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Nieren und Reis

Mir ist bewusst, dass Innereien nicht jedermanns Geschmack sind, aber hier geht es heute weiter mit einem Rezept aus Oma Kätes Kochbuch – es gibt Nieren und Reis (und es wird gegessen, was auf den Tisch kommt 🤣).

Oma wurde auf einem kleinen Bauernhof in Ramstedt/Schleswig-Holstein geboren. Hier verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend. Alles was auf dem Hof erwirtschaftet wurde war wertvoll. Die Anzahl der Tiere war überschaubar und wurde eines von ihnen geschlachtet, wurde ALLES verwertet, selbstverständlich auch die Innereien. So wuchs man einfach mit diesem Verständnis auf und kam gar nicht auf die Idee, daran irgendetwas seltsam zu finden.

“Roter Reis” war schon eines meiner Lieblingsessen, als ich noch sehr klein war. Und ich liiiiieeeeb’s einfach auch heute noch! An alle Nierchen-Freunde hier – probiert’s aus! Es lohnt sich wirklich, versprochen!

Nieren und Reis (“Roter Reis”)

Zutaten:

500 g Nieren, klein geschnitten und über Nacht gewässert

etwas Öl zum Anbraten 

1 große Zwiebel, gewürfelt 

2 Esslöffel Tomatenmark 

1 Tasse Reis

500 ml Brühe 

Zubereitung: 

Die Nierenstückchen abgießen, nochmals kurz abspülen und mit Küchenkrepp gut trockentupfen. Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Die Nierchen hinzugeben und von allen Seiten scharf anbraten. Das kann etwas dauern, da die Nieren beim Anbraten gerne nochmal Flüssigkeit abgeben. Sobald der Sud verdampft ist, das Tomatenmark hinzugeben und kurz mit anrösten. Den Reis dazu geben und die Brühe angießen. Die Nieren mit Reis bei geringer Hitze mit geschlossenem Deckel kochen, bis der Reis gar ist.

Guten Appetit! ❤️

Tante Ernas eingelegte Matjeshappen

Dieses Rezept aus Oma Kätes Kochbuch stammt ursprünglich von ihrer Tante Erna. Es eignet sich prima, wenn mal Matjesfilets übrig geblieben sind und man gerade keine essen möchte oder einfach, weil man eben ein großer Fan von sauer Eingelegtem Fisch ist. Die Matjeshappen schmecken prima zu einem Butterbrot oder auch zu Pell- oder Bratkartoffeln. Ich habe sie heute einfach mit frischer Roter Bete, Apfel, Gürkchen und einer zitronigen Schmand-Joghurtsauce zu Pellkartoffeln auf einen Teller gepackt. Ganz simpel, schnell gemacht und unglaublich lecker! 😋

Vor dem Essen kommt allerdings das Einlegen und zwei bis drei Tage sollten die Happen auch noch durchziehen.

Tante Ernas eingelegte Matjeshappen

Zutaten für ein 500 ml Glas:

4 Matjesfilets, in mundgerechte Stücke geschnitten

1 etwas größere Zwiebel, in feine Ringe geschnitten (hier eine rote, dann bekommen die Matjeshappen eine schöne Farbe)

2 Teelöffel Senfsaat

4 Lorbeerblätter

1 Tasse Wasser

1 Tasse Essig

Zucker nach Geschmack

Zubereitung:

Matjesstücke, Zwiebelringe, Senfsaat und Lorbeerblätter abwechselnd in ein Einmachglas schichten. Wasser und Essig zusammen aufkochen und mit etwas Zucker süß-sauer abschmecken. Den heißen Sud über die Matjesstückchen gießen und das Glas sofort fest verschließen. Die Matjeshappen abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren. Sie sind so eine ganze Weile haltbar. Wie lange genau kann ich nicht sagen, da sie hier meistens dann doch recht schnell aufgegessen werden.

Wenn die Happen ein paar Tage durchgezogen haben, einfach mal probieren❣️
Auf die Gabel, fertig, los!

Für meinen bunten Matjesteller braucht ihr folgendes:

Zutaten:

frische Rote Bete, in feine Scheiben gehobelt

Apfel, in kleine Würfel geschnitten

kleine Gewürzgurken

Tante Ernas eingelegte Matjeshappen mit Zwiebeln

Pellkartoffeln

etwas frischen Dill, gehackt

Für die zitronige Schmand-Joghurtsauce:

200 g Schmand

150 g Naturjoghurt

2 Esslöffel Mayonnaise

etwas abgeriebene Zitronenschale

etwas frisch gepressten Zitronensaft

Salz

Pfeffer

etwas Zucker (oder Agavendicksaft, Honig o.ä.)

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander verrühren.

Nun einfach alles zusammen auf einem Teller drapieren und die Sauce darüber verteilen. Lasst es euch schmecken und berichtet mir gerne, ob es euch geschmeckt hat.

Ein weiteres Rezept von unserer Tante Erna findet ihr hier: Heringstopf