Archiv der Kategorie: Aus dem Topf

Gefüllter Osterkranz

Herzliche Ostergrüße von unserem Frühstückstisch! Für alle Süßschnäbel in der Runde gibt es heute ein großes Stück vom fluffigen Hefekranz, gefüllt mit feinem Marzipan und leuchtendem Blutorangengelee. Beides natürlich selbstgemacht.

Für mich gehört süßes Hefegebäck zu Ostern, wie der Christstollen zu Weihnachten. Schon die Vorbereitungen und das Backen stimmen die ganze Familie auf die Feiertage ein, spätestens wenn der verheißungsvolle Duft nach frischem Selbstgebackenem auch das letzte Zimmer erreicht hat.

Die Füllung für meinen Osterkranz und auch meine kleinen Tütchen zum Verschenken stecken in diesem Jahr voller frischem Orangenaroma.

Für alle, die mir am Herzen liegen gibt es in diesen Tagen ein paar Mini Mandel-Keksgugl. Kleine niedliche Orangen-Gugelhupfe, überzogen mit Weißer- oder Zartbitter-Schokolade. Eine unschlagbare Kombi, wie ich finde. Ausserdem gibt’s noch eine kleine Kostprobe vom Blutorangengelee.

Blutorangengelee mit Kardamom & Ingwer

Zutaten:

900 ml ausgepressten Saft von ca. 2-2,5 kg Blutorangen

2-3 cm frischen Ingwer, in Scheiben geschnitten

5 Kardamomkapseln, zerdrückt

1 kg Gelierzucker 1:1

Zubereitung:

Den ausgepressten Saft durch ein Sieb in einen ausreichend großen Topf gießen. Die Gewürze in einen Teebeutel geben, gut verschließen und in den Saft legen. Den Gelierzucker unterrühren und alles langsam unter Rühren zum Kochen bringen. Wenn die Masse anfängt sprudeld zu Kochen, beginnt die eigentliche Kochzeit von 4 Minuten. Unter ständigem Rühren 4 Minuten kochen lassen. Anschließend das Gewürzsäckchen entfernen, das Gelee in saubere Schraubverschlussgläser füllen und diese sofort verschließen.

Gefüllter Osterkranz

Zutaten:

1 Päckchen frische Hefe + 1 Teelöffel Zucker

80 g Zucker

500 g Mehl

1 Prise Salz

1/2 Teelöffel Kardamom

175 ml warme Milch

100 g ausgelassene Butter

1 Ei

Zubereitung:

Für den Osterkranz die Hefe in eine Tasse bröckeln und mit einem Teelöffel Zucker bestreut so lange stehen lassen, bis sie sich von selbst verflüssigt hat. Vielleicht hin und wieder umrühren. Zucker, Mehl, Salz und Kardamom in einer Rührschüssel mischen. Sobald die Hefe flüssig ist, kommt sie mit Milch, Butter und dem Ei zu den trockenen Zutaten. Alles mindestens 5 Minuten lang gut miteinander verkneten, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Die Schüssel mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen, bis der Teig sich in etwa verdoppelt hat.

In der Zeit, in der der Teig geht, kümmern wir uns um die Marzipanfüllung.

Marzipan

Zutaten:

200 g gemahlene Mandeln, ohne Haut

80 g Puderzucker

1/2 Fläschchen Bittermandelaroma

3-4 Esslöffel Rosenwasser

Mandeln und Puderzucker in einem Mixer ganz fein mahlen. Nach und nach Rosenwasser und Bittermandelaroma hinzufügen, bis die richtige „Marzipan-Konsistenz“ erreicht ist. Das war schon alles. Die Masse zwischen zwei Frischhaltefolien auf ca. 60 cm Läge ausrollen und beiseite legen.

Wenn der Hefeteig gut aufgegangen ist, wird er nochmals kurz durchgeknetet und auf einer bemehlten Fläche auf die Größe von 60 cm x 40 cm etwa 1 cm dick ausgerollt. Nun den Teig gut mit Blutorangengelee (ca. 200 g) bestreichen und mit dem vorbereiteten Marzipan belegen. Das Teigrechteck von der langen Seite her aufrollen. Die Rolle mit einem scharfen Messer der Länge nach aufschneiden und die beiden so entstandenen Stränge umeinender drehen und zu einem Kranz formen. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech manövrieren. Das ist eine glitschige Angelegenheit, aber ruhig Blut, mit einem Tortenblech oder einem größeren Pfannenwender bekommt man das hin.

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und den Hefekranz noch einmal 30 Minuten ruhen lassen. Wer mag, kann noch ein paar Mandelblättchen oben drüber streuen, bevor der Osterkranz für 45-50 Minuten in den heißen Ofen wandert. Sobald er bei der Klopfprobe hohl klingt, ist er fertig.

Den vollständig abgekühlten Kranz mit Zuckerguss (100 g Puderzucker mit ein wenig Blutorangensaft verrührt) besprenken und etwas frische Orangenschale darüber reiben. Fertig! Na, der kann sich doch sehen lassen!

Habt noch eine schöne Osterzeit, lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund!

Macaron-Osterei

Inspiriert vom gestrigen „Jour du Macaron“ bei unseren Nachbarn in Frankreich dachte ich mir, warum nicht mal was Neues versuchen? Ostern ist nicht mehr weit – es müsste doch auch klappen, ein Macaron-Ei zu backen. Und was soll ich sagen? Da ist es! Gefüllt mit einer Mousse aus weißer Schokolade und frischen Erdbeeren, verziert mit rosaroter Kuvertüre.

Leider hatte ich diesmal kein Mandelmehl. Ich habe die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker zusammen im Mixer nochmals fein gemahlen und anschließend gesiebt. Trotzdem ist meine Masse nicht so fein geworden, wie beim letzten Mal. Man sieht es auch, besonders bei den kleinen Macarons, die ich vom Rest gemacht habe. Sie sind halt nicht ganz so elegant wie ihre original französischen Kollegen. Aber lecker sind sie trotzdem, versprochen!

Macaron-Osterei

100 g gemahlene Mandeln ohne Haut

150 g Puderzucker

75 g Eiklar

1 Prise Salz

20 g Zucker

Den Backofen auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Mandeln mit dem Puderzucker im Mixer nochmals gründlich feinmahlen und sieben. Das Eiklar mit der Prise Salz und dem Zucker steif schlagen. Die Puderzucker-Mandelmischung mit einem Teigschaber unter den Eischnee ziehen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Macaronmasse on einen Spritzbeutel mit runder Tülle füllen und zwei gleich große Eier auf das Backpapier spritzen. Wenn man sich unsicher ist, ob man das freihändig hinbekommt, kann man sich auch auf der Backpapierrückseite die Eier vorzeichnen. Mit der restlichen Masse einfach eine gerade Anzahl gleich große Tupfen auf dem Blech verteilen. Die Macarons 30-40 Minuten stehen lassen, damit sich auf der Mandelmasse eine Haut bilden kann. Das ist wichtig, damit die Macarons ihr charakteristisches Füßchen bekommen. Anschließend im vorgeheizten Ofen 12-14 Minuten backen.

Weiße Schokoladenmousse

200 g weiße Schokolade, gehackt

300 g Sahne

2 Teelöffel Zucker

etwas gemahlene Tonkabohne

Die Schokolade in eine nicht zu kleine Schüssel geben. 100 ml Sahne aufkochen und über die Schokolade gießen, so dass diese schmilzt. Alles gut verrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist, und kalt stellen. Die restliche Sahne mit Zucker und Tonkabohne steifschlagen. Die Schlagsahne nach und nach unter die erkaltete Schokosahne rühren.

Die Mousse in einen Spritzbeutel mit gezackter Tülle füllen und die Macarons damit füllen. Auf die Füllung vom Osterei habe ich einfach frischen Erdbeeren gelegt.

Das Muster oben auf dem Ei ist aus geschmolzener weißer Kuvertüre mit etwas Lebensmittelfarbe.

Schönen Sonntag!

Urkarottensuppe

Als ich diese dunkelvioletten Wurzeln in unserem Gemüseladen entdeckte, war klar: die müssen mit! Endlich gibt es sie wieder! Wiederentdeckte alte Möhrensorten in lila, gelb oder auch orange-violett erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Stellt sich die Frage, warum wir seit ich denken kann nur orangfarbene Karotten in der Auslage hatten. Tatsächlich gibt es dafür eine einfache Erklärung: Nationalstolz Holländischer Bauern. Sie züchteten im 16. Jahrhundert zu Ehren ihrer Monarchen, der Oranier die Rübe in „oranje“. Die orangfarbene Karotte fand allerorts so viel Anklang, dass sie die anderen Sorten über die Jahrhunderte nach und nach verdrängte. Aber ab jetzt wird’s wieder bunt!

Urkarottensuppe

Zutaten:

800 g Urkarotten, geschält und in Stücke geschnitten

3 Datteln, gewürfelt

1 Esslöffel Kokosöl

1 rote Zwiebel, geschält und gewürfelt

2-3 cm frischer Ingwer

1/2 rote Chilischote, entkernt und fein gewürfelt

1 Teelöffel schwarze Senfsaat

1 gestrichener Teelöffel Koriander, gemahlen

1 gestrichener Teelöffel Kreuzkümmel, gemahlen

1 gestrichener Teelöffel Bockshornkleesaat

1 Teelöffel Fenchelsaat

1 Messerspitze Nelke, gemahlen

1 Messerspitze Muskatblüte, gemahlen

1 Messerspitze Zimt, gemahlen

400 ml Kokosnussmilch

3/4 Liter Gemüsebrühe

Saft und abgeriebene Schale einer halben Limette

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Das Kokosöl in einem großen Topf erhitzen und zuerst die Senfsaat im heißen Öl aufplatzen lassen. Zwiebeln, Chili, Ingwer und die restlichen Gewürze hinzufügen und ohne Farbe anschwitzen lassen. Alle anderen Zutaten dazugeben und die Karotten ca. 20 Minuten gar kochen. Anschließend die Suppe pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe in Tassen oder Gäser füllen und ein paar Tropfen Korianderöl darüber träufeln. Hierfür 150 ml neutrales Pflanzenöl und 1/2 Bund frischen Koriander miteinander pürieren.

Bei mir gab es einfach etwas mit Olivenöl und Knoblauch bestrichenes, geröstetes Weißbrot dazu. Selbstverständlich könnt Ihr für die Suppe auch jede andere Karottensorte verwenden.

Guten Appetit und eine farbenfrohe Woche!

Arancini mit Fenchel

Anlässlich des heutigen Weltkrokettentages mussten einfach diese knusprig fritierten Bällchen auf den Teller. Jedes Land hat so seine eigenen Kroketten, da ist die Auswahl riesig und ich konnte mich kaum entscheiden, in welche Richtung es gehen sollte. Mit Kartoffeln oder Reis, mit Füllung oder ohne, Fleisch, Gemüse oder gar Süßes? Da Reisen zu unseren Sehnsuchtsorten ja zur Zeit nicht möglich sind, geht’s jetzt zumindest kulinarisch und mit dem Finger auf der Landkarte nach bella Italia. Außen kross, mit einem fluffigen Mantel aus Risotto mit Safran und einer aromatischen Füllung aus Hackfleisch und Fenchel ein Happen, der richtig Spaß auf mehr macht. Ich gebe ja zu, sie sind schon etwas zeitaufwendig und man braucht viel Geduld beim Füllen und Rollen, aber die Mühe lohnt sich. Mit einer pikanten Tomatensauce und den Klängen eines italienischen Radiosenders serviert, fühlt man sich fast, als wäre man im sonnigen Italien.

Arancini mit Fenchel

Zutaten für das Risotto:

1 Esslöffel Butter

1 Schalotte, fein gewürfelt

300 g Risottoreis

150 ml Weißwein

800 ml Gemüsebrühe

6 Safranfäden, mit einer Prise Zucker im Mörser fein gerieben

60 g Parmesan, gerieben

Zubereitung (bestenfalls einen Tag vorher):

Die Butter in einem Topf auslassen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Den Reis hinzu geben, kurz mit anschwitzen und mit dem Weißwein ablöschen. Wenn der Wein fast verkocht ist, soviel Gemüsebrühe hinzufügen, dass der Reis soeben bedeckt ist. Nun immer schön umrühren und nach und nach die Brühe zugießen, wenn die Flüssigkeit im Topf knapp wird. Mit dem letzten Schuss Brühe kommt der Safran dazu und wenn der Reis gar ist, auch der geriebene Parmesankäse. Es sollte eine zähe Masse entstanden sein, die jetzt einfach abkühlen darf.

Zutaten Füllung:

Olivenöl zum Anbraten

2 Schalotten, fein gehackt

1 Teelöffel Fenchelsaat, grob gemörsert

1 Stange Sellerie, fein gehackt

1 kleine Karotte, fein gehackt

1/4 kleine Fenchelknolle, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

250 g Hackfleisch (welches Ihr mögt)

50 g Tomatenmark

125 ml Wasser

125 g passierte Tomaten

1/8 Schale einer Salzzitrone, fein gehackt oder etwas abgeriebene Zitronenschale

1 Handvoll Tiefkühl-Erbsen

Salz, Pfeffer, Zucker nach Geschmack

1 Mozzarella (125 g), in ca. 1 cm große Würfel geschnitten

Zubereitung:

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten darin andünsten. Die Fenchelsaat hinzugfügen und mit anschwitzen. Anschließend das restliche Gemüse und das Hackfleisch dazugeben und alles kräftig anbraten. Wenn das Hackfleisch krümelig gebraten ist, das Tomatenmark in die Pfanne geben und etwas anrösten. Mit dem Wasser ablöschen und die passierten Tomaten angießen. Die Zitronenschale und die Erbsen unterrühren und alles gut einreduzieren lassen, bis eine cremige Masse entstanden ist.

Um die Arancini zu rollen, eine Schüssel mit Wasser füllen, in der man immer wieder die Hände befeuchten kann. Ausserdem

2 Eier, mit etwas Wasser verquirlt

Paniermehl, um die Arancini vor dem Fritieren darin zu wenden.

Mit einem Esslöffel eine Portion abgekühlten Risottoreis in die nassen Hände nehmen, rund wirken und flach drücken, so dass eine „Reisschüssel“ in der Handfläche entsteht. In deren Mitte nun einen Teelöffel von der Füllung und ein Stückchen Mozzarella geben und das Reisbällchen darüber verschließen. Das erfordert vielleicht etwas Übung und Geduld. Am besten alle Bällchen auf diese Weise vorbereiten und auf einen Teller legen.

2 Liter Pflanzenöl zum Fritieren in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Zum testen, ob das Öl heiß genug ist, ein Holzstäbschen in das Öl halten. Wenn kleine Bläschen daran hochsteigen, hat das Öl die richtige Temperatur.

Die vorbereiteten Reisbällchen nun zuerst durch das Ei ziehen, anschließend im Paniermehl wälzen ind im heißen Öl fritieren, bis sie goldgelb sind. Die fertigen Arancini mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Tomatensauce

Zutaten:

etwas Olivenöl zum Anschwitzen

1 rote Zwiebel, fein gewürfelt

6 Fleischtomaten, gehäutet, entkernt und gewürfelt

ein Schuss Balsamico, dunkel

etwas Agavendicksaft

1 Frühlingszwiebel, in ringe geschnitten

Salz, Pfeffer

frische Basilikumblätter, in feine Streifen geschnitten

Zubereitung:

Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Die restlichen Zutaten hinzugeben, alles einmal kurz aufkochen, abschmecken – fertig.

Jetzt bleibt mir nur noch, Euch einen schönen Restweltkrokettentag zu wünschen und einen schönen Start in die neue Woche.

Heringstopf

Es ist Aschermittwoch und vielerorts steht das alljährliche Heringsessen auf dem Programm. Schön! Wenigstens eine verlässliche Konstante in Zeiten wie diesen.  Auch wenn die tollen Tage in diesem Jahr fast ausgefallen sind und kaum jemand ein Katerfrühstück braucht – heute gibt es traditionell Hering satt!

Ich verrate Euch jetzt ein Matjesrezept meiner lieben Urgroßtante Erna, einer echten Hamburger Deern.

Tante Ernas eingelegte Matjes

Zutaten:

1/4 Liter Weißweinessig

1/4 Liter Wasser

1 Teelöffel Senfkörner

2 Lorbeerblätter

1 Teelöffel Pimentkörner

1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner

1/2 Teelöffel Salz

2 Teelöffel Zucker

2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten

4 Matjes (8 Matjesfilets)

Zubereitung:

Von den Matjes die Schwanzflosse abschneiden und die Filets in einen Steinguttopf mit Deckel oder eine Schüssel legen. Die restlichen Zutaten in einen Kochtopf geben. Wer die Gewürzkörner später nicht in der Soße haben möchte, füllt sie einfach in ein Teesäckchen und verschließt dieses gut. Die Essigmischung mit den Gewürzen aufkochen, 2-3 Minuten leise köcheln, dann vollständig abkühlen lassen.

Den kalten Sud über die Matjesfilets gießen, Topf mit Deckel oder Folie abdecken und alles über Nacht gemütlich durchziehen lassen. Am nächsten Tag können die Matjes auch schon gegessen werden. Mit einer Scheibe gut gebuttertem Schwarzbrot ein echter Genuss.

Wer den Matjes lieber mit einer cremigen Soße zu Kartoffeln isst (so wie ich) der braucht jetzt:

200 g Schmand

200 g Joghurt

2 Esslöffel Mayonnaise

4 Gewürzgurken, in kleine Würfel geschnitten

2 Äpfel, vom Kerngehäuse befreit und in Stückchen geschnitten

Salz, Pfeffer

etwas frischen gehackten Dill

Zubereitung:

Schmand, Joghurt und Mayonnaise zu einer glatten Soße verrühren. Gewürzgurken und Äpfel hnzufügen. Die Matjesfilets aus dem Sud nehmen, in mundgerechte Stücke schneiden und unterheben. Die Zwiebeln mit einer Schaumkelle aus dem Essigsud fischen und zum Heringstopf geben. Alles mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas von dem Sud abschmecken. Wer mag, kann noch frischen Dill dazu geben.

Dazu ein paar Pell- oder Bratkartoffeln servieren – perfekt!

Wer heute schon Heringstopf essen möchte, lässt das Marinieren einfach weg. Das schmeckt auch. Oder Ihr macht Euch einfach ein feines Matjeshäckerle.

In jedem Fall – lasst es Euch schmecken!

Lieblingsgemüse

Ich liiieeeebe dieses Gemüse! Also habe ich mir gedacht, das muss ich mit Euch teilen. Man kann eigentlich jedes Gemüse dafür nehmen, das im Kühlschrank dringend auf Verwendung wartet. Wichtig ist nur, dass man Datteln im Haus hat, sonst fehlt was. Einmal zubereitet schmeckt dieses Essen mit jedem Tag besser, es lohnt sich also durchaus etwas mehr davon zuzubereiten. Außerdem schmeckt es super lecker pur, mit Reis oder Brot, zu Fisch oder Fleisch.

Katie’s Lieblingsgemüse

Zutaten:

Olivenöl zum Anbraten

1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten

1 rote Zwiebel, gewürfelt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1/2 Chillischote, ohne Kerne fein gewürfelt

8 Datteln, in kleine Stücke geschnitten

2 Karotten, geschält und gewürfelt

1 rote Paprika, entkernt und gewürfelt

1/8 Sellerieknolle, geschält und gewürfelt

1 Stange Staudensellerie, in Stücke geschnitten

1 kleinen Fenchel, geputzt und gewürfelt

1 kleine Dose stückige Tomaten

1 kleine Dose Kichererbsen

1/4 Liter Gemüsebrühe

1 kleine Zucchini, zuerst geviertelt, dann in Scheiben geschnitten

1 Teelöffel Kreuzkümmel, gemahlen

1 Teelöffel Koriander, gemahlen

1/2 Teelöffel Paprika edelsüß

Salz, Pfeffer und etwas Agavendicksaft

Zubereitung:

In einem ausreichend großen Topf das Olivenöl erhitzen und Zwiebeln, Chilli und Knoblauch darin anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind das restliche Gemüse, außer die Zucchini, hinzugeben. Alles kurz mit anschwitzen und die Gewürze dazugeben. Tomaten, Kichererbsen und Gemüsebrühe in den Topf gießen und alles bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten leise kochen lassen. Anschließend die Zucchini hinzugeben und kurz mit durchziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Agavendicksaft abschmecken – und genießen.

Bei mir gab es Basmatireis mit frischem Koriander dazu und kleine scharfe Hackbällchen.

Hackbällchen

Zutaten:

300 g Hackfleisch (welches ihr gerne mögt)

2 Esslöffel Paniermehl

1 Ei

3-4 cm Harissa aus der Tube

1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten

etws geriebene Zitronenschale

1 Teelöffel Fenchelsaat

Salz, Pfeffer

etwas neutrales Öl zum Braten

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Mit einem Teelöffel kleine Portionen von der Masse abnehmen, zu kleinen Bällchen formen und im heißen Öl braten, bis sie gut durchgegart sind.

Jetzt wünsche ich einen guten Appetit und hoffe, dass Euch dieses Gemüse genauso gut schmeckt, wie mir!

Heute: Fisch im Netz!

Fischfrikadelle_Kartoffelsalat

Die einfachsten Sachen sind ja meistens die Besten!

Unter diesem Motto habe ich heute Fischfrikadellen mit Kartoffelsalat für Euch. Dieses Gericht braucht zwar etwas Vorbereitungszeit, dafür hat man anschließend ein Essen im Kühlschrank, das auch kalt noch der Renner ist. Einfach etwas mehr zubereiten und am nächsten Tag kann die Küche kalt bleiben.

Kartoffelsalat

1 kg festkochende Kartoffeln

1/2 Liter Gemüsebrühe

1 Zwiebel, geschält, fein gewürfelt

3 Esslöffel Mayonnaise

3 große Gewürzgurken, gewürfelt

etwas Essig aus dem Gurkenglas

3 hartgekochte Eier, grob gewürfelt

Salz, Pfeffer

1 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten

Die Kartoffeln mit der Schale in Salzwasser gar kochen. Anschließend noch heiß pellen,  in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben. Die Zwiebelwürfel kurz in etwas Öl anschwitzen, mit der Brühe aufgießen und kurz aufkochen lassen. Die heiße Zwiebelbrühe über die Kartoffeln gießen und am besten über Nacht im Kühlschrank gut durchziehen lassen. Am nachsten Morgen haben die Kartoffeln fast die ganze Flüssigkeit aufgenommen. Jetzt einfach alle weiteren Zutaten (bis auf den Schnittlauch) hinzu geben, vorsichtig uterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Salat nochmals bis zum Essen kalt stellen, damit er noch einmal gut durchziehen kann. Kurz vor dem Servieren den fein geschnittenen Schnittlauch über den Kartoffelsalat streuen.

Kartoffelsalat

Fischfrikadelle_2

Fischfrikadellen

500 g Kabeljaufilet, in feine Würfel geschnitten

2 Scheiben Toastbrot, gewürfelt

6 Esslöffel Milch

3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt

3 Esslöffel fein gehackte Petersilie

1 Ei

Saft und abgeriebene Schale einer unbehandelten halben Zitrone

Salz, Pfeffer

Butterschmalz zum Braten

Zuerst die Toastbrotwürfel kurz in der Milch einweichen. Anschließend alle Zutaten zu einer glatten Masse verkneten und Frikadellen formen. Die Fischfrikadellen langsam im heißen Buitterschmalz braten.

Fischfrikadelle_1

Mit etwas Zitronensaft beträufelt zum Kartoffelsalat – sooooo fein!

Habt eine schöne Woche! 🙂

 

 

Seelenwärmer-Karottensuppe

Karottensuppe_1

Jetzt ist er doch noch gekommen – der Winter – mit allem was dazu gehört! Frostkalte Nächte, Schnee und Eis. Neben Schlittenfahren, Eiskratzen und Schneeschieben sind natürlich lange Winterspaziergänge Programm, bei denen man seinen Atem sieht und sich nach der frischen Luft auf eine heiße Suppe zuhause freut. Und da ist sie auch schon!

Seelenwärmer-Karottensuppe

1 kg Möhren, geschält und in Rädchen geschnitten

1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 Esslöffel Kokosöl zum Anbraten

1800 ml Gemüsebrühe

200 ml frisch gepresster Orangensaft

2 Teelöffel Ras el Hanout

1 Esslöffel Ahornsirup

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

100 ml geschlagene Sahne

1 Scheibe Pumpernickel, zerbröselt

1 Esslöffel rote Pfefferbeeren, leicht zerdrückt

etwas frischen Koriander oder glatte Petersilie

Karottensuppe_2

Das Kokosöl in einen großen Topf geben und erhitzen. Lauch und Knoblauch darin anschwitzen. Die Möhren, Brühe, Ras el Hanout und den Orangensaft hinzu geben und alles gar kochen. Die Suppe mit einem Pürierstab pürieren, den Ahornsirup dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Als Topping einen Klecks Schlagsahne auf die Suppe geben und Pumpernickelbrösel, rote Pfefferbeeren und klein geschnittenen Koriander darüber streuen.

Und nun – auf die Löffel, fertig, los! Nur noch genießen…

Macht es Euch gemütlich!

Karottensuppe_3

 

Adventskrapfen

Adventskrapfen_2

Wer sagt eigentlich, dass es zur Weihnachtszeit immer Plätzchen sein müssen? Mit diesen Lebkuchen-Adventskrapfen holt Ihr Euch im Nu den Duft vom Weihnachtsmarkt in Eure Küche.

Adventskrapfen

600 g Mehl

1 Päckchen Trockenhefe

60 g Zucker

100 ml Milch

50 ml Wasser

80 g Butter

1 Esslöffel Vanillezucker

1 Prise Salz

2 Eier

2 Teelöffel Lebkuchengewürz

1 Liter Öl zum Fritieren

Puderzucker

Milch, Wasser und Butter erwärmen. Das Mehl mit dem Zucker, der Hefe, dem Vanillezucker, der Prise Salz und dem Lebkuchengewürz vermischen. Das warme Milch-Wasser-Butter-Gemisch und die Eier hinzu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat. Ich habe den Teig abends zusammengeknetet und ihn einfach über Nacht gehen lassen.

Den Teig nochmals gut durchkneten und etwa einen Zentimeter dick ausrollen. Sterne in verschiedenen Größen ausstechen, auf ein Küchenhandtuch legen und nochmals eine halbe Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Öl erhitzen. Es ist heiß genug, wenn man zum Beispiel ein Holzstäbchen hinein hält und an dem Stäbchen Blasen aufsteigen.

Nacheinander die Sterne im heißen Öl ausbacken und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen.

Adventskrapfen_1

Zum guten Schluss die kleinen Leckerbissen noch ordentlich mit Puderzucker bestreuen und – drüber herfallen…

Ich wünsche Euch von Herzen eine wunderschöne Adventszeit!

Henriettes Butterkränze

Schon immer gehörte Fettgebackenes, wie der gute alte Berliner zum Beispiel, oder auch Schmalzgebäck zu den närrischen Tagen wie der Dom zu Köln. Noch einmal richtig gut essen bevor an Aschermittwoch die Fastenzeit den Gürtel enger schnallen lässt. Auch als gute Unterlage sehr geschätzt, wenn es mal ein bisschen mehr zu Trinken gibt als sonst.

Butterkraenze_2

Da das Netz voll ist mit Rezepten von Ofenberlinern und allerlei Krapfen habe ich mich auf die Suche nach einem Gebäck gemacht, das noch nicht jeder kennt. Und was soll ich sagen – ich bin fündig geworden! In einem alten Kochbuch von Henriette Davidis aus dem Jahr 1896 habe ich diese Leckerchen gefunden. Das Besondere? Sie sind besonders fein durch einen buttrigen Hefeteig, verfeinert mit Rosenwasser.

Butterkränze

Rezept für 20 Stück

250 g Mehl (Type 550)

35 g Butter

35 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)

etwas Bittermandelaroma

1/8 Liter Milch

1 kleines Ei

2 Eigelb

1 Esslöffel Rosenwasser

1 gestrichenen Esslöffel Zucker

1 Prise Salz

15 g in etwas Milch angerührte frische Hefe

1 Liter Öl + 200 g Butterschmalz zum Frittieren

Die Milch und die Butter in einem ausreichend großen Topf erwärmen. Nicht zu warm werden lassen, das mag die Hefe nicht. Das Bittermandelaroma und das Rosenwasser hinzufügen. Anschließend alle Zutaten mit in den Topf geben und alles gut miteinander verrühren. Den warmen Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit soviel Mehl gut verkneten, bis er nicht mehr klebt. Den Teig in 20 Stücke teilen, diese länglich rollen, zu Kränzen formen und auf ein mit Mehr bestäubtes Handtuch legen. Die Kringel rings herum mehrmals einschneiden und eine halbe Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit  Öl und Butterschmalz in einem Topf erhitzen. Der topf sollte nicht zu klein sein, da das Fett beim Frittieren aufschäumen kann. Das Öl ist heiß genug, wenn an einem hinein gehaltenen Holzstäbchen Bläschen aufsteigen. Die Kränze nun nach und nach im heißen Öl von beiden Seiten goldgelb ausbacken und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Vanillezucker bestreuen und am besten sofort, noch warm aufessen.

Butterkraenze_1

Ich wünsche süße, bunte, tolle Tage! Lasst es krachen!