Archiv der Kategorie: Aus dem Topf

Suppe Berner Land

Das Projekt „Einmal Oma Kätes handgeschriebenes Kochbuch von vorne bis hinten durchkochen“ geht in die zweite Runde. Fast wäre ich schon raus gewesen beim heutigen Rezept, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wie dieses Süppchen lecker werden soll. Allerdings hat jeder, dem ich von der dazugehörigen Zutatenliste erzählt habe, geantwortet: „Schmelzkäseecken? Das kann nur gut werden!“ 🤣

Außerdem dachte ich mir, wenn es dieses Rezept in dieses Buch geschafft hat, dann nur weil es besonders gut geschmeckt hat. Anonsten hätte sich Oma nicht die Mühe gemacht es aufzuschreiben.

Und was soll ich sagen – nachdem ich die Suppe Berner Land nun probiert habe, kann ich gut verstehen, dass sie einen Platz in Omas Kochbuch erhalten hat. Völlig zu Recht! Solltet ihr sie ausprobieren teilt mir gerne mit, ob bzw. wie sie euch geschmeckt hat. 😊

Suppe Berner Land

Zutaten für 4 Personen:

1 Esslöffel Butter

1 Zwiebel, fein gewürfelt

2 Esslöffel Mehl

1 Liter Brühe

2 Schmelzkäseecken Salami

etwas Zitronensaft

etwas abgeriebene Zitronenschale

1 Prise Zucker

Salz und Pfeffer

frische gehackte Petersilie

4 Scheiben Salami, kleingeschnitten

Zubreitung:

Die Butter in einem ausreichend großen Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und kurz etwas anschwitzen. Es sollte keine Farbe bekommen. Nach und nach unter ständigem Rühren die Brühe angießen. Zwischendurch immer kurz köcheln lassen. Die Schmelzkäseecken dazugeben und in der Suppe schmelzen lassen. Ich habe die Suppe kurz mit dem Pürierstab etwas aufgeschäumt. Anschließend die Salamistückchen hinzufügen und die Suppe mit Zitronensaft, etwas Zitronenschale, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten vor dem Servieren noch kurz durchziehen lassen, damit die Salamistückchen etwas Zeit haben, ihr Aroma in die Suppe abzugeben. Zum Schluss die gehackte Petersilie unterrühren.

Guten Appetit❣️

Bei mir gab es noch selbstgebackene Käsekräcker dazu. Das Rezept möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Käsekräcker

Zutaten für zwei Bleche:

125 g Dinkelvollkornmehl

1 Esslöffel Butter

1 Esslöffel Quark

75 g Parmesan, gerieben

1 Ei

1 Teelöffel Rosmarin, getrocknet

1/2 Teelöffel Paprikapuver edelsüß

1 Prise Salz

Pfeffer, frisch gemahlen

Außerdem:

etwas Wasser zum Bepinseln

4 Esslöffel Sesamsaat

2 Esslöffel Schwarzkümmelsaat

1 Zweig Rosmarin, frisch

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell etwas Mehl oder Wasser hinzufügen, je nachdem, wie euer Teig sich anfühlt. Er sollte sich ohne zu kleben zu einer Rolle von etwa 4 cm Durchmesser rollen lassen. Die Sesam- und Schwarzkümmelkörner auf ein Stück Frischhaltefolie (etwas länger als eure Teigrolle) streuen. Die Teigrolle mit Wasser bepinseln und in den Saaten wälzen, so dass sie rundherum davon bedeckt ist. Die Rolle in die Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Anschließend den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Von der Teigrolle ca. 5 mm dicke Scheiben abschneiden und diese mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech legen. Die Kräcker oben mit etwas Wasser bepinseln und mit ein paar frischen Rosmarinblättchen und Sesam-/Schwarzkümmelkörnchen belegen. Das Käsegebäck für ca. 20 Minuten golbraun backen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und-backen und habt eine entspannte Woche! 🌸

Saure Eier

Wer schon einmal im handgeschriebene Kochbuch einer Großmutter geblättert hat, der weiß, dass das Nachkochen der Rezepte oftmals nicht ganz einfach ist. Die erste Hürde ist meistens schon die Handschrift in Sütterlin. Sollte es einem gelungen sein, diese zu entziffern, lässt das nächste Problem nicht lange auf sich warten. Wieviel und wie genau kommen die aufgelisteten Zutaten ins Gericht? Häufig stehen nur einzelne Zutaten, wenn man Glück hat mit Mengenangaben da, jedoch fehlt die komplette Anleitung. Auch Temperaturangaben und Back-/Kochzeiten sucht man vergebens. Die wusste Oma einfach, das alles musste sie sich nicht aufschreiben. Denn eines darf man nicht vergessen, aufgeschrieben hat sie die Rezepte nicht für ihre Nachkommen, sondern in erster Linie für sich selbst. Es sind ihre privaten Notizen, die dieses Buch zu einem ganz besonderen, wertvollen Schatz machen.

Das Kochbuch unserer lieben Oma Käte liegt jetzt in meinen Händen und mein Plan für 2026 ist, alle Rezepte in diesem Werk von vorne bis hinten einmal durchzukochen und am Ende dieser Aktion ein Familienkochbuch in den Druck zu geben. Einfach damit all diese traditionellen Leckereien voller wärmender Erinnerungen nicht vergessen werden und so auch den Speiseplan nachrückender Generationen problemlos bereichern.

Heute geht’s los auf Seite eins – es gibt saure Eier.

Saure Eier

Zutaten für 4 Personen:

1 Esslöffel Butter

1 Esslöffel Mehl

etwa 300 ml Brühe

1 guter Schuss Essig 

Zucker nach Geschmack 

Salz

Pfeffer

8 Eier

Zubereitung:

Die Butter in einem Topf zerlassen. Das Mehl dazu geben und alles kurz anschwitzen. Nach und nach unter ständigem Rühren die Brühe angießen, bis die Soße eine schöne Konsistenz hat. Ein Lorbeerblatt dazu geben und mit Essig, Zucker, Salz und Pfeffer herzhaft süß-sauer abschmecken. Die Sauce etwa 5 Minuten leise köcheln lassen. Anschließend die Eier aufschlagen und vorsichtig in die Soße plumpsen lassen.

Den Topf mit einem Deckel verschließen und die Eier bei niedriger Temperatur circa 6-7 Minuten in dem Sößchen gar ziehen lassen.

Die zweite Möglichkeit wäre, einfach abgepellte gekochte Eier in die Sauce zu geben. Ist beides lecker! 😊

Die Sauren Eier mit Salzkartoffeln und Salat servieren und genießen.

Freut euch auf viele weitere Rezepte von Oma Käte und wenn ihr nichts von diesem Küchenabenteuer verpassen möchte, folgt mir gerne!
Habt eine schöne Woche! 🌼

Kartoffel-Bärlauchpuffer mit Käsecreme & Tomatenkompott

Heute gibt es endlich Bärlauch! 💚

Ich weiß gar nicht, ob die Saison nicht schon wieder vorbei ist. Mein Bärlauch wartet schon eine ganze Weile auf seine Zubereitung und musste nun wirklich weg. Ich hatte dieses Rezept schon länger geplant, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Aber jetzt! 😃

Wir machen Kartoffel-Bärlauchpuffer mit Käsecreme & Tomatenkompott. Klingt gut? Na, dann mal los! Beginnen wir mit dem Kompott…

Tomatenkompott

Zutaten:

2 Esslöffel Sonnenblumenöl 

1 Zwiebel, fein gewürfelt 

1 Stückchen frischen Ingwer, gerieben

1/2 rote Chili, ganz fein gewürfelt 

1 Teelöffel Koriandersaat, gemörsert

500 g Tomaten, klein geschnittenen 

2 Esslöffel Dattelsirup

abgeriebene Schale einer halben Zitrone

etwas Zitronensaft

Salz und Pfeffer 

Zubereitung:

Das Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Ingwer, Chili und Koriander hinzugeben und ebenfalls kurz mit anrösten. Tomaten, Dattelsirup und Zitronenschale hinzufügen und alles etwa fünf Minuten köcheln lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und in  Schraubverschlussgläser abfüllen und sofort verschließen. 

Das Kompott schmeckt nicht nur zum Gemüsepuffer sehr lecker, sondern passt auch prima zu Käse, Braten und Gegrilltem.

Kartoffel-Süßkartoffelpuffer mit Bärlauch

Zutaten:

300 g Kartoffeln, fein gerieben 

200 g Süßkartoffeln, fein gerieben 

1 rote Zwiebel, fein gewürfelt 

1 Bund Bärlauch, in feine Streifen geschnitten 

2 Eier

2 gehäufte Esslöffel Haferflocken 

etwas Salz

Außerdem:

Sonnenblumenöl zum Anbraten 

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander vermengen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und nach und nach aus der Kartoffelmasse kleine Pfannkuchen goldbraune backen.

Käsecreme 

Zutaten:

300 g Ziegenkäse in Salzlake 

6 Esslöffel Naturjoghurt 

etwas abgeriebene Zitronenschale 

etwas Zitronensaft

etwas Honig

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Mixer cremig rühren. Fertig! Das war’s schon!
Wer keinen Ziegenkäse mag, nimmt einfach Schafskäse oder (veganen) Frischkäse. Nehmt einfach, was euch schmeckt! 😊

Kartoffel-Bärlauchpuffer mit der Käsecreme und dem Tomatenkompott liebevoll anrichten und optional mit ein paar getrockneten Blüten bestreuen. Das Auge isst ja bekanntlich mit…

Guten Appetit und eine schöne Frühlingswoche! 🌱

Suppensamstag

Als Sammlerin alter Kochbücher (und wenn ich hier alt sage, dann meine ich richtig, richtig alt, so 100 Jahre in etwa) bin ich immer wieder erstaunt, was da so alles drin steht. Von Grundlagen des Kochens, Einkochens und Backens über das richtige Eindecken eines Tisches bis hin zur Haushaltspflege, Haushaltsplanung, Fleckentfernung, Kinder-, Säuglings- und Krankenpflege. Jeden Tag galt es damals diverse Aufgaben in Haus, Küche und Garten zu erledigen.

Der Samstag war dem besonders sorgfältigen Hausputz vorbehalten, damit am Sonntag alles blitzt und blinkt. Deshalb gab es vielerorts samstags grundsätzlich einen Eintopf. Man konnte ihn freitags schon vorkochen, hatte am Samstag eine prima Mahlzeit für alle hungrigen Mäuler, ohne dass man sich an diesem Tag großartig darum kümmern musste. Und das Beste…die meisten Eintöpfe schmecken einen Tag später noch viel besser, als am Vortag.

Ich habe für mich beschlossen, den Suppensamstag wieder einzuführen. So bleibt am Samstag mehr Zeit für mich (sagt ja keiner, dass ich da putzen muss 🙃). Hinzu kommt, dass ich tatsächlich ein großer Fan von Suppen und Eintöpfen bin. Ich habe gleich vorgestern damit angefangen und konnte so gestern Mittag ohne viel Tamtam diesen farbenfrohen Möhreneintopf genießen.

Möhreneinopf

Zutaten:

750 g Möhren, geschält und in Rädchen geschnitten

750 g Kartoffeln, geschält und gewürfelt

1/2 Sellerieknolle, geschält und gewürfelt

2 Stangen Staudensellerie, kleingeschnitten

1 Stange Lauch, der Länge nach halbiert und in Stücke geschnitten

4 frische grobe Bratwürstchen

1,5 Liter Gemüsebrühe

2 Lorbeerblätter

1 Zwiebel, ungeschält, gewaschen und halbiert

3 Nelken, ganz

1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner

Salz, Prise Zucker

1/2 Bund frische Peterlilie, fein geschnitten

Zubereitung:

Pfefferkörner, Zwiebelhälften, Nelken und Lorbeerblätter in einem Gewürzei verstauen. Solltet ihr keines haben, könnt ihr auch einfach einen Teebeutel nehmen. Sollte auch dieser nicht greifbar sein, spickt ihr die eine Zwiebelhälfte mit den Nelken und gebt sie mit den Lorbeerblättern direkt in die Suppe. Man fischt sie dann einfach später wieder heraus.

Die Gemüsebrühe mit den Gewürzen in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen. Die Bratwürstchen in die Brühe geben und 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend das Gemüse hinzu geben und alles nochmals aufkochen. Den Eintopf weitere 10 Minuten garen. Das war es eigentlich auch schon. Wer mag, kann jetzt noch ein Drittel vom gekochten Gemüse in einem Mixbecher pürieren und wieder zur Suppe geben. Dann wird die Brühe etwas sämiger. Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken und kurz vor dem Servieren die frische Petersilie über den Eintopf streuen.

Jetzt entweder für Samstag beiseite (kalt)stellen oder vielleicht doch schon mal drüber herfallen. So ein kleines warmes Schüsselchen voll Löffelglück am Freitagabend kann ja auch nicht schaden. Es muss ja schließlich auch probiert werde…

Habt eine schöne Woche und macht es euch leicht…🥕🥕🥕

Spargelragout & Fischküchlein

Endlich Frühling! Endlich Spargelzeit!

Heute einmal nicht mit Hollandaise und Schinken, wie gewohnt und zurecht heiß geliebt 🥰 sondern als kleines, feines Ragout. Weißer und grüner Spargel mit Erbsen in einer cremigen Sauce und dazu neuen Kartoffeln und frühlingsfrischer Fisch mit Bärlauch. Mal etwas anderes und nicht weniger lecker – versprochen!

Spargelragout

Zutaten:

400 ml Gemüsebrühe

1 Prise Zucker

500 g weißen Spargel, geschält und in Stücke geschnitten

500 g grünen Spargel, geputzt und in Stücke geschnitten

1 Esslöffel Butter

2 Schalotten, fein gewürfelt

1 Esslöffel Mehl

1 Schuss Sahne

2 Handvoll Erbsen (TK)

Salz, Pfeffer

etwas geriebene Muskatnuss

ein paar Spritzer Worcestershiresauce

ein Spritzer Zitronensaft

etwas abgeriebene Zitronenschale

frische Kräuter wie Petersilie und/oder Schnittlauch, klein geschnitten

ein paar halbierte Kirschtomaten (habe ich vergessen, wie ihr seht 😂)

Zubereitung:

Die Gemüsebrühe mit dem Zucker aufkochen und die Spargelstücke darin garkochen. Anschließend abgießen, den Sud auffangen und beides beiseite stellen.

Die Butter in einem ausreichend großen Topf zerlassen und die Schalottenwürfel darin anschwitzen. Das Mehl hinzufügen, kurz mit anschwitzen und nach und nach die etwas abgekühlte Brühe hinzufügen, bis eine glatte cremige Sauce entschanden ist. Die Erbsen hinzugeben und alles einmal aufkochen lassen. Die Sahne unterrühren und den Spargel dazugeben. Etwas Zitronenschale hineinreiben, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, eventuell etwas Zucker, Worcestershiresauce und Zitronensaft abschmecken. Ganz zum Schluss ein paar Kirschtomaten unterheben und die Kräuter darüber streuen.

Fischküchlein

Zutaten:

400 g Seelachsfilets

200 g geschälte Garnelen

1 Ei

1 Handvoll Semmelbrösel

Salz, Zitronenpfeffer

etwas abgeriebene Zitronenschale

etwas Zitronensaft

3 Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten

1 Esslöffel Bärlauchpaste (oder 1 Handvoll frischen Bärlauch, in feine Streifen geschnitten, oder eine Knoblauchzehe, feingeschnitten)

etwas Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:

Die Fischfilets und die Garnelen in einer Küchenmaschine zerkleinern. Wer keine Küchenmaschine hat, kann Filets und Garnelen auch von Hand ganz fein würfeln. Anschließend das Ei, Semmelbrösel, Gewürze, Frühlingslauch und Bärlauch (oder Knoblauch) untermengen. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Mit einem Esslöffel kleine Küchlein von der Fischmasse abstechen und von beiden Seiten im heißen Butterschmalz goldbraun ausbacken.

Die Bärlauchsaison ist ja nun leider schon vorbei, glaube ich und ich dachte eigentlich, ich hätte euch im letzten Jahr schon von meinem Bärlauchpastenvorrat erzählt. Habe ich aber gar nicht, wie ich gerade feststellen musste, als ich das Rezept für die Bärlauchpaste für euch verlinken wollte. Also beschreibe ich es jetzt und hier.

Bärlauchpaste

Zutaten:

100 g frische Bärlauchblätter, gut gewaschen und trockengeschleudert

1 Teelöffel Meersalz

100 ml Olivenöl + etwas zum Pastebedecken im Glas

Zubereitung:

Alle Zutaten mit einem Pürierstab fein pürieren und in saubere Gläser füllen. Oben auf die fertige Paste noch etwas Olivenöl gießen und jedes Glas fest verschließen. Ich bewahre meine Gläser im Kühlschrank auf. Hier hält sich die Paste mehrere Monate. Probiert es einfach aus! 🌱

Backels

Schleifen, Schneeschlaufen, Durchgezogene… dieses Fettgebäck hat je nach Region die unterschiedlichsten Namen. Bei uns heißen sie Backels. Wo der Name herkommt (den findet man im Internet nämlich nirgenwo im Zusammenhang mit diesem Gebäck 🤣)? Das wird wohl ein ewiges Geheimniss bleiben! Aber ganz egal, wie sie heißen, sie schmecken, die Backels! Besonders zur Faschingszeit und das alleine ist wichtig.

Backels

Zutaten für den Teig:

125 g Butter

125 g Zucker

1 Prise Salz

3 Eier

6 Esslöffel Milch

500 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

Ausserdem:

1 Liter Pflanzenöl zum Frittieren

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Die Butter mit dem Zucker und der Salzprise in einer Schüssel cremig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Die Milch hinzufügen und zum Schluss das Mehl unterarbeiten. Das geht dann am besten mit den Händen. Den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen. Anschließend den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. o,5 cm dick ausrollen und in 3 cm breite Streifen schneiden. Die einzelnen Streifen wiederum in etwa 5 cm lange Rechtecke. Jedes Rechteck in der Mitte der Länge nach 2 cm einschneiden und ein Teigende hindurchziehen (siehe Foto).

Das Öl erhitzen. Um zu testen, ob das Öl heiß genug ist, ein Holzstäbchen in das Öl halten. Wenn Bläschen am Stäbchen hochsteigen, kann es losgehen. Nach und nach die Backels im Öl schwimmend von beiden Seiten golbraun frittieren. Anschließend mit einer Schaumkelle herausfischen und auf Küchenpapier etwas abtropfen lassen. Mit Puderzucker bestäubt am besten noch warm vernaschen.

Eine fröhliche 5. Jahreszeit wünsche ich Euch!! 🥳

Schweinepfeffer mit Dampfnudeln

1994 bin ich in die Pfalz gekommen – und gerne geblieben. ❤️

Das heißt, ich bin in diesem Jahr seit 30 Jahren hier und dachte mir, ich zeig’ Euch mal, dass ich auch mittlerweile ein bisschen pfälzisch kann! Zumindest kochen! 🤣 So wird’s heute richtig heftig deftig. Das Wetter spielt auch mit, ein guter Tag für Schweinepfeffer mit Dampfnudeln. Das Dampfnudel-Rezept ist selbstverständlich ein Familienrezept und kommt von unserer lieben Oma Christa. Den Schweinepfeffer habe ich nach dem studieren diverser Pfälzer Rezepte selbst zusammengebraut. Kurzzeitig hatte ich allerdings überlegt, süße Dampfnudeln mit Vanillesoße zu machen und diese vor dem Ausbacken in der Pfanne mit Kirschen zu füllen…aaaaber nachdem man mir mehrfach versichert hat, dass man dafür garantiert in die Hölle kommt, habe ich mich lieber umentschieden. 😇

Dampfnudeln

Zutaten für 6 Stück:

250 g Mehl

2 Esslöffel Zucker

1 Prise Salz

15 g frische Hefe

1 Esslöffel geschmolzene Butter

1/8 Liter warme Milch

1 Ei

Zubereitung:

Die Hefe in eine Tasse geben und mit einem Esslöffel Zucker grob verrühren. So lange stehen lassen, bis die Hefe sich verflüssigt hat. Mehl, restlichen Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Milch, Hefe, Butter und das Ei hinzufügen und alle Zutaten zu einem glatten Hefeteig verarbeiten. Die Schüssel mit Folie abdecken und den Teig an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat.

Mit einem bemehlten Löffel runde Küchlein vom Teig abstechen und auf ein mit Mehl bestäubtes Brett legen. Die Teiglinge nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen.

Zum Aufziehen:

2 Esslöffel Öl

1/2 Tasse Wasser

2 Prisen Salz

In einer gut schließendenPfanne mit Deckel Öl, wasser und Salz zum Kochen bringen. Die aufgegangenen Teiglinge dicht nebeneinander in die Pfanne setzen und die Dampfnudeln für 15 minuten bei gut geschlossenem Deckel aufziehen. Sobald man die gebackene Kruste riecht, behutsam den Deckel anheben (so dass kein Kondenswasser auf die Dampfnudeln tropft) und die fertigen Dampfnudeln aus der Pfanne heben. Sie sollten schön aufgegangen, oben fluffig und an der Unterseite goldbraun und knusprig sein.

Schweinepfeffer

Zutaten:

1 kg Schweinegulasch

1 Esslöffel Schmalz (ich habe Gänseschmalz genommen)

1 große Gemüsezwiebel, gewürfelt

2 Knoblauchzehen,fein gehackt

2 große Karotten, in Rädchen geschnitten

1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten

4 Stangen Staudensellerie in Scheiben geschnitten

Salz

Pfeffer

2 Teelöffel Kümmel, gemahlen

2 Teelöffel Majoran, gerebbelt

1 Messerspitze Nelken, gemahlen

1 Messerspitze Piment, gemahlen

2 Lorbeerblätter

1 rote Chili, rundherum mit einem Messer angestochen

etwas Zitronenschale

zum Schluss 25 g dunkle Schokolade

Zubereitung:

Das Fleisch in dem Schmalz kräftig anbraten. Salzen und Pfeffern. Das Gemüse nach und nach hinzugeben und etwas mit anbraten. Die Gewürze hinzugeben und alles mit 500 ml Wasser ablöschen. Entweder im Backofen mit geschlossenem Deckel bei 200°C zwei Stunden garen oder bei niedriger Temperatur auf dem Herd. Eventuell ab und zu etwas Wasser nachgießen, wenn zuviel verkocht ist. Ich hatte mein Schweinepfeffer für 8 Stunden im Slowcooker. Das hat auch sehr gut geklappt. In manche Rezepte kommt Schweineblut zum Andicken. Das brauche ich nun nicht, dafür habe ich ganz zum Schluss fünf Stückchen dunkle Schokolade dazu gegeben.

E guude! 😘

Graupensuppe

Der erste Schnee ist da und die Welt da draußen sieht aus, wie mit einer ordentlichen Schicht Puderzucker bestäubt. Wohl dem, der jetzt einen heißen, frisch gekochten Eintopf auf dem Herd hat. Für dieses perfekte Suppengefühl sorgt bei mir heute eine verheißungsvoll duftende aus dem Tellerchen dampfende Graupensuppe.

Für alle, die sich jetzt fragen: „Graupen? Was ist das denn?“ Bei Graupen handelt es sich um Getreide. Sie werden aus Gerste hergestellt. Man unterscheidet zwischen Rollgerste und den etwas feineren Perlgraupen. Früher ein Armeleute-Essen und als „Kälberzähne“ verunglimpft, so werden sie heute wieder immer beliebter. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil sie in der Küche so vielseitig einsetzbar sind. Eignen sich doch prima als Beilage, aber auch für Salate und wie bei mir heute, neben Suppengrün und Rindfleisch in einem sehr traditionellen Eintopf. Wiki weiß noch mehr, falls es jemand genauer wissen möchte.

Graupensuppe

Zutaten:

1 Beinscheibe

1 Stück Suppenfleisch

2 Liter Wasser

Salz

1 Stange Lauch, kleingeschnitten

3-4 Karotten, geschält und in Rädchen geschnitten

½ Knollensellerie, geschält und gewürfelt

5 mittelgroße Kartoffeln, geschält und gewürfelt

150 g Perlgraupen

4 Wiener Würstchen

1 Bund frische Petersilie

etwas gekörnte Brühe nach Geschmack

Zubereitung:

Das Fleisch im kalten Wasser aufsetzen und sobald das Wasser kocht, die Temperatur herunterregeln, so dass die Brühe nur noch siedet. Den beim Aufkochen entstandenen Schaum kann man abschöpfen, muss man bei diesem Eintopf aber nicht zwingend, da die Brühe sowieso durch die Zugabe der Graupen nicht klar bleibt. Das Fleisch ca. 2 Stunden garen. In der Zwischenzeit das Gemüse vorbereiten. Wenn das Fleisch weichgekocht ist, kann es aus der Brühe geholt und kleingeschnitten werden. Anschließend Fleisch, Gemüse und Graupen in die Suppe geben und alles nochmals eine halbe Stunde köcheln lassen. Zum Schluss die kleingeschnittenen Würstchen und die gehackte frische Petersilie unterrühren und alles etwa 15 Minuten ziehen lassen.

Ja, es dauert etwas, bis das Süppchen fertig ist. Aber ich sag’s Euch, der Eintopf ist unglaublich lecker und ist genau das Richtige, wenn man im Winter durchgefroren nach Hause kommt. Hinzu kommt, dass er aufgewärmt am nächsten Tag fast noch besser schmeckt und da hat man sich dann das Kochen gespart und kann gleich essen.

Guten Appetit❣️

Snickers Pralinen

Schon oft habe ich von „gesunden“ Pralinen gehört, die komplett ohne Industriezucker auskommen, ausschließlich natürliche Zutaten wie Trockenfrüchte, Nüsse und Saaten enthalten und dann auch noch so schmecken sollen, wie ein echtes Snickers. Klingt märchenhaft? Ja, das dachte ich auch. Zu schön um wahr zu sein. Aber neugierig wie ich bin, konnte ich es natürlich nicht lassen, das selbst einmal zu versuchen. Was sollte schon schief gehen? Frei nach dem Motto: Wenn die Dinger nicht schmecken, werden sie verschenkt! 🤣 Und wenn doch? Dann auch…zumindest ein paar…Wenige. ☺️

Ja, und was soll ich sagen? Sie sind unglaublich lecker geworden und verdienen auf jeden Fall den Namen „Snickers Praline“. Selbst die Konsistenz erinnert an den bekannten Erdnussriegel. Ich finde, sie sind perfekt! Eigentlich sogar besser, als das Original, da die Zutatenliste sehr überschaubar ist und wirklich nur aus echten, puren Lebensmitteln besteht. Probiert’s einfach aus. Wer Snickers mag, wird die Dinger lieben!

Snickerspraline

Zutaten:

300 g Erdnüsse, geröstet & ungesalzen (ich habe das Salz kurz abgespült, da ich keine ungesalzenen bekommen habe)

300 g getrocknete Datteln entsteint

1 Prise Salz

1 Esslöffel Vanillepaste

2 Esslöffel Backkakao

2 Esslöffel Dattelsirup

1 Esslöffel Erdnussmus

eventuell etwas Wasser

Ausserdem:

200 g Kuvertüre, zartbitter

2 Handvoll Erdnüsse, grob gehackt (hier habe ich das Salz dran gelassen, passt gut zu der dunklen Schokolade)

Zubereitung:

Erdnüsse, Datteln, Salz, Vanillepaste, Backkakao, Dattelsirup und Erdnussmus in einen Mixer geben und alles gut zerkleinern. Eventuell noch ein, zwei Esslöffel Wasser dazu geben. Es sollte eine zähe Masse entstehen. Die Masse portionsweise jeweils zu einer Rolle von ca. 2 cm Durchmesser rollen. Die Rolle in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und daraus jeweils eine Kugel rollen. Die Datttel-Erdnussbällchen für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Wenn sie gut durchgekühlt sind, trocknet später die Kuvertüre besser an.

Die 2 Handvoll gehackten Erdnüsse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Bällchen mit der Schokolade überziehen. Kurz abtropfen lassen und auf die gehackten Erdnüsse legen, zum Trocknen. Sobald die Kuvertüre fest geworden ist, kann (fast) reuelos genascht werden. Ich bin gespannt, was ihr sagt. 😃 Lasst mir gerne einen Kommentar da.

Habt einen süßen Sonntag!

Wirsingeintopf

Der Herbst hat längst Einzug gehalten, auch wenn er zur Zeit immer noch recht spätsommerlich daher kommt. Morgens, wenn mein Wecker klingelt, und abends ab 19 Uhr ist es dunkel und tatsächlich auch zuweilen recht frisch. Ich finde, da kann man schon mal so einen leichten wärmenden Gemüseeintopf vertragen.

Wirsingeintopf

Zutaten:

2-3 Esslöffel Sonnenblumenöl

1 Stange Porree, in Ringe geschnitten

1/2 Knollensellerie, geschält und gewürfelt

5 mittelgroße Karotten, geschält und in Rädchen geschnitten

5 Kartoffeln, geschält und gewürfelt

1 Kopf Wirsing, vom Strunk befreit und in mundgerechte Streifen geschnitten

1 Knoblauchzehe, geschält

1 Teelöffel Kurkuma

1 Teelöffel Fenchelsaat

1 Messerspitze Chilipulver

1 Liter Gemüsebrühe

1 Teelöffel Agavendicksaft

Salz und Pfeffer

etwas frische Petersilie

400 g frische Bratwurst

etwas Öl zum Anbraten

etwas Fenchelsaat (optional)

Zubereitung:

Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Lauch und Karotten darin anschwitzen. Kurkuma und Fenschelsaat hinzufügen und die Knoblauchzehe dazupressen. Kartoffeln und Wirsing dazugeben und alles nochmal kurz anbraten. Das Gemüse mit der Brühe ablöschen und den Eintopf etwa 20 Minuten kochen lassen. In der Zwischenzeit das Mett aus den Bratwürstchen drücken und zu Bällchen formen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Fleischbällchen darin knusprig anbraten. Ich gebe hier auch immer noch ein paar Fenchelsamen mit in die Pfanne, weil ich den Duft und Geschmack von Fenchelsaat so liebe. 🥰

Wenn das Gemüse gar ist, den Eintopf mit etwas Agavendicksaft, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer herzhaft abschmecken und mit den Fleischbällchen zusammen anrichten. Ein bisschen frische Petersilie oben drüberstreuen und fertig ist das Löffelglück.

Macht es euch gemütlich und lasst es euch gut gehen! 🍁