Handrührgerät das Kokosöl mit dem Zucker aufschlagen. Nach und nach die Eier unterrühren. Salz, Mehl, Backpulver und 2 Esslöffel Hafermilch hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten.

Die Hälfte des Teigs in eine mit Backpapier ausgelegte Form streichen.

Zum restlichen Teig kommen nun Mohn, Zimt, etwas geriebene Zitronenschale und nochmals 2-3 Esslöffel Hafermilch. Gut verrührt die Mohnmasse auf dem hellen Teig verteilen. Jetzt die Yacónwurzelwürfel gleichmäßig darüber streuen und leicht in den Teig drücken.

Die Zutaten für die Streusel miteinander verkneten und über den Kuchen geben.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen für 35-40 Minuten backen.

Ich empfehle Vanille-Schlagsahne dazu und wünsche einen schönen Restsonntag 🙂

Kunterbunte Lachsburger

Jetzt nur nicht trübsinnig werden! Vielleicht kann hier schreiend buntes Essen in den Händen helfen. Ich gebe zu, die Herstellung der einzelnen Komponenten kostet ein wenig Zeit und Mühe, aber ich verspreche, der Aufwand lohnt sich. Zusammengesetzt wird dieses Farbfeuerwerk aus grünen Kräuter-Hefe-Buns, leicht scharfer Avocado-Wasabi-Creme, Salat und frischer Rote Beete, einer Lachsfrikadelle und fruchtiger Mango-Salsa…

…und los geht’s mit den Burgerbrötchen.

Grüne Kräuter-Buns

Zutaten:

50 ml Olivenöl

1/2 Bund Petersilie

1/2 Bund Dill

10 g frische Hefe

1 gehäufter Teelöffel Zucker

250 g Mehl

1 gestrichener Teelöffel Salz

1 Ei

125 ml lauwarmes Wasser

etwas Schwarzkümmel zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Hefe in eine Tasse geben und mit dem Zucker bestreuen. Beiseite stellen, bis die Hefe sich von alleine verflüssigt hat.

Petersilie und Dill mit dem Olivenöl pürieren.

Mehl und Salz in eine Schüssel geben und miteinander vermischen. Das Ei trennen. Das Eiweiß wird später zum Bepinseln der Buns gebraucht. Das Eigelb mit dem Kräuteröl, dem Wasser und der nun flüssigen Hefe zum Mehl geben und alles gut zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.

Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals gut durchkneten. Entweder ca. 2 cm dick ausrollen und in der gewünschten Größe ausstechen (ich habe einen Blumenausstecher mit ca. 6 cm Durchmesser verwendet) oder einfach zu Kugeln rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Erneut mit dem Küchenhandtuch abdecken und noch einmal 20 Minuten ruhen lassen. Anschließend das Eiweiß mit einem Backpinsel auf die Buns auftragen und jedes mit etwas Kreuzkümmel bestreuen. Nun ab damit in den Ofen, für 15 – 20 Minuten. Die Burger-Buns sind gar, wenn sie beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.

Lachsfrikadellen

Zutaten:

500 g Lachsfilet ohne Haut und Gräten

2 Scheiben Toastbrot

125 ml Milch

2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

1 Ei

etwas abgeriebene Limettenschale

Saft einer halben Limette

1 Esslöffel Aprikosenmarmelade

ca. 1 cm frisch geriebenen Ingwer

1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt

1/2 rote Chilischote, ohne die Kerne sehr fein gewürfelt

1 handvoll frische Korianderblätter (ersatzweise glatte Petersilie), fein geschnitten

Salz, Pfeffer und Paprikapulver nach Geschmack

Neutrales Öl zum Braten

Zubereitung:

Die Toastbrotscheiben mit der Milch in einer Schüssel einweichen lassen. Den Lachs in kleine Würfel schneiden und die Hälfte davon fein pürieren. Alle Zutaten zum eingeweichten Brot geben und zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.

Öl in einer Pfanne erhitzen und aus der Masse geformte Frikadellen (von der Größe her passend zu den Buns) braten.

Mango-Salsa

Zutaten:

1 reife Mango, geschält, vom Stein befreit und fein gewürfelt

1/2 Chili, ohne die Kerne sehr fein gewürfelt

1/2 rote Zwiebel, fein gewürfelt

1/3 Salatgurke, entkernt und fein gewürfelt

1 Esslöffel Zitronensaft

Salz und etwas Agavendicksaft zum Abschmecken

Zubereitung:

Alle Zutaten miteinander vermengen und etwas durchziehen lassen.

Avocado-Wasabi-Creme

Zutaten:

1 kleine Avocado

Saft einer halben Limette

ca. 8 cm Wasabipaste aus der Tube

Salz und etwas Agavendicksaft nach Geschmack

Zubereitung:

Alle Zutaten miteinander pürieren, abschmecken – fertig!

Und nun darf endlich geschichtet werden 🙂

Ein Burgerbrötchen aufschneiden und auf beide Hälften etwas Avocado-Wasabi-Creme steichen. Auf die untere Hälfte habe ich dann ein Salatblatt, ein paar Scheiben frische, fein gehobelte rote Beete und die Lachsfrikadelle gelegt. Nun die Mango-Salsa und den Deckel oben drauf…

…guten Appetit!

Schnelles Bananenbrot

Hier mal ein ganz fixes Rezept, falls mal wieder die Bananen zu schnell braune Punkte bekommen haben.

Den Backofen auf 160°C Umluft (180°C Ober-und Unterhitze) vorheizen. Eine kleine Kastenform mit Backpapier auslegen und nun kann es auch schon losgehen…

Katie’s Blitz-Bananenbrot

Zutaten:

2 reife Bananen
50 ml Rapsöl
2 Esslöffel Hafermilch
50 g Kokosblütenzucker
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze geriebene Muskatnuss
etwas geriebene Vanilleschote
etwas geriebene Orangenschale
1 Prise Steinsalz
20 g gemahlene Mandeln
150 g Dinkelmehl
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
50 g gehackte Haselnüsse

Zubereitung:

Die geschälten Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Alle Zutaten bis auf die Hälfte der gehackten Haselnüsse nach und nach hinzugeben und alles mit einem Handrührgerät gut durchmixen. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und die zurück behaltenen gehackten Haselnüsse darüber streuen. Das Bananenbrot 50 Minuten backen – fertig!

Und so schnell wie es gemacht ist…ist es auch aufgegessen 😀

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen schönen Start in die neue Woche.

Klaushähnchen

Die meisten von Euch werden sich jetzt wahrscheinlich fragen: „Klaushähnchen? Was soll das denn sein?“ Da ich genau das sehr schade finde, möchte ich das heute ändern und Euch das Rezept verraten.

Beim Klaushähnchen handelt es sich um ein süßes Gebäck aus Hefeteig, gewürzt mit Anis, bestrichen mit Butter und ordentlich in Zucker gewälzt. Seinen Ursprung hat es im schönen Tecklenburger Land, genauer gesagt – in Mettingen. Vor über 100 Jahren wollte ein pfiffiger Bäckermeister den Kindern im Dorf zum Nikolaustag eine besondere Freude machen und erfand kurzer Hand das köstliche Federvieh. Seitdem sind Klaushähnchen dort in der kalten Jahreszeit nicht mehr wegzudenken. Große und kleine Süßschnäbel freuen sich schon auf St. Martin, wo sie ebenso wie am Nikolaustag, gerne verteilt werden. Eigentlich die ganze Adventszeit erfreut sich das Geflügel größter Beliebtheit. Das Backen lohnt sich, ich verspreche es Euch!

Klaushähnchen

275 g Weizenmehl

150 ml lauwarmes Wasser

75 g Butter

1 Päckchen Trockenhefe

20 g Anis, ganz

2 Teelöffel Puderzucker

1 gestrichenen Teelöffel Salz

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat.

Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 1 cm dick ausrollen. Mit einem Huhn-Ausstecher ausstechen und die Vögel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit einem Küchenhandtuch bedeckt nochmals 15 Minuten ruhen lassen.

Den letzten Rest Teig habe ich in meinen Ausstecher gedrückt und ihn darin für die 15 Minuten die Form ausfüllen lassen, so bekommt auch der teigrest noch die richtige Form.

Jetzt ab damit in den Ofen, für 12-15 Minuten. Sie sollten nicht zu dunkel werden.

In dieser Zeit einen Esslöffel Butter zerlassen und Zucker in eine Schüssel schütten, die groß genug ist, um die Klaushähnchen gut darin zu wälzen.

Nach Ende der Backzeit die noch heißen Klaushähnchen von allen Seiten mit der zerlassenen Butter bepinseln, im Zucker wälzen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Frisch schmecken sie am Besten 🙂

Von Herzen eine schöne Adventzeit und viel Spaß beim Nachbacken!

Rhabarberrhabarberrhabarber…

Rhabarber

Ja, ja… Rhabarber. Ich glaube kein Gemüse spaltet die Nation mehr als diese seltsame, saure, jedoch auch imposnate und gesunde Pflanze. Rhabarber liebt man, oder man freut sich, wenn er endlich blüht und der Rhabarberspuk endlich sein jähes Ende findet. Ich gehöre übrigens (völlig überraschend) zur Rhabarberliebe-Fraktion. Rhabarbersirup, Rhabarbersaft, Rhabarberkuchen…ich kann gar nicht genug davon bekommen.

Wenn man sich aber mal im Netz umschaut, nach netten Rhabarberkuchenrezepten stolpert man eigentlich ständig über die geichen Ideen. Also habe ich mir kurzerhand mal wieder selber Gedanken gemacht.

Rhabarberrolle_3

Es gibt Bisquitrolle mit Rhabarber und Baiser. Das Besondere an dieser Rolle ist, dass sie dünner gebacken wird, als gewöhnliche Bisquitrollen und somit von der Querseite her aufgerollt wird. Dadurch ergibt sich mit Füllung nicht nur eine jämmerliche Umdrehung, sondern mehr. Es entsteht eine richtige Schnecke, die auch beim Aufschneiden der Rolle viel schöner aussieht.

Katies Rhabarber-Bisquitrolle

Für die Rhabarberfüllung:

4 Stangen Rhabarber, geputzt, geschält und in ca. 0,5 cm große Scheiben geschnitten

4 Esslöffel Zucker

1 Päckchen roter Tortenguss

1 Becher Schmand

50 g Baiser

 

Für den Teig:

4 Eier, getrennt

1 Prise Salz

100 g Zucker

100 g gesiebtes Mehl

1 gestrichener Teelöffel Backpulver

 

Zum Bestreichen und zur Verzierung:

200 g Sahne

1 Sahnesteif

! Teelöffel Vanillezucker

100 g Baiser

 

Den vorbereiteten Rhabarber in einem Topf mit 2 Esslöffel Zucker weich kochen und abkühlen lassen. Das kann man sehr gut schon am Vortag machen.

Für den Teig die Eier trennen und die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen. Den Zucker nach und nach zum Eigelb geben und bitte so lange schlagen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat und eine weißliche dicke Masse entstanden ist. Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver kurz unterrühren und die Teigmasse rechteckig (nicht den Rand des Blechs berührend) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 190°C Ober- und Unterhitze für 8-10 Minuten backen.

In der Zwischenzeit ein Küchenhandtuch ausbreiten und dünn mit Zucker bestreuen.

Wenn der Bisquit fertig ist, ihn herausnehmen und direkt auf das vorbereitete Zuckerhandtuch stürzen. Ein nasses Küchenhandtuch auf das nun oben liegende Backpapier legen und 5 Minuten einwirken lassen. Nach dieser Einwirkzeit lässt sich  das Backpapier mühelos abziehen. Den Bisquit mit dem Zuckerhandtuch von der Querseite her fest einrollen und grad so liegen lassen.

Rhabarberrolle_1

Den Tortenguss mit 2 Esslöffel Zucker in einem Kochtopf mischen und das erkaltete Rhabarberkompott hinzu geben. Alles gut verrühren und kurz aufkochen.

Alles Baiser in einen Beutel geben und mit einer Teigrolle zu Bröseln klein klopfen.

Die Bisquitrolle wieder aufrollen und innen mit dem Schmand bestreichen. 50 g Baiserkrümel darauf verteilen und anschließend das Rhabarberkompott gleichmäßig auf die Rolle streichen.

Rhabarberrolle_2

Die Biquitrolle stramm zusammenrollen. Die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif steif schlagen und auf die Rolle streichen. Die restlichen Baiserbrösel auf dem Zuckerhandtuch verteilen und die Rhabarberrolle mit der Sahneschicht über den Baiser rollen, so dass die Baiserkrümel daran kleben bleiben.

FERTIG!!!

Rhabarberrolle_4

Ich wünsche Euch eine leckere Rhabarberzeit!

 

 

 

Blaubeer-Veilchentorte

Blaubeer_Veilchen_Torte_2

Keine Lust auf Rüblitorte? Dann habe ich hier einen Traum in Violett – nicht nur für die Oster-Kaffeetafel. Ich liebe ja Veilchen aller Art 🙂 ob  die kleinen Duftveilchen, die bis vor kuzer Zeit noch vor meiner Haustür geblüht haben, die kleinen bunten Hornveilchen oder die lustig dreinblickenden Stiefmütterchen…ich liebe sie alle!

Und heute nicht nur im Garten, sondern auch in meiner Torte, zusammen mit prallen, frischen Blaubeeren.

Blaubeer-Veilchentorte

Zutaten für den Boden:

180 g Mehl

100 g Butter

60 g Puderzucker

3 Esslöffel gemahlene Mandeln

2 Esslöffel Kakao

1 Ei

1 Prise Salz

1 halbe geriebene Tonkabohne

etwas Butter für die Form

Blaubeer_Veilchen_Torte_3

Zutaten für die Füllung:

450 g TK-Blaubeeren, aufgetaut und mit ihrem Saft püriert

ca. 250 ml Veilchensirup

Saft und Schale einer halben Zitrone

400 g Schmand

400 g Magerquark

1 Esslöffel Speisestärke

2 Päckchen Puddingpulver Sahnegeschmack

150 g Puderzucker (50 g für den Pudding, 100 g für die Quarkmasse)

3 Esslöffel Blaubeerkonfitüre

1 Handvoll frische Blaubeeren, ein paar Veilchenblüten zum Verzieren (unbedingt essbare Blüten verwenden)

Blaubeer_Veilchen_Torte_4

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier auskleiden. Alle Zutaten für den Schokomürbeteigboden gut miteinander verkneten, in Frischhaltefolie einwickeln und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit die pürierten Blaubeeren in einen Messbecher geben und mit Veilchensirup bis auf eine Menge von 500 ml auffüllen. Diese Masse in einen Topf schütten, in einer Schüssel das Puddingpulver mit 50 g Puderzucker mischen und mit etwas kalter Blaubeer-Veilchenmischung anrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die Blaubeermasse zum Kochen bringen und das glattgerührte Puddingpulver einrühren. Den Pudding kurz aufkochen lassen, in eine Schüssel füllen und direkt mit Frischhaltefolie bedecken, damit sich beim vollständigen erkalten keine Haut bildet.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, die Hälfte davon auf dem Boden der Springform verteilen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im vorgeheizten Backofen 15 Minuten vorbacken.

Schmand, Quark, Zitronenschale und -saft, 100 g Puderzucker, die Stärke und den abgekühlten Blaubeerpudding sorgfältig miteinander verrühren.

Den Rand der Springform buttern und mit dem restlichen Teig auskleiden. Die Blaubeer-Quarkmischung in die Form füllen und die Torte 1 Stunde und 10 Minuten backen.

Nachdem die Blaubeer-Veilchentorte vollständig abgekühlt ist, die Blaubeerkonfitüre mit etwas Veilchensirup verrühren und oben auf der Torte verteilen. Zum Schluss mit den frischen Früchten und den Blüten verzieren.

Blaubeer_Veilchen_Torte_1

Lasst es Euch schmecken! Ich wünsche Euch von Herzen ein wunderbares Osterfest!

 

Zitronenhähnchen

Zitronenhuhn_2

Ein kleiner Vorgeschmack auf den Sommer…der herrliche Duft von frisch aufgeschnittenen Zitronen versetzt mich sofort in Sommerlaune! Mit Kräuter-Safranreis ist dieses Zitronenhähnchen das perfekte Gericht für unbändige Vorfreude auf den Sommer, auch wenn sich draußen die Temperaturen noch im einstelligen Bereich bewegen.

Zitronenhuhn_1

Zitronenhähnchen

4 Hähnchenkeulen, jeweils in zwei Teile zerteilt

1 Biozitrone, in Scheiben geschnitten

4 Esslöffel Olivenöl

100 ml Hühnerbrühe

½ Knolle frischer Knoblauch, in Zehen zerteilt

Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß

 

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Hähnchenteile mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß einreiben und in einem ofenfesten Bräter in dem Olivenöl rundherum anbraten. Knoblauch dazu geben und kurz mitbraten. Die Zitronenscheiben hinzufügen und mit der Hühnerbrühe ablöschen. Den Bräter in den vorgeheizten Ofen schieben und das Zitronenhuhn 20 Minuten garen. Zum Schluss für ca. 10 Minuten den Grill einschalten, so dass das Fleisch knusprig wird.

Dazu passt knuspriges, frisches Brot oder Basmatireis, gekocht mit etwas Salz, Öl und Safran, gemischt mit frischem Koriander, Dill und einer Handvoll Rosinen.

Zitronen

Genießt den Frühling und freut Euch auf den Sommer 🙂