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Frischkäse selbstgemacht

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Für alle, die sich schon gefragt haben wo die neuen Rezepte bleiben – hier sind sie! Da ich in den vergangenen Wochen gefastet habe (zum ersten Mal in meinem Leben) war in dieser Zeit nicht an kochen oder backen zu denken. Aber nun nach dieser kreativen Pause geht es wieder weiter in meiner Küche. Voller Vorfreude habe ich mich heute an selbst gemachten Frischkäse gewagt und ich muss sagen – es ist fantastisch einfach.

Man braucht dafür 500 ml frische Vollmilch, eine Prise Salz und 500 ml Kefir.

Zuerst die Milch mit der Prise Salz erhitzen.

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Kurz bevor sie zu Kochen beginnt (wenn sich leichter Schaum auf der Milch bildet) gießt man den Kefir dazu und wartet einen Moment. Langsam trennen sich Frischkäse und Molke voneinander.

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Nachdem man ein sauberes Baumwolltuch in ein Sieb gelegt hat gießt man die Masse hinein. Der Frischkäse sollte jetzt gut abtropfen.

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Jetzt kann der Frischkäse beliebig weiter verarbeitet werden. Ich habe zwei Rezepte ausprobiert und dafür die Menge die auf den Fotos zu sehen ist in zwei Teile geteilt. Einmal gibt es ein Schwarzbrot-Sandwich mit Kräuterfrischkäse und Zitronen-Rosmarin-Kartoffelspalten mit Rote Beete-Frischkäse. Fangen wir mit dem Schwarzbrot an.

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2 Päckchen frische Hefe zerkrümelt in einer Tasse mit einem Teelöffel Zucker und einem Esslöffel Wasser stehen lassen und hin und wieder umrühren. Wenn sie Blasen wirft und bis zum Tassenrand aufgegangen ist, kann sie mit

500 g Weizenvollkornmehl

500g Weizenschrot

250 g Roggenschrot

250 g Körnermischung (was man mag: Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne, …)

1/2 Becher Rübenkraut

1 Liter Buttermilch

2 Teelöffel Salz

2 Teelöffel Brotgewürz in eine große Schüssel gegeben werden. Alles gut miteinander vermengen und in eine gefettete Kastenform geben. Im vorgeheizten Backofen 2,5 Stunden bei 140°C backen. Nach einer Stunde Backzeit das Brot mit Alufolie abdecken und auch nach dem Backen in Alufolie eingepackt 12 Stunden stehen lassen. Dann kann es gegessen werden.

Brotgewürz besteht immer aus Kümmel, Fenchel, Koriandersamen und Anissamen. Ich gebe immer noch Piment dazu. Bockshornklee oder Selleriesaat sind aber auch sehr lecker.

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2 Teelöffel Kümmel

2 Teelöffel Fenchelsamen

2 Teelöffel Koriandersamen

2 Teelöffel Anissamen

1 Teelöffel Piment

in einem Mörser zerkleinern und in eine Vorratsdose füllen.

 

Für den Kräuterfrischkäse

Frischkäse

1 Teelöffel weiche Butter

etwas Sahne

Kresse, Schnittlauch, Petersilie, Dill fein gehackt

Salz, Pfeffer

ein wenig Knoblauch und Zwiebel miteinander verrühren.

Den Kräuterfrischkäse auf eine halbe Scheibe Schwarzbrot streichen, Gurken- und Eischeiben und italienischen Schinken darauflegen und die andere Brothälfte darüber klappen – und reinbeißen!

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Rote Beete-Frischkäse

Frischkäse

etwas Sahne

1 gekochte Rote Beete in Würfel geschnitten

ca. 5 cm Salatgurke ebenfalls gewürfelt

1/2 Apfel, grob gerieben

Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Meerrettich nach Geschmack

Alles verrühren und zu den Kartoffelspalten reichen.

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Zitronen-Rosmarin-Kartoffelspalten

Kartoffeln gründlich waschen, denn die Schale bleibt dran. Der Länge nach in Viertel schneiden und mit Rosmarin, abgeriebener Zitronenschale, Meersalz und Olivenöl vermengen.

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Die Kartoffeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 200°C ca. 40 Minuten backen.

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Aschermittwochessen – Matjeshäckerle mit Pellkartoffel

Matjeshaeckerle

Fasten? Ja! – Aber es darf lecker sein! So wie sich das gehört gibt es heute am Aschermittwoch kein Fleisch. Mit einem klassischen Matjeshäckerle läute ich den Beginn der Fastenzeit ein. Ein sehr schnelles, einfaches Essen und ich liebe es!

Matjeshäckerle

1 Matjes (2 Filets)

1 hart gekochtes Ei

1 große Gewürzgurke

1 kleine Zwiebel

1 kleinen Apfel

1 Esslöffel Crème fraîche

Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker

1 Schuss Gewürzessig aus dem Gurkenglas

ein paar Zweige Dill

Zutaten_Matjeshaeckerle

Alle Zutaten in ganz kleine Würfel schneiden und mit Crème fraîche und den Gewürzen verrühren – Fertig! Dazu schmecken Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Rösti oder eine kräftige Scheibe dunkles Brot.

Zutaten_Haeckerle_2

Als Faschingsküchle verkleidete Berliner

Berliner

Keinen Karneval ohne Berliner! Schon immer wollte ich Berliner einmal selber backen. Leider hat das nicht so gut geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte – Berliner zeichnen sich aus durch ihre gleichmäßig runde Form, den lecker, lockeren Hefeteig und den einzigartigen hellen Streifen rund um ihren „Bauch“. Meine Berliner haben leider so gar nichts davon – sie sind ungleichmäßig, zu fest und der helle Streifen rundherum fehlt komplett. Aber es ist Marmelade drin! Ich habe eine leise Ahnung, dass ich eine wichtige Zutat einfach vergessen habe. Da sie trotz alledem gut schmecken habe ich mich entschlossen das Rezept doch noch online zu stellen. Vielleicht gelingt das Backwerk mutigen Nachahmern besser…

Beinahe Berliner – Berliner

500 g Mehl in eine Schüssel geben

200 ml Milch in einem Topf erwärmen

3 Esslöffel Zucker und

70 g Butter sowie

1 Päckchen Trockenhefe zur Milch geben.

Eine Prise Salz und die warme Milch zum Mehl geben und verkneten.

1 Teelöffel geriebene Zitronenschale und

5 Eigelb (…ja, und die habe ich vergessen!!!!) unter den Teig arbeiten und ihn zum Gehen an einen warmen Ort stellen.

Nachdem der Teig sich etwa verdoppelt hat wird er nochmals gut durchgeknetet und ca. 2 cm dick ausgerollt. Mit einem Glas nun die Berliner-Teiglinge ausstechen und nochmals eine halbe Stunde gehen lassen.

Berliner_Teiglinge

In der Zwischenzeit 2 Liter Öl zum Frittieren erhitzen. Wenn es heiß genug ist die Teiglinge im Öl von beiden Seiten ausbacken. Anschließend kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Marmelade füllen. Abschließend in Zucker wälzen oder mit Puderzucker bestäuben. HELAU!

Berliner_OelMarmelade

Sahnige Beerentorte

Beerentorte_1

Kleiner Aufwand – große Wirkung!
Diese Beerentorte ist im Handumdrehen fertig und lässt sich sehr gut vorbereiten. Man braucht dafür

2 Päckchen fertigen Blätterteig

3/4 Liter Sahne

2 Päckchen Sahnesteif

4 Päckchen Vanillezucker

verschiedene Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren…)

1/8 Liter schwarzen Johannisbeersaft

Zucker nach Geschmack

1 Esslöffel Stärkemehl

Ein Päckchen Blätterteig auseinander rollen und mit einer Schüssel oder Springform einen Boden ausstechen. Aus dem restlichen Teig mit einem Plätzchenausstecher in Blumenform Blätterteigblüten ausstechen. Den Tortenboden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Blumen mit Wasser bepinseln und mit etwas Zucker bestreuen. Bei 200°C im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten backen. Mit der zweiten Blätterteigrolle genauso verfahren und alles gut abkühlen lassen.
Ein paar schöne Beeren zum Verzieren der Torte beiseite legen und die restlichen Früchte mit dem schwarzen Johannisbeersaft und Zucker (Menge richtet sich nach der Süße der Beeren, einfach abschmecken) in einem Topf zusammen aufkochen. Die Stärke mit etwas kaltem Saft verrühren und die kochende Beerenmischung damit zu einer roten Grütze andicken. Wenn auch diese erkaltet ist, die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif aufschlagen. Einen Tortenboden auf eine hübsche Platte legen, rote Grütze darauf verteilen, Schlagsahne obendrauf und den zweiten Boden…wieder rote Grütze und abschließend eine Schicht Sahne. Fehlen noch die Blätterteigblumen und die Beeren, die nicht mit in die Grütze durften. Jetzt nur noch Kaffee kochen und den Tag genießen. Schönen Sonntag!

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Weil du es bist…Happy Valentine

Heute kochen wir mit noch mehr Liebe als sowieso schon, denn es ist Valentinstag!

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Dieses von Herzen herzliche Gericht ist sehr einfach zuzubereiten. Man braucht dafür zunächst einmal jede Menge verschiedene Wurzelgemüse, violette Kartoffeln und eine helle Kartoffelsorte.

Gemuese

Wenn man dann noch jemanden findet den man mit viel Liebe bekochen möchte, kann es auch schon losgehen. Die Kartoffeln gut waschen und abtrocknen, die Schale bleibt nämlich dran. Von beiden Kartoffelsorten gleich viele, etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und aus jeder Scheibe mit einem kleinen Plätzchenausstecher ein Herz ausstechen.

Kartoffelherzen_1

Nun werden die violetten Herzen in die hellen Kartoffelscheiben gesteckt und die hellen Herzchen in die lilafarbenen Scheiben. – Allerliebst!

Kartoffelherzen_2

Jetzt das Wurzelgemüse (Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, weiße und gelbe Rübchen), rote Zwiebeln und Lauch in Streifen schneiden. Die Mengen können nach Geschmack variiert werden. Alle Zutaten in einer Schüssel mit ausreichend Öl, Meersalz, gemörsertem bunten Pfeffer, Rosmarin,Thymian und etwas Zucker vermengen und auf ein Backblech schütten.

Wurzelgemüse_Herzkartoffen

Bei 200°C ca. 40 Minuten backen.  In der Zwischenzeit die Joghurtsoße anrühren.

Minz-Limettenjoghurt

1 Becher griechischen Joghurt

Saft und abgeriebene Schale einer Limette

Minzblätter, in dünne Streifen geschnitten

Salz, etwas Pfeffer, 1 Teelöffel Zucker miteinander verrühren.

Minze_Joghurt

Wenn die Kartoffeln weich sind, das Blech aus dem Ofen nehmen und das Gemüse mit einem Spiegelei servieren. Ich habe kleine Spiegeleier aus Wachteleiern in herzförmigen Plätzchenausstechern gebraten. Sieht nach noch mehr Liebe aus!

Valentinsessen

Wer voll von Liebe ist, kann hin und wieder etwas davon abgeben…ich wünsche einen unvergesslich schönen, liebevollen Valentinstag…

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Ein Rosentörtchen ist ein Rosentörtchen ist ein Rosentörtchen…

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…frei interpretiert: es ist was es ist und manchmal ist es sogar gut, wie in diesem Fall –  kleinen Minitörtchen mit Rosensahne und Himbeeren. Ein klitzekleiner Hauch von Sommer. Vor nicht allzu langer Zeit schenkte mir die liebe Angie getrocknete Rosenblätter. Zuerst dachte ich daran sie unter schwarzen Tee zu mischen. Aber dann überlegte ich mir, dass es schön wäre das Aroma der Rosenblätter irgendwie in einen Kuchen oder eine andere Süßspeise zu bekommen. Nach langem hin und her ist mir nun ein Rezept eingefallen mit dem ich – nun, da es auch noch geklappt hat – sehr zufrieden bin. Ich hatte ein paar Bedenken die Rosensahne könnte nicht fest werden oder alles würde ein wenig wie Seife schmecken. Alles ist gut gegangen und die Törtchen schmecken wie ein Rosengarten im Sommer riecht – lecker! Überzeugt Euch selbst – viel Spaß beim Nachbacken!

Foermchen_Tee

Rosentörtchen

Für die Rosensahne braucht man

1/4 Liter Sahne

2 Päckchen Vanillezucker

1 Esslöffel getrocknete Rosenblüten

1 Esslöffel Himbeersirup

1 Päckchen Sahnesteif

Sahnetopf

Die Rosenblüten mit der Sahne und dem Vanillezucker in einen Topf geben und aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen, abkühlen lassen und für mehrere Stunden kalt stellen, am besten über Nacht. Dann die nun gut durchgezogene Sahne durch ein Teesieb abgießen und mit dem Himbeersirup und dem Sahnesteif fest aufschlagen.

Für die kleinen Kuchen

80 g weiche Butter

200 g Zucker

150 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

100 g gemahlene Mandeln

2 Eier

200 ml Milch

1 Prise Salz

2 Esslöffel Rosenwasser

Foermchen

Alle Zutaten gut miteinander verrühren und in die gefetteten Backförmchen oder Muffinformen füllen. 20 – 30 Minuten bei 190°C backen und gut auskühlen lassen.

Rosenkuchen

Zum guten Schluss den kleinen Kuchen mit Hilfe eines Spritzbeutels zu einer hübschen Sahnehaube verhelfen und mit einer Himbeere zum Törtchen krönen.

Toertchen_2

 

 

 

Typisch westfälisch – Bauernstuten

Bauernstuten_Schinken

Manchmal, wenn ich so zurück denke an die Zeit in der ich klein war, überkommt mich einfach der Wunsch etwas zu Kochen oder zu Backen was ich mit meiner Kindheit verbinde. Da ich ursprünglich ein Mädchen aus dem schönen Münsterland bin, fiel meine Wahl heute auf den guten alten Bauernstuten  – mit Schinken und Pumpernickel ein Hochgenuss. Westfälischer geht es kaum! Da ein Butterbrot mit Schinken doch eher etwas Alltägliches ist, gibt es bei mir heute ein fruchtiges Gurken-Melonen-Chutney dazu (oder dabei, wie der Westfale sagt). Das passt sehr gut dazu und ist auf jeden Fall aufregender als eine zum Fächer geschnittene Gewürzgurke.

Westfälischer Bauernstuten

250 g Weizenmehl

250 g Roggenmehl

1 Päckchen Trockenhefe

1 Teelöffel Zucker

1 Teelöffel Salz

in eine Schüssel geben.

1/4 l Milch erwärmen,

1 Esslöffel Schmalz darin auflösen und mit den Zutaten in der Schüssel vermengen. Alles gut durchkneten und mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig etwa verdoppelt hat. Nochmals durchkneten und zu einem Laib formen. Ich habe den Teig in zwei Hälften geteilt und zu einem „Zwillingsbrot“ zusammengelegt, da ich die eine Hälfte zu Knabbeln verarbeiten möchte. Aber dazu später mehr. Das Brot mehrmals schräg einschneiden und nochmals abgedeckt eine halbe Stunde gehen lassen. Bei 200°C etwa 50 Minuten backen. Es ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.

Bauernstuten

Zutaten_Chutney

Gurken- Melonen-Chutney

Zutaten:

1 Teelöffel Senfsaat

2 Schalotten, fein gewürfelt

1 Stückchen Ingwer

2 Esslöffel Zucker

Himbeeressig

1 Teelöffel bunter Pfeffer, 1/2 Teelöffel Meersalz, beides gemörsert

1/4 Honigmelone, klein geschnitten

2 Landgurken, die Kerne mit einem Teelöffel entfernt und klein geschnitten

Zubereitung:

Etwas Öl in einen Topf erwärmen und die Senfsaat darin aufplatzen lassen. Achtung – das Öl darf nicht zu heiß werden, sonst fliegen einem die Senfkörner um die Ohren. Schalotten und Ingwer kurz mit anschwitzen. Den Zucker hinzu geben und  karamellisieren. Mit dem Himbeeressig ablöschen, Salz und Pfeffer, sowie das kleingeschnittene Obst und Gemüse dazugeben. Wem das Chutney noch zu wenig süß ist, der kann noch mit einen Teelöffel Honig nachsüßen. Alles nur kurz aufkochen, damit die Gurken nicht zu weich werden. Das Chutney in saubere Gläser mit Schraubverschluss füllen.

Jetzt noch Butter und Schinken auf den Tisch und es kann gegessen werden.

Ach ja, jetzt hätte ich doch beinahe die Knabbeln vergessen!

Knabbeln

Knabbeln

Hierfür einfach eine Hälfte des noch warmen Zwillings-Bauernstutens in mundgerechte Stücke brechen und auf ein Backblech legen. Im Backofen bei 150°C nochmals  ca. 20 Minuten backen und fertig ist der Bauernzwieback. Man gibt die Knabbeln in ein Knabbelkümken (Schälchen ☺️) oder eine große Tasse, bestreut sie mit Zucker und übergießt sie mit heißer Milch, Kaffee, Kakao oder Muckefuck (Getreide- oder Blümchenkaffee). Eine Prise Zimt und/oder Kardamom sorgt für ein besonderes Aroma.

Knabbelkümpken

Willkommen in NRW❣️

Mein allererster Kohlpudding

Kohlpudding_Kartoffeln

Als ich kürzlich im Keller die alte Wasserbad-Puddingform von Uromalein fand war klar – die wird ausprobiert.

Form_1Form_2

Gesagt…getan. Ich fand auch noch ein passendes altes Kochrezept und hier ist es:

Kohlpudding mit Salzkartoffeln und süß-saurer Soße

Für den Kohlpudding braucht man

1 kg Weißkohl, in feine Streifen geschnitten

1 Teelöffel Kümmel, ganz

500 g Hackfleisch

2 Zwiebeln, fein gewürfelt

etwas Paniermehl

Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss

1 Ei

Die Weißkohlstreifen in Salzwasser mit dem Kümmel 10 Minuten kochen lassen und abgießen.

Kohl

Das Hackfleisch mit den übrigen Zutaten gut verkneten und abwechselnd mit dem Weißkohl in die eingeölte Form einschichten. Alles gut andrücken und die verschlossene Form in einem Wasserbad 1 1/2 Stunden gar ziehen lassen.

Schicht_1Schicht_2Form_geschlossenWasserbad

In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen und kochen. Für die Soße aus

1 Esslöffel Butter

1 Esslöffel Mehl

250 ml Brühe

eine Mehlschwitze zubereiten und mit

1 Teelöffel scharfem Senf

etwas Essig

3 Teelöffel Zucker

Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag kann noch etwas Sahne hinzu geben.

Nach 1 1/2 Stunden Garzeit kommt nun der spannende Moment, wo die Puddingform geöffnet und gestürzt wird…

Form_gestuerzt

Ja…und dann sollte das Prachtstück genau so aussehen!

Kohlpudding

Bon appetit!

Neujahrskränze – gebackene Glückwünsche zum verschenken

Sich in den ersten Tagen im Jahr gegenseitig mit Glückwünschen und Gebäck zu erfreuen hat wohl überall eine lange Tradition. Im westfälischen Münsterland schenkt man sich zum Jahresbeginn einen Neujahrskranz aus süßem Hefeteig.
Die drei unterschiedlichen Stränge aus denen er geflochten wird stehen für verschiedene Wünsche, die den Beschenkten ins neue Jahr begleiten sollen.
Der erste Teigstrang verbirgt eine Füllung aus Marzipan, Mandeln, Pistazien und Weinbrand – er symbolisiert Wohlstand, Freude und Glück. Im zweiten Strang findet man Rosinen – sie geben Gesundheit und Kraft. Der dritte Strang besteht nur aus Hefeteig und ist Sinnbild für Natürlichkeit und die Besinnung auf das Wesentliche.
Die geflochtene Kranzform mit ihrem Ineinandergreifen von Freude, Glück, Gesundheit, Kraft und Besonnenheit verbindet alles zu einer „runden Sache“ – zu einem hoffentlich rund um gelungenen Jahr.
Da mir dieser Brauch so sehr gefällt habe ich in diesem Jahr auch fleißig gebacken. Leider nicht genug, um jedem der mir am Herzen liegt einen Kranz zu schenken.

Mit diesem Beitrag schicke ich Euch allen einen allerliebsten Neujahrsgruß und das Allerbeste für das Jahr 2014!

Neujahrskränze_von_oben

Für zwei Kränze braucht man

500 g Mehl

1/4 Liter Milch

75 g Butter

75 g Zucker

1 Päckchen Trockenhefe

1/2 Teelöffel Salz

Vanille (gemahlen, oder aus der Schote)

Das Mehl mit dem Zucker, Salz und der Hefe in eine ausreichend große Schüssel geben. Die Milch mit  Butter und Vanille in einem Topf erwärmen. Nicht zu heiß werden lassen, nur so warm, dass die Butter langsam schmilzt. Die Milch zu den übrigen Zutaten gießen und alles miteinander verkneten. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort zwei Stunden gehen lassen. Wenn der Teig sich ungefähr verdoppelt hat nochmals gut durchkneten und in sechs etwa gleich große Stücke teilen. Für den natürlichen Strang zwei von den Teigstücken zu Rollen formen (ca. 50 cm lang). In zwei weitere Stücke ein paar Rosinen hinein kneten und ebenfalls zu Rollen formen. Für die letzten beiden Stränge werden zuerst

1 Päckchen Marzipanrohmasse

2 Esslöffel gehackte Pistazien

2 Esslöffel gehackte Mandeln

2 Esslöffel Weinbrand

miteinander verknetet. Die restlichen beiden Teigkugeln zu 50 cm langen Schnüren formen und mit dem Nudelholz überrollen, so dass man sie mit der Marzipanmischung füllen kann. Dazu aus der Marzipanmasse daumendicke Röllchen formen, diese auf den Teig legen und diesen über dem Marzipan zusammendrücken, so dass wiederum ein Strang entsteht. Nun je drei verschiedene Teigrollen miteinander verflechten und zu einem Kranz zusammenlegen. Die Kränze mit Eigelb bestreichen, damit sie nach dem Backen schön glänzen und mit gehackten Mandeln und Pistazien bestreuen. Bei 200°C ca. 20 Minuten backen. Wenn von der Marzipanmasse etwas übrig bleibt, kann man damit wunderbar ein paar Bratäpfel füllen…

Neujahrskränze

Geflügelcocktail mit Mandarinen und Schwarzwurzeln

Gefluegelcocktail

In diesen Geflügelcocktail kommen, anders als beim altbekannten Klassiker, keine Zutaten aus der Dose – also frisch ins neue Jahr…
Für etwa 4 Portionen braucht man

2 Hähnchenbrüste

1 Lorbeerblatt

1/2 Liter Gemüsefond

6-8 Schwarzwurzeln

2-3 Mandarinen

250 g frische Champignons

Mayonnaise

etwas Ketchup

1 Eßlöffel Worcestersauce

1 Schuss Cognac

Salz und Pfeffer

Den Gemüsefond mit dem Lorbeerblatt zum Kochen bringen und die Hähnchenbrüste darin gar ziehen lassen. Die Brühe sollte nicht mehr sprudelnd kochen, sondern nur noch leicht vor sich hin sieden. Wenn das Fleisch gar ist – herausnehmen und abkühlen lassen. Nun die geschälten, in Stücke geschnittenen Schwarzwurzeln in der Brühe garen und die klein geschnittenen Champignons in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten.
Mayonnaise, Ketchup, Worcestersauce, Cognac, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel miteinander zu einer Cocktailsauce verrühren. Wenn alle Zutaten erkaltet sind, das Hähnchenfleisch kleinschneiden. Die Mandarinen von ihrer Schale befreien und die einzelnen Spalten halbieren. Fleisch, Obst, Gemüse und Pilze zur Sauce geben, gut umrühren und am Besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
Mit einem Salatblatt in schönen Gläsern anrichten und mit etwas Nostalgie ins neue Jahr rutschen…

Euch allen einen schönen Jahreswechsel und eine riesige Portion Glück für das Jahr 2014!