Archiv der Kategorie: Feiern

Weihnachts-Heringssalat

Die Tage ist mir aufgefallen, dass eines der wichtigsten Weihnachtsrezepte unserer Familie noch nicht den Weg auf den Blog gefunden hat! Unser Heringssalat, den es wirklich nur einmal im Jahr gibt, und zwar an Heiligabend. Er kommt aber nicht alleine auf den Teller, sondern immer in Begleitung einer Schlesischen Weißwurst. Manch einer wird sich nun (zurecht 🤣) kopfschüttelnd fragen: Was ist DAS denn für eine merkwürdige Zusammenstellung? Ich dachte ja bis gestern, das komplette Gericht sei schlesisch und früher aß man eben sowas. Zum Feste nur das Beste – alle guten Zutaten, die man hatte, zusammen gemischt in einer großen Schüssel. Letzters stimmt wahrscheinlich sogar, aber schlesisch ist falsch. Diese abenteuerliche Kombi hat sich meine liebe Schwiegermutter Gisela ausgedacht. Sie hat zum heiligen Abend die Weihnachts-Weißwurst aus ihrer alten Heimat Schlesien (hat nichts mit der Bayerischen Weißwurst zu tun) mit dem traditionellen Heiligabendsessen ihrer Schwiegermutter, dem westfälischen Heringssalat zusammen auf einem Teller vereint. So musste weder sie noch ihr Mann an diesem besonderen Tag auf das jeweils gewohnte und liebgewonnene Essen zur heiligen Nacht aus Kinder- und Jugendtagen verzichten.

Ich kann und möchte mir Weihnachten ohne dieses Essen auch nicht mehr vorstellen. Das Rezept von Uromalein Guste hat mittlerweile schon eine jahrzehntelange Tradition und wird hoffentlich noch lange in unserer Familie weitergegeben. Also, Zeit es hier aufzuschreiben…

Unser Weihnachts-Heringssalat

Zutaten für die Mayonnaise:

1 ganzes Ei, sehr frisch

1 guter Teelöffel Senf

1/2 Teelöffel Salz

etwas frisch gemahlenen Pfeffer

1/2 Teelöffel Zucker

1 Esslöffel Zitronensaft (oder Weißweinessig)

1/4 Liter Sonnenblumenöl

Zubereitung:

Das Ei in das hohe Mixgefäß des Stabmixers geben. Senf, Salz, Pfeffer Zucker und Zitronensaft hinzufügen und alles mit dem Stabmixer aufmixen. Das Öl nun in einem dünnen Strahl während des Mixens dazugeben und dabei den Stabmixer in dem Gefäß langsam nach oben ziehen. Zum Schluss die Mayo mit Salz, Pfefer, Zucker und Zitronensaft und -schale lecker abschmecken.

Zutaten für den Salat:

12 Matjesfilets, in mundgerechte Stücke geschnitten

2/3 Ring Fleischwurst, von der Pelle befreit und gewürfelt

4 Äpfel, geschält, gewürfelt und mit Zitronensaft beträufelt

6 Gewürzgurken, gewürfelt,

4 hartgekochte Eier, gewürfelt

4 – 5 gekochte rote Bete, gewürfelt

Mayonnaise (Rezept siehe oben)

etwas Sud von den Essiggurken

Salz, Pfeffer, Zucker zum Abschmecken.

Ausserdem:

1 Zwiebel, fein gewürfelt

2-3 Handvoll Walnüsse, grob gehackt

Zubereitung:

Am Besten am Vortag alle Zutaten bis auf die Zwiebelwürfel und die Walnüsse in eine große Schüssel geben und sorgfältig miteinander vermengen. Den Salat über Nacht kalt stellen, damit er durchziehen kann. Kurz vor dem Essen nochmals gut durchrühren und gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer und Zucker noch einmal herzhaft abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Zwiebelwürfel untermengen und den Weihnachts-Heringssalat mit den gehackten Walnüssen bestreuen. Sobald die Schlesischen Weißwürstchen heiß sind, kann es losgehen! Das Christkind kann kommen! 🥰

⭐️ Habt noch ein schönes Weihnachtsfest und freut euch miteinander! ⭐️

Zwetschgen-Tiramisu Charlotte

Jaaa! 🥳 Schon wieder Geburtstag! Und diesmal auch noch rund! 10 Jahren ist es nun schon her, dass ich meinen Foodblog ins Leben gerufen habe. Was einst als kleines Projekt zum Üben von Foodfotografie und Foodstyling für berufliche Zwecke begann, hat sich über die Jahre zu einer umfangreichen Sammlung von nun fast 400 Rezepten entwickelt.

Meine Leidenschaft für gutes Essen und ästhetische Fotografie mit viel Liebe zum Detail ließen im Laufe der Jahre zahlreiche, bunt bebilderte Artikel entstehen. Beiträge aus der klassischen und modernen Küche, alte Familienrezepte, aber auch viele eigene neue Kreationen.

Dankeschön an alle, die mich bis hierhin unterstützend auf meinem Weg begleitet haben. Familie, Freunde und Kollegen, die immer brav alles probiert haben, was ich ihnen vorgesetzt habe (inklusive „Küchenunfälle“ – wir wollen ja nichts verkommen lassen!). Firmen, die mir für spannende, tolle Kooperationen ihr Vertrauen schenkten und lokale/nationale Medienvertreter der Presse, die anerkennend über mich berichtet haben. Lieben Dank und weiter so! 😉

Und jetzt wird gefeiert!

Kaffeekränzchen! Budenzauber! Selbstverständlich mit einer ganz besonderen Geburtstagstorte! Wenn ihr nach einem köstlichen Herbstdessert sucht, das eure Gäste verzücken soll, dann ist diese Tiramisu-Charlotte mit Zwetschgen genau das Richtige. Die Kombination aus klassischem italienischen Tiramisu und frischen saftigen Pflaumen, verpackt in einer Torte, ist einfach unwiderstehlich. Genießen wir fröhlich dieses Spätsommerfest!

Zwetschgen-Tiramisu Charlotte

Die Charlotte muss eine Nacht im Kühlschrank verbringen, also unbedingt einen Tag vorher zusammenbauen. 😉

Zutaten für eine 18 cm Springform:

350 – 400 g Löffelbisquits

350 ml Espresso oder starken Kaffee

50 ml Amaretto (optional, wenn Kinder mitessen einfach weglassen)

500 g Zwetschgenkompott (oder Pflaumenkompott)

2 Teelöffel Stärke

500 g Mascarpone

300 ml geschlagene Sahne

100 g Puderzucker

7 Blatt Gelatine

etwas Backkakao zum Bestäuben

Zubereitung:

Das Zwetschgenkompott in einen Topf schütten. Etwas Saft davon in eine Tasse geben und mit der Stärke glattrühren. Das Kompott aufkochen und mit der angerührten Stärke abbinden. Die Pflaumen vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Den Espresso mit dem Amaretto mischen und die Gelatine in Wasser einweichen. Mascarpone, Puderzucker und 5 Esslöffel Espresso-Amarettomischung miteinander verrühren. Die aufgeweichte Gelatine etwas ausdrücken und in einem Topf erwärmen, bis sie sich aufgelöst hat. Den Topf vom Herd nehmen und 2-3 Esslöffel von der geschagenen Sahne dazu geben, um die Temperatur etwas auszugleichen. Die Gelatine-Sahnemischung unter die restliche Schlagsahne heben und diese direkt anschließend unter die Mascarponecrème rühren.

Die Springform mit Backpapier auslegen. Ringsherum am Rand entlang Löffelbisquits senkrecht aufstellen. Für den Boden die Löffelbisquits kurz in die Espresso-Amarettomischung tauchen und den Boden schön dicht damit auslegen. Eventuelle Zwischenräume mit Kekskrümeln auffüllen. Etwas Zwetschgenkompott darauf verteilen, dann eine Schicht Mascarponecrème. Darauf kommt wieder eine Schicht getränkte Löffelbisquits, Pflaumenkompott, Mascarponecrème, Löffelbisquits und zum Schluss nochmals eine Schicht Mascarponecrème. Jetzt heißt es warten und sich auf morgen freuen, denn die Torte muss nun über Nacht in den Kühlschrank, damit sie schön durchziehen und fest werden kann.

Am nächsten Tag die Charlotte aus ihrer Form befreien, mit einer schönen Schleife versehen und mit Kakaopulver bestreuen. Und wer mag, kann natürlich je nach gegebenem Anlass das Juwel noch nach Herzenslust und Laune verzieren!

Das Rezept für mein Zwetschgenkompott möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten. Es lohnt sich immer, im Sommer einen kleinen Vorrat davon anzulegen.

Zwetschgenkompott

Zutaten für zwei 500 g-Schraubverschlussgläser:

800 g Zwetschgen, entsteint und geviertelt

4 Esslöffel braunen Zucker

etwas geriebene Tonkabohne

ein paar Pflaumenkerne und der Tonkabohnenrest, in ein Teeei oder einen Teefilter geben

1 Stück Zitronenschale

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Kochtopf geben und ca. eine Stunde stehen lassen. Immer mal wieder umrühren. Die Zwetschgen sollten etwas Saft abgeben. Anschließend alles einmal aufkochen und fünf Minuten köcheln lassen. Die Kerne, Tonkabohne und Zitronenschale wieder herausfischen, das Kompott noch heiß in die Gläser füllen und sofort veschließen.

Ich bin gespannt, was die Zukunft für „InKatiesKitchen“ bereithält und freue mich darauf, weiterhin viele neue Rezepte zu kreieren und euch mit meinen kulinarischen Abenteuern zu inspirieren. Habt einen feierlichen Sonntag! 🌸

Haute Cuisine – kochen mit Stern

Dieser Beitrag enthält Werbung.

Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Kochbuch vorstellen. Haute Cuisine für Zuhause, für alle die immer schon mal gerne etwas wirklich besonderes auf den Teller zaubern wollten. Mit diesem Werk kann das was werden!

„Die Weltköche zu Gast im Ikarus“ Band 9 von Martin Klein & Ikarus Team
erschienen im PANTAURO Verlag
367 Seiten / Format 249 x 335 mm
ISBN 978-3-7105-0068-8
€ 69.95 / 89.– CHF

Groß wie ein Atlas und dick wie die Bibel enthält es, neben wunderschönen Foodfotos des Fotografen Helge Kirchberger, wegweisende Chefs im Porträt und einige ihrer ausgefeiltesten Rezepte. Einzelne sorgfältig aufeinander abgestimmte Komponenten finden in einer geschmacklich und optisch ausgewogenen Komposition auf einem Teller zu einem großartigen Geschmackserlebnis zusammen.

Jeden Monat nimmt das eingespielte Team des Restaurant Ikarus rund um die Executive Chef Martin Klein die Herausforderung an, sich auf einen neuen Spitzenkoch und dessen Philosophie einzulassen.

Das Restaurant Ikarus im schönen Salzburg ist mit zwei Sternen, fünf Hauben und 19 Punkten im Gault&Millau ausgezeichnet. Mit seinen monatlich wechselnden hochkarätigen Gastköchen ist es ein Epizentrum für erlesenen Geschmack, spannende Kulinarik und eine Inspiration für die Sinne.

Mit den erlesensten Zutaten aus aller Welt werden die besten, aufregendsten und kreativsten Gerichte der Gastköche perfekt nachgekocht. Auch im neuesten der bisher erschienenen Bände „Die Weltköche zu Gast im Ikarus“ Band 9 zeigt das Ikarus Team sowohl Profis als auch ambitionierten Hobbyköchen Step by Step, wie die außergewöhnlichen Gerichte zubereitet werden.

In diesem Band erwarten euch unter anderem einzigartige Kreationen der Starköche Erlantz Gorostiza, Christophe Bacquié, Eric Kragh Vildgaard, um nur einige zu nennen.

Ich habe mich von einem Linsensalat nach Johannes Nuding/Pierre Gagnaire insprieren lassen und diesen mit Garnelen kombiniert. Das entspricht nicht dem Originalrezept, schmeckt aber trotzdem zum niederknien. Denn beim ersten Durchblättern des Buches kam mir sehr schnell der Gedanke: Herrje! Wo soll ich denn all diese ausgefallenen Zutaten herbekommen? Nach weiterem Lesen und beim Auswählen zahlreicher Rezepte, die ich gerne ausprobieren möchte bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich dieses Werk als große Inspiration sehen möchte und es durchaus legitim finde, die eine oder andere Zutat im Rezept durch eine ähnliche auszutauchen oder einfach wegzulassen. Das Ergebniss dürfte trotzdem noch unglaublich außergewöhnlich gut sein 💕.

Linsensalat mit Garnelen

Zutaten für den Linsensalat:

1 Esslöffel Butter

50 g Schinkenwürfel

2 kleine Schalotten, halbiert

50 g Knollensellerie, in grobe Stücke geschnitten

50 g Karotten, in grobe Stücke geschnitten

125 g Belugalinsen

125 g kleine braune Linsen

500 ml heiße Brühe

1 kleines Stück Lauch, 1 Lorbeerblatt, 1 Zweig frischer Thymian, 1 Zweig frische Petersilie mit Küchengarn zu einem Bouquet garni zusammenbinden

1 Esslöffel Sonnenblumenöl

2 Esslöffel Staudensellerie, in kleine Würfel geschnitten

Salz, Pfeffer zum Abschmecken

Zutaten für die Garnelen:

12 Garnelen

1 Esslöffel Butter

1/2 Teelöffel Anis, ganz

1 Teelöffel Ahornsirup

Salz

Zubereitung:

Butter in einen Topf geben und die Schinkenwürfel darin goldbraun anbraten. Schalottenhälften, Sellerie-und Karottenstücke hinzufügen und mit anbraten. Die Linsen kurz mit anschwitzen und mit Balsamico ablöschen. Etwas Brühe angießen, das Bouquet garni hinzufügen und alles köcheln lassen. Immer wieder Brühe nachgießen, wenn diese fast verkocht ist. Solange kochen, bis die Linsen gar sind. Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Schalottenhälften und Wurzelstücke aus dem Linsensalat herausnehmen. Die Selleriewürfel in etwas Sonnenblumenöl anbraten und unter die Linsen heben.

In einer kleinen Pfanne etwas Butter zerlassen, Anis hinzufügen und bräunen. Die Garnelen darin kurz anbraten und mit etwas Ahornsirup glasieren. Leicht salzen und mit dem lauwarmen Linsensalat hübsch portionsweise auf Tellern anrichten.

Kochen mit den Sternen – holt euch einfach eure Sterneküche für besondere Momente nach Hause.

Schnell aufgetischt

Ihr bekommt lieben Besuch und habt keine Idee was ihr zum Snacken anbieten sollt? Einfach alles, was der Kühl- und Vorratsschrank so an Köstlichkeiten zu bieten hat! Und vielleicht noch ein, zwei kleine, feine Dips – und die Gäste können kommen…

Ich habe hier ein buntes Potpourri von Leckereien zusammengestellt. Es gibt verschiedene Sorten Käse, Salami, Schinken, frisches Gemüse und Obst, Oliven, Chips und Cracker. Ach, und ein paar Macarons! Da ist ganz sicher für jeden etwas passendes dabei und es ist ganz egal, ob der eine oder andere Gast nur vegetarisch oder vegan isst. Die Dattelcrème lässt sich auch ganz wunderbar aus pflanzlichem Frischkäse herstellen, falls gewünscht. Wer mag legt einfach noch ein Baguett dazu. und Zack! Es darf gefeiert werden! 🥳

Vielleicht noch etwas darauf achten, welches Schmankerl welchen Nachbarn hat. Die Macarons nicht unbedingt neben die eingelegten Oliven legen, sondern lieber zwischen Himbeeren und Trauben plazieren.

Dattelcrème

Zutaten:

200 g Frischkäse

12 Datteln, grob zerkleinert

5 getrocknete Tomatenfilets in Öl

etwas Öl von den getrockneten Tomaten

1 Knoblauchzehe, geschält und grob gehackt

Saft und abgeriebene Schale einer halben Zitrone

1 gestrichener Teelöffel Currypulver

Salz, Pfeffer und ein wenig Agavendicksaft zum Abschmecken

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Mixer geben und so lange mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und etwas Agavendicksaft herzhaft süß abschmecken.

Lachscrème

Zutaten:

200 g Frischkäse

200 g Räucherlachs, in sehr feine Würfel geschnitten

Saft und abgeriebene Schale einer halben Zitrone

1 Esslöffel Honig

1 Esslöffel Senf

2 Esslöffel Dill, frischgehackt oder TK-Ware

2 Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung:

Alle Zutaten gut miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Viel Spaß beim Feiern! 🌸

Zitronenkuchen & Limoncello Spritz

Gelb! Für mich DIE Farbe des Sommers! Gelb-weiße Sonnenschirme vor blauem Himmel, sonnengelbes, tropfendes Orangeneis am Stiel oder einfach leuchtend gelbe Zitronen mit ihrem unvergleichlichen Duft und Aroma zwischen klirrenden Eiswürfeln im Glas. Da geht mir das Herz auf und darum dreht sich hier heute alles um diese knallgelben Früchtchen! 💛

Sehr gerne verschenke ich zu Geburtstagen solch einen kleinen, mit Zuckerblumen verzierten Zitronenkuchen. Er ist schnell gebacken, bleibt über mehrere Tage saftig und erfreut schon allein durch seinen Anblick jeden, der ihn auspacken darf. In Backpapier verpackt lässt er sich sogar herrvorragend in einem Päckchen verschicken. ☺️

Katie’s Zitronenkuchen

Zutaten für 1x 30er oder 2x 20er Kastenform:

etwas Butter zum Einfetten der Form/en

etwas Paniermehl zum Ausstreuen der Form/en

Für den Kuchen :

200 g Butter

100 g Zucker

2 Teelöffel Vanillezucker

1 Prise Salz

4 Eier

200 g Joghurt

abgeriebene Schale und Saft von 2 Zitronen (unbehandelt)

400 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

Zum Tränken:

etwas Zitronensirup

optional ein paar Tropfen Bergamotte Öl

Für den Zuckerguss:

200 g Puderzucker

etwas Zitronrnsaft

optional ein paar Zuckerblüten

Zubereitung:

Zwei kleine oder eine große Kastenform gründlich ausbuttern und mit Paniermehl ausstreuen. Den Backofen auf 160°C Umluft oder 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in einer Rührschüssel mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Salz cremig aufschlagen. Nach und nach die Eier unterrühren. Die fein abgeriebene Schale, den ausgepressten Saft von anderthalb Zitronen und den Joghurt unterrühren. Eine halbe Zitrone beiseite legen, der Saft kommt später in den Zuckerguss. Zum Schluss Mehl und Backpulver dazusieben und alles nochmals gut miteinander verrühren.

Den Teig in die vorbereitete/n Form/en füllen und eine Stunde im vorgeheizten Backofen goldbraun backen. Nach bestandener Stäbchenprobe den/die Kuchen aus dem Ofen nehmen und ca. 5 Minuten stehen lassen. Anschließend aus der Form nehmen und den/die noch heißen Kuchen großzügig mit Zitronensirup einpinseln. Wer keinen Sirup hat, lässt ihn einfach weg. Ich gebe immer noch etwas Bergamotte-Öl in meinen Sirup, bevor ich ihn auftrage, das verstärkt das Zitronenaroma. Man bekommt es in der Apotheke oder im Bioladen. Kann man machen, muss man aber nicht.

Nachdem das Backwerk vollkommen abgekühlt ist, den Puderzucker in einer Schüssel nach und nach mit etwas Zitronensaft zu einem zähflüssigen Zuckerguss verrühren, über dem/den Kuchen verteilen und Zuckerblumen in die Zuckermasse kleben.

Jetzt brauchen wir nur noch etwas passendes zum Anstoßen. 🍋 Wie wäre es mit einem prickelnden Limoncello Spritz?

Limoncello Spritz

Zutaten für 1 Glas:

3 Eiswürfel

4 cl Limoncello, eisgekühlt

40 ml kaltes Mineralwasser

100 ml gekühlten Prosecco

1 Streifen dünn abgeschälte Schale einer unbehandelten Zitrone

ein paar Blätter Basilikum (hier ein rotblättriges)

Zubereitung:

Die Eiswürfel in ein Glas geben. Den Streifen Zitroneschale etwas knicken und drehen bis er anfängt stark zu duften. Mit der Schale kurz über den Glasrand fahren, so dass sich das Zitronenaroma daran verteilt. Die Zitronenschale, den Limoncello und das Mineralwasser zu den Eiswürfeln geben und mit Prosecco auffüllen. Zu guter Letzt ein Sträußchen Basilikum mit ins Glas geben und PROST! Auf den Sommer! 😎

Rhabarber-Himbeer Upside Down Cake

Bei mir liegen heute die Muttertagsblümchen auf dem Sonntagskuchen 🌸. Es gibt einen super schnell gezauberten, gestürzten Rhabarber-Himbeer Kuchen, der durch sein buttriges, leicht salziges Karamell auch noch richtig saftig daher kommt. Wer wenig Zeit hat, aber trotzdem in der ja doch recht kurzen Rhabarbersaison nicht auf diese unvergleichlichen Stangen verzichten möchte, für den ist dieses Blitzrezept genau das richtige.

Rhabarber-Himbeer Upside Down Cake

Zutaten:

Für das Karamell:

50 g Butter

1 gute Prise Salz

100 g brauner Zucker

Für den Teig:

4 Stangen Rhabarber, in kleine Stücke geschnitten

1 Handvoll Himbeeren

50 g Butter

100 g Zucker

1 Teelöffel Vanillepaste

2 Eier

150 g Mehl

2 Teelöfel Backpulver

1 Prise Salz

3 Esslöffel Joghurt

Für das Topping:

200 ml Sahne

1 Teelöffel Vanillezucker

1 Handvoll Mini-Baiser-Kugeln oder in grobe Krümel zerstoßenes Baiser

ein paar Zuckerblüten (oder auch echte, wenn man essbare im Garten hat)

Zubereitung:

Die 50 g Butter mit dem braunen Zucker und der Prise Salz in einer Pfanne schmelzen und in eine zuvor gefettete Tarteform gießen. Die Rhabarberstückchen und die Himbeeren darauf verteilen. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Teig zunächst die Butter mit dem Zucker verschlagen und nach und nach die Eier dazugeben. Salz, Vanillepaste und Joghurt unterrühren. Zum Schluss das Mehl mit dem Backpulver hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Den Teig über dem Karamell und dem Obst verteilen und etwas glattstreichen. Den Kuchen 25 -30 Minuten goldbraun backen. Anschließend etwa 5 Minuten stehen lassen und dann auf eine Platte stürzen.

Sobald der Kuchen abgekühlt ist, fehlt nur noch das Topping zum Kuchenglück❣️Wer nicht warten kann – lauwarm ist auch ok. 😊

Hierfür einfach die Sahne mit dem Vanillezucker steifschlagen und die Baiserkrümel darüberstreuen. Noch ein paar Zuckerblüten oben drauf und fertig ist der Rhabarber-Himbeertraum!

Ich möchte nicht versäumen noch einmal auf die berühmte Rhabarberbarbara hinzuweisen 🤣. Wer sie noch nicht kennt…das Gedicht gibt’s hier. Ganz nebenbei findet man dort auch noch einen Rhabarberkuchen, ganz klassisch mit der typischen Baiserhaube. Viel Spaß beim Lesen und Nachbacken!

❤️ Ich wünsche allen Mamas einen glücklichen Muttertag. ❤️

Süßes Osterbrot

Ostern ohne Osterbrot? Niemals!

Meistens backe ich unser Osterbrot am Karfreitag und dadurch, dass es immer etwas Zeit in Anspruch nimmt, bis alles vorbereitet ist… bis der Teig gegangen ist … und nochmals geruht hat und so weiter… bin ich anschließend ebenfalls total entschleunigt und ruhig. Spätestens, wenn dann der köstliche Duft des frisch gebackenen, süßen Brotes durch die Küche zieht, bin ich voller Vorfreude auf das bevorstehende Fest mit ganz viel Familie, Freunden und gemeinsamen, geselligen Mahlzeiten. Das Osterbrotbacken ist also unerlässlich zur Einstimmung auf die kommenden Osterfeierlichkeiten ☺️. Besonders nach den letzten Jahren, wo so einige Treffen dem kleinen Covid zum Opfer gefallen sind, bin ich dankbar für jeden Feiertag im Kreise meiner Lieblingsmenschen! 💕

Weitere Lieblings-Osterrezepte wie zum Beispiel ein herzhaftes Osterbrot, Oma Käte’s Eierlikör, Rüblitorte oder einen gefüllten Osterkranz mit Blutorange? Bitte sehr! Noch mehr zum Thema Ostern findet Ihr, wenn Ihr einfach „Ostern“ in der Suchfunktion eingebt.

Süßes Osterbrot

Zutaten:

500 g helles Mehl

1 Päckchen Trockenhefe

75 g Zucker

1 gute Prise Salz

abgeriebene Schale einer Zitrone

100 g zerlassene Butter

250 ml warme Milch

1 Ei

100 g Rosinen (optional ein paar Tage in Rum eingeweicht 😉)

100 g Zitronat

100 g Orangeat

Ausserdem:

1 Eigelb + etwas Milch zum Bestreichen

1 Handvoll Hagelzucker und

1 Handvoll Mandelblättchen zum Bestreuen

Zubereitung:

Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz, abgeriebene Zitronenschale, Zitronat und Orangeat in eine Rührschüssel geben und miteinander vermischen. Die zerlassene Butter, Milch, das Ei und die Rosinen hinzufügen und alles (am besten in einer Küchenmaschine) 10 Minuten gut durchkneten. Den Teig mit einem Küchenhandtuch abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.

Den gut aufgegangenen Hefeteig mit etwas Mehl bestäuben und auf einer mit Mehl bestreute Fläche nochmals kurz durchkneten. Er sollte nicht mehr so sehr kleben, sich zu einem fluffigen runden Laib formen lassen und diese Form auch behalten ohne zu zerlaufen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden. Mit der Eigelbmilch bestreichen und mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreut nochmals 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Osterbrot 50 Minuten goldbraun backen.

Ich wünsche Euch von Herzen ein gesegnetes Osterfest, mit lieben Menschen und ganz viel Zeit für alles, was Euch Freude macht ❤️.

Wir feiern in diesem Jahr nicht nur Ostern, sondern auch Weihnachten nach, da es, wie eingangs erwähnt wegen Corona leider ausfallen musste. Da möchte ich Euch meinem österlichen Weihnachtsbaum nicht vorenthalten 🥰.

In diesem Sinne! Feiert schön – was auch immer! 🌸

Faschingstörtchen

Vor ein paar Wochen habe ich auf einem Flohmarkt in Frankreich diese alten Backförmchen gefunden. Traditionell werden in unserem Nachbarland zur Faschingszeit, ähnlich wie bei uns, gerne kleine frittierte Küchlein gegessen. Meistens am Tag nach Rosenmontag, dem Mardi Gras, was soviel bedeutet wie „Fetter Dienstag“. Da bietet es sich doch an, die schicken Formen gleich einmal auszuprobieren. Ich habe mich für die kleinen Schiffchen entschieden, weil sich diese auch noch so verführerisch befüllen lassen ☺️.

Der Teig ist schnell gemacht. Es handelt sich hierbei eigentlich um einen einfachen Pfannkuchenteig, angereichert mit etwas Zucker und ein paar Gewürzen.

Faschingstörtchen

Zutaten:

1 Liter Sonnenblumenöl oder Butterschmalz zum Frittieren

125 g Mehl

50 g Zucker

1 gute Prise Salz

etwas geriebene Schale einer unbehandelten Orange

2 Eier

100 ml Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem Teig ohne Klümpchen zusammenrühren und etwa eine halbe Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit das Öl erhitzen. Es ist heiß genug, wenn an einem hineingehaltenen Holzstäbchen kleine Bläschen aufsteigen. Den Teig nochmals gut umrühren. Das Förmchen an einen der Griffe schrauben und zuerst kurz in das heiße Öl halten und anschließend in den Teig. Dabei die Form nur bis zu ihrem oberen Rand in den Teig tunken. Jetzt die Form mit dem Teig in das heiße Öl tauchen. Sobald das Gebäck langsam Farbe annimmt, wird es mit Hilfe eines Holzstäbchens vorsichtig von der Form gelöst. Das Schiffchen insgesamt ca. 2-4 Minuten goldbraun fritieren, mit einer Schaumkelle aus dem Öl heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Für die Füllung:

200 ml Sahne mit einem Tütchen Sahnesteif, 1 Esslöffel Zucker steif schlagen. 150 g Magerquark, etwas Vanilleextrakt und etwas geriebener Orangenschale vorsichtig unter die Sahne heben. Die Masse in einen Spritzbeutel geben und in die knusprig frittierten Schiffchen füllen. Die Törtchen nach Herzenslust mit frischen Früchten belegen und am besten sofort vernaschen!

Habt einen fantastischen Rosenmontag und einen „fetten“ Veilchendienstag! 🥳

Schokoberliner

Jetzt aber mal ganz was anderes! Berliner, Berliner Pfannkuchen, Krapfen, Kreppel und wie sie auch genannt werden, kennen und lieben wir alle. Ob zu Silvester, an Fasching, Karneval oder einfach mal nur so. Das Internet quillt über von leckeren Rezepten für die klassischen, beliebten Ballen. Es gibt sie mit und ohne die unterschiedlichsten Füllungen, von Marmelade über Eierlikör bis hin zum Senf. Aber selten ist etwas für echte Schokoholics dabei.

Zeit das zu ändern, mit diesen herrlich fluffigen Schokoberlinern.

Schokoberliner

Zutaten für 12 Stück:

500 g Mehl

50 g Backkakao

1 Päckchen Trockenhefe

75 g Zucker

1 gute Prise Salz

250 ml warme Milch

1 Esslöffel zerlassene Butter

1 Ei

2 Esslöffel Rum

Zum Ausbacken:

1 Liter Öl zum Frittieren

Für die Glasur:

200 g Kuvertüre, zartbitter

1 Teelöffel Kokosöl

Zubereitung:

Mehl, Kakao, Hefe, Zucker und Salz in eine große Schüssel geben und gut miteinander vermischen. Milch, Butter, das Ei und den Rum hinzufügen und alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis der Teig sich etwa verdoppelt hat.

Anschließend den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ca. 1,5 cm dick ausrollen und etwa 10 cm große Kreise ausstechen. Das kleine Stück Teig, das übrigbleibt, ergibt zu einer Kugel gerollt einen hübschen „Probekrapfen“. Die ausgestochenen Teigkreise nochmals mit einem Küchentuch abdecken und eine halbe Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit langsam das Öl erhitzen. Es hat die richtige Temperatur, wenn an einem ins Öl gehaltenen Holzstäbchen kleine Blasen aufsteigen. Um sicher zu gehen, könnt ihr als Erstes euren Probekrapfen ins Öl gleiten lassen.

Wenn dieser dann gar und lecker war, können nacheinander die Schokoberliner ausgebacken werden. Je nachdem, wie heiß das Öl ist brauchen sie in etwa 3-4 Minuten von jeder Seite. Die fertigen Berliner auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Sobald die Schokoberliner vollständig abgekühlt sind, können sie entweder mit Puderzucker bestreut oder mit Schokolade überzogen werden. Hierfür die Kuvertüre mit dem Kokosöl in einem Wasserbad schmelzen und jeden Krapfen mit der Oberseite in die Schokolade tunken. Etwas abtropfen lassen und zurück aufs Küchenpapier legen, wo die Schokolade in Ruhe fest werden kann.

Ich habe meine Schokoberliner in der Mitte aufgeschnitten und mit angedickten Kirschen und Schlagsahne gefüllt. Man kann sie aber auch einfach (mit einem Spritzbeutel und Fülltülle) mit Kirschmarmelade oder Nussnougatcreme füllen.

Jetzt möchte ich euch nur noch ein fröhliches Helau zurufen und eine bunte, schokoladige Woche wünschen.

Blutorangensorbet & Obstsalat mit Ingwersirup

Fast auf den Tag genau vor zwanzig Jahren (unglaublich wie die Zeit vergeht) durfte ich einen Kochkurs bei Pierre Ludwig, damaliger Patron und Küchenchef im Restaurant „A l’Ange“ (Zum Engel) in Wissembourg/ Elsass besuchen. Neben schönen Erinnerungen an diesen Abend sind mir wunderbare Rezepte geblieben, von denen ich heute eines mit euch teilen möchte.

Blutorangensorbet

Zutaten:

200 ml Wasser

200 g Zucker

200 ml Saft von Blutorangen

1 kleines Eiweiß

1 Prise Salz

Zubereitung:

Am besten am Vortag Wasser und Zucker unter Rühren aufkochen. Eine Minute lang kochen lassen, dann zur Seite stellen und vollständig abkühlen lassen.

Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Den erkalteten Sirup und den Blutorangensaft hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Die Schüssel ins Eisfach stellen und alle halbe Stunde die Sorbetmasse einmal gut umrühren, damit beim gefrieren ein schön cremiges Sorbet entsteht. Dies kann einige Stunden dauern. Wenn das Sorbet dann irgendwann eine schöne Konsistenz hat, so dass man mit einem Eisportionierer eine stabile und cremige Kugel entnehmen kann, ist es fertig.

Obstsalat mit Ingwersirup

Zutaten:

200 ml Wasser

200 g Zucker

2 Daumenlängen frischen Ingwer, geschält und in feine Würfel geschnitten

Mark einer Vanilleschote

3 Blutorangen, filetiert

3 Mandarinen, geschält, in Stücke geschnitten

4 Esslöffel Granatapfelkerne

Zubereitung:

Wasser und Zucker unter Rühren aufkochen. Ingwer und Vanillemark dazu geben und alles ca. 20 Minuten sanft köcheln lassen. Den Sirup heiß in ein Schraubverschlussglas füllen und abkühlen lassen. Er lässt sich auch gut schon einen Tag vorher vorbereiten.

Das vorbereitete Obst in eine Schüssel geben, mit etwas Ingwersirup übergießen und eine halbe Stunde durchziehen lassen.

Jetzt müssen nur noch beide Komponenten zusammen auf einem Teller ihre Plätze einnehmen und es darf geschlemmt werden ☺️.

Etwas Obstsalat in eine Schüssel oder auf einen Teller geben. Eine Kugel Blutorangensorbet dazu legen, mit etwas gehobelter weißer Schokolade bestreuen und fertig ist das süße Allerlei von der Blutorange.

Lasst es euch schmecken und habt eine schöne Woche! 🍊