Mohnzöpfe bunt belegt

Da die einfachsten Rezepte oft die besten sind, habe ich hier gleich drei davon.

Mohnzopf bestrichen mit einer würzigen Butter, angereichert mit frisch gekeimten Radieschensamen und rosa Pfefferbeeren. Dazu gibt es einfach ein eingelegtes Rote Bete-Ei.

Mohnzopf

Zutaten:

500 g Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl)

1 Päckchen Trockenhefe

1 Teelöffel Salz

300 ml lauwarmes Wasser

Mohnsaat zum Bestreuen

Zubereitung:

Mehl, Salz und Hefe in einer Rührschüssel miteinander verrühren. Das Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.

Alles nochmals gut durchkneten. Eventuell noch etwas Mehl unterkneten, sollte der Teig zu sehr kleben. Den Teig in drei gleich große Stücke teilen and jedes Stück zu einem Strang rollen. Die Enden an einer Seite miteinander verbinden und aus den drei Strängen einen Zopf flechten. Die Enden unter das Brot schieben, so dass der Abschluss schön aussieht. Das Brot entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, oder in eine passende, gefettete und mit Mohnsaat ausgestreute Kastenform legen. Ich habe zwei kleine Kastenformen befüllt, denn ich finde so ein kleiner Mohnzopf ist auch ein sehr schönes Mitbringsel zum Osterfrühstück. Den Zopf mit etwas lauwarmem Wasser bestreichen und ordentlich mit Mohnsaat bestreuen. Mit einem Küchenhandtuch abgedeckt erneut 30 – 40 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 220°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Das Brot 30 – 40 Minuten backen. Da jeder Ofen etwas anders backt, den Zopf nach 30 Minuten im Auge behalten, damit er nicht zu dunkel wird. Das Brot ist fertig, sobald es hohl klingt, wenn man auf die Kruste klopft.

Letzte Woche waren meine Radieschensamen in Ihrem Keimglas fertig gekeimt und warteten nun in einem Sieb im Kühlschrank auf ihren Verzehr. Da ich so schnell keine Verwendung für sie hatte, habe ich die Kleinen einfach in ein Päckchen Butter gekneten. Abgeschmeckt mit etwas abgeriebener Zitronenschale (Bio), einem Spritzer Zitronensaft, zwei Teelöffeln rosa Pfefferbeeren, einem Teelöffel Honig, Salz und Pfeffer ist eine würzige, schmackhafte bunte Butter mit einer angenehmen Schärfe daraus geworden. Sie lässt sich gut als Rolle einfrieren und kann dann einfach Portionsweise abgeschnitten werden.

Rote Bete-Eier

6 hartgekochte Eier, ohne Schale

300 ml Rote Bete Saft

200 ml Essig

1 Teelöffel Agavendicksaft

Rote Bete Saft mit Essig und Agavendicksaft verrühren. Die gekochten, gepellten Eier über Nacht in die Flüssigkeit legen. Sie müssen vollständig bedeckt sein.

Fertig! 🙂 Das war’s schon. Ich wünsche Euch von Herzen viel Spaß beim Nachmachen und Genießen!

Müslistangen

Eigentlich stand für heute lustiges Faschingsgebäck auf dem Plan. Anlässlich der aktuellen Ereignisse habe ich mich dann aber doch lieber für Nervennahrung entschieden. Ich denke, die können wir alle gut gebrauchen. Haferflocken, Nüsse und Trockenfrüchte können da tatsächlich helfen, denn sie liefern viele nervenstärkende B-Vitamine.

Müslistangen

Zutaten:

150 g Roggenmehl

100 g Roggenschrot

250 g Dinkelmehl

1 Päckchen Trockenhefe

50 g Walnüsse, grob gehackt

50 g Mandeln, grob gehackt

6 Esslöffel Haferflocken

2 Esslöffel Leinsamen

60 g getrocknete Aprikosen

60 g eingeweichte Rosinen

300 ml warmes Wasser

8 Esslöffel Ahornsirup

1 Prise Salz

Ausserdem:

Haferflocken und Leinsamen zum Wälzen

Zubereitung:

Roggenmehl, Schrot und Dinkelmehl in einer großen Schüssel mit Salz und Trockenhefe mischen. Wasser und Ahornsirup unterrühren und die restlichen Zutaten hinzufügen. Den Teig 10 Minuten gut durchkneten. Das geht am besten mit einer Küchenmaschine. Mit einem Küchentuch abgedeckt 1,5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Der Teig braucht etwas länger um zu gehen, da er durch all die Zutaten schwerer ist, als ein einfacher Hefeteig aus feinem Weizenmehl.

Den Teig in acht gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Rolle formen, in einem Gemisch aus Haferflocken und Leinsamen wälzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Teiglinge mit einem Küchenhandtuch abgedeckt nochmals eine halbe Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Die Müslistangen 25 Minuten backen.

Nachdem sie vollständig abgekühlt sind, lassen sie sich nach Herzenslust belegen. Hier bei mir einfach mit Quark, Birne und etwas Ahornsirup. Etwas mehr Ahornsirup 😂

Mohnschneckenherz

Dein ist mein ganzes Mohnschneckenherz! Passend zum morgigen Valentinstag möchte ich euch mein süßes Backwerk in Rosarot nicht vorenthalten. Liebe Liebenden, noch ist Zeit zum Nachbacken!

Mohnschneckenherz

Zutaten für den Teig:

500 g Weizenmehl Type 550

1 Päckchen Trockenhefe

75 g Zucker

1 Prise Salz

250 ml warme Milch

50 g geschmolzene Butter

1 Ei

Zubereitung:

Mehl, Hefe, Salz und Zucker in eine große Schüssel geben und gut miteinander vermischen. Das Ei, warme Milch und zerlassene Butter hinzufügen und alles gut zu einem glatten Teig verkneten. Die Schüssel mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis der Teig sich in etwa verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit bereiten wir die Mohnmasse für die Füllung zu.

Zutaten:

150 ml Milch

50 g Butter

100 g Zucker

150 g Dampfmohn

Optional 2 Esslöffel eingelegte Rumrosinen + ein Esslöffel Rum 😉 (ich habe immer in einem Glas mit Schraubverschluss Rosinen in Rum eingelegt. Sie halten sich ewig und man hat immer welche vorrätig, wenn man sie mal braucht)

Zubereitung:

Milch, Butter und Zucker unter Rühren erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Mohn hinzufügen und alles zu einer homogenen Masse verrühren. Zum Schluss die Rosinen und den Rum unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und die Masse ausquellen lassen.

Wenn der Teig sich verdoppelt hat, wird er auf einer bemehlten Fläche ca. 0,5 mm dick zu einem Rechteck ausgerollt. Die Mohnmasse gleichmäßig darauf verteilen und euer Rechteck von der langen Seite her aufrollen. Die Rolle in etwa 3 cm breite Stücke schneiden und diese in einer gefetteten Herzform verteilen. Wenn die Form voll ist, und noch Stücke übrlg sind, könnt ihr diese einfach als einzelne Schnecken fertig backen, oder ihr füllt eine zweite kleine Form mit dem Rest. Die Schnecken nochmals eine halbe Stunde ruhen lassen und mit einem verquirlten Ei bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober- und Unterhitze 15 Minuten goldbraun backen.

Sobald euer Mohnschneckenherz abgekühlt ist könnt ihr es entweder einfach mit Puderzucker bestreuen, oder mit Zuckerguss bekleckern. Hierfür braucht ihr etwa 150 g Puderzucker und etwas Zitronensaft. Gebt den Zitronensaft langsam unter Rühren hinzu, bis der Guss die richtige Konsistenz hat (er sollte nicht zu flüssig sein). Ich habe noch etwas pinkfarbene Lebensmittelfarbe hinzugegeben, schließlich feiern wir morgen das Verliebtsein mit rosaroter Brille auf Wolke 7 💕💕💕 Ein paar rosa Zuckerperlen können auch nicht schaden 😄

Habt eine verliebte, zuckersüße Woche!

Smoothie-Cake

Wieso Smoothie-Cake? Nun ja, weil einer drin ist. Beim Aufräumen meines Kühlschranks fiel mir gestern ein vergessener true fruits Lebkuchensmoothie in die Hände. Da mir irgendwie nicht der Sinn danach stand, jetzt noch eine geballte Ladung Weihnachten zu vernichten, habe ich ihn kurzerhand in einem Rührkuchen verbacken. Hat geklappt und wer keinen Lebkuchensmoothie mehr hat, der verbackt einfach seinen Lieblingssmoothie. Der Kuchen gelingt mit fast jeder Sorte. Vielleicht besser mit Frucht- als mit Gemüsesmoothie 😄.

Smoothie-Cake

Zutaten:

4 Eier

1 Prise Salz

250 g Zucker

250 ml Lieblingssmoothie

150 ml Sonnenblumenöl

100 g gemahlene Haselnüsse

300 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

etwas Fett und 1 Esslöffel Paniermehl für die Form

200 g Zartbitterkuvertüre für den Guss

Haselnusskrokant zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Eine Gugelhupfform einfetten und mit dem Paniermehl ausstreuen. Die Eier in einer Schüssel mit der Prise Salz aufschlagen. Nach und nach den Zucker hinzufügen. Die Eier so lange schlagen, bis eine weiße, dicke Masse entstanden ist. Smoothie, Öl und gemahlene Haselnüsse unterrühren. Zum Schluss Mehl und Backpulver in die Schüssel sieben und unterziehen. Den Teig in die vorbereitete Kuchenform geben und Euren Smoothie-Cake 45 Minuten auf der unteren Schiene bei 180°C backen. Vorsichtshalber den Stäbchentest machen: ein Holzstäbchen in den Kuchen stechen, wenn beim Herausziehen kein Teig mehr am Stäbchen klebt, ist der Kuchen fertig.

Ist der Kuchen vollständig abgekühlt, die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, den Smoothie-Cake damit überziehen und mit Haselnusskrokant bestreuen.

Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!

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Ofengemüse mit Bohnenpüree

Heute gibt es Ofengemüse und dazu ein Püree aus weißen Bohnen. Ein einfaches, ehrliches Essen ohne Schnickschnack. Warm, würzig, bunt – genau die richtige Mahlzeit für trübe Tage.

Ofengemüse

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ihr könnt jedes Gemüse verwenden, das gerade Saison hat, oder was Ihr noch so in Eurem Kühlschrank findet. Bei mir waren das heute

1 Handvoll Rosenkohlröschen, halbiert und den Stunk einmal eingeschnitten

2 große Karotten, geschält und in Stücke geschnitten

1/2 Fenchelknolle, in grobe Stücke geschnitten

4 kleine rote Zwiebeln, geschält und halbiert

1/2 Radiccio, in Achtel geteilt

1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt

Das vorbereitete Gemüse in eine große Schüssel geben. Etwa 3-4 Esslöffel Olivenöl darüber geben. Etwas Salz und Pfeffer dazu und die Radicciostücke mit etwas braunem Zucker einreiben. Zu guter Letzt habe ich noch 2 Teelöffel der Gewürzzubereitung Café de Paris von Rosemary & Co untergemischt. Ihr könnt aber auch einfach Eure Lieblingsgewürze oder Kräuter verwenden.

Das Gemüse auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und 40 Minuten im vorgeheizten Backofen garen.

Bohnenpüree von weißen Bohnen

2 kleine Dosen weiße Bohnen (Abtropfgewicht 240 g),
abtropfen lassen und etwas von der Flüssigkeit aufheben

1 Esslöffel Olivenöl

1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt

etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone

etwas Zitronensaft

Salz, Pfeffer

1 Prise Zucker

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Knoblauchzehe darin kurz anschwitzen. Die abgetropften Bohnen dazu geben und etwa eine halbe Tasse von der Flüssigkeit. Alles bei geschlossenenm Topf kurz aufkochen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Die Bohnen mit einem Pürierstab fein pürieren. Eventuell noch etwas Flüssigkeit dazu geben. Das Püree mit Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale herzhaft abschmecken.

Das Püree mit dem Ofengemüse anrichten und ein paar Granatapfelkernen darüberstreuen. Fertig ist ein herrlich duftendes Wohlfühlessen!

Ach ja!
Ist Euch was aufgefallen?
Nicht? 😃
Ist vegan!
Und Low Carb!

Einfach mal probieren! Habt eine gemütliche Woche!

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Schoko-Pavlova mit Hollunderbirnen

Eiweiß übrig? Fein! Die beste Voraussetzung zum Backen einer knusprigen, luftigen Pavlova! Diesmal herrlich schokoladig mit gut durchgezogenen Holunderbirnen. Und mit denen fangen wir auch gleich mal an, denn – je länger sie in ihrem würzigen Sud liegen – desto intensiver werden Farbe und Geschmack.

Hollunderbirnen

4 feste Birnen, geschält, halbiert und vom Kerngehäuse befreit

750 ml Holundersaft (Direktsaft ohne Zuckerzusatz)

3 Nelken

1 Zimtstange

5 Kardamomkapseln, angedrückt

2 Sternanis

3 Scheiben frischen Ingwer

1 Stückchen Zitonenschale einer unbehandelten Zitrone

Saft einer halben Zitrone

3 Esslöffel Puderzucker

Die Gewürze in einemTeebeutel mit dem Holundersaft und dem Puderzucker in einen Topf geben. Kurz aufkochen und 20 Minuten simmern lassen. Die halben Birnen in den Sud legen. Alles 5 Minuten leise köcheln lassen. Den Topf von der Platte nehmen und die Birnen im Sud auskühlen lassen. Am besten über Nacht an einem kühlen Ort durchziehen lassen. Anschließend die Birnen herausnehmen und den Holundersaft so lange kochen lassen, bis er sich etwa um die Hälfte reduziert hat. Den so entstandenen Sirup vollständig abkühlen lassen. Nun können die Birnen zurück in den Sirup, bis sie gebraucht werden. Im Kühlschrank halten sie sich so ein paar Tage, lassen sich also prima vorbereiten.

Pavlova – ein bisschen zusammengefallen – aber nun ja…
sieht man nicht mehr, wenn ordentlich Sahne oben drauf kommt 😅

Schoko-Pavlova

6 Eiweiß

1 Prise Salz

1 Messerspitze Weinsteinbackpulver

250 g Puderzucker

5 Teelöffel Backkakao

1 Teelöffel Stärke

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen

1 Esslöffel Apfelessig

Den Backofen auf 130°C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Eiweiß mit der Prise Salz aufschlagen und nach und nach den Zucker hinzugeben, bis eine weiße, glänzende, fluffige Masse entsteht. Zum Schluss den Essig hinzufügen und Stärke, Weinsteinbackpulver, Kardamom und Kakao über die Masse sieben und kurz unterheben.

Den Schokoeischnee in der Mitte des Backblechs in einem Kreis von etwa 20 cm hübsch auftürmen. Dies gelingt mal mehr, mal weniger gut. Bei mir diesmal weniger 😂. Das macht aber nichts. Die Pavlova 100 Minuten backen. Anschließend den Ofen auschalten und die fertige Pavlova 6 Stunden im Backofen auskühlen lassen, ohne die Backofentür zu öffnen.

500 ml Sahne mit 4 Teelöffel Vanillezucker steif schlagen und auf der vollständig abgekühlten Schoko-Pavlova verteilen. Die Birnenhälften darauf drapieren und etwas von dem Holundersirup darüber verteilen.

Und nun? Nur noch genießen.
Habt eine süße Woche!

Wem schon mehr der Sinn nach Frühling steht, der findet hier eine Erbeerpavlova 😊

Neujahrsbrezel

Guten Morgen 2022!

Hier in der Pfalz ist es üblich, das neue Jahr mit einer frisch gebackenen Neujahrsbrezel zu begrüßen. Das goldbraune, süße Hefegebäck wird gerne mit herzlichen Glückwünschen zum Jahreswechsel an Freunde und Familie verschenkt. Ein sehr schöner Brauch, wie ich finde.
Also nichts wie ran an die Hefe und los geht’s!

Beim Teig für meine Brezel habe ich mich diesmal für ein altes Hefeteig-Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner lieben Oma Käte entschieden. Überschrift des Rezepts: „Guter Hefeteig“. Ich gebe zu, der Teig ist sehr reichhaltig mit seinen 6 Eigelb.
Aber – für das neue Jahr selbstverständlich nur das Allerbeste! Genau richtig also 🙂

Neujahrsbrezel

Zutaten:

50 g frische Hefe + 1 Teelöffel Zucker

500 g Weizenmehl

60 g Vanillezucker

1 Prise Salz

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen

120 g zerlassene Butter

100 ml warme Milch

6 Eigelb

etwas abgerieben Schale von einer unbehandelten Orange

1 Ei und etwas Milch zum Bestreichen

Hagelzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Bröckelt zunächst die Hefe in eine Tasse und streut den Teelöffel Zucker darüber. Lasst die Mischung so lange stehen, bis die Hefe sich verflüssigt hat. Mischt nun zuerst das Mehl mit Vanillezucker, Kardamom und der Prise Salz. Fügt anschließend die zerlassene Butter, Milch, Orangenschale und die flüssige Hefe hinzu und verknetet alles gut, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Hefeteig mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.

Aus 2/3 des Teiges eine Brezel formen. Aus dem restlichen Drittel drei Stänge rollen und einen Zopf flechten, der auf den Brezelbauch passt. Die Brezel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Ein Ei mit etwas Milch verquirlen, die Brezel damit zwei Mal mit einem Abstand von 10 Minuten bestreichen und zum Schluss mit Hagelzucker bestreuen.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 10 Minuten nach dem letzten Bestreichen die Brezel in den Backofen schieben und die Temperatur auf 180°C herunterregeln. Die Backzeit beträgt ca. 25 – 30 Minuten. Eure Neujahrsbrezel sollte nicht zu dunkel werden.

Jez winsch’ ich Eich für‘s naie Johr e Bretzel wie e Schaierdoor! (Ich wünsche Euch für’s neue Jahr eine Brezel, so groß wie ein Scheunentor)

Alles, alles Gute, ganz viel Glück und vor allem bleibt gesund!

Pfälzer Rahmkuchen

Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist goldbraun …

Genau! Ein frisch gebackene Pfälzer Rahmkuchen!

Einer der leckersten Kuchen hier in der Pfalz, wenn ihr mich fragt. Fluffiger, süßer Hefeteig trifft auf eine herrlich sahnige Creme mit einem Hauch von Zimt. Dazu schmeckt ein kleiner, starker Espresso oder natürlich eine kühle, prickelnde Rieslingschorle 😂

Pfälzer Rahmkuchen

Zutaten für eine große Tarte- oder Springform:

1/2 Würfel Hefe + 1 Teelöffel Zucker

250 g Mehl

1 Esslöffel Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker

1 Prise Salz

1 Esslöffel zerlassene Butter

1/8 Liter warme Milch

etwas Butter zum Einfetten der Form

Für die Füllung:

600 g Schmand

200 ml Sahne

3 Eigelbe

100 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker

1 Päckchen Sahnepuddingpulver

Zimtzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Hefe in eine Tasse bröckeln und mit einem Teelöffel Zucker bestreuen. Solange stehen lassen, bis die Hefe sich verflüssigt hat. Vielleicht hin und wieder mal umrühren.

Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die warme Milch, die zerlassene Butter und die nun flüssige Hefe dazu geben und alles 5 Minuten lang gut miteinander verkneten. Den Teig mit einem Tuch abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in die gefettete Form legen.

Schmand, Sahne Eigelbe, Zucker, Vanillezucker und das Puddingpulver miteinander verrühren. Die Masse auf den Hefeteig gießen und gleichmäßig mit Zimtzucker bestreuen.

Den Rahmkuchen 20-25 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun backen.

Herzliche süße Grüße aus der schönen Südpfalz an den Rest der Welt!

Zitronenrisotto & Kabeljaufilet

Zitronen gehören für mich zum Sommer wie Apfelsinen zum Winter. Ganz weit vorne liegen sie natürlich verarbeitet zu Zitroneneis 😊 dicht gefolgt von selbstgemachter Zitronenlimo.

Aber abgesehen von erfrischenden, süß-sauren Leckereien passt die sonnengelbe Frucht auch pefekt in die herzhafte Sommerküche. Zu Fischgerichten ist sie zweifellos unverzichtbar.

Heute wird’s raffiniert, das kann ich schon mal versprechen. Gewöhnlich kann ja jeder… 😂

Es gibt ein cremiges Zitronenrisotto mit Zitronenthymian und ordentlich Zitronenaroma. Dazu zartes Kabeljaufilet getoppt mit Zitronen-Chili-Ingwer-Sirup, der dem Ganzen eine wirklich besondere Note verleiht. Entdeckt habe ich das Risotto und diesen Kracher-Sirup auf der Internetseite vom Magazin „Der Feinschmecker„.

Zitronen-Chili-Ingwer-Sirup

Zutaten:

2 Zitronen, unbehandelt (Schale von einer Zitrone, Saft von beiden)

1 rote Chilischote

20 g frischen Ingwer

75 g Zucker

Zubereitung:

Die Zitronen dünn schälen und die Schale in sehr feine Streifen schneiden. Die Chilischote halbieren und entkernen, den Ingwer dünn schälen. Chili und Ingwer ebenso in feinste Streifen schneiden.

Die Hälfte der Zitronenschale, die Chilistreifen und den Ingwer mit dem Zucker und dem Saft der beiden Zitronen in einem Topf aufkochen und 20 Minuten auf kleiner Stufe leicht köcheln lassen. Anschließend in ein Einmachglas füllen und abkühlen lassen.

Zitronenrisotto

Zutaten für 4 Portionen:

4-5 Zweige Zitronenthymian

fein geschnittene Schale einer Zitrone

2 Schalotten

1 Knoblauchzehe

75 g Butter

200 g Risottoreis

100 ml Weißwein

600 ml heiße Gemüsebrühe

75 g frisch geriebenen Parmesan

2 Esslöffel Crème fraîche

Ausserdem:

4 Kabeljaufilets

Saft einer Zitrone

Salz

2 Esslöffel Mehl

1 Esslöffel Butter

2 Esslöffel Olivenöl

Zubereitung:

Die Blättchen vom Zitronenthymian abzupfen und fein hacken. Schalotten und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.

Ein Esslöffel Butter in einem Topf auslassen. Schalotten und Knoblauch darin anschwitzen. Zitronenschale und den Reis hinzufügen, kurz mit anschwitzen und mit Weißwein ablöschen.

150 ml Brühe angießen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Dabei immer mal wieder umrühren. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Brühe aufgebraucht ist und der Reis nach ca. 18 Minuten bissfest gar ist.

In der Zwischenzeit die Kabeljaufilets waschen, trockentupfen, mit Zitronensaft beträufeln und salzen. In einer Pfanne Butter und Olivenöl erhitzen. Die Filets kurz in Mehl wenden und in der Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten.

Parmesankäse, Crème fraîche, die restliche Butter und den Zironenthymian zum Risotto geben und unterrühren. Das Zitronenrisotto auf tiefen Tellern anrichten. Jeweils ein Kabeljaufilet darauf legen und als Topping etwas von dem Zitronen-Chili-Ingwer-Sirup samt Streifen darüber verteilen. Ein paar Zweige Zitronenthymian machen das Bild perfekt – das Auge ist ja schließlich mit!

Lasst es Euch schmecken! Guten Appetit!

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Kerscheplotzer

Kerscheplotzer, Kirschenmichel, Kirschenjockel, Kirschenmännla oder -männchen … viele Namen, gemeint ist aber immer fast das Gleiche. Ein süßer Auflauf aus altbackenem Brot und Kirschen. Eine beliebte Süßspeise, die vorwiegend in Süddeutschland, oft in Kombination mit einer Suppe, als Hauptgericht auf den Tisch kommt. Die Rezepte unterscheiden sich leicht, je nach Region. Manche schlagen das Eiweiß extra, andere fügen Kakao hinzu. Wahrscheinlich gibt es beinahe so viele Variationen wie es Großmütter gibt.

Mein Rezept könnte einfacher nicht sein und geht ganz fix.

Kerscheplotzer

Zutaten für eine kleine Auflaufform ca. 15 x 24 cm:

etwa 150 g Weißbrotreste in 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten

500 g Kirschen

3 Eier

100 g Zucker

1 Teelöffel Vanillezucker

1 Prise Salz

geriebene Schale 1/2 Zitrone

1 gute Messerspitze Zimt

500 ml Milch

1 Schnapsgläschen Kirschwasser (optional)

etwas Butter zum Einfetten der Form

1 Esslöffel Paniermehl zum Ausstreuen der Form

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Auflaufform mit Butter ausstreichen und mit Paniermehl ausstreuen. Den Boden der Form mit der Hälfte der Weißbrotscheiben schuppenartig auslegen. Die Kirschen darauf verteilen. Man kann die Kirschen natürlich vorher entsteinen, das Original sieht das jedoch nicht vor. Es wird auf jeden Fall MIT Kirschkernen gebacken. „Plotze“ bedeutet nichts anderes als „spucken“. Vom Ausspucken der Kirschkerne hat der Kerscheplotzer also seinen klangvollen Namen und für viele kleine und große Kerscheplotzerfans ist diese Mahlzeit ohne Kerne einfach undenkbar.

Die Kirschen zum Abschluss mit der zweiten Hälfte Weißbrotscheiben wieder schön schuppenartig bedecken. Eier, Milch, Zucker, Vanillezucker, Salz, Zitronenschale, Zimt und Kirschwasser miteinander verquirlen und langsam über die Brotscheiben gießen, so dass diese sich gut vollsaugen können.

Den Kerscheplotzer im vorgeheizten Backofen 40 Minuten backen.

Vanillesoße

Zutaten:

500 ml Milch

1 Esslöffel Speisestärke

2 Esslöffel Zucker

1 Prise Salz

Mark einer halben Vanilleschote

2 Eigelb

Zubereitung:

100 ml Milch mit Speisestärke und Zucker glattrühren, so dass keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die restliche Milch mit Salz, Vanillemark und der ausgekratzten Schotenhälfte unter ständigem Rühren aufkochen. Die Stärkemischung unterrühren und kurz weiterköcheln lassen. Die Soße von der Kochstelle ziehen und die Vanilleschote herausnehmen. Die Eigelbe zum Temperaturausgleich mit 2-3 Esslöffel der heißen Soße verrühren und anschließend in die Vanillesoße rühren. Schon fertig! Die Soße schmeckt warm oder kalt.

Den noch warmen Kerscheplotzer mit der Vanillesoße servieren – am liebsten draußen. Herrlich sommerliche Resteverwertung, die garantiert Kindheitserinnerungen weckt!