Die einfachsten Sachen sind oft die Besten. Wenige Zutaten zusammengeknetet und Zack! Es entsteht eine kleine weiche Wolke aus Zartheit und Süße mit dem feinen Geschmack von duftenden Zitronen. Einen kleinen Espresso dazu und mit geschlossenen Augen genossen fühlt es sich an, als wäre man in bella Italia. Ich habe in meine Amaretti di Limone vor dem Backen eine kleine Mulde gedrückt und diese mit ein bisschen Lemon Curd gefüllt. Ich sag’s Euch…das solltet ihr ausprobieren!
Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit den gemahlenen Mandeln vermischen. Salz und Zitronenschale untermengen und zum Schluss Zitronensaft und Eiweiß hinzufügen. Alles gut miteinander verkneten, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mit einem Teelöffel kleine Portionen von der Mandelmasse abnehmen und zu Kugeln formen. Die Kugeln nach und nach in Puderzucker wälzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit einem Kochlöffelstiel (oder mit dem Finger) jeweils eine kleine Mulde in die Teigkugeln drücken und etwas Lemon Curd hineingeben. Die Amaretti ca. 15 Minuten backen. Sie sollten nicht braun werden. Im besten Fall, sind sie außen etwas knusprig und innen weich und saftig.
Heute gibt es bei mir ein ganz schlichtes Dessert aus Rhabarberkompott und Sahnejoghurt. Das Rhabarberkompott ist ganz leicht zu kochen und ihr könnt es entweder einfach so essen, oder auch als Füllung für Pfannkuchen, Muffins oder Kuchen verwenden.
Rhabarberkompott
Zutaten:
750 g Rhabarber, geputzt und in ca. 2 cm große Stücke geschnitten.
75 g Zucker
etwas frisch geriebenen Ingwer
Saft von 2 Blutorangen
3 Teelöffel Speisestärke
Mark einer Vanilleschote
Zubereitung:
Die Rhabarberstücke mit dem Zucker, dem Saft einer Blutorange, dem geriebenen Ingwer und dem Vanillemark in einen Topf geben und aufkochen. Die Masse 5 Minuten kochen lassen, bis der Rhabarber weich ist. Die Speisestärke mit dem Saft der zweiten Blutorange in eine Tasse geben, glattrühren und in das Rhabarberkompott rühren. Die Masse nochmals kurz aufkochen lassen und anschließend in Gläser füllen und diese sofort verschließen.
Für den Sahnejoghurt 200 ml Sahne mit 2 Esslöffeln Zucker, 1 Messerspitze Zimt und einem halben Teelöffel gemahlenem Kardamom steif schlagen. 200 g Joghurt unterheben.
Jetzt zuerst etwas von dem Sahnejoghurt in ein Schüsselchen geben und etwas Rhabarberkompott darüber verteilen.
Wer mag, der kann noch ein paar Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne anrösten und diese für einen kleinen Crunch oben auf das Dessert streuen.
Und jetzt? Einfach genießen❣️ Habt eine schöne Woche! 🌸
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Manchmal bestimmen glückliche Umstände den Blogbeitrag… wie ihr vielleicht wisst arbeite ich hauptberuflich bei der Sabath Media GmbH als Grafikdesignerin und Foodstylistin. In der vergangenen Woche galt es hier für unseren Kunden Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG zahlreiche Lebensmittel in Szene zu setzen, ins rechte Licht zu rücken und zu fotografieren. Unter anderem hübsches frisches Gemüse, wie diese Paprikaschoten zum Beispiel. Nachdem die Fotos für gut befunden und vom Kunden freigegeben wurden, dürfen die „Gemüsemodels“ verteilt und gegessen werden. Darum heute auf unserer Speisekarte:
Gefüllte Paprikaschoten aus dem Ofen
Zutaten:
5 Paprikaschoten, den Deckel abgeschnitten und entkernt
Zutaten für die Füllung:
300 g Hackfleisch nach Wahl
1 Ei
1 kleine Dose Kidneybohnen, abgegossen (240 g)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Stangen Staudensellerie, in kleine Stückchen geschnitten
2 Knoblauchzehen, feingehackt
150 g Feta
1 Esslöffel Tomatenmark
2 Teelöffel Kräuter der Provence
Salz
Pfeffer
Zutaten für die Sauce:
1 kleine Dose stückige Tomaten (400 g)
2 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer
etwas Zucker
Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten für die Füllung in eine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Die Füllug in fünf Teile aufteilen und die vorbereiteten Paprikaschoten damit füllen. Anschließend den jeweils dazu gehörigen Deckel auf die Schoten setzen. In einer Auflaufform (mit Deckel) die Zutaten für die Sauce miteinander verrühren und die gefüllten Paprikaschoten hinein stellen. Deckel drauf (oder die Form mit Alufolie verschließen) und im vorgeheizten Backofen 1 Stunde backen. Dazu schmecken Nudeln, Reis oder einfach ein schönes Stück Brot. Guten Appetit❣️
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Heute habe ich etwas ganz Besonderes für euch! Rück’ dein Krönchen 👑 gerade, Prinzessin! Es gibt den berühmten Schratt-Gugelhupf, auch bekannt als Kaisergugelhupf, nach dem Originalrezept von Katharina Schratt aus dem druckfrischen Backbuch “ Der süße Zauner“. Es erscheint erst am 21. März 2024, aber ich habe das Glück schon vorab ein Renzensionsexemplar erhalten zu haben, damit ich euch dieses jetzt und hier vorstellen kann. Die Kathi Schratt soll einst in Bad Ischl dem Kaiser Franz Joseph jeden Morgen einen solchen frisch gebackenen Kuchen serviert haben.
„Der süße Zauner“ Geschichten und Rezepte aus der Ischler Sommerfrische enthält 21 sommerliche Rezepte zum Kaffee oder Dessert aus der weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannten Konditorei Zauner. Konditormeister Josef Zauner gewährt in diesem Buch Einblicke in alte traditionelle Familienrezepte, die über die Jahre behutsam weiterentwickelt wurden und auch in unserer heutigen, modernen Küche alle Süßschnäbel unter uns immer noch glücklich machen.
Josef Zauner mit dem berühmten Schratt-Gugelhupf
Desweiteren finden sich im Buch Texte und Anekdoten über die Stadt und es wird ausführlich über die Blütezeit des Kurbetriebes in Bad Ischl während der Kaiserzeit und die damit eng verwobene Entstehungsgeschichte der Konditorei Zauner erzählt. Neben dem Kaiser selbst, der seiner Sisi in Bad Ischl den Heiratsantrag machte, hielten zahlreiche bekannte Künstler, Literaten und Komponisten hier Einzug. Der kürzlich verstorbene Schriftsteller Alfred Komarek lässt in seiner Hommage an diesen geschichtsträchtigen Ort die kulturell und gesellschaftlich glanzvolle Epoche von damals anschaulich wieder aufleben.
Nun zu meinem Kaisergugelhupf. Kaiserlich aufgegangen ist er ja schon mal auf jeden Fall!
Schratt-Gugelhupf
(Quelle: Buch „Der süße Zauner“)
Zutaten für einen großen Gugelhupf:
250 ml Milch, lauwarm
30 g frischeHefe
600 g Mehl Type 405
150 g Butter
6 Eidotter
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
1 Esslöffel Zimt
50 g Rosinen
Ausserdem:
etwas Butter für die Form und zum Bepinseln
gehobelte Mandeln zum Ausstreuen der Form
Zubereitung:
Die warme Milch in eine große Schüssel geben und die Hefe darin dauflösen. Mit einem Drittel des Mehls zu einem weichen Vorteig verrühren. Das restliche Mehl darüber geben und den zugedeckten Vorteig 20 Minuten gehen lassen.
Die Butter mit dem Zucker gut schaumig rühren und die Eidotter unterrühren. Den reifen Vorteig, Salz und Zitronenschale dazugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten. Den Teig solange schlagen, bis er sich seidig anfühlt und vom Schüsselrand löst. Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
Den Backofen auf 180°C Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 1/2 cm dick zu einem Quadrat ausrollen. Gleichmäßig mit Zimt und den Rosinen bestreuen und zu einer Rolle formen.
Eine Gugelhupfform buttern und mit den Mandelblättchen ausstreuen. Die Teigrolle in die Form legen und mit Butter bestreichen. Die Form nochmals warm stellen und bis knapp unter den Rand aufgehen lassen. Anschließend im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen. Aus der Form stürzen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren. Kaiserwetter ist nicht in Sicht, dafür aber immerhin ein Kaisergugelhupf! 🤩
„Der süße Zauner“ Geschichten und Rezepte aus der Ischler Sommerfrische Josef Zauner / Alfred Komarek Servus Verlag Format: 170 mm x 235 mm 144 Seiten ISBN: 13 9783710403774 Preis: € 28.– / 37.90 CHF (UVP)
Ja, ja, der gute alte Mandarine-Schmandkuchen 🧡 alle kennen ihn, fast jeder liebt ihn. Aber es gäbe hier kein Rezept für diesen Kuchen, wenn er sich nicht irgendwie von seinen Kollegen unterscheiden würde. Mein Kuchen ist ganz blitzschnell zusammengerührt, da man vorher keinen extra Pudding kochen muss. Ausserdem lässt sich das Obst je nach Saison oder Vorrat einfach austauschen. Aus Mandarine-Schmandkuchen wird also ganz einfach Erdbeer- oder Ananas-Schmandkuchen. Bei diesem Rezept liegt das Obst nur oben drauf, in die Schmandmasse selbst kommen keine Früchte.
Mandarine-Schmandkuchen
Zutaten für den Teig:
250 g Mehl
1 gehäufter Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
125 g Butter
125 g Zucker
1 Ei
1/2 Teelöffel Kardamom (optional)
etwas abgeriebenOrangenschale (optional)
Zutaten für die Schmandmasse:
100 ml Milch
2 Päckchen Vanillepudding
400 g Joghurt
600 g Schmand
150 g Zucker
Außerdem zum Belegen:
2 Dosen Mandarinen (oder anderes Obst)
1 Päckchen Tortenguss (Farbe je nach Obst, weiß oder rot)
Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig gründlich zusammenkneten und ca. eine halbe Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit für die Schmandmasse die Milch in eine Schüssel geben und das Puddingpulver einrühren, bis keine Klümpchen mehr da sind. Die restlichen Zutaten hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backpapier in eine Springform klemmen und den Rand fetten. Den Teig gleichmäßig in die Form drücken und einen Rand hochziehen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit sich keine Luftblasen zwischen Form- und Teigboden bilden können. Die Schmandmasse auf den Teig gießen und den Kuchen 60 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Anschließend aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. Am besten den Kuchen am Vortag backen und über Nacht in den Kühlschrank stellen, denn er ist erst schnittfest, wenn er völlig erkaltet ist.
Die Mandarinen abgießen und dabei den Saft auffangen. Den Kuchen mit den Früchten belegen und von dem Saft nach Packungsanweisung einen Tortenguss zubereiten. Zum Schluss den Guss über das Obst geben. Fertig❣️
Manchmal bekomme ich gesagt, dass meine Rezepte oft sehr aufwendig sind. Ich denke, Rezepte die es schon tausendfach im Internet gibt, muss ich nicht auch noch posten. Es lassen sich hier bei mir durchaus besondere Rezeptideen finden, aber auch ganz einfaches. Und da ich heute selbst keine Lust auf großes Spektakel hatte, gibt es jetzt ganz schlicht Kabeljau in Senfsoße aus dem Backofen.
Kabeljau in Senfsoße
Zutaten für 2 Personen:
400 g Kabeljaufilet
Saft einer halben Zitrone
1 Esslöffel Butter
1 Schalotte, fein gewürfelt
1 Esslöffel Mehl
300 ml Milch
1 Esslöffel körniger Senf
1Teelöffel scharfer Senf
1 Teelöffel Estragon, getrocknet
Salz, Pfeffer, Zucker
Zubereitung:
Die Kabeljaufilets kurz abspülen, trocken tupfen, auf Gräten untersuchen und in eine Auflauform legen. Den Fisch mit Zitronensaft beträufeln und salzen. Die Butter in einem Topf zerlassen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Das Mehl darüber streuen, umrühren und kurz mit anschwitzen lassen. Nach und nach mit der Milch ablöschen und alles gut glattrühren. Eventuell noch etwas Milch nachgießen, falls die Soße zu dick wird. Senf und Estragon unterrühren und die Soße bei niedriger Temperatur 5 Minuten leise simmern lassen. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Soße mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und über den Kabeljau gießen. Die Form für 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben.
Dazu gibt es bei mir Salzkartoffeln und einen Blattsalat mit einem Dressing aus Sahne, Zitronensaft, Zucker und etwas Salz. Fertig! Guten Appetit! 😊
Diese Schüssel hat zunächst einmal nichts mit dem sportlichen Großereignis in der kommenden Nacht zu tun, außer vielleicht, dass man sie prima beim American Footballschauen snacken kann. Diese Bowl verdient den Namen SUPER, weil jede Menge super Superfoods drin sind.
Der Südpfälzer Gärtnermeister Walter Boesherz baut auf seinen Feldern Yacónwurzeln und Süßkartoffeln an. Hin und wieder habe ich das Glück, welche dieser heimischen (!) Wurzeln geschenkt zu bekommen. Dankeschön 🌸 an dieser Stelle! Und dann gibt’s natürlich auch hier immer ein Rezept mit diesem wertvollen Gemüse. Ihr findet schon diverse süße und herzhafte Yacón-Rezepte auf diesem Blog. Einen mega saftigen Mandelkuchen zum Beispiel…einfach mal Yacón bei der Suchfunktion eingeben. Solltet ihr keine Yacón- oder Inkawurzeln bekommen, könnt ihr für die Rezepte auch immer ersatzweise feste Birnen nehmen. Ist auch super, aber eben nicht super super! 😅 Und wer jetzt neugierig geworden ist, und mehr über dieses besondere Gemüse erfahren möchte, der schaut am besten hier!
Zu gebratenen Yacónscheiben gesellen sich in dieser bunten Schale neben fruchtigem Kichererbsensalat mit frischer Yacón und Staudensellerie gebackene Süßkartoffelspalten, etwas orientalisch gewürztes, knuspriges Hähnchenbrustfilet, Granatapfelkerne und geröstete Haselnusskerne.
Los geht’s! Beginnen wir mit dem Kichererbsensalat.
Kichererbsensalat
Zutaten:
1 kleine Dose Kichererbsen
etwas abgeriebene Zitronenschale
150 g Yacónwurzeln, gewürfelt und mit dem Saft einer Zitrone beträufelt (damit die Stückchen nicht dunkel anlaufen)
150 g Staudensellerie, in dünne Scheiben geschnitten
2 Esslöffel Olivenöl
etwas Agavendicksaft oder Honig
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermengen und abschmecken. Während der Salat etwas durchzieht, kümmern wir uns um die gebackenen Süßkartoffeln.
Süßkartoffelspalten aus dem Ofen
Zutaten:
400 – 500 g Süßkartoffeln, gewaschen und in Spalten geschnitten
2-3 Esslöffel Olivenöl
1 gestrichener Teelöffel Kreuzkümmel, gemahlen
1 Teelöffel Koriandersamen, gemörsert
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Süßkartoffelspalten in einer großen Schüssel mit dem Öl und den Gewürzen mischen und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen. Die Süßkartoffelstücke sollten nicht übereinander liegen. 45 Minuten bei 200^C backen.
1 Handvoll Haselnusskerne in einer trockenen Pfanne anrösten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Abkühlen lassen, die braunen Häutchen ein bisschen abreiben und die Nüsse grob hacken.
Das Hähnchenbrustfilet mit Salz, Pfeffer und Ras el Hanout würzen, mit Mehl, Ei und Paniermehl panieren und in einer Pfanne mit Sonnenblumenöl goldbraun und knusprig braten.
Ein paar Yacónscheiben mitbraten und das übrig gebliebene Ei vom Panieren zum Schluss mit etwas Schnittlauch vermischt ebenfalls braten. Soll ja nix verkommen… 😁
Jetzt nur noch alle Komponennten zusammen in einer schicken Schüssel platzieren und genießen❣️
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Heute wird’s nostalgisch! Vor ein paar Wochen hat meine liebe Freundin Nicole die Retro Backpulver Edition von Dr. Oetker beim Einkaufen entdeckt und mir gleich ein Paket davon mitgebracht. Ich steh‘ ja total auf Vintage❣️ Also fing ich an zu kramen, was sich sonst noch so finden lässt in meinem Haushalt, passend zu diesem Thema.
Beim Durchforsten meiner zahlreichen Kochbücher ist mir aufgefallen, dass doch eine stolze Anzahl Dr. Oetker Kochbücher dabei sind. Unter anderem einige Dr. Oetker Schul-Kochbücher aus verschiedenen Jahrzehnten (Jahrhunderten muss man mittlerweile sagen). Dabei habe ich feststellt, dass sich die Rezepte in den einzelnen Büchern doch sehr unterscheiden. In den 50er Jahren gab es teiweise ganz andere Rezepte, als in den 80ern. Darum habe ich heute ein uraltes, einfaches Obstkuchenrezept für Euch „ausgegraben“, von dem ich finde, es schmeckt auch heute noch prima und sollte nicht einfach verschwinden.
Obstkuchen nach Dr. Oetker
Zutaten:
75 g Butter
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
3 Tropfen Zitronenaroma
1 Prise Salz
250 g Mehl 3 gestrichene Teelöffel Backpulver
1/8 Liter Milch
500 g frisches oder gut abgetropftes eingemachtes Obst (ich habe Sauerkirschen aus dem Glas genommen)
Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und über den Boden einer Springform ein Backpapier spannen. Den Rand fetten.
Butter und Zucker schaumig rühren. Vanillezucker, Salz und das Ei unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechseld mit der Milch hinzusieben und unterrühren. Es sollte ein zäher glatter Teig entstehen, der „reißend“ vom Löffel fällt. Den Kuchenteig in die Form geben und mit einem angefeuchteten Löffel glatt streichen. Das Obst Eurer Wahl darauf verteilen, etwas andrücken und den Kuchen etwa 45 Minuten backen. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben und jetzt einach ein Stückchen aus der guten alten Zeit genießen. 😊
1994 bin ich in die Pfalz gekommen – und gerne geblieben. ❤️
Das heißt, ich bin in diesem Jahr seit 30 Jahren hier und dachte mir, ich zeig’ Euch mal, dass ich auch mittlerweile ein bisschen pfälzisch kann! Zumindest kochen! 🤣 So wird’s heute richtig heftig deftig. Das Wetter spielt auch mit, ein guter Tag für Schweinepfeffer mit Dampfnudeln. Das Dampfnudel-Rezept ist selbstverständlich ein Familienrezept und kommt von unserer lieben Oma Christa. Den Schweinepfeffer habe ich nach dem studieren diverser Pfälzer Rezepte selbst zusammengebraut. Kurzzeitig hatte ich allerdings überlegt, süße Dampfnudeln mit Vanillesoße zu machen und diese vor dem Ausbacken in der Pfanne mit Kirschen zu füllen…aaaaber nachdem man mir mehrfach versichert hat, dass man dafür garantiert in die Hölle kommt, habe ich mich lieber umentschieden. 😇
Dampfnudeln
Zutaten für 6 Stück:
250 g Mehl
2 Esslöffel Zucker
1 Prise Salz
15 g frische Hefe
1 Esslöffel geschmolzene Butter
1/8 Liter warme Milch
1 Ei
Zubereitung:
Die Hefe in eine Tasse geben und mit einem Esslöffel Zucker grob verrühren. So lange stehen lassen, bis die Hefe sich verflüssigt hat. Mehl, restlichen Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Milch, Hefe, Butter und das Ei hinzufügen und alle Zutaten zu einem glatten Hefeteig verarbeiten. Die Schüssel mit Folie abdecken und den Teig an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.
Mit einem bemehlten Löffel runde Küchlein vom Teig abstechen und auf ein mit Mehl bestäubtes Brett legen. Die Teiglinge nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen.
Zum Aufziehen:
2 Esslöffel Öl
1/2 Tasse Wasser
2 Prisen Salz
In einer gut schließendenPfanne mit Deckel Öl, wasser und Salz zum Kochen bringen. Die aufgegangenen Teiglinge dicht nebeneinander in die Pfanne setzen und die Dampfnudeln für 15 minuten bei gut geschlossenem Deckel aufziehen. Sobald man die gebackene Kruste riecht, behutsam den Deckel anheben (so dass kein Kondenswasser auf die Dampfnudeln tropft) und die fertigen Dampfnudeln aus der Pfanne heben. Sie sollten schön aufgegangen, oben fluffig und an der Unterseite goldbraun und knusprig sein.
1 rote Chili, rundherum mit einem Messer angestochen
etwas Zitronenschale
zum Schluss 25 g dunkle Schokolade
Zubereitung:
Das Fleisch in dem Schmalz kräftig anbraten. Salzen und Pfeffern. Das Gemüse nach und nach hinzugeben und etwas mit anbraten. Die Gewürze hinzugeben und alles mit 500 ml Wasser ablöschen. Entweder im Backofen mit geschlossenem Deckel bei 200°C zwei Stunden garen oder bei niedriger Temperatur auf dem Herd. Eventuell ab und zu etwas Wasser nachgießen, wenn zuviel verkocht ist. Ich hatte mein Schweinepfeffer für 8 Stunden im Slowcooker. Das hat auch sehr gut geklappt. In manche Rezepte kommt Schweineblut zum Andicken. Das brauche ich nun nicht, dafür habe ich ganz zum Schluss fünf Stückchen dunkle Schokolade dazu gegeben.
Zum Jahresabschluss habe ich Euch einen Glücksklee mitgebracht! 🍀
Eigentlich das gute alte Kräuterbutter-Baguette in der Form eines Glücksbringers. Zum Silvester-Raclette oder zum letzen Fondue des Jahres ein schönes Mitbringsel.
Kräuterbutter-Glücksklee
Zutaten für die Kräuterbutter:
250 g weiche Butter
50 g gehackte Petersilie (frisch oder TK)
50 g Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten (frisch oder TK)
50 g gehackten Dill (frisch oder TK)
etwas abgerieben Zitronenschale
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander verrühren.
Zutaten für den Teig:
400 g Weizenmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Salz
4 Esslöffel Sonnenblumenöl
50 g gehackte Petersilie (frisch oder TK)
175 ml lauwarmes Wasser
Alle Zutaten zu einem glatten Hefeteig verarbeiten und den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat. Anschließend nochmals gut durchkneten und eventuell noch etwas Mehl einarbeiten, bis der Teig nicht mehr klebt. Aus einem kleinen Stück Teig für das Kleeblatt einen Stiel rollen. Den restlichen Teig in vier gleich große Stücke teilen und diese zu Kugeln formen. Aus jeder Teigkugel nun jeweils ein Herz formen. Hierfür die Teigkugel dünn ausrollen und mit Kräuterbutter bestreichen. Anschließend die Teigplatte aufrollen und diese Teigrolle in der Mitte falten, so dass die beiden Rollenhälften aufeinander liegen. Die offenen Enden spitz zusammendrehen. Von der gefalteten Seite her den Strang der Länge nach zu 3/4 einschneiden und die beiden so entstandenen Schlaufen nach außen drücken, so dass ein Herz entsteht. Oh je, versteht man das? 😅 Hätte ich doch bloß ein paar Schritt-für-Schritt Fotos gemacht…
Wenn alle vier Herzen fertig sind, werden sie in Form eines vierblättrigen Kleeblatts auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech zusammengelegt. Den Stiel irgendwo leicht gebogen unter eines der Herzen legen und das Kleeblatt nochmals, mit einem Küchentuch abgedeckt, eine halbe Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Glücksklee 30 Minuten bei 200°C goldbraun backen.
Nun bleibt mir für dieses Jahr nur noch Euch allen einen guten Rutsch zu wünschen! Kommt gut ins neue Jahr! Von mir an dieser Stelle eine extra Portion Glück für das kommende Jahr 2024❣️Bis nächstes Jahr… 👋
Asiatische Zutaten und europäische Kochtechnik? Nicht ausschliesslich! Westliche Klassiker neu definiert? Aber klar doch! Kurz: was ich hier in Thailand so für mich und für Gäste koche. Und dazu noch eine ganze Menge Hintergrundinformation.