Sauerteigbrot wie früher

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Heute darf ich euch ein ganz besonderes Backbuch vorstellen:

Brot-Zeit

von Ilse Fischer (»Falstaff«-Redakteurin, Kultur-Netzwerkerin, Herausgeberin und Präsidentin des Slow Food Conviviums Salzburg)
und Alexandra Picker, (Präsidentin des Slow Food Conviviums Salzburg und hat sich mit ihrer Kommunikationsagentur Picker PR auf Food & Beverage spezialisiert).

Erschienen im Servus Verlag
168 Seiten / 170 mm x 235 mm
ISBN-13 9783710403453
erhältlich im Buchhandel für € 24.–

Brot und Brötchen backen wie früher, Baguettes oder eine Focaccia selber machen – in diesem Brotbackbuch findet Ihr viele Anregungen und Rezepte für ganz unterschiedliche Brotsorten. Dazu noch hausgemachte Aufstriche und fertig ist eine köstliche Jause! Die Salzburger Brauerei Stiegl hat die renommiertesten Koch- und Backprofis aus Österreich und Bayern eingeladen, mit uns in die vielfältige Brotwelt Europas einzutauchen. Herausgekommen ist ein Rezeptbuch, das neben Anleitungen für selbstgemachte Brote und Aufstriche auch allerlei Wissenswertes rund um die Kunst des Brotbackens enthält. Wer darin blättert, kann den frisch gebackenen Laib aus dem Ofen quasi schon riechen!

Ich habe mich gleich am Montag für das Fenchel-Roggenbrot nach einem Rezept von Claudio Del Principe entschieden und hierfür sogar meinen eigenen Sauerteig aus Roggenmehl und Wasser selbst hergestellt. Das ganze Experiment hat in etwa eine Woche gedauert, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

50 g Roggenmehl und 70 ml warmes Wasser am 1. Tag
Mein Sauerteig „Gärhard“ am 4. Tag
Und so geht’s…

Sauerteigbrot backen, ohne die Zugabe von Hefe ist nichts für Eilige. Man muss sich wirklich Zeit nehmen. Meistens sogar mehr, als im Rezept steht. So ein Sauerteig ist etwas lebendiges und je nach dem, wie die Bedingungen um ihn herum sind, warm oder kalt z.B. kann es mit der Gärung schon mal länger dauern. Das gleiche gilt für den späteren Brotteig. Auch der muss auf jeden Fall so lange gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat, auch wenn im Rezept etwas anderes steht. Sollte das Brot dann aber gelingen, so wie bei mir jetzt, dann ist die Freude über solch ein tolles Backwerk ohne jegliche Zusätze wirklich riesig! 🥰

Fenchel-Roggenbrot mit Lachs

Dieses Schnittchen ist großzügig mit Zitronenfrischkäse, mariniertem frischen Fenchel, Räucherlachs und pochiertem Ei belegt.

Zitronenfrischkäse

Zutaten:

1/2 Päckchen Frischkäse

abgeriebene Schale einer 1/2 Zitrone

etwas Zitronensaft

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Alle Zutaten gleichmäßig miteinander verrühren.

Marinierter Fenchel

Zutaten:

1 Fenchelknolle, geviertelt und vom Strunk befreit

1 Esslöffel grober Senf

1 Teelöffel Honig

etwas Zitronensaft

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Die Fenchelknolle feinhobeln, mit den restlichen Zutaten gut vermischen und etwa 15 Minuten durchziehen lassen.

Wie man ein pochiertes Ei macht, kannst du hier nachlesen.

Jetzt müsst ihr eure Schnitte nur noch aus den oben genannten Komponenten zusammenbauen.

Gemüsepuffer

Eigentlich hatte ich heute vor, einfach mal einen blogfreien, faulen Sonntag zu zelebrieren, aber dann hatte ich doch ganz doll Lust etwas Schönes zu kochen und für euch zu fotografieren. Dummerweise habe ich mir gestern schon einen faulen Samstag gegönnt 🤣 das heißt ich war nicht einkaufen. Somit gab es für heute überhaupt keinen Plan, was es zu essen geben sollte. Nach einem hoffnungsvollen Blick in den Kühlschrank war schnell klar, außer Gemüseresten und Eiern ist nichts da.

Aber auch daraus lässt sich etwas Schickes zaubern, wie ihr sehen könnt! Nämlich ein giraffenhoher Gemüseturm zum Beispiel… 😃

Gemüsepuffer

Zutaten:

verschiedene frische, geputzte Gemüse (was halt grad so da ist)
bei mir war das heute:

1 große Kartoffel, geschält

3 Karotten, geschält

3 Stangen Staudensellerie

1/8 Weißkohl

1 Stück frischer Ingwer, gewaschen

1 Zwiebel, geschält

1/2 rote Chilischote, von den Kernen befreit

Ausserdem:

2 Eier

3-4 Esslöffel zarte Haferflocken

Salz

Pfeffer

Kokosöl zum Braten

Zubereitung:

Weißkohl und Staudensellerie (am besten mit einer Küchenmaschine) fein hobeln und in eine große Schüssel geben. Fein gewürfelte Chili, und das restliche fein geraspelte Gemüse dazu geben und alles gleichmäßig vermengen. Die Masse salzen, pfeffern und Eier und Haferflocken untermengen. Alles etwa 10 Minuten durchziehen lassen.

Das Kokosöl in einer großen Pfanne erhitzen und mit einem Esslöffel die Gemüsemischung portionsweise darin verteilen. Die Puffer etwas flachdrücken und von beiden Seiten knusprig anbraten.

Aus etwas Joghurt, Kräutern, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Zitronenschale/-saft und ein paar Spritzern Worchestersauce habe ich dann noch einen schnellen Dip zusammengemixt.

Guten Appetit und eine schöne Woche!

Poffertjes

In Deutschland gibt es Pfannkuchen, wenn es mal schnell gehen muss. Bei unseren niederländischen Nachbarn ist das Gegenteil der Fall. Poffertjes kann es nur geben, wenn man richtig viel Zeit hat. Zuerst braucht der Hefeteig seine Zeit, um gut aufzugehen und dann ist man mit der Braterei auch noch eine ganze Weile beschäftigt. Im besten Fall versammeln sich alle Esser während des Bratens schon um den Küchentisch und man verteilt das frische Gebäck nach und nach auf die Teller der hungrigen Mäuler. Einfach Puderzucker oben drüber streuen und noch warm genießen. So schmecken sie am besten. Wer mag, kann natürlich auch noch ein paar Beeren, klein geschnittene Banane und Schoko-Nusscreme dazu reichen 🥰.

Poffertjes

Zutaten:

250 Mehl

1 Päckchen Trockenhefe

2 Esslöffel Zucker

250 ml warme Milch

etwas abgriebene Zitronenschale

4 Eigelb

4 Eiweiß

1 Prise Salz

Pflanzenöl oder Butterschmalz zum Fetten der Poffertjespfanne

Zubereitung:

Mehl, Trockenhefe und Zucker in eine große Schüssel geben und miteinander vermischen. Die warme Milch, die Zitronenschale und die Eigelbe hinzufügen und alles zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. Mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis die Masse sich etwa verdoppelt hat.

Die Eiweiße mit der Prise Salz zu Eischnee aufschlagen und unter den aufgegangenen Teig heben.

Eine Poffertjespfanne einfetten und erhitzen. Mit einem Teelöffel jeweils eine kleine Portion Teig in die Mulden verteilen und die Poffetjes von beiden Seiten goldbraun anbraten. Das nimmt, wie oben erwähnt, etwas Zeit in Anspruch. Ich hatte das Gefühl, nach jeder Pfanne hat sich der Teig durch die Hefe nochmals gehörig vermehrt 😅.

Aber ich finde, für diese besonders fluffigen kleinen Dinger lohnt sich der Aufwand ab und zu.

Wer keine Poffertjespfanne hat, der kann die kleinen Pfannkuchen auch in einer normalen Pfanne braten. Sie sind dann genauso lecker, haben nur nicht diese charakteristische Form.

Lasst sie Euch schmecken❣️

Toast Hawaii

Wir leben in einer schwierigen Zeit. Manchmal wünschte ich, ich wachte morgens auf und es ist 1980. Natürlich hätte ich schulfrei und ein unbeschwerter Tag voller Unbekümmertheit erwartete mich. Selbstverständlich weiß ich, dass auch die 80er Jahre ihre Krisen und Kriege hatten, aber ich habe sie nicht so wahrgenommen wie heute. Meine kleine Welt war in Ordnung, nicht jede negative Schlagzeile erreichte mich.

Um mich ein wenig in die Zeit meiner Jugend zu schummeln habe ich mir in den vergangenen Wochen die Familienserie „Diese Drombuschs“ angeschaut. Vielleicht erinnert sich noch jemand? Ja, und was zaubert die Vera eines schönen Tages für Sigi, die Kinder und Onkel Ludwig zum Abendessen? Toast Hawaii! Ich hatte völig vergessen, dass diese kulinarische Erungenschaft, erfunden von Clemens Wilmenrod Mitte der 50er Jahre, damals so manchen gemütlichen Samstagabend einläutete. Man kam aus der Badewanne und es roch im ganzen Haus nach gebackenem Käse. Ich muss allerdings sagen, dass ich die Hawaii-Variante als Kind überhaupt nicht mochte. Aber ich bekam ausnahmsweise eine „Extrawurst“ 😂 Irgendwas mit Tomate und Käse…danke Mama! 🌸

Inspiriert von Vera Drombusch dachte ich mir also, das muss jetzt sein! Ein echtes Toast Hawaii, mit Cheddar Cheese und Belegkirsche. Ja, und hier kommt auch schon mein Rezept zum Wegträumen.

Toast Hawaii

Zutaten:

Vollkorntoastscheiben

etwas Butter zum Bestreichen

gekochter Schinken in Scheiben

1 Ananas, geschält und in Scheiben geschnitten

Cheddar Cheese in Scheiben

Belegkirschen (viele bitte 😁)

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Toastbrote toasten, auf das Backblech legen und mit Butter bestreichen. Jedes Toast mit einer Scheibe Kochschinken belegen. Aus der Ananas in der Mitte den Strunk entfernen. Ich mache das immer mit einem kleinen Plätzchenausstecher. Jeweils eine Ananasscheibe auf dem Schinken platzieren und alles mit einer Scheibe Cheddar Cheese bedecken. Die Brote in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 10-15 Minuten überbacken.

Anschließend jedes Toast Hawaii mit (mindestens) einer Cocktailkirsche garnieren und sofort servieren.

Ich stehe ja total auf diese Cocktailkirschen… ich möchte bitte auf jedem Bissen eine Kirsche! ☺️

Natürlich ist mir bewusst, dass wir vor der Realität nicht die Augen verschließen können und das möchte ich auch gar nicht. Aber jede kleine Auszeit lässt uns Kraft schöpfen und darum ist es wichtig sich selbst und andern Gutes zu tun. Und sei es mit einer wärmenden Mahlzeit voller schöner Erinnerungen an vergangene Tage…

…und ganz vielen Cocktailkirschen! Seid lieb zueinander! 🥰

Gedeckter Apfelkuchen

Dreimal dürft ihr raten, was zur Zeit mein Lieblingsobst ist. Genau! Der Apfel. Getreu dem Motto: „An apple a day keeps the doctor away,“ gibt es hier und heute nochmals ein kleines, feines Apfelrezept.

Wahrscheinlich sind die Früchte im Kuchen nicht mehr ganz so gesundheitsfördernd, wie frisch vom Baum, aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe auch nach dem Backen erhalten bleibt. Äpfel sind nämlich wahre Vitamin-C-Bomben. Ein großer Apfel deckt in etwa ein Drittel unseres Vitamin-C Tagesbadarfs. Zudem lassen sich neben Vitamin A, B1 & B2 sowie Folsäure auch noch zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor darin finden.

Durch seinen hohen Pektingehalt bindet der Apfel Schadstoffe im Körper, die dann besser ausgeschwemmt werden können und er kann zu einer Senkung des Cholesterinspiegels beitragen.

Eine ordentliche Portion von Flavanoiden und Carotinoide im Fruchtfleisch sorgen für eine antioxidative Wirkung, helfen somit uns knackig und gesund zu halten 😉. Und wer regelmäßig Äpfel isst, leidet nachweislich seltener an Atemwegsinfekten.

Also hoch mit dem Apfelkonsum! Wenn das süßsaure Kernobst dann auch noch aus der Region stammt – umso besser!

Gedeckter Apfelkuchen

Zutaten für eine 18er Springform:

Für den Teig:

200 g Mehl

50 g Zucker

1 gute Prise Salz

125 g kalte Butter, in Stücke geschnitten

1 Ei

Für die Füllung:

4 Äpfel, geschält und in kleine Stücke geschnitten

2 Esslöffel Zucker

1 Zitrone, abgeriebene Schale und Saft

Zimt nach Geschmack

1 Handvoll Rumrosinen (optional)

Für den Zuckerguss:

125 g Puderzucker

etwas Zitronensaft oder Milch

Zubereitung:

Mehl, Zucker, Salz, Butter und das Ei zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig abgedeckt für eine halbe Stunde kalt stellen. In der Zwischenzeit die Apfelstückchen mit Zitronensaft und -schale, Zucker und Zimt in einen Topf geben, alles einmal aufkochen und ca. fünf Minuten köcheln lassen. Wer mag kann zum Schluss noch die Rosinen hinzufügen. Den Topf vom Herd nehmen und das Apfelmus etwas abkühlen lassen. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und eine kleine Springform (Durchmesser 18 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Zwei Drittel vom Teig zu einer Kugel formen und rund ausrollen, so dass Boden und Rand der Form gut und gleichmäßig damit bedeckt werden können. Die Form mit der Teigplatte auskleiden und den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Die abgekühlte Füllung darauf verteilen. Den restlichen Teig so groß ausrollen, dass er die Apfelmasse gut bedeckt und ebenfalls mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit die Luft beim Backen entweichen kann und sich der Deckel später nicht wölbt. Teigdeckel und Rand etwas zusammendrücken, damit sich die beiden Teigstücke miteinander verbinden. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen 40-45 Minuten goldbraun backen.

Den Puderzucker mit etwas Zitronensaft oder Milch zu einem dickflüssigen Zuckerguss verrühren und den vollständig abgekühlten Apfelkuchen damit bestreichen.

Lasst euch den Kuchen schmecken und bleibt gesund. 🍏🍎🍏

Elkes Apfelküchlein

Dieses Rezept habe ich irgendwann in den 90er Jahren mal von meiner lieben Freundin Elke bekommen und ich backe es immer noch oft und gern. Das Tolle an diesen Küchlein ist, dass man eigentlich immer alle Zutaten dafür im Haus hat. Äpfel sind immer da, bei mir zumindest und der Rest sowieso. Hinzu kommt, dass sie so einfach wie lecker und ganz schnell zubereitet sind.

Elkes Apfelküchlein

Zutaten:

4 Äpfel, geschält und gewürfelt

½ Zitrone, abgeriebene Schale und Saft

250 g Butter

150 g Zucker

1 Prise Salz

2 Teelöffel Vanillezucker

etwas Zimt

4 Eier

400 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Apfelstückchen mit dem Zitronensaft mischen. Butter und Zucker schaumig rühren. Salz, Vanillezucker und Zimt hinzufügen und nach und nach die Eier unterrühren. Mehl und Backpulver dazu sieben und den Teig gut vermengen. Mit einem Esslöffel (oder Eisportionierer) Teighäufchen mit ausreichend Abstand auf das Backblech verteilen. Die kleinen Kuchen laufen beim Backen etwas auseinander. Das Blech in den Ofen schieben und die Apfelküchlein 25-30 Minuten goldbraun backen. Anschließend etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren. Dazu schmeckt Schlagsahne oder wenn sie noch leicht warm sind, eine Kugel Vanille- oder Walnusseis.

Süßen Sonntag euch allen ☀️

Gefüllter Butternut-Kürbis

Habe ich euch schon einmal gesagt, dass der Herbst meine absolute Lieblingsjahreszeit ist? Mir gefällt das diffuse Licht, die vielen strahlenden Farben von Gelb über Orange bis hin zum leuchtenden Rot und der Geruch nach Laub und feuchter Erde. Außerdem mag ich Pilze, liebe Kohl, jegliches Wurzelwerk und natürlich Kürbisse.

Früher eher weniger beliebt ist die Riesenbeere heute, auch dank Halloween, wieder richtig in Mode gekommen. Ob als Suppe, Ofengemüse oder als Rohkost im bunten Herbstsalat – am Kürbis kommt zurzeit niemand vorbei. Großartig ist auch, dass dieses Gemüse kühl und trocken gelagert monatelang haltbar ist. Meistens können essbare Kürbisse, die eine Zeit lang zu Dekozwecken genutzt wurden, später noch aufgegessen werden.

Gefüllter Butternut-Kürbis

Zutaten:

1 Butternut- Kürbis

2 Esslöffel Olivenöl

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

400 g Hackfleisch nach Wahl

1 rote Zwiebel, klein gewürfelt

5 getrocknete Aprikosen, klein gewürfelt

2 Stangen Staudensellerie, in feine Scheiben geschnitten

½ Teelöffel Koriander, gemahlen

½ Teelöffel Kreuzkümmel, gemahlen

1 Messerspitze Chili

1 Messerspitze Zimt

Salz, Pfeffer

1 Ziegenrolle, in Scheiben geschnitten

1-2 Esslöffel Kürbiskernöl

Zubereitung:

Den Butternut-Kürbis der Länge nach halbieren und mit einem Löffel die Kerne herauslösen. Die Kerne grob vom Fruchtfleisch befreien und beides, Kürbiskerne und Fruchtfleischreste auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Kürbishälften auf der Schnittfläche kreuzweise einschneiden und mit auf das Backblech legen.

Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den fein geschnittenen Knoblauch mit dem Olivenöl mischen und die Kürbishälften auf der eingeschnittenen Seite damit einpinseln und leicht salzen. In den Ofen schieben und 30 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Hierfür die restliche Knoblauch-Olivenölmischung in eine Pfanne geben und das Hackfleisch mit den Zwiebeln darin anbraten. Aprikosen, Sellerie und die Gewürze hinzufügen und alles kurz mit anbraten und etwas durchziehen lassen.

Nach 30 Minuten den Kürbis aus dem Ofen holen. Die Kürbiskerne vom Blech nehmen und beiseitestellen. Die Kürbishälften in der Mitte etwas aushöhlen und das vorgegarte Kürbisfleisch grob gehackt zur Hackfleischmischung geben. Die Füllung gut durchmischen und die beiden Kürbishälften großzügig damit füllen. Die Scheiben von der Ziegenrolle obendrauf verteilen und das Backblech nochmals etwa für 20-25 Minuten überbacken. Der Käse sollte schön goldbraun sein.

Vor dem Servieren die gerösteten Kürbiskerne mit etwas Kürbiskernöl mischen und als Topping über dem geschmolzenen Käse verteilen.

Ein Grund mehr den Herbst zu lieben…🧡

Snickers Pralinen

Schon oft habe ich von „gesunden“ Pralinen gehört, die komplett ohne Industriezucker auskommen, ausschließlich natürliche Zutaten wie Trockenfrüchte, Nüsse und Saaten enthalten und dann auch noch so schmecken sollen, wie ein echtes Snickers. Klingt märchenhaft? Ja, das dachte ich auch. Zu schön um wahr zu sein. Aber neugierig wie ich bin, konnte ich es natürlich nicht lassen, das selbst einmal zu versuchen. Was sollte schon schief gehen? Frei nach dem Motto: Wenn die Dinger nicht schmecken, werden sie verschenkt! 🤣 Und wenn doch? Dann auch…zumindest ein paar…Wenige. ☺️

Ja, und was soll ich sagen? Sie sind unglaublich lecker geworden und verdienen auf jeden Fall den Namen „Snickers Praline“. Selbst die Konsistenz erinnert an den bekannten Erdnussriegel. Ich finde, sie sind perfekt! Eigentlich sogar besser, als das Original, da die Zutatenliste sehr überschaubar ist und wirklich nur aus echten, puren Lebensmitteln besteht. Probiert’s einfach aus. Wer Snickers mag, wird die Dinger lieben!

Snickerspraline

Zutaten:

300 g Erdnüsse, geröstet & ungesalzen (ich habe das Salz kurz abgespült, da ich keine ungesalzenen bekommen habe)

300 g getrocknete Datteln entsteint

1 Prise Salz

1 Esslöffel Vanillepaste

2 Esslöffel Backkakao

2 Esslöffel Dattelsirup

1 Esslöffel Erdnussmus

eventuell etwas Wasser

Ausserdem:

200 g Kuvertüre, zartbitter

2 Handvoll Erdnüsse, grob gehackt (hier habe ich das Salz dran gelassen, passt gut zu der dunklen Schokolade)

Zubereitung:

Erdnüsse, Datteln, Salz, Vanillepaste, Backkakao, Dattelsirup und Erdnussmus in einen Mixer geben und alles gut zerkleinern. Eventuell noch ein, zwei Esslöffel Wasser dazu geben. Es sollte eine zähe Masse entstehen. Die Masse portionsweise jeweils zu einer Rolle von ca. 2 cm Durchmesser rollen. Die Rolle in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und daraus jeweils eine Kugel rollen. Die Datttel-Erdnussbällchen für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Wenn sie gut durchgekühlt sind, trocknet später die Kuvertüre besser an.

Die 2 Handvoll gehackten Erdnüsse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Bällchen mit der Schokolade überziehen. Kurz abtropfen lassen und auf die gehackten Erdnüsse legen, zum Trocknen. Sobald die Kuvertüre fest geworden ist, kann (fast) reuelos genascht werden. Ich bin gespannt, was ihr sagt. 😃 Lasst mir gerne einen Kommentar da.

Habt einen süßen Sonntag!

Wirsingeintopf

Der Herbst hat längst Einzug gehalten, auch wenn er zur Zeit immer noch recht spätsommerlich daher kommt. Morgens, wenn mein Wecker klingelt, und abends ab 19 Uhr ist es dunkel und tatsächlich auch zuweilen recht frisch. Ich finde, da kann man schon mal so einen leichten wärmenden Gemüseeintopf vertragen.

Wirsingeintopf

Zutaten:

2-3 Esslöffel Sonnenblumenöl

1 Stange Porree, in Ringe geschnitten

1/2 Knollensellerie, geschält und gewürfelt

5 mittelgroße Karotten, geschält und in Rädchen geschnitten

5 Kartoffeln, geschält und gewürfelt

1 Kopf Wirsing, vom Strunk befreit und in mundgerechte Streifen geschnitten

1 Knoblauchzehe, geschält

1 Teelöffel Kurkuma

1 Teelöffel Fenchelsaat

1 Messerspitze Chilipulver

1 Liter Gemüsebrühe

1 Teelöffel Agavendicksaft

Salz und Pfeffer

etwas frische Petersilie

400 g frische Bratwurst

etwas Öl zum Anbraten

etwas Fenchelsaat (optional)

Zubereitung:

Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Lauch und Karotten darin anschwitzen. Kurkuma und Fenschelsaat hinzufügen und die Knoblauchzehe dazupressen. Kartoffeln und Wirsing dazugeben und alles nochmal kurz anbraten. Das Gemüse mit der Brühe ablöschen und den Eintopf etwa 20 Minuten kochen lassen. In der Zwischenzeit das Mett aus den Bratwürstchen drücken und zu Bällchen formen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Fleischbällchen darin knusprig anbraten. Ich gebe hier auch immer noch ein paar Fenchelsamen mit in die Pfanne, weil ich den Duft und Geschmack von Fenchelsaat so liebe. 🥰

Wenn das Gemüse gar ist, den Eintopf mit etwas Agavendicksaft, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer herzhaft abschmecken und mit den Fleischbällchen zusammen anrichten. Ein bisschen frische Petersilie oben drüberstreuen und fertig ist das Löffelglück.

Macht es euch gemütlich und lasst es euch gut gehen! 🍁

Zwetschgen-Tiramisu Charlotte

Jaaa! 🥳 Schon wieder Geburtstag! Und diesmal auch noch rund! 10 Jahren ist es nun schon her, dass ich meinen Foodblog ins Leben gerufen habe. Was einst als kleines Projekt zum Üben von Foodfotografie und Foodstyling für berufliche Zwecke begann, hat sich über die Jahre zu einer umfangreichen Sammlung von nun fast 400 Rezepten entwickelt.

Meine Leidenschaft für gutes Essen und ästhetische Fotografie mit viel Liebe zum Detail ließen im Laufe der Jahre zahlreiche, bunt bebilderte Artikel entstehen. Beiträge aus der klassischen und modernen Küche, alte Familienrezepte, aber auch viele eigene neue Kreationen.

Dankeschön an alle, die mich bis hierhin unterstützend auf meinem Weg begleitet haben. Familie, Freunde und Kollegen, die immer brav alles probiert haben, was ich ihnen vorgesetzt habe (inklusive „Küchenunfälle“ – wir wollen ja nichts verkommen lassen!). Firmen, die mir für spannende, tolle Kooperationen ihr Vertrauen schenkten und lokale/nationale Medienvertreter der Presse, die anerkennend über mich berichtet haben. Lieben Dank und weiter so! 😉

Und jetzt wird gefeiert!

Kaffeekränzchen! Budenzauber! Selbstverständlich mit einer ganz besonderen Geburtstagstorte! Wenn ihr nach einem köstlichen Herbstdessert sucht, das eure Gäste verzücken soll, dann ist diese Tiramisu-Charlotte mit Zwetschgen genau das Richtige. Die Kombination aus klassischem italienischen Tiramisu und frischen saftigen Pflaumen, verpackt in einer Torte, ist einfach unwiderstehlich. Genießen wir fröhlich dieses Spätsommerfest!

Zwetschgen-Tiramisu Charlotte

Die Charlotte muss eine Nacht im Kühlschrank verbringen, also unbedingt einen Tag vorher zusammenbauen. 😉

Zutaten für eine 18 cm Springform:

350 – 400 g Löffelbisquits

350 ml Espresso oder starken Kaffee

50 ml Amaretto (optional, wenn Kinder mitessen einfach weglassen)

500 g Zwetschgenkompott (oder Pflaumenkompott)

2 Teelöffel Stärke

500 g Mascarpone

300 ml geschlagene Sahne

100 g Puderzucker

7 Blatt Gelatine

etwas Backkakao zum Bestäuben

Zubereitung:

Das Zwetschgenkompott in einen Topf schütten. Etwas Saft davon in eine Tasse geben und mit der Stärke glattrühren. Das Kompott aufkochen und mit der angerührten Stärke abbinden. Die Pflaumen vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Den Espresso mit dem Amaretto mischen und die Gelatine in Wasser einweichen. Mascarpone, Puderzucker und 5 Esslöffel Espresso-Amarettomischung miteinander verrühren. Die aufgeweichte Gelatine etwas ausdrücken und in einem Topf erwärmen, bis sie sich aufgelöst hat. Den Topf vom Herd nehmen und 2-3 Esslöffel von der geschagenen Sahne dazu geben, um die Temperatur etwas auszugleichen. Die Gelatine-Sahnemischung unter die restliche Schlagsahne heben und diese direkt anschließend unter die Mascarponecrème rühren.

Die Springform mit Backpapier auslegen. Ringsherum am Rand entlang Löffelbisquits senkrecht aufstellen. Für den Boden die Löffelbisquits kurz in die Espresso-Amarettomischung tauchen und den Boden schön dicht damit auslegen. Eventuelle Zwischenräume mit Kekskrümeln auffüllen. Etwas Zwetschgenkompott darauf verteilen, dann eine Schicht Mascarponecrème. Darauf kommt wieder eine Schicht getränkte Löffelbisquits, Pflaumenkompott, Mascarponecrème, Löffelbisquits und zum Schluss nochmals eine Schicht Mascarponecrème. Jetzt heißt es warten und sich auf morgen freuen, denn die Torte muss nun über Nacht in den Kühlschrank, damit sie schön durchziehen und fest werden kann.

Am nächsten Tag die Charlotte aus ihrer Form befreien, mit einer schönen Schleife versehen und mit Kakaopulver bestreuen. Und wer mag, kann natürlich je nach gegebenem Anlass das Juwel noch nach Herzenslust und Laune verzieren!

Das Rezept für mein Zwetschgenkompott möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten. Es lohnt sich immer, im Sommer einen kleinen Vorrat davon anzulegen.

Zwetschgenkompott

Zutaten für zwei 500 g-Schraubverschlussgläser:

800 g Zwetschgen, entsteint und geviertelt

4 Esslöffel braunen Zucker

etwas geriebene Tonkabohne

ein paar Pflaumenkerne und der Tonkabohnenrest, in ein Teeei oder einen Teefilter geben

1 Stück Zitronenschale

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Kochtopf geben und ca. eine Stunde stehen lassen. Immer mal wieder umrühren. Die Zwetschgen sollten etwas Saft abgeben. Anschließend alles einmal aufkochen und fünf Minuten köcheln lassen. Die Kerne, Tonkabohne und Zitronenschale wieder herausfischen, das Kompott noch heiß in die Gläser füllen und sofort veschließen.

Ich bin gespannt, was die Zukunft für „InKatiesKitchen“ bereithält und freue mich darauf, weiterhin viele neue Rezepte zu kreieren und euch mit meinen kulinarischen Abenteuern zu inspirieren. Habt einen feierlichen Sonntag! 🌸