Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Kräuterbutter Glücksklee

Zum Jahresabschluss habe ich Euch einen Glücksklee mitgebracht! 🍀

Eigentlich das gute alte Kräuterbutter-Baguette in der Form eines Glücksbringers. Zum Silvester-Raclette oder zum letzen Fondue des Jahres ein schönes Mitbringsel.

Kräuterbutter-Glücksklee

Zutaten für die Kräuterbutter:

250 g weiche Butter

50 g gehackte Petersilie (frisch oder TK)

50 g Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten (frisch oder TK)

50 g gehackten Dill (frisch oder TK)

etwas abgerieben Zitronenschale

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Alle Zutaten miteinander verrühren.

Zutaten für den Teig:

400 g Weizenmehl

1 Päckchen Trockenhefe

1 Esslöffel Zucker

1 Teelöffel Salz

4 Esslöffel Sonnenblumenöl

50 g gehackte Petersilie (frisch oder TK)

175 ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten zu einem glatten Hefeteig verarbeiten und den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat. Anschließend nochmals gut durchkneten und eventuell noch etwas Mehl einarbeiten, bis der Teig nicht mehr klebt. Aus einem kleinen Stück Teig für das Kleeblatt einen Stiel rollen. Den restlichen Teig in vier gleich große Stücke teilen und diese zu Kugeln formen. Aus jeder Teigkugel nun jeweils ein Herz formen. Hierfür die Teigkugel dünn ausrollen und mit Kräuterbutter bestreichen. Anschließend die Teigplatte aufrollen und diese Teigrolle in der Mitte falten, so dass die beiden Rollenhälften aufeinander liegen. Die offenen Enden spitz zusammendrehen. Von der gefalteten Seite her den Strang der Länge nach zu 3/4 einschneiden und die beiden so entstandenen Schlaufen nach außen drücken, so dass ein Herz entsteht. Oh je, versteht man das? 😅 Hätte ich doch bloß ein paar Schritt-für-Schritt Fotos gemacht…

Wenn alle vier Herzen fertig sind, werden sie in Form eines vierblättrigen Kleeblatts auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech zusammengelegt. Den Stiel irgendwo leicht gebogen unter eines der Herzen legen und das Kleeblatt nochmals, mit einem Küchentuch abgedeckt, eine halbe Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Glücksklee 30 Minuten bei 200°C goldbraun backen.

Nun bleibt mir für dieses Jahr nur noch Euch allen einen guten Rutsch zu wünschen! Kommt gut ins neue Jahr! Von mir an dieser Stelle eine extra Portion Glück für das kommende Jahr 2024❣️Bis nächstes Jahr… 👋

Sauerteigbrot wie früher

Diese Beitrag enthält Werbung.

Heute darf ich euch ein ganz besonderes Backbuch vorstellen:

Brot-Zeit

von Ilse Fischer (»Falstaff«-Redakteurin, Kultur-Netzwerkerin, Herausgeberin und Präsidentin des Slow Food Conviviums Salzburg)
und Alexandra Picker, (Präsidentin des Slow Food Conviviums Salzburg und hat sich mit ihrer Kommunikationsagentur Picker PR auf Food & Beverage spezialisiert).

Erschienen im Servus Verlag
168 Seiten / 170 mm x 235 mm
ISBN-13 9783710403453
erhältlich im Buchhandel für € 24.–

Brot und Brötchen backen wie früher, Baguettes oder eine Focaccia selber machen – in diesem Brotbackbuch findet Ihr viele Anregungen und Rezepte für ganz unterschiedliche Brotsorten. Dazu noch hausgemachte Aufstriche und fertig ist eine köstliche Jause! Die Salzburger Brauerei Stiegl hat die renommiertesten Koch- und Backprofis aus Österreich und Bayern eingeladen, mit uns in die vielfältige Brotwelt Europas einzutauchen. Herausgekommen ist ein Rezeptbuch, das neben Anleitungen für selbstgemachte Brote und Aufstriche auch allerlei Wissenswertes rund um die Kunst des Brotbackens enthält. Wer darin blättert, kann den frisch gebackenen Laib aus dem Ofen quasi schon riechen!

Ich habe mich gleich am Montag für das Fenchel-Roggenbrot nach einem Rezept von Claudio Del Principe entschieden und hierfür sogar meinen eigenen Sauerteig aus Roggenmehl und Wasser selbst hergestellt. Das ganze Experiment hat in etwa eine Woche gedauert, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

50 g Roggenmehl und 70 ml warmes Wasser am 1. Tag
Mein Sauerteig „Gärhard“ am 4. Tag
Und so geht’s…

Sauerteigbrot backen, ohne die Zugabe von Hefe ist nichts für Eilige. Man muss sich wirklich Zeit nehmen. Meistens sogar mehr, als im Rezept steht. So ein Sauerteig ist etwas lebendiges und je nach dem, wie die Bedingungen um ihn herum sind, warm oder kalt z.B. kann es mit der Gärung schon mal länger dauern. Das gleiche gilt für den späteren Brotteig. Auch der muss auf jeden Fall so lange gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat, auch wenn im Rezept etwas anderes steht. Sollte das Brot dann aber gelingen, so wie bei mir jetzt, dann ist die Freude über solch ein tolles Backwerk ohne jegliche Zusätze wirklich riesig! 🥰

Fenchel-Roggenbrot mit Lachs

Dieses Schnittchen ist großzügig mit Zitronenfrischkäse, mariniertem frischen Fenchel, Räucherlachs und pochiertem Ei belegt.

Zitronenfrischkäse

Zutaten:

1/2 Päckchen Frischkäse

abgeriebene Schale einer 1/2 Zitrone

etwas Zitronensaft

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Alle Zutaten gleichmäßig miteinander verrühren.

Marinierter Fenchel

Zutaten:

1 Fenchelknolle, geviertelt und vom Strunk befreit

1 Esslöffel grober Senf

1 Teelöffel Honig

etwas Zitronensaft

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Die Fenchelknolle feinhobeln, mit den restlichen Zutaten gut vermischen und etwa 15 Minuten durchziehen lassen.

Wie man ein pochiertes Ei macht, kannst du hier nachlesen.

Jetzt müsst ihr eure Schnitte nur noch aus den oben genannten Komponenten zusammenbauen.

Toast Hawaii

Wir leben in einer schwierigen Zeit. Manchmal wünschte ich, ich wachte morgens auf und es ist 1980. Natürlich hätte ich schulfrei und ein unbeschwerter Tag voller Unbekümmertheit erwartete mich. Selbstverständlich weiß ich, dass auch die 80er Jahre ihre Krisen und Kriege hatten, aber ich habe sie nicht so wahrgenommen wie heute. Meine kleine Welt war in Ordnung, nicht jede negative Schlagzeile erreichte mich.

Um mich ein wenig in die Zeit meiner Jugend zu schummeln habe ich mir in den vergangenen Wochen die Familienserie „Diese Drombuschs“ angeschaut. Vielleicht erinnert sich noch jemand? Ja, und was zaubert die Vera eines schönen Tages für Sigi, die Kinder und Onkel Ludwig zum Abendessen? Toast Hawaii! Ich hatte völig vergessen, dass diese kulinarische Erungenschaft, erfunden von Clemens Wilmenrod Mitte der 50er Jahre, damals so manchen gemütlichen Samstagabend einläutete. Man kam aus der Badewanne und es roch im ganzen Haus nach gebackenem Käse. Ich muss allerdings sagen, dass ich die Hawaii-Variante als Kind überhaupt nicht mochte. Aber ich bekam ausnahmsweise eine „Extrawurst“ 😂 Irgendwas mit Tomate und Käse…danke Mama! 🌸

Inspiriert von Vera Drombusch dachte ich mir also, das muss jetzt sein! Ein echtes Toast Hawaii, mit Cheddar Cheese und Belegkirsche. Ja, und hier kommt auch schon mein Rezept zum Wegträumen.

Toast Hawaii

Zutaten:

Vollkorntoastscheiben

etwas Butter zum Bestreichen

gekochter Schinken in Scheiben

1 Ananas, geschält und in Scheiben geschnitten

Cheddar Cheese in Scheiben

Belegkirschen (viele bitte 😁)

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Toastbrote toasten, auf das Backblech legen und mit Butter bestreichen. Jedes Toast mit einer Scheibe Kochschinken belegen. Aus der Ananas in der Mitte den Strunk entfernen. Ich mache das immer mit einem kleinen Plätzchenausstecher. Jeweils eine Ananasscheibe auf dem Schinken platzieren und alles mit einer Scheibe Cheddar Cheese bedecken. Die Brote in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 10-15 Minuten überbacken.

Anschließend jedes Toast Hawaii mit (mindestens) einer Cocktailkirsche garnieren und sofort servieren.

Ich stehe ja total auf diese Cocktailkirschen… ich möchte bitte auf jedem Bissen eine Kirsche! ☺️

Natürlich ist mir bewusst, dass wir vor der Realität nicht die Augen verschließen können und das möchte ich auch gar nicht. Aber jede kleine Auszeit lässt uns Kraft schöpfen und darum ist es wichtig sich selbst und andern Gutes zu tun. Und sei es mit einer wärmenden Mahlzeit voller schöner Erinnerungen an vergangene Tage…

…und ganz vielen Cocktailkirschen! Seid lieb zueinander! 🥰

Gedeckter Apfelkuchen

Dreimal dürft ihr raten, was zur Zeit mein Lieblingsobst ist. Genau! Der Apfel. Getreu dem Motto: „An apple a day keeps the doctor away,“ gibt es hier und heute nochmals ein kleines, feines Apfelrezept.

Wahrscheinlich sind die Früchte im Kuchen nicht mehr ganz so gesundheitsfördernd, wie frisch vom Baum, aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe auch nach dem Backen erhalten bleibt. Äpfel sind nämlich wahre Vitamin-C-Bomben. Ein großer Apfel deckt in etwa ein Drittel unseres Vitamin-C Tagesbadarfs. Zudem lassen sich neben Vitamin A, B1 & B2 sowie Folsäure auch noch zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor darin finden.

Durch seinen hohen Pektingehalt bindet der Apfel Schadstoffe im Körper, die dann besser ausgeschwemmt werden können und er kann zu einer Senkung des Cholesterinspiegels beitragen.

Eine ordentliche Portion von Flavanoiden und Carotinoide im Fruchtfleisch sorgen für eine antioxidative Wirkung, helfen somit uns knackig und gesund zu halten 😉. Und wer regelmäßig Äpfel isst, leidet nachweislich seltener an Atemwegsinfekten.

Also hoch mit dem Apfelkonsum! Wenn das süßsaure Kernobst dann auch noch aus der Region stammt – umso besser!

Gedeckter Apfelkuchen

Zutaten für eine 18er Springform:

Für den Teig:

200 g Mehl

50 g Zucker

1 gute Prise Salz

125 g kalte Butter, in Stücke geschnitten

1 Ei

Für die Füllung:

4 Äpfel, geschält und in kleine Stücke geschnitten

2 Esslöffel Zucker

1 Zitrone, abgeriebene Schale und Saft

Zimt nach Geschmack

1 Handvoll Rumrosinen (optional)

Für den Zuckerguss:

125 g Puderzucker

etwas Zitronensaft oder Milch

Zubereitung:

Mehl, Zucker, Salz, Butter und das Ei zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Den Teig abgedeckt für eine halbe Stunde kalt stellen. In der Zwischenzeit die Apfelstückchen mit Zitronensaft und -schale, Zucker und Zimt in einen Topf geben, alles einmal aufkochen und ca. fünf Minuten köcheln lassen. Wer mag kann zum Schluss noch die Rosinen hinzufügen. Den Topf vom Herd nehmen und das Apfelmus etwas abkühlen lassen. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und eine kleine Springform (Durchmesser 18 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten. Zwei Drittel vom Teig zu einer Kugel formen und rund ausrollen, so dass Boden und Rand der Form gut und gleichmäßig damit bedeckt werden können. Die Form mit der Teigplatte auskleiden und den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Die abgekühlte Füllung darauf verteilen. Den restlichen Teig so groß ausrollen, dass er die Apfelmasse gut bedeckt und ebenfalls mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit die Luft beim Backen entweichen kann und sich der Deckel später nicht wölbt. Teigdeckel und Rand etwas zusammendrücken, damit sich die beiden Teigstücke miteinander verbinden. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen 40-45 Minuten goldbraun backen.

Den Puderzucker mit etwas Zitronensaft oder Milch zu einem dickflüssigen Zuckerguss verrühren und den vollständig abgekühlten Apfelkuchen damit bestreichen.

Lasst euch den Kuchen schmecken und bleibt gesund. 🍏🍎🍏

Elkes Apfelküchlein

Dieses Rezept habe ich irgendwann in den 90er Jahren mal von meiner lieben Freundin Elke bekommen und ich backe es immer noch oft und gern. Das Tolle an diesen Küchlein ist, dass man eigentlich immer alle Zutaten dafür im Haus hat. Äpfel sind immer da, bei mir zumindest und der Rest sowieso. Hinzu kommt, dass sie so einfach wie lecker und ganz schnell zubereitet sind.

Elkes Apfelküchlein

Zutaten:

4 Äpfel, geschält und gewürfelt

½ Zitrone, abgeriebene Schale und Saft

250 g Butter

150 g Zucker

1 Prise Salz

2 Teelöffel Vanillezucker

etwas Zimt

4 Eier

400 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Apfelstückchen mit dem Zitronensaft mischen. Butter und Zucker schaumig rühren. Salz, Vanillezucker und Zimt hinzufügen und nach und nach die Eier unterrühren. Mehl und Backpulver dazu sieben und den Teig gut vermengen. Mit einem Esslöffel (oder Eisportionierer) Teighäufchen mit ausreichend Abstand auf das Backblech verteilen. Die kleinen Kuchen laufen beim Backen etwas auseinander. Das Blech in den Ofen schieben und die Apfelküchlein 25-30 Minuten goldbraun backen. Anschließend etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren. Dazu schmeckt Schlagsahne oder wenn sie noch leicht warm sind, eine Kugel Vanille- oder Walnusseis.

Süßen Sonntag euch allen ☀️

Gefüllter Butternut-Kürbis

Habe ich euch schon einmal gesagt, dass der Herbst meine absolute Lieblingsjahreszeit ist? Mir gefällt das diffuse Licht, die vielen strahlenden Farben von Gelb über Orange bis hin zum leuchtenden Rot und der Geruch nach Laub und feuchter Erde. Außerdem mag ich Pilze, liebe Kohl, jegliches Wurzelwerk und natürlich Kürbisse.

Früher eher weniger beliebt ist die Riesenbeere heute, auch dank Halloween, wieder richtig in Mode gekommen. Ob als Suppe, Ofengemüse oder als Rohkost im bunten Herbstsalat – am Kürbis kommt zurzeit niemand vorbei. Großartig ist auch, dass dieses Gemüse kühl und trocken gelagert monatelang haltbar ist. Meistens können essbare Kürbisse, die eine Zeit lang zu Dekozwecken genutzt wurden, später noch aufgegessen werden.

Gefüllter Butternut-Kürbis

Zutaten:

1 Butternut- Kürbis

2 Esslöffel Olivenöl

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

400 g Hackfleisch nach Wahl

1 rote Zwiebel, klein gewürfelt

5 getrocknete Aprikosen, klein gewürfelt

2 Stangen Staudensellerie, in feine Scheiben geschnitten

½ Teelöffel Koriander, gemahlen

½ Teelöffel Kreuzkümmel, gemahlen

1 Messerspitze Chili

1 Messerspitze Zimt

Salz, Pfeffer

1 Ziegenrolle, in Scheiben geschnitten

1-2 Esslöffel Kürbiskernöl

Zubereitung:

Den Butternut-Kürbis der Länge nach halbieren und mit einem Löffel die Kerne herauslösen. Die Kerne grob vom Fruchtfleisch befreien und beides, Kürbiskerne und Fruchtfleischreste auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Kürbishälften auf der Schnittfläche kreuzweise einschneiden und mit auf das Backblech legen.

Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den fein geschnittenen Knoblauch mit dem Olivenöl mischen und die Kürbishälften auf der eingeschnittenen Seite damit einpinseln und leicht salzen. In den Ofen schieben und 30 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Hierfür die restliche Knoblauch-Olivenölmischung in eine Pfanne geben und das Hackfleisch mit den Zwiebeln darin anbraten. Aprikosen, Sellerie und die Gewürze hinzufügen und alles kurz mit anbraten und etwas durchziehen lassen.

Nach 30 Minuten den Kürbis aus dem Ofen holen. Die Kürbiskerne vom Blech nehmen und beiseitestellen. Die Kürbishälften in der Mitte etwas aushöhlen und das vorgegarte Kürbisfleisch grob gehackt zur Hackfleischmischung geben. Die Füllung gut durchmischen und die beiden Kürbishälften großzügig damit füllen. Die Scheiben von der Ziegenrolle obendrauf verteilen und das Backblech nochmals etwa für 20-25 Minuten überbacken. Der Käse sollte schön goldbraun sein.

Vor dem Servieren die gerösteten Kürbiskerne mit etwas Kürbiskernöl mischen und als Topping über dem geschmolzenen Käse verteilen.

Ein Grund mehr den Herbst zu lieben…🧡

Kaktusfeigenkonfitüre

Zur Zeit werden sie überall angeboten. Bunte, süße und – aufgepasst! – äußerst stachelige Kaktusfeigen. Sie sehen ganz glatt und harmlos aus, haben aber sehr, sehr feine winzige Stacheln, die man kaum sieht, aber leider ordentlich spürt, wenn sie einmal in der Haut stecken. Also auf jeden Fall Handschuhe anziehen, bevor ihr sie aus der Verpackung befreit.

Und was dann machen mit ihnen? Entweder der Länge nach aufschneiden und auslöffeln, wie eine Kiwi oder einkochen, um länger etwas von den kleinen knalligen Exoten zu haben. Ich habe einfach eine Konfitüre daraus gekocht.

Kaktusfeigenkonfitüre

Zutaten:

2 kg Kaktusfeigen

1 Päckchen Gelierzucker 1:2

Saft von einer Zitrone

Zubereitung:

Zuerst: Handschuhe anziehen! Die Kaktusfeigen der Länge nach halbieren, mit einem Löffel das Fruchtfleisch herausholen und in eine Schüssel geben. Den Saft einer Zitrone hinzufügen und alles pürieren. Anschließend durch ein Sieb passieren, denn ohne Kerne ist die Konfitüre einfach feiner. Wer mag, kann die Kerne natürlich auch drin lassen, sie sind durchaus essbar. Ein Kilogramm Fruchtmasse abwiegen und in einem ausreichend großen Topf mit dem Gelierzucker verrühren. Die Masse aufkochen und unter Rühren solange sprudelnd kochen lassen, wie es auf der Anleitung eurer Gelierzuckerverpackung steht. Anschließend noch heiß in saubere Schraubverschlussgläser füllen.

Zum Probieren gab es bei mir ein selbstgebackenes Maistoastbrot dazu. Ich finde, Brot auf Maisbasis passt gut zur Kaktusfeige. Ein Hauch vom Ursprungsland Mexiko. Das Brotrezept teile ich natürlich auch sehr gene mit euch. 😊

Maistoastbrot

Zutaten für eine kleine Kastenform 11 x 20 cm:

etwas Butter zum Fetten der Form

300 g Dinkelmehl

200 g Maismehl

1 Päckchen Trockenhefe

1 Teelöffel Salz

2 Teelöffel Zucker

50 g zerlassene Butter

250 ml warme Milch

1 Ei

Zubereitung:

Die Kastenform gut mit Butter ausstreichen. Die Mehle mit Hefe, Salz und Zucker mischen. Butter, Milch und das Ei hinzufügen und alles gut miteinander verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Den Hefeteig nochmals gut durchkneten und in vier gleich große Stücke teilen. Die Teigstücke zu Kugeln formen und der Reihe nach in die Form legen. Nochmals 20 Minuten ruhen lassen. In der Zeit den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot 35 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Es sollte goldbraun aufgegangen sein und hohl klingen, wenn ihr dagegenkopft. Dann ist es fertig.

Viel Spaß beim Frühstücken und habt einen schönen Spätsommersonntag! 🌼

Mandelgalette mit Pflaumen und Äpfeln

Es ist kaum zu glauben, aber es ist schon wieder Pflaumenzeit. Die Wochen fliegen dahin und ich habe das Gefühl ich kann den Herbst schon riechen, obwohl erst Mitte August ist. Aber was soll’s, nehmen wir den Lauf der Zeit wie er ist und machen etwas aus dem, was wir haben…

Mandelgalette
mit Pflaumen und Äpfeln

Zutaten:

Für den Teig:

100 g Dinkelmehl

100 g Dinkelvollkornmehl

100 g Mandelmehl

2 Esslöffel brauner Zucker

1 Prise Salz

100 g kalte Butter, in Stücke geschnitten

ca. 50 ml Wasser

Für die Mandelcrème:

200 g gemahlene Mandeln

2 Eier

1 Esslöffel brauner Zucker

ein paar Tropfen Bittermandelaroma

Ausserdem:

200 g Pflaumen

3 kleine Äpfel

1 Spritzer Zitronensaft

2 Esslöffel brauner Zucker

1 Prise Zimt

1 Handvoll Mandelblättchen

Zubereitung:

Die Mehle mit Zucker und Salz mischen. Butter und Salz hinzufügen und alles schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Folie wickeln und für eine halbe Stunde kalt stellen. In der Zwischenzeit das Obst vorbereiten. Die Pflaumen entkernen und längs vierteln. Die Äpfel schälen, entkernen ud in Spalten schneiden. Die Apfelspalten mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für die Mandelcrème alle Zutaten gut miteinander verrühren. Den Teig auf einem mit Mehl bestäubten Backpapier zu einem Kreis mit etwa 45 cm Durchmesser ausrollen. Die Mandelcrème in der Mitte auf den Teig streichen und das vorbereitete Obst darauf verteilen. Ringsherum einen Rand von fünf Zentimetern frei lassen. Den Rand Richtung Mitte über das Obst schlagen und leicht andrücken. Zucker und Zimt mischen und über die Galette streuen. Zum Schluss ein paar Mandelblättchen drauf verteilen und das Backpapier mit dem Kuchen auf ein Backblech heben. Die Galette 40 Minuten backen.

Dazu schmeckt frisch geschlagene Sahne oder eine Kugel Vanilleeis. Beides geht auch. 😄

Genießen wir, was vom Sommer übrig ist! 🌻

Süßes Feigenbrot

Die Feigenschwemme einer lieben Kollegin ist auf mich übergeschwappt! 😅 Danke Nicole 💕. Nun habe ich in der vergangenen Woche schon Feigensenf und Vanillefeigen gemacht. Falls Euch die Rezepte interessieren, schreibt mir doch einfach einen Komentar, dann mache ich auf jeden Fall noch einen Beitrag über Feigen. Ja, und was gibt’s heute? Genau! Was mit Feigen natürlich! Sie müssen ja schließlich weg. 🤣

Süßes Feigenbrot

Zutaten:

Für den Teig:

500 g Dinkelmehl

1 Päckchen Trockenhefe

1/2 Teelöffel Salz

2 Esslöffel Zucker

300 ml Milch (oder eine pflanzliche Alternative)

1 Esslöffel Butter (oder Margarine)

Für die Füllung:

8 Feigen, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten

100 g Walnüsse

2 Esslöffel Honig oder Agavendicksaft

Schale und Saft einer Bioorange

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen

250 g Quark (oder eine pflanzliche Alternative)

etwas Butter zum Fetten der Form

1 Esslöffel Paniermehl zum Ausstreuen der Form

Hagelzucker zunm Bestreuen

Zubereitung:

Das Mehl mit Hefe, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und gut miteinander vermischen. Die Butter in einem Topf schmelzen, die Milch dazugießen und kurz mit erwärmen. Sobald die Flüssigkeit lauwarm ist, zur Mehlmischung geben und alles gut miteinander verkneten. Den Hefeteig abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Die vorbereiteten Feigen in eine Schüssel geben. Honig, abgeriebene Orangenschale, Orangensaft, Honig und Kardamom hinzufügen, gut miteinander vermengen und zur Seite stellen. Die Walnüsse kurz in einer trockenen Pfanne anrösten und grob hacken. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Kastenform einfetten und mit etwas Paniermehl ausstreuen. Wenn der Teig fertig aufgegangen ist wird er noch einmal, eventuell unter Zugabe von ein bisschen Mehl, kurz durchgeknetet und zu einem großen Rechteck ausgerollt. Den Quark gleichmäßig auf den Teig streichen. Die marinierten Feigenwürfel und die gerösteten Nüsse darauf verteilen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen. Anschließend die Teigrolle der Länge nach in der Mitte durchschneiden und die beiden Teigstränge miteinander verdrehen. Das Brot in die Kastenform heben und großzügig mit Hagelzucker bestreuen. Für 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200°C backen. Anschließend die Temperatur auf 180°C herunterregeln und das Brot 45 Minuten goldbraun fertigbacken. Es sollte hohl klingen, wenn mann auf die Kruste klopft. Dann ist es fertig.

Ich liebe dieses Brot noch lauwram mit etwas Butter und Honig, Ein Traum!

Mal sehen, was mir mit den restlichen süßen Früchtchen noch so einfällt…sind nämlich immer noch welche da. Habt ein süßes Wochenende!

Yacónsirup & -brownies

In der vergangenen Woche bin ich reich beschenkt worden. 🥰 Waldi Yacon hat mir ganz viele leckere Yacónwurzeln vorbeigebracht und meine liebe Schwiegermama kam mit einem Schüsselchen Japanischer Weinbeeren aus ihrem Garten! Was für ein Glück und so fein das alles. Lieben Dank Euch beiden! 💕 Ganz klar, dass ich Euch alle jetzt mit meinen Rezepten daran teilhaben lasse. Wer nun denkt: „Na toll! Yacónwurzeln? Japanische Weinbeeren? Wo soll ich die denn bitte hernehmen?“ – ich gebe immer auch eine passende Alternative an, so dass jeder mitbacken kann. Yacónwurzeln habe ich aber tatsächlich beim Einkaufen schon öfter gesehen, in der letzten Zeit. Einfach mal schauen, in gut sortierten Gemüseabteilungen. Vielleicht habt ihr ja Glück und bekommt welche.

Da man mit Yacónsirup gesünder süßen kann, als mit Raffinadezucker, wollte ich ihn immer schon mal probieren. Warum also nicht einfach mal selber Yacónsirup kochen, wenn man schon so viele davon da hat? Man benötigt für dieses Rezept allerdings einen Zentrifugalentsafter.

Yacónsirup

Zutaten:

2-3 kg Yacónwurzeln, gewaschen und geschält

Saft und dünn abgeschälte Schale einer Zitrone

2 Kardamomkapseln, zerstoßen

1/2 Vanilleschote

Zubereitung:

Die vorbereiteten Yacónwurzeln mit einem Zentrifugalentsafter entsaften. Den aufgefangenen Saft mit den übrigen Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und den Saft so lange kochen lassen, bis er sich mindestens um die Hälfte, besser noch um 3/4 reduziert hat. Das kann etwas dauern. Den so entstandenen Sirup noch heiß durch ein feines Sieb in Flaschen füllen. Ergibt etwa einen Liter Yacónsirup.

Die beim Entsaften übrig gebliebenen Wurzelreste, den sogenannten Trester sollte man auf keinen Fall wegwerfen. Er enthält noch jede Menge Vitamine und wertvolle Ballaststoffe. Ich habe ihn einfach in lecker, schokoladigen Brownies verbacken! Dadurch, dass die Wurzelrückstände auch noch von Natur aus süß sind, kommen meine Brownies fast ohne Zucker aus. Ach ja, und vegan sind sie auch noch, es kann also wirklich jeder mitnaschen!

Yacónbrownies

Zuaten:

600 g Yacóntrester oder noch sehr feste, geriebene Birnen

200 ml Pflanzenmilch

200 g Pflanzenjoghurt

150 ml neutrales Pflanzenöl

1 gute Prise Salz

100 g Backkakao, gesiebt

1 Teelöffel Kardamom, gemahlen

1 Messerspitze Zimt, gemahlen

100 g Zartbitter Schokolade, grob gehackt

300 g Dinkelmehl, gesiebt

2 Päckchen Backpulver

Braunen Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Backform (25 x 36 cm) mit Backpapier auskleiden.

Die Yacónwurzelreste (oder die greiebenen Birnen) in eine große Rührschüssel geben. Milch, Joghurt, Öl, Salz, Kakao und Kardamom hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Ich habe mein Handrührgerät dafür genommen. Die Schokostückchen unterheben und zum Schluss das Mehl mit dem Backpulver gemischt kurz unterarbeiten. Die Masse in der vorbereiteten Form verteilen und etwas glattstreichen. Etwas braunen Zucker darüberstreuen und den Kuchen 35 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.

Für das Topping:

300 g veganen Frischkäse und 300 g veganen Vanillepudding miteinander verrühren. Den vollständig abgekühlten Kuchen damit bestreichen und mit Obst Eurer Wahl verzieren. Bei mir sind das die Japanischen Weinbeeren und gefriergetrocknete, gehackte Himbeeren.

Jetzt nur noch alles in Stücke schneiden, alle zum Kaffee rufen und gemeinsam die Brownies genießen! Oben haben sie eine knusprige Kruste durch die karamellisierte Schicht vom braunen Zucker und innen sind sie mega saftig durch den Yacónwurzelrtrester bzw. die geriebenen Birnen. Vom kühlen, fruchtigen Topping will ich gar nicht erst anfangen… 😁

Lasst es Euch schmecken❣️