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Fisch in süß-saurer Soße

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Dieses Rezept aus Oma Kätes Kochbuch stammt wohl aus den frühen 80er Jahren. Damals waren Gerichte in Mode, die den Anschein erweckten ihren Ursprung weit, weit weg in fernen Ländern zu haben. Rezepte mit klangvollen Namen wie Hähnchencurry Bombay, Pfirsich Melba, Jamaika-Torte oder eben Chinesisch süß-sauer erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Die eigentliche Besonderheit an diesem Essen ist aber der Rotbarsch. Nicht die Art an sich, sondern, dass er im Ganzen daherkommt.

Sicherlich kann man auch einfach Fischfilets für dieses Rezept verwenden, ich wollte es aber unbedingt so nachkochen, wie Oma es aufgeschrieben hat. Beim Fischwagen der Fa. Schott Fischdelikatessen auf dem Kandeler Wochenmarkt war meine Fischbestellung gar kein Problem und ich konnte vergangenen Mittwoch meinen küchenfertigen, geschuppten Fang nach Hause tragen. Dankeschön für die kompetente Beratung an dieser Stelle! Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, was der Rotbarsch für ein schöner Fisch ist. Schaut euch einmal diesen Prachtbursche an. Aber Vorsicht bei der Verarbeitung – er hat spitze Stacheln!

Was die Mengen betrifft, so rechnet man bei Fischfilet ca. 200 g pro Person und bei einem ganzen Fisch etwa 300 g, da hierbei der Anteil an Gräten/Abfall mit berücksichtigt werden muss.

Fisch in süß-saurer Soße

Zutaten:

1 ganzer küchenfertiger Rotbarsch, geschuppt

Öl zum Anbraten 

Für die Marinade:

4 Esslöffel Sojasoße 

4 Esslöffel Sherry

1 Teelöffel Zucker 

1/2 Teelöffel frisch geriebenen Ingwer oder Ingwerpulver

1 Zehe Knoblauch, gepresst 

1 Teelöffel Öl

Für die süß-saure Soße:

200 ml Ananassaft

200 ml Orangensaft 

100 ml Zitronensaft 

4 Esslöffel Tomatenketchup 

2 Teelöffel Stärke 

etwas Wasser

Salz, Pfeffer und Zucker

Optional Gemüse nach Wahl

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Marinade miteinander verrühren. Den Rotbarsch auf beidseitig mehrmals einschneiden, in eine große Schale legen, mit der Marinade übergießen und eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Reichlich Öl in einer großen Pfanne oder einem Bräter erhitzen und den Fisch drin von jeder Seite 3-5 Minuten anbraten. Den angebratenen Rotbarsch im Backofen fertig garen (je nach Größe des Fisches etwa 30 Minuten pro Kilogramm).

Für die süß-saure Soße die Stärke mit etwas Wasser verrühren. Ananas-, Orangen- und Zitronensaft mit dem Ketchup verrühren, zum Kochen bringen und mit der Stärke abbinden. 

Den Sud vom fertigen Rotbarsch hinzufügen und die Soße mit Salz, Pfeffer und Zucker süß-sauer abschmecken. 

Ich habe noch Stücke von roter und gelber Paprika, Karotten, Brokkoli und Ananas in der Soße gar ziehen lassen. Dazu gab es Reis. Das Fischfilet von der Mittelgräte nehmen und guten Appetit!

Viel Spaß beim Ausprobieren und eine schöne Woche! 🌷

Kabeljau in Senfsauce

Manchmal bekomme ich gesagt, dass meine Rezepte oft sehr aufwendig sind. Ich denke, Rezepte die es schon tausendfach im Internet gibt, muss ich nicht auch noch posten. Es lassen sich hier bei mir durchaus besondere Rezeptideen finden, aber auch ganz einfaches. Und da ich heute selbst keine Lust auf großes Spektakel hatte, gibt es jetzt ganz schlicht Kabeljau in Senfsoße aus dem Backofen.

Kabeljau in Senfsoße

Zutaten für 2 Personen:

400 g Kabeljaufilet

Saft einer halben Zitrone

1 Esslöffel Butter

1 Schalotte, fein gewürfelt

1 Esslöffel Mehl

300 ml Milch

1 Esslöffel körniger Senf

1Teelöffel scharfer Senf

1 Teelöffel Estragon, getrocknet

Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:

Die Kabeljaufilets kurz abspülen, trocken tupfen, auf Gräten untersuchen und in eine Auflauform legen. Den Fisch mit Zitronensaft beträufeln und salzen. Die Butter in einem Topf zerlassen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten. Das Mehl darüber streuen, umrühren und kurz mit anschwitzen lassen. Nach und nach mit der Milch ablöschen und alles gut glattrühren. Eventuell noch etwas Milch nachgießen, falls die Soße zu dick wird. Senf und Estragon unterrühren und die Soße bei niedriger Temperatur 5 Minuten leise simmern lassen. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Soße mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und über den Kabeljau gießen. Die Form für 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben.

Dazu gibt es bei mir Salzkartoffeln und einen Blattsalat mit einem Dressing aus Sahne, Zitronensaft, Zucker und etwas Salz. Fertig! Guten Appetit! 😊

Vom Brot zur Lieblingsstulle

Was gibt es schöneres, als den Duft von frisch gebackenem Brot an einem trüben Sonntagmorgen? Genau! Eine in Butter geröstete, üppig belegte dicke Stulle desselben! 😃

Frisch gebackenes Dinkel-Buchweizenbrot mit einer Rote Beete-Meerrettichcrème und geräucherte Forellenfilets. Hunger? Ok, fangen wir an!

Dinkel-Buchweizenbrot

Zutaten:

500 g Dinkelmehl

200 g Buchweizenmehl

2 Teelöffel Salz

2 Teelöffel Brotgewürz (Anis-, Kümmel-, Koriander-, Fenchelsaat gemörsert, zu gleichen Teilen)

1 Teelöffel Trockenhefe

500 ml Buttermilch

100 ml Wasser

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten in eine große Schüssel geben und gut vermischen. Wasser und Buttermilch hinzufügen und alles gut miteinander verkneten. Ich mache das von Hand, man kann aber natürlich auch eine Küchenmaschine oder das gute alte Handrührgerät verwenden. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig 12 Stunden stehen lassen. Am besten bereitet man ihn bereits am Vorabend zu und lässt ihn über Nacht gehen. Am nächsten Morgen den Brotteig auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche mehrmals von allen Seiten zur Mitte hin falten. Den Teigling mit einem Tuch abdecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen. In der Zeit den Backofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Einen gusseisernen Topf mit Deckel auf das Rost in die Mitte des heißen Backofens stellen und ca. 15 Minuten mit aufheizen. Eine feuerfeste Schüssel mit Wasser befüllen und auf den Boden des Ofens stellen. Nach der Gehzeit den Teig in den heißen Topf legen, den Deckel schließen und den Topf in den Backofen stellen. Die Gradzahl auf 200°C reduzieren und das Brot 30 Minuten mit Deckel und weitere 30 Minuten ohne Deckel backen.

Das fertige Prachtexemplar auf ein Rost legen und vollständig auskühlen lassen, auch wenn man es kaum erwarten kann, das Gebäck anzuschneiden. Frisches Brot lässt sich einfach besser schneiden, wenn es abgekühlt ist.

Das Brot ist fertig, aber jetzt braucht’s ja noch etwas „für drauf“, damit aus der einfachen Scheibe Brot eine beachtliche Lieblingsstulle werden kann.

Rote Beete-Meerrettichcrème mit Apfel

Zutaten:

200 g Schmand

2-3 Esslöffel Tafelmeerrettich

1 gekochte rote Beete, gewürfelt

1 Apfel, gewürfelt

1/2 Zitrone, Schale und Saft

1 Teelöffel Zucker

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Schmand und Meerrettich verrühren. Abgeriebene Zitronenschale, -saft, Rote Beete- und Apfelwürfel dazu geben und alles mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Weitere Zutaten für die Lieblingsstulle:

Butter zum Anbraten der Brotscheibe

2 geräucherte Forellenfilets

1 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten

1 Zitronenscheibe

1 Zweig Dill

Für meine Lieblingstulle eine dicke Scheibe Brot abschneiden und in einer Pfanne in zerlassener Butter von beiden Seiten goldbraun anbraten. Das Goldstück auf einen Teller legen und großzügig mit der Rote Beete-Meerrettichcreme bestreichen. Die Forellenfilets und ein paar fein geschnittene Ringe der roten Zwiebel darauf legen. Eine Scheibe Zitrone dazu, vielleicht etwas frisch geriebenen Meerrettich und ein wenig Dill darüber verteilen. Das Auge isst ja schließlich mit. Jetzt kann es losgehen! Guten Appetit!

Heute: Fisch im Netz!

Fischfrikadelle_Kartoffelsalat

Die einfachsten Sachen sind ja meistens die Besten!

Unter diesem Motto habe ich heute Fischfrikadellen mit Kartoffelsalat für Euch. Dieses Gericht braucht zwar etwas Vorbereitungszeit, dafür hat man anschließend ein Essen im Kühlschrank, das auch kalt noch der Renner ist. Einfach etwas mehr zubereiten und am nächsten Tag kann die Küche kalt bleiben.

Kartoffelsalat

1 kg festkochende Kartoffeln

1/2 Liter Gemüsebrühe

1 Zwiebel, geschält, fein gewürfelt

3 Esslöffel Mayonnaise

3 große Gewürzgurken, gewürfelt

etwas Essig aus dem Gurkenglas

3 hartgekochte Eier, grob gewürfelt

Salz, Pfeffer

1 Bund Schnittlauch, in Röllchen geschnitten

Die Kartoffeln mit der Schale in Salzwasser gar kochen. Anschließend noch heiß pellen,  in Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben. Die Zwiebelwürfel kurz in etwas Öl anschwitzen, mit der Brühe aufgießen und kurz aufkochen lassen. Die heiße Zwiebelbrühe über die Kartoffeln gießen und am besten über Nacht im Kühlschrank gut durchziehen lassen. Am nachsten Morgen haben die Kartoffeln fast die ganze Flüssigkeit aufgenommen. Jetzt einfach alle weiteren Zutaten (bis auf den Schnittlauch) hinzu geben, vorsichtig uterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Salat nochmals bis zum Essen kalt stellen, damit er noch einmal gut durchziehen kann. Kurz vor dem Servieren den fein geschnittenen Schnittlauch über den Kartoffelsalat streuen.

Kartoffelsalat

Fischfrikadelle_2

Fischfrikadellen

500 g Kabeljaufilet, in feine Würfel geschnitten

2 Scheiben Toastbrot, gewürfelt

6 Esslöffel Milch

3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt

3 Esslöffel fein gehackte Petersilie

1 Ei

Saft und abgeriebene Schale einer unbehandelten halben Zitrone

Salz, Pfeffer

Butterschmalz zum Braten

Zuerst die Toastbrotwürfel kurz in der Milch einweichen. Anschließend alle Zutaten zu einer glatten Masse verkneten und Frikadellen formen. Die Fischfrikadellen langsam im heißen Buitterschmalz braten.

Fischfrikadelle_1

Mit etwas Zitronensaft beträufelt zum Kartoffelsalat – sooooo fein!

Habt eine schöne Woche! 🙂