Schlagwort-Archive: Sirup

Holunderblütensirup

Blüten_1Blüten_3Blüten_2Blüten_4

Wunderschön steht der Holunder zur Zeit in allen Gärten und sonst auch überall. Kaum ein anderer Busch ist seit Jahrhunderten bekannt für seine positive Wirkung auf die Gesundheit, sowohl in der Blüte, als auch in der Frucht und wird dennoch oftmals als lästiger Bewohner unserer Gärten betrachtet: „das ist doch nur ein Hollerbusch, der kann weg… Nein, glücklich derjenige, der einen hat! Nicht an einer viel befahrenen Straße, sondern im eigenen Garten zum abernten!
Selbstgemachter Hollundersirup ist um ein vielfaches schmackhafter als ein gekaufter. Und darum erzähle ich Euch heute wie einfach es ist Holunderblütensirup selber herzustellen.

Ihr sucht Euch einen Holunderbusch, der irgendwo im nirgendwo steht, also vorzugsweise nicht an einer viel befahrenen Landstraße und schneidet mit friedlichem Einvernehmen des Baumes (Holunder soll man nicht verärgern, er ist das Tor zur Unterwelt, so sagt die Überlieferung) ca. 25 Blütendolden ab.

Blüten

Die groben Stiele abschneiden, die Blüten ohne Bewohner, aber möglichst nicht gewaschen und in einen großen Topf geben.

4 Liter Wasser

3 kg Zucker

600 ml Zitronensaft frisch gepresst

zusammen aufkochen und abkühlen lassen.

Von 5 Biozitronen dünn die Schale abschälen und zu den verlesenen Blüten geben.

Zitrone

Den abgekühlten Zuckersirup zu den Blüten und Zitronenschalen geben und alles 4 – 5 Tage stehen lassen. 1 mal täglich umrühren.

Sirup_Ansatz

Danach durch ein Sieb abgießen und nochmals durch ein Tuch abseihen.

Den fertigen Sirup nochmals aufkochen und in saubere Flachen abfüllen.

Nun – nur noch genießen!

Holunderbluetensirup

 

 

 

Quittenzauber

Aquarell

Roh ungenießbar, sind Quitten in gekochtem Zustand jedoch unschlagbar lecker.  Zuerst werden sie mit einem trockenen Tuch sorgfältig abgerieben um den Flaum auf der Schale zu entfernen.

Qitten_sauber

Wenn man es dann noch geschafft hat die harten Früchte zu zerteilen und von seinen Kernen zu befreien kann es auch schon losgehen.

Quitten_im_Topf

2,5 kg Quitten, in Stücke geschnitten zuerst einmal mit Dampf entsaften.

Saft

Quittensirup

Den Quittensaft mit der gleichen Menge Zucker und Vanille zum Kochen bringen. 5 Minuten köcheln lassen und in Flaschen abfüllen.

Saft_in_Flaschen
Der Sirup eignet sich zum Süßen von Salatsaucen und schmeckt gut in Rotkohl oder Sauerkraut. Zwei Teelöffel Sirup, eine Zimtstange und Sternanis mit heissem Wasser aufgegossen sind eine leckere Alternative zum Glühwein.

Übrig bleiben die ausgekochten Quittenstücke die sich nun wo sie weich sind gut weiter verarbeiten lassen.

Qittenstuecke

Quittenbrot

Quittenbrot ist eine fast vergessene Süssigkeit die früher oft auf den Weihnachtstellern lag. Hierfür nimmt man einfach

500 g gekochte Quittenfrüchte, püriert

500 g Zucker

Vanille und Zimt

und lässt alles leicht kochen bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtem Bachblech ca. 1 cm dick verstreichen und bei 100°C mit leicht geöffneter Ofentür (Kochlöffel dazwischen klemmen) mindestens 3 Stunden trocknen lassen.

Quittenbrot_Blech

Nach dem Abkühlen das Quittenbrot in Rauten schneiden und in einem Gemisch aus Puderzucker und braunem Zucker wälzen. Mit Pergamentpapier in einer Dose eingeschichtet sollte es bis nach Weihnachten halten, wenn es nicht vorher  aufgegessen ist…

Quittenbrot

Quittenmus

Die restlichen Quittenstücke, ebenso püriert, werden jetzt mit Zucker und Zimt nach Geschmack kurz aufgekocht und in Gläser gefüllt. Da das Mus, anders als Marmelade, nur wenig Zucker enthält sollten die Gläser nach dem Verschließen sterilisiert werden. Hierfür stellt man sie in einen ausreichend großen Topf mit Wasser (die Gläser sollten etwa 3/4 im Wasser stehen) und kocht sie 30 Minuten ein. Das Mus ist sehr lecker als Quitten-Crumble oder in Käsekuchen.

Kuchen_mit_Muss

Liebe Grüße aus meiner Küche…