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Gestovte Kartoffeln und Kopfsalat mit Zitronen-Sahne zum Fisch

Gestovte Kartoffeln? Im Süden völlig unbekannt, im Norden sehr beliebt zu Fisch und Kurzgebratenem. Heute geht es weiter mit Rezepten aus Omas Kochbuch. Dieses Essen mochte schon die kleine Katie gerne und ich liebe es auch heute noch. Verknüpft mit positiven Erinnerungen an eine liebevolle, behütete Kindheit vermitteln mir Familienrezepte wie diese immer wieder ein wohliges Gefühl von Dankbarkeit und Beständigkeit. Ich kann’s schwer beschreiben. Versteht mich jemand? 🤣

Gestovt bedeutet, dass gekochtes Gemüse in einer cremigen Sauce daher kommt. Entweder in einer Béchamel oder eben wie in diesem Rezept nur mit Milch. Kartoffeln enthalten selbst so viel Stärke, dass man kein Mehl benötigt, um eine sämige Sauce zu erhalten.

So! Jetzt geht’s aber los! 

Gestovte Kartoffeln

8 mittelgroße Kartoffeln 

1 Esslöffel Butter 

1 Zwiebel, fein gewürfelt 

200 ml Milch

1 Bund frische Petersilie, fein gehackt

Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss

Zubereitung:

Die Kartoffeln mit der Schale in Salzwasser weich kochen, pellen und in Stücke schneiden. Butter in einen Topf geben und die Zwiebelwürfel darin glasig braten. Sie sollten nicht braun werden. Die Milch hinzufügen, mit Salz und etwas Pfeffer würzen. Die Kartoffelstückchen dazu geben und die gestovten Kartoffeln leise köcheln lassen, bis die Milch ganz cremig geworden ist. Dabei öfter mal umrühren, damit nichts anbrennt. Zum Schluss noch etwas Muskatnuss darüber reiben und die Petersilie unterrühren.

Bei mir gab’s die gestovten Kartoffeln als Beilage zu knusprig panierten Fischstäbchen vom Kabeljaufilet. Einfacher Kopfsalat mit Omas Zitronen-Sahnedressing schmeckt super dazu. Den gab es früher eigentlich oft, ist bei mir aber irgendwie in Vergessenheit geraten. Das ändert sich jetzt wieder!

Omas Zitronen-Sahnedressing

Zutaten:

150 ml Sahne

Saft von 1 Zitrone

etwas abgeriebene Zitronenschale 

2 Teelöffel Zucker

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Alle Zutaten gut miteinander verquirlen oder in ein Glas mit Schraubverschluss füllen und kräftig durchschütteln. Dann wird die Sahne leicht geschlagen und das Dressing wird extra fluffig. Süß-sauer abgeschmeckt das Zitronen-Sahnedressing kurz vor dem Servieren über die Kopfsalatblätter gießen und kurz unterheben. Ein paar Röllchen Schnittlauch darüber streuen und guten Appetit!

Also eines steht fest – das gibt‘s jetzt wieder öfter!

Ganz viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!

Seelentröster Milchreis

Bevor es mit Omas Fischrezepten weitergeht, heute mal zur Abwechslung etwas Süßes fürs Gemüt. Es gibt Tage, da braucht es einfach tröstendes Soul Food. Was gibt es da besseres, als einen warmen, cremigen Brei voller Kindheitserinnerungen? Mit einem ordentlichen Stück Butter in der Mitte, das langsam vor sich hinschmilzt und oben drauf eine stattliche Portion Zimtzucker. Jaaaaaaa! Mögen wir! ☺️

Irgendwie habe ich aktuell das Gefühl, jeder Tag ist gerade ein Milchreistag. Man kann gar nicht so viel Wohlfühlessen in sich rein schaufeln, wie man Trost bräuchte.

Wenn es euch ähnlich geht, hier ist unser Kopf-hoch-Rezept. Umarmungen zum Löffeln sozusagen.

Milchreis

Zutaten:

1 Liter Milch 

1 Tasse Milchreis 

1 ordentliche Prise Salz 

etwas dünn abgeschälte Zitronenschale

Ausserdem:

1 Teelöffel Butter pro Portion

Zimtzucker

eingemachte Pfirsiche (oder Obst, das ihr am liebsten esst)

Zubereitung:

Die Milch mit Salz und Zitronenschale zum Kochen bringen. Den Milchreis hinzufügen und die Temperatur der Kochplatte etwas reduzieren. Den Milchreis unter regelmäßigem Rühren so lange leise köcheln lassen, bis er gar ist und eine schöne, cremige Konsistenz erreicht hat. 

Den fertigen, heißen Milchreis in eine Schüssel füllen, eine Kuhle in die Breimitte drücken und ein Stückchen Butter darin versenken. Zimtzucker nach Geschmack darüber streuen und schauen, wie sich die geschmolzene Butter ihren Weg zum Rand bahnt 🥰.
Wir essen am liebsten eingemachte Pfirsiche dazu.

Fühlt euch umarmt und habt noch einen entspannten Restsonntag❣️

Hier gibt’s noch eine vegane Alternative und die passenden eingemachten Pfirsiche zum Reis und falls ihr Milchreis übrig habt, hier noch ein Rezept für leckere Resteverwertung.

Gefüllte Paprikaschoten

Dieser Beitrag enthält freiwillige nichtbezahlte Werbung aufgrund von Nennung.

Manchmal bestimmen glückliche Umstände den Blogbeitrag… wie ihr vielleicht wisst arbeite ich hauptberuflich bei der Sabath Media GmbH als Grafikdesignerin und Foodstylistin. In der vergangenen Woche galt es hier für unseren Kunden Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG zahlreiche Lebensmittel in Szene zu setzen, ins rechte Licht zu rücken und zu fotografieren. Unter anderem hübsches frisches Gemüse, wie diese Paprikaschoten zum Beispiel. Nachdem die Fotos für gut befunden und vom Kunden freigegeben wurden, dürfen die „Gemüsemodels“ verteilt und gegessen werden. Darum heute auf unserer Speisekarte:

Gefüllte Paprikaschoten aus dem Ofen

Zutaten:

5 Paprikaschoten, den Deckel abgeschnitten und entkernt

Zutaten für die Füllung:

300 g Hackfleisch nach Wahl

1 Ei

1 kleine Dose Kidneybohnen, abgegossen (240 g)

1 Zwiebel, fein gewürfelt

2 Stangen Staudensellerie, in kleine Stückchen geschnitten

2 Knoblauchzehen, feingehackt

150 g Feta

1 Esslöffel Tomatenmark

2 Teelöffel Kräuter der Provence

Salz

Pfeffer

Zutaten für die Sauce:

1 kleine Dose stückige Tomaten (400 g)

2 Lorbeerblätter

Salz

Pfeffer

etwas Zucker

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten für die Füllung in eine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Die Füllug in fünf Teile aufteilen und die vorbereiteten Paprikaschoten damit füllen. Anschließend den jeweils dazu gehörigen Deckel auf die Schoten setzen. In einer Auflaufform (mit Deckel) die Zutaten für die Sauce miteinander verrühren und die gefüllten Paprikaschoten hinein stellen. Deckel drauf (oder die Form mit Alufolie verschließen) und im vorgeheizten Backofen 1 Stunde backen. Dazu schmecken Nudeln, Reis oder einfach ein schönes Stück Brot.
Guten Appetit❣️

Ein dickes Dankeschön 🌸 an Transgourmet & Sabath Media für die Extraportion Vitamine! 😊

Lieblingseintopf

Am vergangenen Wochenende hatte der Frühling Pause und der Winter hat noch einmal alles gegeben. Da war so ein wärmender, deftiger Eintopf genau das Richtige. Wie diese Suppenmahlzeit richtig heißt, weiß ich eigentlich selbst nicht so genau. Bei uns trägt sie den klangvollen Namen „Gurkengemüse“ (weil Gürkchen drin sind 🤣) und ist eines meiner liebsten Lieblingsessen aus Kindertagen. Schon immer mochte ich weiße Bohnen sehr gerne. Im Internet habe ich keinen vergleichbaren Eintopf gefunden, das erhärtet meine Vermutung: dieses Gericht ist ein bis heute gut gehütetes Familiengeheimnis –  g e w e s e n 😅.
Probiert’s mal aus, ihr werdet es lieben!

Gurkengemüse

Zutaten für den Eintopf:

250 g getrocknete weiße Bohnen

1 Liter Wasser zum Einweichen

2 Esslöffel Sonnenblumenöl

1 Zwiebel, gewürfelt

1 Liter Gemüsebrühe

4 Kartoffeln, geschält und gewürfelt

3 Karotten, geschält und gewürfelt

¼ Knollensellerie, geschält und gewürfelt

½ Stange Lauch in Ringe geschnitten

1 Tasse Erbsen (frisch oder TK)

4-5 Gewürzgurken, gewürfelt

einen guten Schuss Gurkensud

etwas frisch gehackte Petersilie

Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker

Zutaten für die Fleischbällchen:

etwas Sonnenblumenöl zum Anbraten

500 g Hackfleisch

1 Zwiebel, fein gewürfelt

1 Ei

2 Teelöffel Senf

2-3 Esslöffel Semmelbrösel

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Am Vorabend die getrockneten Bohnen mit dem Wasser übergießen und über Nacht einweichen lassen.

Das Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel kurz darin anschwitzen. Die abgegossenen Bohnen und die Gemüsebrühe hinzufügen und eine halbe Stunde kochen lassen.

In der Zwischenzeit die Zutaten für die Fleischbällchen gut miteinander verkneten und aus der Masse zwölf Bällchen formen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen darin rundherum goldbraun anbraten.

Nach der halben Stunde Kochzeit, das restliche Gemüse zu den Bohnen geben und alles nochmals 30 Minuten kochen lassen.

Zum Schluss die Gurkenwürfel und die Fleischbällchen zum Eintopf geben und alles nochmals etwa 20 Minuten lang durchziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und etwas Gurkensud herzhaft abschmecken.

Wenn’s mal richtig schnell gehen soll, kann man auch auf Konserven zurückgreifen.

Dann ist die Zutatenliste etwas kürzer und wir beginnen mit den Fleischbällchen.

Zutaten für die Fleischbällchen:

etwas Sonnenblumenöl zum Anbraten

500 g Hackfleisch

1 Zwiebel, fein gewürfelt

1 Ei

2 Teelöffel Senf

2-3 Esslöffel Semmelbrösel

Salz und Pfeffer

Zutaten für den schnellen Eintopf:

4 Kartoffeln, geschält und gewürfelt

¼ Liter Gemüsebrühe

1 große Dose weiße Bohnen mit Suppengrün

1 kleine Dose Erbsen und Möhren, abgegossen

4-5 Gewürzgurken, gewürfelt

etwas Gurkensud

Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Die Zutaten für die Fleischbällchen gut miteinander verkneten und aus der Masse zwölf Bällchen formen. Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen und die Fleischbällchen darin rundherum goldbraun anbraten. Die Kartoffeln dazu geben, die Gemüsebrühe angießen und 10 Minuten kochen lassen. Anschließend Bohnen, Erbsen und Möhren, Gurkenwürfel und Gurkensud hinzugeben, alles richtig heiß werden lassen und abschmecken. 

Lasst es euch gut gehen und habt eine hoffentlich sonnige Woche! ☀️