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Krabbensuppe

Spätestens bei diesem Rezept aus Oma Kätes Kochbuch wird klar, Oma stammt aus dem hohen Norden. Genauer gesagt, aus Ramstedt, einem kleinen Dorf bei Husum. Hier werden die Nordseekrabben selbstverständlich direkt vom Kutter geholt und natürlich selber gepult. Die Schalen kommen mit Wasser bedeckt in einen Topf und werden ausgekocht. Nachdem sie noch etwas durchgezogen sind, bildet ihr Sud neben einer selbst gekochter Knochenbrühe die Basis für Omas Krabbensuppe.

Da wir in Süddeutschland allerdings froh sein können, wenn wir hier überhaupt frische Nordseekrabben bekommen und diese dann natürlich schon naschfertig gepult sind, nehmen wir entweder Krustentierfond aus dem Glas oder wir lassen ihn einfach weg. Ich habe statt dessen etwas mehr Krustentierpaste genommen, das geht auch. Kochen wir also zuerst die Knochenbrühe. Das kann man sehr gut schon am Vortag erledigen und sollte nach der Zubereitung der Krabbensuppe etwas davon übrig bleiben, eignet sie sich prima zur Weiterverwendung in einem deftigen Eintopf.

Für die Knochenbrühe:

6 Rinderknochen

1 Bund Suppengrün, klein geschnitten

2-3 Lorbeerblätter 

1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner 

1 Zwiebel, halbiert mit Schale

2 Teelöffel Salz 

2 Esslöffel Essig

2 Liter Wasser 

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen großen Topf geben und aufkochen. Den Schaum der sich dabei oben bildet kann man abschöpfen, muss man aber nicht. Da die Krabbensuppe eine Cremesuppe ist, muss die Rinderbrühe nicht unbedingt klar sein. Die Knochenbrühe mindestens zwei Stunden leise simmern lassen (gerne auch länger). Einfach mal probieren, wenn sie lecker ist, ist sie fertig.

Krabbensuppe 

Zutaten für 4 Personen:

1 Esslöffel Butter

1 Esslöffel Mehl 

1 Esslöffel Krustentierpaste

1 halber Esslöffel Tomatenmark

1,5 Liter Knochenbrühe, gesiebt 

1 Tasse Erbsen (frisch oder TK)

8 Stangen weißen Spargel (frisch oder TK), in Stücke geschnitten

100 ml Sahne

1 Schuss Cognac (optimal)

1 Prise Zucker

Salz

schwarzer Pfeffer 

1-2 Spritzer Tabasco

etwas Cayennepfeffer

200 g Nordseekrabben 

Zubereitung:

Die Butter in einem ausreichend großen Topf zerlassen. Krustentierpaste, Tomatenmark und das Mehl hinzufügen und alles kurz anschwitzen. Nach und nach unter ständigem Rühren die Knochenbrühe dazugeben. Erbsen und Spargel in der Suppe 10 Minuten gar kochen. Die Suppe mit Sahne, Cognac und den Gewürzen verfeinern. 

In jeden Suppenteller 50 g Krabbenfleisch geben und mit der heißen Suppe übergießen. Zuletzt mit einem Tupfer Schlagsahne und frisch gehackter Petersilie oder etwas Dill garnieren.

Guten Appetit!

Lasst es euch schmecken und habt eine schöne Woche!

Mir hat’s geschmeckt! 😋 Fast wie bei Oma❣️

Am nächsten Wochenende geht es dann weiter mit Oma Kätes Kochbuch und einem beliebten Klassiker aus vergangenen Tagen. Freut euch auf dreierlei gefüllte Eier.

Graupensuppe

Der erste Schnee ist da und die Welt da draußen sieht aus, wie mit einer ordentlichen Schicht Puderzucker bestäubt. Wohl dem, der jetzt einen heißen, frisch gekochten Eintopf auf dem Herd hat. Für dieses perfekte Suppengefühl sorgt bei mir heute eine verheißungsvoll duftende aus dem Tellerchen dampfende Graupensuppe.

Für alle, die sich jetzt fragen: „Graupen? Was ist das denn?“ Bei Graupen handelt es sich um Getreide. Sie werden aus Gerste hergestellt. Man unterscheidet zwischen Rollgerste und den etwas feineren Perlgraupen. Früher ein Armeleute-Essen und als „Kälberzähne“ verunglimpft, so werden sie heute wieder immer beliebter. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil sie in der Küche so vielseitig einsetzbar sind. Eignen sich doch prima als Beilage, aber auch für Salate und wie bei mir heute, neben Suppengrün und Rindfleisch in einem sehr traditionellen Eintopf. Wiki weiß noch mehr, falls es jemand genauer wissen möchte.

Graupensuppe

Zutaten:

1 Beinscheibe

1 Stück Suppenfleisch

2 Liter Wasser

Salz

1 Stange Lauch, kleingeschnitten

3-4 Karotten, geschält und in Rädchen geschnitten

½ Knollensellerie, geschält und gewürfelt

5 mittelgroße Kartoffeln, geschält und gewürfelt

150 g Perlgraupen

4 Wiener Würstchen

1 Bund frische Petersilie

etwas gekörnte Brühe nach Geschmack

Zubereitung:

Das Fleisch im kalten Wasser aufsetzen und sobald das Wasser kocht, die Temperatur herunterregeln, so dass die Brühe nur noch siedet. Den beim Aufkochen entstandenen Schaum kann man abschöpfen, muss man bei diesem Eintopf aber nicht zwingend, da die Brühe sowieso durch die Zugabe der Graupen nicht klar bleibt. Das Fleisch ca. 2 Stunden garen. In der Zwischenzeit das Gemüse vorbereiten. Wenn das Fleisch weichgekocht ist, kann es aus der Brühe geholt und kleingeschnitten werden. Anschließend Fleisch, Gemüse und Graupen in die Suppe geben und alles nochmals eine halbe Stunde köcheln lassen. Zum Schluss die kleingeschnittenen Würstchen und die gehackte frische Petersilie unterrühren und alles etwa 15 Minuten ziehen lassen.

Ja, es dauert etwas, bis das Süppchen fertig ist. Aber ich sag’s Euch, der Eintopf ist unglaublich lecker und ist genau das Richtige, wenn man im Winter durchgefroren nach Hause kommt. Hinzu kommt, dass er aufgewärmt am nächsten Tag fast noch besser schmeckt und da hat man sich dann das Kochen gespart und kann gleich essen.

Guten Appetit❣️