Vor einer Woche durfte ich ein herrliches Wochenende bei einer Freundin in den Nordvogesen verbringen. Dort gab es neben unzähligen Obst-, Gemüse- und Kräutersorten auch zahlreiche glückliche Tiere zu bewundern.
Wachteln zum Beispiel. Ein paar Eier dieser niedlichen Laufvögel gibt es heute pochiert zu meinem Gemüserösti. Wer keine Wachteleier hat, nimmt Hühnereier oder lässt sie einfach ganz weg. Das Rösti schmeckt auch ohne Eier. Aber wenn man schon mal das Glück hat, solch kleine Kostbarkeiten geschenkt zu bekommen, dann muss man sie auch gebührend in Szene setzen.
Gemüserösti
Zutaten:
3 Kartoffeln
2 Karotten
1 Pastinake
1 kleine Zucchini
1/4 Knollensellerie
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Schalotte, fein gewürfelt
2 cm Ingwer, gerieben
1 Ei
1 Esslöffel Stärke
1 Esslöffel neutrales Öl
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Kartoffeln, Karotten, Pastinake und den Sellerie schälen und fein raspeln. Von der Zucchini die Enden abschneiden, das Gemüse halbieren und die Kerne mit einem Löffel herausschaben. Die Zucchinihälften ebenfalls fein raspeln. Die bunten Gemüseraspel mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel gut miteinander vermengen. Die Masse entweder als mehrere kleine Rösti oder als ein großes auf dem vorbereiteten Backblech verteilen und gleichmäßig andrücken. Das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. eine halbe Stunde goldbraun backen.
Sobald das Rösti fertig ist, geht’s an die pochierten Wachteleier.
Pochierte Wachteleier
Zutaten:
1 Liter Wasser
1 Schuss Essig
Wachteleier
Zubereitung:
Das Wasser mit dem Essig zum Kochen bringen. Ein Wachtelei aufschlagen und in eine Tasse geben. Das Ei aus der Tasse in das siedende Essigwasser gleiten lassen. Mit einer Gabel das Eiweiß etwas um das Eigelb ziehen. Nach ca. 2 Minuten das pochierte Wachtelei mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und auf das Rösti legen. Bei Hühnereiern beträgt die Garzeit etwa 4-5 Minuten.
Bei mir gab es noch etwas Frischkäse, angerüht mit frisch gehackter Petersilie und einem Spritzer Zitronensaft, und einen fruchtigen Tomatensalat dazu. Wer mag, kann auch noch ein paar Lavendelblüten über das Rösti streuen. Das Auge isst ja schließlich mit. Eine prima Mahlzeit für warme Sommertage 😎.
Noch keine Idee für den Sonntagskuchen? Wir wäre es denn mal mit Kirschen und gaaaanz viel Schokolade? Wenn frische Kirschen eingefroren waren und auftauen sehen sie leider eher labbelig braun als knackig dunkelrot aus. Aber kein Grund zu verzweifeln! Sie schmecken trotzdem noch genauso lecker und werden einfach in der Schokolade versteckt, da spielt ihr Aussehen keine Rolle mehr.
Um so eine knackig dicke Schokokruste auf den Kuchen zu zaubern, benötigt man unbedingt eine Silikonbackform. Dazu im Rezept mehr.
Schoko-Kirschkuchen
Zutaten:
200 g Butter
200 g Zucker
2 Teelöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Messerspitze Zimt, gemahlen
5 Eier
200 g Haselnüsse, gemahlen
100 ml Kirschwasser
2 Esslöffel Backkakao
200 g Mehl
2 gehäufte Teelöffel Backpulver
200 g entsteinte Kirschen (frisch, aufgetaut oder aus dem Glas)
Für den Schokoladenguss:
400 g Zartbitterkuvertüre
Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Rührschüssel geben und mit einem Handrührgerät kurz aufschlagen. Nach und nach den Zucker hinzufügen und alles cremig weiß aufmixen. Vanillezucker, Salz und Zimt dazugeben. Die Eier einzeln unterschlagen. Gemahlene Haselnüsse und Kirschwasser unterrühren. Kakao, Mehl und Backpulver in die Masse sieben und alles gut miteinander verrühren. Zum Schluss die Kirschen mit einem Teigschaber unterziehen, damit sie nicht matschig werden.
Den Teig in eine Silikonbackform füllen (Silikonbackform nicht vorher eingefettet) und den Kuchen ca. eine Stunde backen. Da jeder Ofen etwas anders backt, bitte die Stäbchenprobe machen.
Den Schoko-Kirschkuchen in der Form vollständig abkühlen lassen. Anschließend das Prachtstück aus der Form lösen und diese direkt sauber machen. Sie wird jetzt nochmal gebraucht.
Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die saubere und gut abgetrocknete Silikonform bereitstellen. Die flüssige Kuvertüre in die Form gießen, etwas verteilen und den Kuchen zurück in die Backform heben. Das Gebäck vorsichtig in die Kuvertüre drücken, sodass die Schokolade den Kuchen ringsherum gut umschließt. Die Form in den Kühlschrank stellen, damit die Kuvertüre um den Kuchen herum wieder fest werden kann.
Wenn die Schokolade gut durchgekühlt und fest ist, kann die Form vom Kuchen abgezogen werden und man erhält eine dicke, glatte, glänzende Schokokruste 💕.
Sehr gut passt ein Klecks Zimt-Schlagsahne dazu. Hat ein bisschen etwas von Schwarzwälder Kirschtorte, nur mit mehr Schokolade. 😊 Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!
Auch heute klettern die Temperaturen wieder über die 30-Gradmarke. Da freut man sich doch über jede Abkühlung. Zur Zeit bereite ich beinah täglich zwei Kannen Ingwerwasser zu, fülle es in Flaschen um und horte es im Kühlschrank bis zum Verzehr. Ich liebe es. Hierfür einfach ein paar Scheiben frischen Ingwer pro Kanne mit kochendem Wasser überbrühen und abkühlen lassen. Nach vollständigem Erkalten nehme ich die Ingwerscheiben heraus, fülle den Tee in Literflaschen um und ab damit in den Kühlschrank.
Für meinen Erdbeershake habe ich kaltes ingwerwasser zum Auffüllen verwendet. Ich find’s super lecker. Wer keinen Ingwer mag, der nimmt statt dessen einfach Milch, Pflanzendrink oder Wasser.
Erdbeershake
Zutaten für 750 ml Erdbeershake:
300 g frische, geputzte Erdbeeren
4 Esslöffel Naturjoghurt
etwas Zitronenschale
1 Spritzer Zitronensaft
1 Esslöffel Agavendicksaft
gekühltes Ingwerwasser (oder Milch/Pflanzendrink/Wasser) zum Auffüllen
Zubereitung:
Erdbeeren, Joghurt, Zitronenschale, Zitronensaft, Agavendicksaft und etwas Ingwerwasser in einen hohen Becher oder einen Mixer geben. Alles fein pürieren und die Masse mit gekühltem Ingwerwasser bis auf 750 ml auffüllen. Das war schon alles. Den Shake auf Gläser verteilen, mit etwas frischer Minze oder Zitronenmelisse aus dem Garten verzieren und genießen.
Kirschsaison!!! Endlich! 🍒 Und was heißt das? Genau, es gibt heute ein kleines, feines Kirschrezept. KiBa – nicht im Glas mit Strohhalm, wie es jeder kennt, sondern auf dem Dessertteller. Ein fluffiges Kirsch-Bananenbrot kombiniert mit Kokosnuss. Wenn das keine gute Kombi für den Sommer ist, dann weiß ich auch nicht.
Kirsch-Bananenbrot
Zutaten:
2 reife Bananen
50 ml Kokosöl
30 ml Ahornsirup
2 Esslöffel Kokoswasser (vom flüssigen Teil aus der Kokosmilchdose)
50 g Kokosflocken
1 Prise Salz
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Spritzer Zitronensaft
1 Messerspitze Muskatnuss
1 Messerspitze Zimt
150 g Dinkelmehl
1 gehäufter Teelöffel Backpulver
200 g entsteinte Kirschen
außerdem etwas Kokosöl zum Fetten der Form und 1 Esslöffel Kokosflocken zum Ausstreuen der Form
Zum Verzieren:
Kokosmilch (den festen Teil aus der Kokosmilchdose)
1 Teelöffel Traubenzucker
eine Handvoll Kirschen
Kokosnuss-Chips
Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und ein kleine Kastenform (11 x 20 cm) mit Kokosöl auspinseln und mit Kokosflocken sorgfältig ausstreuen.
Die Bananen in eine Schüssel geben und pürieren. Kokosöl, Ahornsirup, Kokoswasser, Zitronenschale und Saft, Muskatnuss, Zimt und die Prise Salz hinzufügen und alles mit einem Handrührgerät gut verrühren. Mehl und Backpulver untermixen und zum Schluss die entsteinten Kirschen mit einem Teigschaber unterheben.
Die Masse in die vorbereitete Kastenform füllen und das KiBa-Brot ca. 45 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Auf jeden Fall die Stäbchenprobe machen, um sicher zu gehen, dass das Brot fertig ist, da jeder Ofen etwas anders backt.
Das Brot vollständig abkühlen lassen. Für das Kokoscrème-Topping den festen Inhalt einer Kokosmilchdose mit dem Traubenzucker aufschlagen. Die Masse sollte gut gekühlt sein.
Die Kokoscrème, ein paar Kirschen und Kokoschips auf dem Brot verteilen. Fertig! 😊
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mein Appetit auf deftiges Essen hält sich bei heißem Sommerwetter eher in Grenzen. Darum gibt es, passend zur ersten Hitzewelle in diesem Jahr, heute etwas nordisch Kühles auf den Löffel. Eine kalte dänische Buttermilchsuppe mit frischen bunten Beeren und kleinen knusprigen Kardmomzwiebäcken, den Kammerjunkere.
Kammerjunkere
Zutaten:
50 g Butter
75 g Zucker
2 Teelöffel Vanillezucker
1 Teelöffel Kardamom, gemahlen
200 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Ei
50 ml Milch
Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Mehl und Backpulver in einer Schüssel gut miteinander mischen. alle anderen Zutaten hinzugeben und alles zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Den Teig in zwei Stücke teilen und jeweils eine Rolle von ca. 3 cm Durchmesser formen. Die Rollen in Stücke von 1 cm Breite schneiden und diese zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen etwa 7-8 Minuten backen.
Die Kugeln aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Den Backofen auf 100°C runterregeln. Die noch gut warmen Gebäckkugeln mit einem scharfen Messer in zwei Hälften schneiden und mit der Schnittfläche nach oben zurück auf das Backblech legen. Die Kammerjunkere bei 100°C Umluft für etwa 25 Minuten trocknen. Anschließend herausnehmen, vollständig abkühlen lassen und in einer Vorratsdose aufbewahren.
Koldskål
Zutaten:
2 sehr frische Eigelb
100 g Zucker
500 ml Buttermilch
500 g Naturjoghurt
1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
1 Teelöffel Vanillezucker
Zubereitung:
Die Eigelb mit dem Zucker schaumig dick aufschlagen. Dies kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Anschließend die übrigen Zutaten hinzugeben und alles gut unterrühren. Die Buttermilchsuppe in eine Kanne füllen und bis zum Verzehr kaltstellen.
Dann kann auch schon gegessen werden 😊. Dafür die gut durchgekühlte Koldskål in eine Schüssel gießen, ein paar Kammerjunkere hineinbröckeln und frische bunte Beeren darüber verteilen. Fertig ist deine erfrischende Sommermahlzeit.
Nyd dit måltid!
Ach ja, Ideen für die übrig gebliebenen Eiweiß findest du hier, hier und hier. Viel Spaß beim Stöbern!
Am Samstag habe ich auf’s Einkaufen verzichtet, weil ich so bei mir dachte: „Hopp Katie, nun iss doch erstmal all die Sachen auf, die noch da sind, bevor du wieder neues ranschleppst.“
Gesagt getan! Kartoffeln, Äpfel und Kräuter aus dem Garten habe ich eigentlich immer. Nüsse von Omas Baum sind auch noch da und im Tiefkühlfach liegt noch ein vergessener Ziegenkäse…
Kartoffel-Apfel-Gratin
Zutaten:
3 mittelgroße Pellkartoffeln vom Vortag
1 Süßkartoffel
1 Apfel
1 Ziegenrolle
100 ml Sahne oder Milch
etwas frisch geriebene Muskatnuss
optional eine geschälte Knoblauchzehe zum Ausreiben der Form
Salz, Pfeffer
ein paar Zweige frischen Thymian
2 Teelöffel flüssigen Honig
1 Handvoll gehackte Walnüsse
Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Pellkartoffeln und Süßkartoffel schälen und der Länge nach halbieren. Apfel waschen, trocken reiben, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Kartoffeln und Apfel in gleichmäßige Scheiben schneiden. Abwechselnd in eine flache, feuerfeste Form legen. Die Sahne in einen Mixbecher füllen. Den Edelschimmelrand von der Ziegenrolle abschneiden und zu der Sahne in den Mixbecher geben. Etwas Salz, Pfeffer und einen Teelöffel Honig dazu geben und alles mit einem Pürierstab einmal kräftig durchmixen. Die Masse geichmässig über die Kartoffel-und Apfelscheiben gießen. Das Innere der Ziegenrolle in Scheiben schneiden und auf dem Gratin verteilen. Den restliche Teelöffel Honig mit den gehackten Walnüssen vermengen und zu guter Letzt mit ein paar Blättchen vom frischen Thmian oben drauf streuen. Den Gratin 25 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun backen.
Viel Spaß bei der Resteverwertung (einfach mal was ausprobieren! 😊) und guten Appetit!
Ich erinnere mich, als ich meinen allerersten Kochkurs besucht habe, damals, so mit acht 😌, da waren Amerikaner das erste Gebäck, das ich selbstständig gebacken habe. Stolz wie Oskar wurde es daheim der Familie präsentiert und schwesterlich geteilt. Als Kind gehörten Amerikaner für mich auf jeden Fall zu meinen Lieblingskuchen.
Heute gibt es bei mir eine frische Zitronenvariante. Getränkt mit Zitronensirup sind sie super saftig und schmecken schon ein bisschen nach Sommer. Mit dem Sirup geht es auch gleich los.
Zitronensirup
Zutaten:
800 ml Wasser
300 ml Zitronensaft, frisch gepresst
400 g Zucker
Schale von 3 Zitronen, dünn geschält
Zubereitung:
Alle Zutaten in einen Topf geben und aufkochen. 15 Minuten leise köcheln lassen. Die Zitronenschale herausnehmen und den heißen Sirup in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen.
Der Sirup eignet sich zum Bestreichen von Kuchen und schmeckt prima in Mineralwasser oder Sekt.
Zitronen Amerikaner
Zutaten:
125 g Butter
100 g Zucker
2 Teelöffel Vanillezucker
1 Prise Salz
100 ml Buttermilch
250 g Mehl
50 g Speisestärke
2 Teelöffel Backpulver
2 Teelöffel Natron
1 Zitrone (abgeriebene Schale und Saft)
Zum Tränken:
Zitronensirup
Für den Zuckerguss:
200 g Puderzucker
Saft einer Zitrone
Zubereitung:
Die Butter in eine Schüssel geben und mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine schaumig schlagen. Zucker, Vanillezucker, Salz und den Zitronenabrieb gut unterschlagen. Die Eier nach und nach unterrühren. Buttermilch und Zitronensaft hinzufügen. Alles gut verrühren. Mehl, Stärke und Backpulver in die Schüssel sieben und kurz unterarbeiten.
Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Mit einem Eisportionierer Teig-Halbkugeln mit ausreichend Abstand auf die Bleche verteilen. Die Amerikaner laufen beim Backen etwas auseinander, darum sollten sie nicht zu dicht nebeneinander liegen.
Die Amerikaner auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen. Sie sollten nicht zu dunkel werden. Wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Stäbchenklebt, sind sie fertig.
Die fertigen Amerikaner aus dem Ofen nehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Sobald man sie anfassen kann, werden sie umgedreht und auf der glatten Seite mit dem Zitronensirup bepinselt.
Für den Zuckerguss den Puderzucker in eine Schüssel geben und nach und nach Zitronensaft unterrühren, bis die Glasur eine dickflüssige Konsistenz hat. Diese mit einem Messer auf die Amerikaner streichen, ein paar Zitronenzesten darüber verteilen und die Küchlein trocknen lassen.
Gut, für diese Mahlzeit braucht es etwas Vorarbeit, aber der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall – versprochen! Es gibt für jeden einen Burger mit selbstgebackenem Bun, knuspriger Linsenfrikadelle, Chicorée & Äpfeln aus dem Backofen, Röstzwiebeln und einer hausgemachten Hamburgersoße. Appetit bekommen?
Dann fange ich gleich mal mit den Brötchen an.
Fluffige Burger Buns
Zutaten:
½ Würfel frische Hefe
1 Esslöffel Zucker
1 gestrichener Teelöffel Salz
100 g Butter, zerlassen
200 ml warmes Wasser
1 Ei
500 g Dinkelmehl
Zum Bestreichen:
1 Ei
2 Esslöffel Milch
1 Esslöffel Wasser
Sesamsaat
Zubereitung:
Die Hefe in eine Tasse bröckeln und mit dem Zucker bestreuen. So lange stehen lassen, bis sich die Hefe von selbst verflüssigt hat. Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Salz vermischen. Wasser, Butter, das Ei und die Hefe hinzugeben und alles gut miteinander verkneten. Den Teig mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat. Alles nochmals durchkneten und eventuell noch etwas Mehl hinzufügen, so dass der Teig nicht mehr klebt. Teigkugeln von ca. 80 g formen und mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Backofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit einem Küchentuch abdecken und die Burger Brötchen nochmals eine Stunde gehen lassen. Am Ende der Gehzeit sollten sie sich deutlich vergrößert haben.
Ei, Milch und Wasser miteinander verrühren. Die Buns damit bestreichen und mit Sesam bestreichen. Auf mittlerer Schiene etwa 20 Minuten goldbraun backen.
Linsenfrikadellen
Zutaten:
200 g Belugalinsen
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
1 Karotte, geraspelt
2 Esslöffel frisch gehackte Petersilie
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
1 Ei
3-4 Esslöffel zarte Haferflocken
1 Messerspitze Chili
½ Teelöffel Paprikapulveredelsüß
½ Teelöffel Paprikapulvergeräuchert
etwas Öl zum Braten
Zubereitung:
Die Linsen 20 Minuten garkochen, in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen. In der Zwischenzeit das Gemüse vorbereiten. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander verkneten. 20 Minuten ruhen lassen, damit die Haferflocken quellen können und eine gute Bindung entsteht. Aus der Masse Frikadellen formen und in einer Pfanne knusprig braten.
Chicorée und Apfelscheiben aus dem Backofen
Zutaten:
3 Chicorées
2 große Äpfel
100 ml Öl
4 Esslöffel Ahornsirup
frischer Thymian
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Chicorées der Länge nach halbieren und Äpfel in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. Öl und Ahornsirup miteinander verrühren. Die Chicoréehälften und Apfelscheiben gut darin wenden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Salz, Pfeffer und die abgezupften Thymianblättchen darüber streuen. Im auf 200°C Ober- und Unterhitze vorgeheizten Backofen etwa 40 Minuten garen.
Hamburgersoße
Zutaten:
1/8 Liter Milch
1 Teelöffel scharfer Senf
¼ Liter neutrales Pflanzenöl
1 Teelöffel Knoblauch granuliert
5 Esslöffel passierte Tomaten
2 Gewürzgurken, in grobe Stücke geschnitten
1 Esslöffel Sojasauce
1 Teelöffel Salz
1 Spritzer Zitronensaft
1 Esslöffel Agavendicksaft
1 Messerspitze Chili
Zubereitung:
Die Milch und den Senf in einen hohen Mixbecher geben und mit einem Pürierstab mixen. Das Öl in einem dünnen Strahl nach und nach untermixen. Den Pürierstab dabei langsam nach oben ziehen. Anschließend die restlichen Zutaten dazugeben und alles nochmals gut durchmixen.
Röstzwiebeln
500 g Gemüsezwiebeln, geschält, in sehr dünne Ringe geschnitten
2 Esslöffel neutrales Pflanzenöl
½ Teelöffel Salz
2 Esslöffel Mehl
Curry und/oder Paprikagewürz
Zubereitung:
Den Backofen auf 90°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Zwiebelringe voneinander trennen. Das Öl bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne erhitzen. Zwiebelringe, Salz und die Gewürze hinzugeben und so lange andünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Das Mehl darüber stäuben, gleichmäßig unterrühren und kurz mitbraten. Die Zwiebelringe gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Das funktioniert am besten, wenn man sie mit zwei Gabeln locker auseinanderzupft.
Die Zwiebeln 2-3 Stunden lang bei leicht geöffneter Backofentür (Kochlöffel dazwischen klemmen) trocknen lassen. Nach dem Ausschalten des Ofens die Röstzwiebeln noch ein paar Stunden auf dem Backblech liegen lassen. In Schraubgläser gefüllt halten die Zwiebeln etwa zwei bis drei Wochen.
Nachdem nun alle Burger-Komponenten hergestellt sind, geht es ans Zusammenbauen.
Bun aufschneiden, auseinanderklappen und ein Salatblatt mit etwas Hamburgersoße auf das Unterteil kleben. Linsenfrikadelle, Chicorée und Äpfel obendrauf stapeln, ordentlich Sößchen drüber und ein paar kross gebackene Zwiebeln darüber streuen. Deckel drauf, reinbeißen und freuen!
Der Frühling ist da und endlich grünt und blüht es überall. Auch in meinem kleinen Gärtchen gibt es das erste zarte Grün zu ernten.
Unterm Fliederbaum haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Waldmeister Pflänzchen breit gemacht und warten auf ihre Bestimmung. Die heißt in diesem Jahr „Waldmeistersirup“. Mit diesem herrlich aromatischen Elixier lassen sich fabelhafte Leckereien zaubern. Es macht sich super im Prosecco, im Mineralwasser, über Kuchen oder Eis.
Waldmeistersirup
Zutaten:
100 g Waldmeister
2 kleine Bio-Limette
600 g Zucker
1 Liter Wasser
Zubereitung:
Waldmeister waschen und trockenschleudern. Auf Küchentüchern locker auslegen und an einem warmen Platz 12 Stunden lang trocken lassen. Hin und wieder etwas auflockern.
Am nächsten Tag Wasser und Zucker aufkochen und so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Unterdessen die Limetten heiß abwaschen und in dünne Scheiben schneiden. Waldmeister und Limettenscheiben in eine Schüssel geben und mit dem Zuckerwasser übergießen. Abgedeckt drei Tage ziehen lassen. Ein Baumwolltuch in ein Sieb legen, Waldmeister abseihen und dabei den Sirup auffangen. Waldmeister im Tuch gut auspressen. Den Waldmeistersirup erneut aufkochen und sofort heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen.
Waldmeister-Avocado Eis
Zutaten:
2 Avocados
120 ml Waldmeistersirup
1 Dose Kokosmilch
1 kleine Limette, Zesten und Saft
Zubereitung:
Alle Zutaten in einen Mixer geben und fein pürieren. Die Masse in eine Eismaschine füllen und eine Stunde darin verarbeiten lassen.
Ohne Eismaschine die Masse in ein gefriergeeignetes Gefäß füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens fünf Stunden einfrieren. Während dieser Zeit die Eismasse alle 30 Minuten gut umrühren. Das sorgt dafür, dass die Eiskristalle klein bleiben und das Avocado Eis schön cremig wird.
Marinierte Erdbeeren
500 g Erdbeeren waschen, trocken tupfen und halbieren. Das Grün ist essbar und kann, wenn es schön aussieht, gerne dranbleiben und mitgegessen werden. Zwei bis drei Esslöffel Waldmeistersirup über die Erdbeeren geben, umrühren und kurz durchziehen lassen.
Das Eis in ein Schälchen füllen, ein paar von den marinierten Erdbeeren darum verteilen und mit ein paar Waldmeisterblüten bestreuen. Fertig ist der Frühling zum Löffeln.
In meinem heutigen Beitrag dreht sich noch einmal alles um die Yacón-oder auch Inkawurzel. Eine tolle Knolle, ursprünglich aus Südamerika, heute jedoch auch heimisch in der Pfalz, die, wie ich finde, auf jeden Fall mehr Beachtung verdient. Alle wichtigen Infos zu diesem Gemüse und eine E-Mail Adresse, wo die Yacón bestellt werden kann, findet Ihr hier.
Lieben Dank Waldi Yacon für das tolle Gemüse! Es finden sich schon einige Yacón-Rezepte auf meinem Blog, falls Ihr Euch richtig austoben möchtet. Von süß bis herzhaft ist alles dabei. Zum Beispiel Yacónkuchen mit Mohn, Yacón-Mandelkuchen oder ein ganzes Menü mit dem knackigen Superfood.
Dieses Mal habe ich versucht, sie einzumachen. Wie das werden wird, wusste ich vor sechs Wochen noch nicht, aber jetzt, wo die Wurzeln gut durchgezogen sind, kann ich sagen: Versuch geglückt, die Rezepte dürfen mit Euch geteilt werden 🙂
Yacón-Hibiskuskompott
Zutaten:
1,5 kg Yacónwurzeln, geschält und in 1 cm große Würfel geschnitten
1 Liter Weißweinessig
500 g Zucker
20 g getrocknete Hibiskusblüten
Samen aus 5 Kardamomkapseln
1 Vanillestangen, halbiert und längs in der Mitte durchgeschnitten, das Mark ausgekratzt
Zubereitung:
Die Yacónwurzelwürfel auf Schraubverschlussgläser verteilen. Nicht zu voll machen, damit die Essigmischung noch ausreichend Platz findet. Die übrigen Zutaten in einen Topf geben, aufkochen und 15 Minuten simmern lassen. Die heiße Flüssigkeit über die Wurzeln gießen, so dass sie gut bedeckt sind. Die Gläser zuschschrauben und auf ein hohes Backblech stellen. Sie sollten sich nicht gegenseitig berühren. Das Blech ca. 2 cm mit kochendem Wasser füllen. Die Gläser bei 175°C so lange im Backofen lassen, bis Bläschen aufsteigen. Den Ofen ausschalten und die Gläser darin vollständig abkühlen lassen.
Pickled Yacón
Zutaten:
1,5 kg Yacónwurzeln, geschält und in Spiralen oder dünne Scheiben geschnitten
1,5 Teelöffel Senfsaat
1,5 Teelöffel Koriandersaat
1 Teelöffel Kurkuma, gemahlen
3 Lorbeerblätter
1 Teelöffel schwarzer Pfeffer, ganz
1 Teelöffel Piment, ganz
1 rote Chilischoten in Ringe geschnitten (je nach Schärfewunsch mit oder ohne Kerne)
2 Esslöffel Meersalz (ohne Zusätze)
2 Teelöffel Zucker
500 ml Essig
1 Liter Wasser
Zubereitung:
Die vorbereiteten Yacónwurzeln auf Schraubverschlussgläser verteilen. Die anderen Zutaten in einen Topf geben und aufkochen. Die heiße Flüssigkeit über die Wurzeln gießen, so dass sie gut bedeckt sind. Die Gläser zuschschrauben und auf ein hohes Backblech stellen. Sie sollten sich nicht gegenseitig berühren. Das Blech ca. 2 cm mit kochendem Wasser füllen. Die Gläser bei 175°C so lange im Backofen lassen, bis Bläschen aufsteigen. Den Ofen ausschalten und die Gläser darin vollständig abkühlen lassen.
Nun sollten die Gläser vier Wochen durchziehen, bevor Ihr Eure Yacón genießen könnt.
Asiatische Zutaten und europäische Kochtechnik? Nicht ausschliesslich! Westliche Klassiker neu definiert? Aber klar doch! Kurz: was ich hier in Thailand so für mich und für Gäste koche. Und dazu noch eine ganze Menge Hintergrundinformation.