Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich riesig auf die neue Kartoffelernte! Da brauche ich dann auch gar nicht viel dazu. Frischer Frühlingsquark und etwas Leinöl machen diese Mahlzeit schon perfekt.
Frühlingsquark
Zutaten:
250 g Quark (Fettgehalt nach Wahl)
2 Esslöffel Joghurt
100 g Salatgurke, fein gewürfelt
100 g Radieschen, fein gewürfelt
2 Esslöffel Schnittlauch, in kleine Röllchen geschnitten
2 Esslöffel Petersilie, fein gehackt
2 Esslöffel Bärlauch, in feine Streifen geschnitten
1 Frühlingszwiebel, in feine Scheiben geschnitten
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Teelöffel Agavendicksaft
Salz, Pfeffer und ganzen Kümmel frisch gemörsert, nach Geschmack
Zubereitung:
Den Quark mit Joghurt und Agavendicksaft in eine Schüssel geben und glattrühren. Alle weiteren Zutaten hinzufügen und gut umrühren. Am besten etwa 20 Minuten durchziehen lassen und mit Salz und Pfetter herzhaft abschmecken. Zum Schluss noch etwas vom frisch gemörserten Kümmel darüber streuen.
In der Zwischenzeit die neuen Kartoffeln mit etwas Salz und Kümmel weich kochen. Ich mag sehr gerne Kümmel. Wer ihn nicht so gerne isst, der lässt ihn einfach weg. Pellkartoffeln mit dem Frühlingsquark und etwas Leinöl anrichten. Und ein Ei passt ja immer! 😁
Fast auf den Tag genau vor zwanzig Jahren (unglaublich wie die Zeit vergeht) durfte ich einen Kochkurs bei Pierre Ludwig, damaliger Patron und Küchenchef im Restaurant „A l’Ange“ (Zum Engel) in Wissembourg/ Elsass besuchen. Neben schönen Erinnerungen an diesen Abend sind mir wunderbare Rezepte geblieben, von denen ich heute eines mit euch teilen möchte.
Blutorangensorbet
Zutaten:
200 ml Wasser
200 g Zucker
200 ml Saft von Blutorangen
1 kleines Eiweiß
1 Prise Salz
Zubereitung:
Am besten am Vortag Wasser und Zucker unter Rühren aufkochen. Eine Minute lang kochen lassen, dann zur Seite stellen und vollständig abkühlen lassen.
Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Den erkalteten Sirup und den Blutorangensaft hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Die Schüssel ins Eisfach stellen und alle halbe Stunde die Sorbetmasse einmal gut umrühren, damit beim gefrieren ein schön cremiges Sorbet entsteht. Dies kann einige Stunden dauern. Wenn das Sorbet dann irgendwann eine schöne Konsistenz hat, so dass man mit einem Eisportionierer eine stabile und cremige Kugel entnehmen kann, ist es fertig.
Obstsalat mit Ingwersirup
Zutaten:
200 ml Wasser
200 g Zucker
2 Daumenlängen frischen Ingwer, geschält und in feine Würfel geschnitten
Mark einer Vanilleschote
3 Blutorangen, filetiert
3 Mandarinen, geschält, in Stücke geschnitten
4 Esslöffel Granatapfelkerne
Zubereitung:
Wasser und Zucker unter Rühren aufkochen. Ingwer und Vanillemark dazu geben und alles ca. 20 Minuten sanft köcheln lassen. Den Sirup heiß in ein Schraubverschlussglas füllen und abkühlen lassen. Er lässt sich auch gut schon einen Tag vorher vorbereiten.
Das vorbereitete Obst in eine Schüssel geben, mit etwas Ingwersirup übergießen und eine halbe Stunde durchziehen lassen.
Jetzt müssen nur noch beide Komponenten zusammen auf einem Teller ihre Plätze einnehmen und es darf geschlemmt werden ☺️.
Etwas Obstsalat in eine Schüssel oder auf einen Teller geben. Eine Kugel Blutorangensorbet dazu legen, mit etwas gehobelter weißer Schokolade bestreuen und fertig ist das süße Allerlei von der Blutorange.
Lasst es euch schmecken und habt eine schöne Woche! 🍊
Ja, es ist Sommer – und wie! Besonders bei mir im Dachgeschoss.
Darum kann es heute eigentlich nur eins geben…Eis satt! Und was für ein Glück – bei meinem Lieblingslandwirt gab es schwarze Johannisbeeren. Da konnte ich einfach nicht wiederstehen. Mit Joghurt zusammen sind die kleinen Früchtchen der Knaller im Eisförmchen.
Schwarze Johannisbeeren-Joghurteis am Stiel
Zutaten Johannisbeermasse:
500 g schwarze Johannisbeeren Agavendicksaft nach Geschmack
Zutaten Joghurtmasse:
300 g Naturjoghurt etwas abgeriebene Schale und einen Spritzer Saft von einer unbehandelten Zitrone Honig nach Geschmack
Zubereitung:
Die schwarzen Johannisbeeren von ihren Stielen befreien und durch die Flotte Lotte drehen. Das Johannisbeermark mit Agavendicksft süßen.
Den Joghurt mit etwas abgeriebener Zitronenschale und ein wenig Saft verrühren. Soviel Honig hinzugeben, dass es dir gut schmeckt.
Als Förmchen können entweder extra Formen für Eis am Stiel verwendet werden oder einfach kleine Joghurtbecher, etwas größere Eiswürfelbehälter, Grappagläser… ich denke, jeder findet in seiner Küche etwas Geeignetes. Du musst nicht extra Förmchen dafür kaufen. Als Stiele nimmst du dann einfach kleine Löffel. Wie schön das funktioniert, siehst du hier.
Nun immer abwechselnd Johannisbeermark und Joghurtcreme in die Förmchen löffeln. Beide Komponenten mit einem Zahnstocher etwas miteinander verwirbeln. Eisstiele nicht vergessen und ab damit in den Tiefkühler – am besten über Nacht.
Salat wird in den warmen Sommermonaten wohl immer gerne gegessen und wenn er sich dann auch noch aus so vielen frischen wertvollen, bunte Zutaten zusammensetzt, umso lieber. Auf dieser bunten Platte tummeln sich neben Eichblattsalat, grünen Bohnen, verschiedenen Tomatensorten und Salatgurkenstreifen auch noch Pfirsichspalten, Feigenhälften, schwarze Johannisbeeren und ein paar Himbeeren. Das Topping bilden geröstete Kartoffelscheiben und Streifen vom liebevoll gepfefferten Rindersteak.
Da bleiben keine Wünsche offen, und wer jetzt noch sagt, er sei kein Fan von Salat – dem ist nicht mehr zu helfen 😂.
Die Zutaten lassen sich beliebig variieren. Jeder kann nach Herzenslust Garten und Kühlschrank plündern. Ob nun mit Fleisch und/oder Käse oder ganz ohne tierische Produkte – jeder, wie er mag. Mein Dressing ist vegan. Es können also auf jeden Fall alle mitessen.
Fruchtiges Sommerdressing
Zutaten:
200 ml Distelöl (oder ein neutrales Pflanzenöl)
200 g Apfelessig
2 Esslöffel Tahin
2 Esslöffel Gelee von schwarzen Johannisbeeren
ca. 2 cm frischen Ingwer, gerieben
1 Schalotte, grob gewürfelt
1 Zehe Knoblauch, grob gewürfelt
Salz, Pfeffer
etwas Ahornsirup zum Abschmecken (wenn’s nicht vegan sein muss, darf’s auch Honig sein)
ein paar rote Pfefferbeeren, gemörsert zum Darüberstreuen
Zubereitung:
Apfelessig, Tahin, Johannisbeergelee, Ingwer, Schalotte und Knoblauch in einen hohen Mixbecher geben. Alles mit einem Pürierstab gut durchmixen und nach und nach langsam das Öl während des Mixvorgangs dazu gießen. So entsteht ein cremiges Dressing. Zum Schluss die Salatsoße mit Salz, Pfeffer und Ahornsirup oder Honig abschmecken.
Das fertige Dressing zum Servieren in ein Kännchen füllen und mit den roten Pfefferbeeren bestreuen. In veschließbare Flaschen abgefüllt hält sich das fruchtige Sommerdressing im Kühlschrank ein paar Tage.
Guten Appetit und einen kulinarischen Sommersonntag!
Auch heute klettern die Temperaturen wieder über die 30-Gradmarke. Da freut man sich doch über jede Abkühlung. Zur Zeit bereite ich beinah täglich zwei Kannen Ingwerwasser zu, fülle es in Flaschen um und horte es im Kühlschrank bis zum Verzehr. Ich liebe es. Hierfür einfach ein paar Scheiben frischen Ingwer pro Kanne mit kochendem Wasser überbrühen und abkühlen lassen. Nach vollständigem Erkalten nehme ich die Ingwerscheiben heraus, fülle den Tee in Literflaschen um und ab damit in den Kühlschrank.
Für meinen Erdbeershake habe ich kaltes ingwerwasser zum Auffüllen verwendet. Ich find’s super lecker. Wer keinen Ingwer mag, der nimmt statt dessen einfach Milch, Pflanzendrink oder Wasser.
Erdbeershake
Zutaten für 750 ml Erdbeershake:
300 g frische, geputzte Erdbeeren
4 Esslöffel Naturjoghurt
etwas Zitronenschale
1 Spritzer Zitronensaft
1 Esslöffel Agavendicksaft
gekühltes Ingwerwasser (oder Milch/Pflanzendrink/Wasser) zum Auffüllen
Zubereitung:
Erdbeeren, Joghurt, Zitronenschale, Zitronensaft, Agavendicksaft und etwas Ingwerwasser in einen hohen Becher oder einen Mixer geben. Alles fein pürieren und die Masse mit gekühltem Ingwerwasser bis auf 750 ml auffüllen. Das war schon alles. Den Shake auf Gläser verteilen, mit etwas frischer Minze oder Zitronenmelisse aus dem Garten verzieren und genießen.
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mein Appetit auf deftiges Essen hält sich bei heißem Sommerwetter eher in Grenzen. Darum gibt es, passend zur ersten Hitzewelle in diesem Jahr, heute etwas nordisch Kühles auf den Löffel. Eine kalte dänische Buttermilchsuppe mit frischen bunten Beeren und kleinen knusprigen Kardmomzwiebäcken, den Kammerjunkere.
Kammerjunkere
Zutaten:
50 g Butter
75 g Zucker
2 Teelöffel Vanillezucker
1 Teelöffel Kardamom, gemahlen
200 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Ei
50 ml Milch
Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.
Mehl und Backpulver in einer Schüssel gut miteinander mischen. alle anderen Zutaten hinzugeben und alles zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Den Teig in zwei Stücke teilen und jeweils eine Rolle von ca. 3 cm Durchmesser formen. Die Rollen in Stücke von 1 cm Breite schneiden und diese zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen etwa 7-8 Minuten backen.
Die Kugeln aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Den Backofen auf 100°C runterregeln. Die noch gut warmen Gebäckkugeln mit einem scharfen Messer in zwei Hälften schneiden und mit der Schnittfläche nach oben zurück auf das Backblech legen. Die Kammerjunkere bei 100°C Umluft für etwa 25 Minuten trocknen. Anschließend herausnehmen, vollständig abkühlen lassen und in einer Vorratsdose aufbewahren.
Koldskål
Zutaten:
2 sehr frische Eigelb
100 g Zucker
500 ml Buttermilch
500 g Naturjoghurt
1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
1 Teelöffel Vanillezucker
Zubereitung:
Die Eigelb mit dem Zucker schaumig dick aufschlagen. Dies kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Anschließend die übrigen Zutaten hinzugeben und alles gut unterrühren. Die Buttermilchsuppe in eine Kanne füllen und bis zum Verzehr kaltstellen.
Dann kann auch schon gegessen werden 😊. Dafür die gut durchgekühlte Koldskål in eine Schüssel gießen, ein paar Kammerjunkere hineinbröckeln und frische bunte Beeren darüber verteilen. Fertig ist deine erfrischende Sommermahlzeit.
Nyd dit måltid!
Ach ja, Ideen für die übrig gebliebenen Eiweiß findest du hier, hier und hier. Viel Spaß beim Stöbern!
Der Frühling ist da und endlich grünt und blüht es überall. Auch in meinem kleinen Gärtchen gibt es das erste zarte Grün zu ernten.
Unterm Fliederbaum haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Waldmeister Pflänzchen breit gemacht und warten auf ihre Bestimmung. Die heißt in diesem Jahr „Waldmeistersirup“. Mit diesem herrlich aromatischen Elixier lassen sich fabelhafte Leckereien zaubern. Es macht sich super im Prosecco, im Mineralwasser, über Kuchen oder Eis.
Waldmeistersirup
Zutaten:
100 g Waldmeister
2 kleine Bio-Limette
600 g Zucker
1 Liter Wasser
Zubereitung:
Waldmeister waschen und trockenschleudern. Auf Küchentüchern locker auslegen und an einem warmen Platz 12 Stunden lang trocken lassen. Hin und wieder etwas auflockern.
Am nächsten Tag Wasser und Zucker aufkochen und so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Unterdessen die Limetten heiß abwaschen und in dünne Scheiben schneiden. Waldmeister und Limettenscheiben in eine Schüssel geben und mit dem Zuckerwasser übergießen. Abgedeckt drei Tage ziehen lassen. Ein Baumwolltuch in ein Sieb legen, Waldmeister abseihen und dabei den Sirup auffangen. Waldmeister im Tuch gut auspressen. Den Waldmeistersirup erneut aufkochen und sofort heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen.
Waldmeister-Avocado Eis
Zutaten:
2 Avocados
120 ml Waldmeistersirup
1 Dose Kokosmilch
1 kleine Limette, Zesten und Saft
Zubereitung:
Alle Zutaten in einen Mixer geben und fein pürieren. Die Masse in eine Eismaschine füllen und eine Stunde darin verarbeiten lassen.
Ohne Eismaschine die Masse in ein gefriergeeignetes Gefäß füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens fünf Stunden einfrieren. Während dieser Zeit die Eismasse alle 30 Minuten gut umrühren. Das sorgt dafür, dass die Eiskristalle klein bleiben und das Avocado Eis schön cremig wird.
Marinierte Erdbeeren
500 g Erdbeeren waschen, trocken tupfen und halbieren. Das Grün ist essbar und kann, wenn es schön aussieht, gerne dranbleiben und mitgegessen werden. Zwei bis drei Esslöffel Waldmeistersirup über die Erdbeeren geben, umrühren und kurz durchziehen lassen.
Das Eis in ein Schälchen füllen, ein paar von den marinierten Erdbeeren darum verteilen und mit ein paar Waldmeisterblüten bestreuen. Fertig ist der Frühling zum Löffeln.
Da die einfachsten Rezepte oft die besten sind, habe ich hier gleich drei davon.
Mohnzopf bestrichen mit einer würzigen Butter, angereichert mit frisch gekeimten Radieschensamen und rosa Pfefferbeeren. Dazu gibt es einfach ein eingelegtes Rote Bete-Ei.
Mohnzopf
Zutaten:
500 g Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl)
1 Päckchen Trockenhefe
1 Teelöffel Salz
300 ml lauwarmes Wasser
Mohnsaat zum Bestreuen
Zubereitung:
Mehl, Salz und Hefe in einer Rührschüssel miteinander verrühren. Das Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.
Alles nochmals gut durchkneten. Eventuell noch etwas Mehl unterkneten, sollte der Teig zu sehr kleben. Den Teig in drei gleich große Stücke teilen and jedes Stück zu einem Strang rollen. Die Enden an einer Seite miteinander verbinden und aus den drei Strängen einen Zopf flechten. Die Enden unter das Brot schieben, so dass der Abschluss schön aussieht. Das Brot entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, oder in eine passende, gefettete und mit Mohnsaat ausgestreute Kastenform legen. Ich habe zwei kleine Kastenformen befüllt, denn ich finde so ein kleiner Mohnzopf ist auch ein sehr schönes Mitbringsel zum Osterfrühstück. Den Zopf mit etwas lauwarmem Wasser bestreichen und ordentlich mit Mohnsaat bestreuen. Mit einem Küchenhandtuch abgedeckt erneut 30 – 40 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 220°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Das Brot 30 – 40 Minuten backen. Da jeder Ofen etwas anders backt, den Zopf nach 30 Minuten im Auge behalten, damit er nicht zu dunkel wird. Das Brot ist fertig, sobald es hohl klingt, wenn man auf die Kruste klopft.
Letzte Woche waren meine Radieschensamen in Ihrem Keimglas fertig gekeimt und warteten nun in einem Sieb im Kühlschrank auf ihren Verzehr. Da ich so schnell keine Verwendung für sie hatte, habe ich die Kleinen einfach in ein Päckchen Butter gekneten. Abgeschmeckt mit etwas abgeriebener Zitronenschale (Bio), einem Spritzer Zitronensaft, zwei Teelöffeln rosa Pfefferbeeren, einemTeelöffel Honig, Salz und Pfeffer ist eine würzige, schmackhafte bunte Butter mit einer angenehmen Schärfe daraus geworden. Sie lässt sich gut als Rolle einfrieren und kann dann einfach Portionsweise abgeschnitten werden.
Rote Bete-Eier
6 hartgekochte Eier, ohne Schale
300 ml Rote Bete Saft
200 ml Essig
1 Teelöffel Agavendicksaft
Rote Bete Saft mit Essig und Agavendicksaft verrühren. Die gekochten, gepellten Eier über Nacht in die Flüssigkeit legen. Sie müssen vollständig bedeckt sein.
Fertig! 🙂 Das war’s schon. Ich wünsche Euch von Herzen viel Spaß beim Nachmachen und Genießen!
Jetzt ist es wieder soweit! Das Thermometer kratzt an der 35 Grad-Marke und das friesische Blut in meinen Adern bemerkt: ihm ist zu warm. Viiiieeeel zu warm, es will ans Meer. Natürlich nicht an irgendein Meer! Nein, die Nordseeküste ganz weit oben im Norden soll es sein. Nun ja, da das spontan nicht so einfach möglich ist, muss wenigstens Dithmarscher Sommerküche auf den Teller – möglichst erfrischend und kalt. „Gut gekühles Sauerfleisch, ein paar Tage im Kühlschrank durchgezogen, mit Bratkartoffeln – das wär’s jetzt!“ Gesagt – getan!
Ich hab’ mal gleich einen kleinen Vorrat angelegt 😂 der Sommer ist noch lang! Es lohnt sich auf jeden Fall ein paar Gläser davon einzukochen, denn das Sauerfleisch hält sich so Monate (wenn es nicht vorher ganz schnell jemand aufisst) und man hat nur einmal Arbeit damit.
Sauerfleisch
Zutaten für 6 Twist-off Gläser à 500 ml und eine Servierschüssel:
3 kg Schweinenacken
1 Liter Weißweinessig
1 Liter Wasser
4 Zwiebeln, geschält und geviertelt
Schale einer unbehandelten Zitrone, dünn abgeschält
6 Gewürznelken
4 Lorbeerblätter
1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
1 Teelöffel Pimentkörner
2 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Zucker
12 Blatt Gelatine
Zubereitung:
Das Fleisch mit Essig, Wasser, Zwiebeln, Zitronenschale und den Gewürzen (am besten in einem Teebeutel oder Gewürzei) in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen. Den Schaum, der sich beim Aufkochen bildet, abschöpfen. Die Temperatur reduzieren und das Fleisch bei niedriger Temperatur 2 Stunden vor sich hin simmern lassen. Anschließend das Sauerfleisch aus dem Sud nehmen und kalt stellen. Die Brühe durch ein Sieb in einen kleineren Topf gießen. Diesen ebenfalls kalt stellen. Das Fett, dass sich nach dem vollständigen Erkalten oben auf dem Sud abgesetzt hat, läßt sich dann ganz leicht abnehmen.
Das Fleisch in Stücke schneiden und auf die Einmachgläser verteilen. Den Rest in eine Schüssel schichten.
Die Gelatine in Wasser einweichen. Den Sud einmal aufkochen, von der Kochstelle nehmen und die ausgedrückte Gelatine einrühren. Die Brühe darf jetzt nicht mehr kochen, denn das mag die Gelatine nicht. Die Gläser mit dem Sud auffüllen und sofort zuschrauben. Das Fleisch in der Schüssel ebenfalls mit dem Sud bedecken und abkühlen lassen.
Die Einmachgläser im Backofen einkochen. Hierfür den Ofen auf 90°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Gläser auf ein tiefes Backblech stellen, so dass sie sich nicht berühren. Das Blech mit kochendem Wasser befüllen und die Gläser 1 Stunde im Backofen einwecken.
Nachdem das Sauerfleich für eine Nacht im Kühlschrank seinen vollen Geschmack entfalten konnte, darf es auch schon probiert werden. Am besten schmeckt’s mit frischer Remoulade und Bratkartoffeln.
„Dich sticht wohl der Hafer!“ ist eine Redewendung die ursprünglich aus der Pferdehaltung stammt. Pferde, die viel Hafer gefressen haben sind voller Energie. Diese Wirkung lässt sich durchaus auch auf Menschen übertragen. Hafer enthält neben essentielle Fett- und Aminosäuren die Vitamine B1, B2, B6, K und E, dazu Mineralstoffe und Spurenenlemente wie Kalzium, Kalium, viel Eisen, Phosphor, Magnesium, Mangan, Kupfer, Zink und Selen. Sekundäre Pflanzenstoffe regen den Stoffwechsel an und die Vitamine aus dem B-Komplex wirken sich positiv auf Stimmung und Aktivität aus. Da kann man schon mal übermütig werden 🙃.
Also – ran an die Flocken! Wir machen heute unsere Hafermilch selbst und das geht ganz einfach.
Hafermilch
Zutaten für ca. 1 Liter:
100 g Bio-Haferflocken
1 Liter gefiltertes Wasser
1 Prise Salz
Mark von 1/2 Vanilleschote (optional)
2 Teelöffel Agavendicksaft (optional)
Die Haferflocken mit 500 ml Wasser in einen hohen Becher geben. Den Becher abgedeckt für acht Stunden in den Kühlschrank stellen. Anschließend das Salz hinzufügen und die Masse sehr fein pürieren. Das Flockenpürree mit dem restlichen Wasser verrühren und durch ein Tuch in eine Schüssel passieren. Das Tuch kräftig zusammendrehen und so die Hafermilch bis auf den letzten Tropfen aus der Hafermasse pressen. Fertig ist die hausgemachte Hafermilch. Wer mag, kann sie jetzt noch leicht süßen und nach Geschmack mit Aroma versetzen, bevor sie in eine saubere Flasche gefüllt wird.
Ich hab‘ mal schnell 2 Esslöffel Instant-Kaffeepulver mit 2 Esslöffel Eryhtrit (oder Zucker) und 2 Esslöffel heißem Wasser zu dickem Schaum aufgeschlagen und auf meiner Hafermilch verteilt. Alleine finde ich den Schaum ja sehr bitter, aber mit der eiskalten Vanille-Hafermilch zusammen langsam gelöffelt schmeckt’s sehr fein und ist eine schöne Erfrischung an heißen Tagen.
Asiatische Zutaten und europäische Kochtechnik? Nicht ausschliesslich! Westliche Klassiker neu definiert? Aber klar doch! Kurz: was ich hier in Thailand so für mich und für Gäste koche. Und dazu noch eine ganze Menge Hintergrundinformation.