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Als Faschingsküchle verkleidete Berliner

Berliner

Keinen Karneval ohne Berliner! Schon immer wollte ich Berliner einmal selber backen. Leider hat das nicht so gut geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte – Berliner zeichnen sich aus durch ihre gleichmäßig runde Form, den lecker, lockeren Hefeteig und den einzigartigen hellen Streifen rund um ihren „Bauch“. Meine Berliner haben leider so gar nichts davon – sie sind ungleichmäßig, zu fest und der helle Streifen rundherum fehlt komplett. Aber es ist Marmelade drin! Ich habe eine leise Ahnung, dass ich eine wichtige Zutat einfach vergessen habe. Da sie trotz alledem gut schmecken habe ich mich entschlossen das Rezept doch noch online zu stellen. Vielleicht gelingt das Backwerk mutigen Nachahmern besser…

Beinahe Berliner – Berliner

500 g Mehl in eine Schüssel geben

200 ml Milch in einem Topf erwärmen

3 Esslöffel Zucker und

70 g Butter sowie

1 Päckchen Trockenhefe zur Milch geben.

Eine Prise Salz und die warme Milch zum Mehl geben und verkneten.

1 Teelöffel geriebene Zitronenschale und

5 Eigelb (…ja, und die habe ich vergessen!!!!) unter den Teig arbeiten und ihn zum Gehen an einen warmen Ort stellen.

Nachdem der Teig sich etwa verdoppelt hat wird er nochmals gut durchgeknetet und ca. 2 cm dick ausgerollt. Mit einem Glas nun die Berliner-Teiglinge ausstechen und nochmals eine halbe Stunde gehen lassen.

Berliner_Teiglinge

In der Zwischenzeit 2 Liter Öl zum Frittieren erhitzen. Wenn es heiß genug ist die Teiglinge im Öl von beiden Seiten ausbacken. Anschließend kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Marmelade füllen. Abschließend in Zucker wälzen oder mit Puderzucker bestäuben. HELAU!

Berliner_OelMarmelade

Den Anfang machen unsere Futsches

Futsches Kopie

Ein altes Familienrezept

Wenn ich darüber nachdenke in wie vielen Küchen ich schon einer Köchin, oder einem Koch über die Schulter geschaut habe, fällt mir als eine der ersten die Küche meiner lieben Oma Käte ein. In freudiger Erwartung saß ich zappelnd auf der Eckbank und wartete zum Beispiel auf diese kleinen köstlichen Dinger: FUTSCHES! Leider gab es sie nur maximal ein- bis zweimal im Jahr. Viel zu selten also. Im Optimalfall werden sie noch warm gegessen und vorher in reichlich Zucker gestippt. Und ja, sie schmecken so gut wie sie aussehen! 😊 Freudige Kindheitserinnerungen und süße Backwaren gehören doch irgendwie zusammen. Und weil geteilte Freude immer doppelte Freude bedeutet, hier für euch unser Futschesrezept:

Futsches

500 ml Milch

500 g Mehl

5 Eier, getrennt (Eiweiß zu Schnee geschlagen)

1 Päckchen Trockenhefe

1 gute Prise Salz

abgeriebene Zitronenschale

1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen

100 g Rosinen, in etwas Rum eingeweicht

2 Liter Pflanzenöl zum Frittieren

250 ml Milch und 250 g Mehl in einer Schüssel miteinander verrühren. In einem großen Topf die restliche Milch erwärmen und das zuvor verrührte Milch-Mehlgemisch dazugeben. Bei schwacher Hitze alles miteinander verrühren und nach und nach das restliche Mehl hinzufügen. Es entsteht eine zähe Masse. Vorsicht! Brennt leicht an! Nun den Topf vom Herd nehmen, Eigelbe, Rumrosinen, Gewürze und die Hefe unterrühren. Zum Schluss den Eischnee unterheben, so dass ein fluffiger Teig entsteht. Mit einem Küchenhandtuch abgedeckt ca. eine Stunde gehen lassen. Zum Ausbacken das Öl in einem hohen Topf erhitzen. Es hat die richtige Temperatur, wenn man einen Holzspieß hineinhält und sich aufsteigende Bläschen daran bilden. Wenn der Futschesteig sich in etwa verdoppelt hat, ist er fertig aufgegangen und kann weiter verarbeitet weden. Mit einem Teelöffel kleine Portionen abstechen und in das siedende Öl gleiten lassen.

Futsches_Oel Kopie

Nach ein paar Minuten frittieren werden die Futsches goldbraun an der Unterseite. Man stupst sie kurz an, damit sie sich umdrehen. Wenn sie rings herum eine schöne Farbe haben fischt man sie mit einer Schaumkelle heraus und lässt sie auf Küchenkrepp etwas abtropfen.

Futsches_Krepp_02

Am Besten schmecken unsere Futsches wenn man sie sofort isst. Sie lassen sich aber auch sehr gut einfrieren und nach dem Auftauen kurz im Backofen aufbacken.